Teilnehmer der anti-israelischen Al-Kuds-Demonstration gehen über den Kurfürstendamm
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Video: rbb|24 | 01.06.2019 | Naomi Noa Donath | Bild: dpa/Annette Riedl

Al-Kuds-Tag - Israel-Gegner erleben in Berlin starken Gegenprotest

Mehr als 1.000 Menschen haben sich am Samstag in Berlin am israelfeindlichen Al-Kuds-Marsch beteiligt. Etwa genauso viele Demonstranten stellten sich ihnen entgegen und protestierten gegen Antisemitismus und Hass. Die Polizei meldete keine Zwischenfälle.

Eng von der Polizei begleitet sind am Samstag rund 1.200 Menschen bei der jährlichen anti-israelischen Al-Kuds-Demonstration über den Berliner Kurfürstendamm gezogen. Etwa genauso viele Gegendemonstranten stellten sich entlang der Strecke auf, um den Demo-Sprechchören aus nächster Nähe mit Musik und eigenen Slogans zu begegnen. Die Polizei war mit 500 Kräften vertreten, um die beiden Lager auseinander zu halten. Bis zum späten Nachmittag blieb der Polizei zufolge alles friedlich.

Vorwurf des Antisemitismus zurückgewiesen

Am Al-Kuds-Tag, der am Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan liegt, ruft der Iran jedes Jahr zur Eroberung Jerusalems auf. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967. Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem.

Auf Transparenten forderten die Al-Kuds-Demonstranten ein eigenständiges Palästina. "Muslime, Juden und Christen - Hand in Hand gegen Zionisten" hieß es auf einem Schild, "Gerechtigkeit für Palästina", auf einem anderen. Auch Flaggen der Palästinenser, des Iran sowie Deutschlandfahnen wurden geschwenkt. Einige Teilnehmer riefen zudem "Kindermörder Israel". Neben vielen Männern waren auch Frauen und Kinder unter den Demonstranten und trugen Transparente mit Slogans gegen Israel. Den Vorwurf des Antisemitismus wiesen die Veranstalter zurück. "Judenhass ist eine Schande - hat keinen Platz hierzulande", skandierte ein Sprechchor. "Wenn wir Antisemiten wären, würden wir das nicht rufen", sagte ein Redner. Kritiker und Antisemitismusforscher warnen allerdings davor, dass Antisemitismus bewusst Kritik am Staat Israel als Deckmantel nutze.

01.06.2019, Berlin: Andreas Geisel (SPD), Berliner Innensenator, steht mit Kippa bei einer Pro-Israel Demonstration (Quelle: dpa/ Riedl)
Innensenator Geisel bei der Gegendemo | Bild: dpa/ Riedl

Geisel: "Antisemitismus tritt wieder offen zutage"

Zu den Gegendemos hatte ein breites Bündnis aus Parteien, Gruppen und Initiativen aufgerufen. Daran nahmen auch bekannte Politiker und Persönlichkeiten teil. "Wenn Antisemiten ihr hassendes Haupt erheben, ist Widerstand angesagt. Deshalb sind wir hier", sagte die Linke-Bundestagsabgeordnete Petra Pau auf einer Gegenkundgebung. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, der Grünen-Politiker Volker Beck und Israels Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, waren vor Ort.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) trat ebenfalls bei der zentralen Gegendemonstration auf - wie angekündigt mit Kippa als Zeichen der Solidarität. "Wir stehen fest an der Seite der Juden, die hier leben, und an der Seite Israels", sagte er vor Demonstranten mit Israel-Fahnen. Auch in Berlin habe es in den letzten Monaten antisemitische Angriffe und Hetze gegeben. "Dieser Geist hat in Berlin nichts zu suchen." Er warnte zugleich vor einem Erstarken des Antisemitismus. "Wir dachten ja, der Antisemitismus sei in unserem demokratischen Staat nahezu verschwunden und reduziert auf vielleicht einzelne Neonazis bei der NPD", sagte Geisel im rbb-Inforadio. Nun zeige sich aber, "dass er nicht wirklich verschwunden war, sondern man ihn im Verborgenen gelebt hat und jetzt tritt er wieder offen zutage."

Geisel forderte auch, dass Deutschland seine Haltung zur Einstufung der Hisbollah überdenken solle. Mit einer Einstufung als Terrororganisation würde Deutschland ein eindeutiges Zeichen setzen, dass Antisemitismus und Hass nicht geduldet werde, erklärte er. Bislang ist lediglich der militärische Arm der radikal-islamischen Organisation verboten.  

