Symbolbild - ADAC-Filiale in der Bundesalle in Berlin (Bild: imago/Joko)
Audio: rbb 88,8 | 05.06.2019 | Michael Ernst | Bild: imago/Joko

Berliner Verkehrspolitik - ADAC: Stadtgestaltung darf Autos nicht ausbremsen

Die zunehmenden Vorstöße zum Rückbau der autogerechten Stadt in Berlin dürfen nach Ansicht des ADAC nicht allein auf Kosten der Pkw-Fahrer gehen. "Der ADAC Berlin-Brandenburg begrüßt innovative Ideen zur Stadtgestaltung für eine nachhaltige Mobilität und ein faires Miteinander auf den Straßen", sagte Sprecherin Sandra Hass, wie die DPA am Mittwoch berichtete . "Entsprechende Maßnahmen dürfen den Autoverkehr aber nicht pauschal ausbremsen, denn ein Großteil der Berliner Autofahrer und Brandenburger Pendler ist nach wie vor auf ihr Auto angewiesen."

Ausbau des ÖPNV sollte "ganz klar" im Fokus stehen

Seit geraumer Zeit gibt es immer mehr Vorschläge, um Autolärm und Abgase zu reduzieren. Dazu zählt die von allen Fraktionen im Abgeordnetenhaus unterstützte Idee, die A100 am Dreieck Funkturm abzudecken und auf den so gewonnenen Flächen ein neues Stadtquartier zu entwickeln. Andere Initiativen fordern den Abriss der Autobahnbrücke am Breitenbachplatz oder den Rückbau der A103 in Steglitz. Auch Begegnungszonen oder temporäre Spielstraßen sollen den Raum für Autos einschränken.

"Wir brauchen Konzepte, die die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer gleichermaßen berücksichtigen", sagte ADAC-Sprecherin Hass. "Hier gilt es, ein Gesamtkonzept an den tatsächlichen Bedürfnissen auszurichten und nicht vorrangig Einzelinteressen zu verfolgen oder rein lokalen Aktionismus zu betreiben." Erst wenn es gute Alternativen zum Auto gebe, könnten Straßen langfristig entlastet werden. "Im Fokus der Mobilitätswende sollte deshalb ganz klar der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs stehen."

Kommentar

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38 Kommentare

  1. 38.

    Das ist so der dümmste Kommentar. Autofahren kostet der Gesellschaft Millionen Energie, Gesundheit, Straßenbau. Ich fahre auch im Winter zur Arbeit mit dem Rad. Du solltest über jeden Radfahrenden froh sein, denn durch diese wird dein Stau kürzer.

  2. 37.

    Ich hoffe doch für alle Verkehrsteilnehmer sehr dass sie mit solchen Wahrnehmungsstörungen nicht am Verkehr teilnehmen dürfen. Ihre hasserfüllte Kommentare die sie hier von sich geben zeichnen ein ganz deutlichen Bild ihrer Persönlichkeit.

  3. 35.

    Danke für den Tipp. Doch damit dürfte ich wohl nicht auf der Stadtautobahn fahren. Und eine Fahrzeit von über 3 Stunden wäre mir dann doch zu viel.

  4. 34.

    Kaum ein Berliner Autofahrer ist auf sein / ihr Auto angewiesen. Berlin hat ganze Stadtteile ohne benutzbare Radwege. Da haben wir noch lange dran zu bauen, bis wir an die Stelle kommen, wo der anachronistische motorisierte Verkehr zum Stillstand kommt. Es gibt weder eine durchgehende Nordsütrasse noch eine Ostwesttrasse, aber Straße über Straßen. Darüberhinaus machen die Autos Fußgängern und Radfahrern das Leben schwer mit dem Parken auf Rad- und Gehwegen, dem Parke in Einfahrten, im Kreuzungsbereich etc. Zurückdrängen müssen wir den Autoverkehr schon. Unbedingt.

  5. 31.

    So, wollte mich gerade auf den Weg nach Hause machen. Genau we gestern ist die S-Bahn unterbrochen und dann unregelmäßig. Was soll ich machen? Die 35 km mit dem Fahrrad über die Stadtautobahn? Könnte mal wieder kotzen.

  6. 30.

    Konkretisieren Sie das Wort "Leistung"!
    Als Poet und Minnesänger leistet man auch was!

  7. 29.

    erst kürzlich traf ich einen S-Pedelec Fahrer der täglich 80km hin und zurück zur Arbeit radelt. OMG...sowas geht? Jetzt kippen sicher 100 Leser vom Klo.

  8. 28.

    Kommt auf die Entfernung an. Sicherlich radeln sie nicht bis zu 7x die Woche 2x 25km (350km)und müssen dann noch Leistung bringen. Hat eben nicht jeder um die Ecke einen Arbeitsplatz.

  9. 27.

    Wie viele Berliner tatsächlich „auf ihr Auto angewiesen sind“, sehe ich jedes Mal, wenn im Berufsverkehr eine Kolonne von 70 Autos mit 73 Insassen, davon fast alle mit Berlinert Kennzeichen, Straßenbahn und Bus den Weg versperrt. Liebe Autofahrer: Ihr steckt nicht im Stau. Ihr seid der Stau! In Berlin ist man nicht „auf das Auto angewiesen“. Aber man sitzt halt lieber im Stau als im ÖPNV zu stehen … Das kann ich sogar verstehen – aber erzählt bitte keine Märchen von wegen „auf das Auto angewiesen“.

  10. 26.

    Kommt auf die Strecke an, auf der man unterwegs ist. Ich kann Sebastian T. schon verstehen. Es geht mir zwar nicht jeden Tag so, doch ziemlich oft mit zunehmender Tendenz.

  11. 25.

    Bäume statt Asphalt...

  12. 23.

    Sie waren schon laenger nicht mehr mit den oeffentlichen unterwegs? Man kommt bestimmt 95% der Fahrten durch ohne mit jemandem zu reden. Noch mehr wenn man die Fahrkartenkontrolleure ausnimmt. Das Risiko in der BVG verletzt zu werden ist mit Sicherheit nicht hoeher als wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind.

  13. 22.

    Der Radverkehr ist nicht wirklich existent, man sieht kaum Radler im Gegensatz zum normalen Berufs-Verkehr.
    Außerdem sollte man radfahrende Freizeitler und Geizkragen nicht überbewerten, die darunter sind. Zumal diese Null-wert für die Wirtschaft haben. Wichtig ist wie in jeder Hauptstadt, dass die Menschen zur Arbeit kommen. Vor allem die, die arbeiten wenn die Stadt schläft oder frei hat, man sollte lieber nicht fragen wie viele das heutzutage sind.

    Ui wir haben im Juni Klima, 30 Grad, ui wie selten, das war schon in meiner Kindheit so, dass der Juni am bekloppesten war. Juli und August sind bei 20+ konstant, danach beginnt die schönste Zeit. Und der Winter erst, dann sind wir diese Radleier los.

  14. 21.

    Am ADAC liegt es sicher nicht. Es liegt am unfähigen Berliner Senat (nicht nur an diesem; die Vorgänger waren nicht besser).

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