Keine rechtliche Handhabe gegen Demo

Geisel sah vor der Al-Kuds-Demonstration keine Möglichkeit, den Marsch zu verbieten. Die Meinungs- und Versammlungsfreiheit sei ein hohes Gut, sagte er am Samstag dem rbb. Zwar gebe es keinen Zweifel, dass die Teilnehmer antisemitisch seien und das Existenzrecht Israels in Frage stellten. Solange das aber nicht deutlich geäußert werde, habe man nicht genug Beweise, damit ein Verbot vor Gericht Bestand hat. "Deswegen arbeiten wir mit harten Auflagen", sagte Geisel.  

Dazu gehörte, dass etwa Fahnen und Symbole der Hisbollah verboten sind, ebenso anti-jüdische Parolen und das Verbrennen von Gegenständen. Der Veranstalter hatte einen Eilantrag eingereicht, um Symbole der libanesischen Hisbollah zeigen zu dürfen. Das Oberverwaltungsgericht wies das am Samstag zurück und bestätigte die Linie der Polizei.

Holocaust-Überlebende kritisieren Genehmigung für Marsch

Holocaust-Überlebende im Internationalen Auschwitz Komitee reagierten "mit völligem Unverständnis" auf die Erlaubnis des Marsches selbst. Man habe "als unmissverständliches Zeichen der Distanzierung" von der Politik erwartet, die israelfeindliche Demonstration zu verbieten, teilte Exekutiv-Vizepräsident Christoph Heubner am Samstag mit. Die rechtliche Klärung eines solchen Verbots hätte man demnach den Gerichten überlassen sollen. Das Komitee empfinde den Marsch "als ein Zurückweichen des Staates".

"Dieser Marsch ist ein Marsch des Hasses"

"Dieser Marsch ist ein Marsch des Hasses, der die falsche und widerrechtliche Forderung erhebt, Jerusalem dürfe nur den Muslimen gehören", hieß es vorab von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, kritisierte, dass bei der islamistischen und antisemitischen Propaganda-Veranstaltung für eine Eroberung Jerusalems und die Vernichtung Israels demonstriert werde. "Uns ist es unverständlich, dass diese Demo Jahr für Jahr genehmigt wird", so Schuster. Judenfeindlichkeit sei wieder Alltag in der Bundesrepublik. "Jeder Jude kennt Antisemitismus aus seinem Alltag", sagte Schuster im ZDF. Er stützte zugleich die Warnung des Antisemitismus-Beauftragten Klein, Juden sollten nicht überall in Deutschland eine Kippa tragen. "Es ist nicht überall in Deutschland gefahrlos möglich, sich als Jude mit Kippa auf der Straße zu zeigen."

Bundespräsident ruft zum Kampf gegen Antisemitismus auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte am Freitag in einem Telefonat mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, zu einem entschiedenen Kampf gegen den Antisemitismus aufgerufen. "Wir können es nicht hinnehmen, wenn sich Juden nicht trauen, auf unseren Straßen Kippa zu tragen", sagte Steinmeier. "Es ist unsere Bürgerpflicht, Antisemitismus in all seinen Formen zu bekämpfen."

Es sei eine "herausragende Aufgabe unseres Staates, unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen und einzuschreiten, wo es notwendig ist - auch und gerade bei Demonstrationen und öffentlichen Veranstaltungen", so Steinmeier weiter. Der Antisemitismus sei immer "ein Angriff auf uns alle, auf unsere Demokratie und unsere offene Gesellschaft", dem sich eine aktive Zivilgesellschaft Tag für Tag entgegenstellen müsse. "Nur wenn Juden in Deutschland vollkommen zu Hause sind, ist diese Republik vollkommen bei sich."

Sendung: Abendschau, 01.06.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

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75 Kommentare

  1. 75.

    Dass Israel angegriffen wurde, ist eine dreiste **********! Einfach einmal auf den Kontext achten. Es geht um die Besetzungen welche eben folge waren des Sechstagekrieg und nicht des Palästinakrieges. Ich hatte zu ihren Gunsten vermutet sie hätten das was Verwechselt. Sie haben somit Fakten falsch dargestellt. Beim Jahr des Überfalls auf Rußland lagen sie auch schon daneben. Meinen Betrag zur Präventivschlag-These einfach aufklappen, dann können Sie lesen was Menachem Begin (Ministerpräsident Israels) zur Ihrer Präventivschlag-These meint. Ist eben der reine ************. Menschen welche nicht ihrer eigenartigen Ansicht sind, sind gleich Antisemiten?

  2. 74.

    Keine Ironie. Fakt ist: Russlands hatte 2,9 Millionen Rotarmisten, 145 Divisionen und 40 Brigaden, in vier Heeresgruppen im Westen. Insgesamt über 22.000 Panzer und über 12.000 einsatzbereite Flugzeuge. Es war also ein Präventivkrieg Deutschlands, wie Israels Präventivkrieg den Sechstagekrieg. Gleiches Recht für Deutschland und Israel. Der Rußlandfeldzug war schon 1941 und nicht wie sie meinen 1942.

    Wie stehen Sie zum Recht der Palästinenser zu einen eigen Staat?

  3. 73.

    Ich hoffe doch, dass das Ironie war. Auch wenn ein Angriff Russlands zu einem späteren Zeitpunkt nicht gänzlich auszuschließen war, da sich Stalin und Hitler gegenseitig belauert und nie über den Weg getraut haben, war die Rote Armee im Jahr 1942 durch die willkürlichen und verbrecherischen Säuberungsaktionen Stalins so geschwächt, dass ein Angriff völlig unmöglich war. Stalin wäre auch niemals so blöd gewesen, das deutsche Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht anzugreifen. Er hätte einen Zeitpunkt abgewartet, wenn der Gegner geschwächt am Boden liegt, genau so wie beim Angriff auf Japan 1945, wo das Kriegsende nach den Atombombenabwürfen absehbar war. Nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen haben nicht die Bomben selbst den Krieg beendet sondern der Angriff Russlands war der entscheidende Punkt für die Kapitulation Japans, um keine Gebiete an die Sowjetunion zu verlieren.

  4. 72.

    Vollkommen richtig. Wie auch der angebliche Überfall auf Rußland im 2. Weltkrieg in Wahrheit ein Präventivkrieg Deutschlands war.

  5. 71.

    Wenn Sie mal genau gelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass zwei Links zu zwei Kriegen enthalten waren. Im ersten wurde Israel angegriffen, im anderen ist es Ägypten zuvor gekommen. Wenn 100.000 Soldaten und 1.000 Panzer an der Grenze zusammen gezogen werden, von einem nicht bevor stehenden Angriff zu sprechen, ist schon ganz weit weg von jeglicher Realität. Der Schritt zum Antisemitismus ist da nicht mehr ganz so weit.

  6. 70.

    Ich habe mir den Text von Hans-Peter noch einmal durchgelesen und ich habe den Begriff "Antizionistisch" nicht finden können. Vielleicht lesen Sie sich diesen Beitrag selbst noch einmal durch und versuchen ihn zu verstehen.
    Und zum Verhältnis Der Linken zu Israel, können Sie Tweets und Äußerungen von einigen Mitgliedern im Netz rechachieren, darin wird die Existenz Israels in Frage gestellt.
    Darum ist die Aussage von Frau Paul geradezu peinlich und verlogen.

  7. 68.

    Blöd ist es schon wenn sie die Kriege durcheinander bringen. Sechstagekrieg mit dem Palästinakrieg. Beweise für die Präventivschlag-These gibt es nicht.

    Zitat Menachem Begin (Ministerpräsident Israels):
    „.... Wir werden die Initiative ergreifen und den Feind angreifen, zurückdrängen und damit die Sicherheit von Israel und die Zukunft der Nation gewährleisten. Wir taten dies nicht, weil wir keine Alternative gehabt hätten. Wir hätten weiter abwarten können, wir hätten die Armee nach Hause schicken können. Wer weiß, ob ein Angriff gegen uns erfolgt wäre? Es gibt keinen Beweis dafür. Es gibt mehrere Argumente für das Gegenteil. Während es in der Tat richtig ist, dass die Schließung der Straße von Tiran ein Akt der Aggression war, ein casus belli, ist immer noch Raum für die Überlegung, ob es notwendig ist, aus einem casus einen bellum zu machen.“

  8. 67.

    Dass Israel nicht angegriffen wurde, ist eine dreiste Lüge!
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4stinakrieg
    Der Sechstagekrieg begann als Verteidigungskrieg mit einem Präventivschlag Israels, gegen einen bevorstehenden Angriffskrieg durch Ägypten.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sechstagekrieg
    Das Land kämpft seit seiner Gründung um nichts geringeres als sein bloßes Überleben. Dass dies leider auch in Israel radikale Kräfte fördert und teils zu inakzeptablen politischen Handlungen führt (Siedlungspolitik) ist unbestritten und darf, nein muss kritisiert werden. Unwahrheiten verbreiten und Palästinenser zu bloßen Opfern stilisierten, gehört aber nicht dazu.

  9. 66.

    Es kling wie Hohn, wenn die Linke und Bundestagsvizepräsidentin Frau Pau sagt: "Wenn Antisemiten ihr hassendes Haupt erheben, ist Widerstand angesagt. Deshalb sind wir hier".
    Vielleicht sollte Die Linke erst einmal ihre Sympathie mit dem antisemitischen BDS überdenken.
    zensieren.

  10. 65.

    Was muss das Volk Israel über Deutschland denken das wir solche Demos zulassen

  11. 64.

    Dieser Meinung muss ich beipflichten. Selbst die Politiker werfen die Relligion (Judentum) und die Kritik an der israelischen Politik ständig durcheinander. Ich bin nicht einverstanden mit der aggressiven Politik von Israel. Dieses Land besitzt Atomwaffen und heizt die Stimmung im Nahen Osten permanent an. Das völkerrechtsmäßige Einverleiben von Land, was den Israelis nicht gehört, wird auch durch deutsche Politiker akzeptiert. Der angeblich neue Friedensvertrag von den USA ist eine Unverschämtheit und gibt den Israelis weiterhin das Recht, das zu machen, was sie wollen. Bin ich nun ein Antisemit? Das bin ich nicht. Anders zieht es mit dem jüdischen Glauben aus. Es soll jeder Mensch mit seinem Glauben leben und diesen ausführen können. Also liebe Medien und Politiker, bitte verdreht nicht die Tatsachen. In Deutschland ist es doch so, wer gegen Israel ist, ist Antisemit. Das kann es doch wohl nicht sein!
    Übrigens bin ich zurzeit auch gegen die USA-Politik.

  12. 63.

    ……. ja -schauen`s - so geht es jenen Bürgern aus der politischen Mitte , wenn sie bestimmte Bereiche der Asylpolitik kritisieren! dann sind das alles Nazis...……..dieses Land muss zur Mitte zurückfinden- sonst wird es für Europa zur Belastung!
    im Übrigen gehen sie einfach mal die Geschichte Israels seit 1945 durch ;

  13. 62.

    Antisemitismus ist Ausgrenzung, Hass und Verfolgung von Menschen, die jüdischen Glaubens sind. Hiergegen spreche ich mich vehement aus. Zudem bewegt mich die Verfolgung der Juden und all die Greultaten der Nationalsozialisten zutiefst.

    Das Andere ist für mich Kritik an der israelischen Politik und der Haltung vieler Israelis gegenüber den Palestinensern. Diese muss genauso erlaubt sein, wie Kritik an der Politik anderer Regierung, inklusive der unserer eigenen. Das hat für mich nichts mit Antisemitismus zu tun.

    Dass sich die jüdischen Menschen eine Heimat gesucht haben und diese auch behalten wollen, kann ich aufgrund der leidvollen Erfahrungen nachvollziehen.
    Dass die palestinensischen Menschen aber genau so ein Recht auf ihren Staat haben, ist für mich aber genauso unbestreitbar. Deren Leid durch die israelische Politik auch.
    Dieser Konflikt ist nur auf friedlichem Weg zu erreichen, wie schon so oft versucht und bisher leider nicht gelungen.

  14. 61.

    Gegendemonstranten oder doch Passanten, die Inne hielten, um zu den vorbeilaufenden Demonstrationszug anzuschauen? Etwa 1000 dürften das normale Treiben auf dem Kuhdamm zu dieser Zeit sein, bis auf wenige "Demonstranten", die die Passanten instrumentalisieren möchten.

  15. 60.

    Zuerst einmal wäre Israel ohne seine Atomwaffen wahrscheinlich in weit mehr Kriege verwickelt gewesen und heute nicht der Stabilisator der Region. Und ich bitte sie, sich einmal näher mit der Geschichte Israels zu befassen. Dann werden sie feststellen, dass Israel bei Staatsgründung 48 der (von der UNO gewollten) Zweistaaten-Lösung (Jerusalem internationale Hauptstadt) zustimmte, während die Palästinenser diese nicht akzeptieren konnten, und lieber kurze Zeit später mit den 6 umliegenden arabischen Staaten angriffen. Entgegen aller Voraussicht gelang Israel damals die Verteidigung des Großteils ihres Staatsgebietes und die Eroberung von Gebieten der Angreifer, darunter der Gaza-Streifen. Israel hat also den Palästinensern die Möglichkeit gegeben, diese haben sie (aufgehetzt durch den damaligen Großmufti Haj-Amin) jedoch nicht angenommen. Nach diesem Angriff sah die israelische Seite verständlicherweise keinen Anlass, den Angreifern ihre Basis-Gebiete zurück zu geben.

  16. 59.

    Falsch, die Fakten sind. Israel wurde nicht angegriffen und hat die Gebiete in einen Angriffskrieg erobert. Wenn Russland die Krim besetzt, gibt es gleich Sanktionen gegen Russland. Israel stellt sich gegen eine Rückkehr der vertreibenden Einwohner. Soweit mir bekannt, bestreitet Israel das Existenzrecht Palästinas.

  17. 58.

    Ich finde die teilweise undifferenziert wiedergegebene Propaganda gegen Israel einfach nur erschütternd.

    Dabei geht es nicht um die täglichen Kriege zwischen Menschen und dieses Problem zu thematisieren. Sondern vielmehr um plumpes Auge um Auge, Feindseligkeiten wie Herrn Netanyahu als "Mini-Trump" (unabhängig davon wie man zu Trump steht, ist diese Formulierung ein Indiz, dass hier ein anderes politisches Feld, eine andere persönliche Aggression, abgegrast wird) und die schrecklichen Relativierungen von "sich nur seine Heimat zurückholen" wenn Menschen in der X-ten Generation ohne Bezug zu dieser Heimat ihr komplettes Leben nur mit hassen, kämpfen, töten und sterben verbringen.

    Wenn Palästina heute die Waffen niederlegen würde, wäre morgen der Krieg vorbei.
    Wenn Israel heute die Waffen niederlegen würde, gäbe es morgen kein Israel mehr.

  18. 57.

    Erschreckend einseitige proisraelische Berichterstattung. Jegliche berechtigte Kritik an israelischer Besatzungspolitik wird negiert indem alles als antisemitismus klassifiziert wird.

  19. 56.

    Diese Demonstration ist vom Revolutionsgarde islamische Republik Iran organisiert und finanziert. Rechtsstaat hin oder her sowas darf nicht hier genehmigt werden und erst recht nicht Judenhass verbreitet werden. Die islamisten fühlen sich in Deutschland wohl und erlauben sich unverschämt Sachen, die in eigener Länder nicht machen dürfen. Ich kann leider nur den Kopf schütteln und sympathisiere ich mich mit israelischem Volk. Schaut euch einfach diese Gesichter an voller Haß HZ VI Empfänger

  20. 55.

    Gegen ein Eintreten für die Rechte der Palästinenser ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden. Aber ein Marsch der mit der Eroberung Jerusalems assoziiert ist, ist für mich weit entfernt von Meinungsfreiheit. Und das hat meines Erachtens auch nichts mit Kritik am Staat Israel zu tun. Deswegen ist es wichtig, so einem Marsch mit klarem Protest zu begegnen. Hier ist Haltung gefragt.

  21. 54.

    es ist leider alles nicht ganz so einfach, wie es sich manche gerne machen würden.

    dass nicht jede isreal kritik gleich rassistisch ist, ist vollkommen klar, das bedetuet aber im umkehrschluss aber nicht, dass auf solchen demos nicht auch antisemiten mitlaufen.

    das gleiche gilt auch für die andere seite: nicht jeder, der das existentzrecht isreals und die sicherheit jüdischer mitbürger in berlin verteidigt, ist automatisch unkritisch gegen den imperialismus und das verhalten des staates isreal.

    ich bin einfach nur für frieden, und wäre deshalb beiden demos ferngeblieben.

  22. 53.

    Es ist wohl wirklich konstruiert, wenn man den Protest gegen die illegale Besetzung der Palästinensergebiete mit Antisemitismus gleich setzt. Israel als Staat darf augenscheinlich alles : Besitzt Atomwaffen und protestiert gegen den Iran, bombardiert den Gazastreifen und versucht die dortige Bevölkerung auszuhungern ! Mehr Schizophrenie geht nicht. Unter diesen Aspekten muss jeder Protest erlaubt sein.

  23. 51.

    Falscher Vergleich. Israel wurde angegriffen und hat die Gebiete nicht im Angriffskrieg erobert. Fragen Sie in Israel, wie es sich lebt, wenn man ständig in Alarmbereitschaft sein muss. Wenn Kinder schon den Umgang mit der Gasmaske üben. Und wenn der Iran das Ziel ausgibt, Israel soll vernichtet werden. Die arabische Seite verneint das Existenzrecht Israels. Übrigens leben auch Muslime in Israel ohne verfolgt zu werden. Das sind auch Isralis. Israel reagiert aggressiv auf jeden Angriff, weil es sonst schon längst vernichtet wäre.

  24. 50.

    Es zeugt nicht von Weitsicht oder Klugheit solche Demos zu erlauben. Die Antisemiten bekommen Aufwind, die Gegendemonstranten erhöhen die Gefahr einer Auseinandersetzung, was soll das???
    Es bringt nur Unruhe und hilft NIEMAND!!! Aber es scheint ja bisher ohne Krawall abgegangen zu sein, was zwar verwunderlich, aber gut ist!

  25. 49.

    Keine rechtliche Handhabe??
    Was wäre,wenn ich zur Tötung von Israelis aufriefe( gilt auch für die Tötung von Palästinensern) und mich für die Zerschlagung Israels stark machte?? Vermutlich wäre ich schneller durch eine Polizeiaktion ausser Gefecht gestzt,als ich "Hüh"sagen könnte.Und eine rechtliche Begründung wäre flugs gefunden und würde mir vor Ort verkündet.
    Will Herr Geisel nicht oder vor wem fürchtet er sich??
    Nebenbei: ich finde die israelische Politik den Palästinensern gegenüber zum Heulen!

  26. 48.

    Ich denke das hier im Beitrag vieles vermischt wird und auch teilweise Klischees bedient werden, um letztendlich die legitimen Forderungen der Palästinenser zu untergraben. Israel ist und blebt Besatzungsmacht

  27. 47.

    Es ist ja kaum auszuhalten, wie unterkomplex Ihr Welt- und Menschenbild zu sein scheint. Antisemitismus richtet sich gegen Jüd*innen - wer hätte es gedacht? Was Ungleichwertigkeitsideologien anderer Formen angeht, so haben diese ihre politologischen und soziologischen Bezeichnungen. Antisemitismus damit verwässern zu wollen, dass es an anderer Stelle z.B. antimuslimischen Rassismus gibt, ist ein Versuch der Verharmlosung.

    Ebenso verharmlosend und apologetisch bzw. legitimierend sind Ihre beinahe obsessiven selektiven Beträge zur jüngeren Geschichte des israelischen Staates. Nichts rechtfertigt Antisemitismus. Was verstehen Sie bei 'nichts' nicht?

    Derart einseitige Parteinahmen für Antisemitismus sind leider weit verbreitet, s. Studien über antidemokratische und spezifisch antisemitische Auffassungen in der Bevölkerung: Viele Menschen teilen antisemitische Vorurteile, speziell verschwörungstheoretische. Vorurteile sind wie auch Ängste zu hinterfragen und nicht hinzunehmen.

  28. 46.

    @RatSamstag, 01.06.2019 | 07:09 Uhr

    Ohne Inhalt ist eine Aufforderung fast immer Hetze. Haben Sie denn nicht gelesen, worum es geht? Die Wahrheit ist selten absolute und totalitär. Um das zu verinnerlichen braucht man Verstand. Den hat jeder Mensch, wenn er nur will. Die Ursachen von Problemen zu kennen hilft sehr sehr oft, diese Probleme auch zu beheben. Aber nur abschwören hilft garnix.

  29. 45.

    Bedeutet dies nun, dass die Gegendemonstranten für die ungerechte Behandlung der Palästinenser durch die Israelis sind?
    Denn die Al Quds Demonstranten wollen ja einfach nur ihr Land zurück haben. Ist doch irgendwie nachvollziehbar oder? Wenn Russland die Krim besetzt, gibt es gleich Sanktionen gegen Russland. Dass aber Israel die Golanhöhen besetzt und Siedlungen im Westjordanland ausbauen und überhaupt die Menschen im Gaza festhalten........... das scheint dann wohl alles für die Gegendemonstranten okay zu sein???

  30. 44.

    Der Innensenator sagt , daß es keine Beweise gäbe, dass das Existenzrecht Israels bei der Al-Kuds - Demonstration in Frage gestellt würde. Dann darf man doch fragen, warum in den vergangenen Jahren dies aber immer von den Demonstranten skandiert wurde und sogar einmal israelische Flaggen verbrannt wurden und dies nicht schon Grund genug sei, diese Demo zu verbieten. Wenn dies kein eindeutiges Zeichen ist, was die Al-Kuds - Demonstranten für Ziele verfolgen, was muß dann sonst noch passieren?

  31. 43.

    hi 41 Ben (Samstag, 01.06.2019 | 16:30 Uhr)

    Ich unterstuetze NICHT Chomeney! Sowas mache ich nicht! Ich unterstuetze lediglich die legitimen und völkerrechtskonformen Forderungen der Palästinenser!! Und Sie sollten mal lernen zwischen Rouhani auf der einen Seite und diesen Mullahs - die weggehören - auf der anderen Seite zu unterscheiden.

    Und von daher ist an meinen Kommentaren absolut NICHTS widerliches!!

  32. 42.

    Wenn man in Literatur nachliest stellt es sich geringfügig anders dar. Der "Feiertag" ist in erster Linie pro-palästinensisch. Sicher sind Antisemiten vertreten, aber ob man das ganze gleich als dessen Gründungshintergrund benennen kann? Antizionistisch passt besser, was nochmals was anderes ist und wohl eher der Intention entsprach. Das erklärt auch, wieso die Demo nicht verboten ist. Auch wurde der Tag genutzt um gegen ganz anderes zu demonstrieren, zb 2009 gegen Ahmadinedschad, was mit reinem Antisemitismus nicht ganz passt.

    Ein Verbot würde auch nicht viel bringen, wichtig wäre, den zugrunde liegenden Konflikt zu lösen. Europa sollte sich entschlossener und neutraler im nahen Osten engagieren. Die Demo ist nur ein Symptom davon.

  33. 41.

    @ Andrea. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Es sollte nicht dazu verwendet werden, die Vernichtungsdrohungen, die auf Chomeini zurückzuführen sind, zu propagieren. Was Sie hier anlässlich dieses Tages machen empfinde ich widerlich. Das ist meine höchstpersönliche Empfindung

  34. 40.

    Namhafte Persönlichkeiten, die ein anderes selbstkritisches Israel repräsentieren – darunter Historiker, Publizisten, Politiker, ehem. Militärs und Geheimdienstler, Friedensaktivisten, Knesset-Mitglieder und der ehem. Botschafter Shimon Stein – erwarten von Deutschland differenzierte kritische Aussagen zum Siedlungsausbau auf palästinensischem Gebiet. Des Antisemitismus absolut unverdächtige Personen wie Evelyn Hecht-Galinski, Ulrich Kienzle, Norbert Blüm und Jürgen Todenhöfer haben schon vor Jahren berichtet wie die friedliche Bevölkerung in den besetzten Gebieten drangsaliert wird. Immer wieder wird die Trinkwasserversorgung unterbrochen. Es gibt starke politische Kräfte in Israel die nie eine Zwei-Staaten-Lösung wollten und die Palästinenser vertreiben wollen. Auch diese Wahrheit muss erwähnt werden.

  35. 39.

    Hier in Berlin werden auch Demonstrationen angeführt von schwarz Uniformierten, die sich zudem noch maskieren und deren Sympathisanten den Umzug festlich illuminieren, geduldet.

    Der Rechtsstaat hat sich aus Bequemlichkeit und auch wegen des Machterhaltes zumindest bis zu nächsten Wahl hier schon lange zurückgezogen.

  36. 38.

    Ich glaube, Herr Geisel baut einen Pappkameraden auf, wie auch sonst substanzlos gegen die Al-Kuds-Demos in Berlin hergezogen wird, denn
    völkerrechtlich steht die UN allen Staaten hinsichtlich ihres Rechts auf Existenz in gleicher Weise gegenüber.
    Die UN-Charta sieht ausdrücklich vor, dass Staaten ihrer Rechte enthoben werden können, die ihren Bestand sichern und schützen, sowohl vorübergehend, als auch ganz, insbesondere, wenn sie als Gefahr für den Weltfrieden angesehen werden müssen.
    Das allerdings setzt ein entsprechendes Votum des Sicherheitsrates und der Generalversammlung voraus,
    und natürlich darf jeder Privatmann seine Meinung dazu haben, wie sich die Völkergemeinschaft im Einzelfall oder grundsätzlich verhalten sollte oder wie die Geschichte des Nahen-Ostens der letzten hundert Jahre einzuschätzen ist.

    Oder können Sie sich vorstellen, ein Gericht in der BRD würde eine Demo verbieten, die den Rückzug Chinas aus Tibet fordert oder die Unabhängigkeit Tschetscheniens?

  37. 37.

    Ein wunderschöner und als einziger, demokratischer Staat weit und breit dort unten ist entstanden. Die andere Seite hat es eben vorgezogen diesen Staat ständig anzugreifen und ihm seine Exitenzberechtigung abzusprechen. Vor allem wurde der Terror in alle Welt getragen und Unschuldige wahllos getötet. Die letzte Chance warfen die Radikalen weg im Jahre 1999, als ein Friedensvertrag unterschriftsreif war und ein Staat Palästina kurz vor der Gründung stand. Arafat machte im letzten Moment, auf Druck der Hamas einen Rückzieher, angeblich wegen Jerusalem.

  38. 36.

    Aus dem Grund ergänze ich zu dem hier von Steinmeier:

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/06/al-kuds-demo-berlin-gegendemonstration-antisemitismus.html

    "Es sei eine "herausragende Aufgabe unseres Staates, unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen und einzuschreiten, wo es notwendig ist - auch und gerade bei Demonstrationen und öffentlichen Veranstaltungen", so Steinmeier weiter. "

    dass hier:

    Esist eine herausragende Aufgabe unseres Staates ALLE Unsere Mitbuerger zu schuetzen, ganz egal ob Juden, Christen, Muslime, Hinduisten, Buddhisten oder sonstiges!! Auch geradeb bei öffentlichen Demonstrationen und öffentlichen Veranstaltungen.

  39. 35.

    Aus dem Grund sage ich auch zu dem hier:

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/06/al-kuds-demo-berlin-gegendemonstration-antisemitismus.html

    "Auch Lorenz Korgel, Berliner Ansprechpartner für Antisemitismus, sagte in einer Pressemitteilung am Freitag, antisemitische Botschaften und Hass auf Israel seien in den vergangenen Jahren immer wieder Bestandteil des Al-Kuds-Marsches gewesen."

    wenn schon Vorgehen gegen Antisemitismus, dann nicht nur Vorgehen gegen den Antisemitismus gegen Juden sondern zusätzlich dazu auch Vorgehen gegen den Antisemitismus gegen Muslime, Hinduisten, Buddhisten und gegen Antisemitismus gegen alle anderen Menschen weltweit.

    Denn wie gesagt: Antisemitismus beschränkt sich nicht nur auf Antisemitismus gegen Juden.

  40. 34.

    Hier was zu diesem UN-Teilungsplan:

    https://www.deutschlandfunk.de/vor-70-jahren-die-verabschiedung-des-un-teilungsplans-fuer.871.de.html?dram:article_id=401855

    "Zwei Monate nach Abschluss des Abzugs der Streitkräfte der Mandatsmacht, in jedem Fall spätestens am 1. Oktober 1948, entstehen in Palästina ein unabhängiger arabischer Staat und ein unabhängiger jüdischer Staat sowie das in Teil III dieses Plans vorgesehene internationale Sonderregime für die Stadt Jerusalem.""

    "Der Resolutionstext ging auf Empfehlungen eines Sonderausschusses zurück, der im Sommer 1947 Palästina besucht und mit Vertretern der Konfliktparteien gesprochen hatte. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder hielt einen gemeinsamen jüdisch-arabischen Staat nach der Reise nicht mehr für möglich, so der Historiker Arnd Bauerkämper."

    ""Eine Konföderation wurde als unrealistisch betrachtet, weil schon während der britischen Mandatszeit in diesem Raum diese Konflikte vorangegangen waren. "

  41. 33.

    Weiterhin ist dass hier:

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/06/al-kuds-demo-berlin-gegendemonstration-antisemitismus.html

    ""Dieser Marsch ist ein Marsch des Hasses"

    "Das Bündnis, das gegen die Kundgebung demonstrieren will, hatte vorab mitgeteilt, beim Al-Kuds-Tag gehe es um antisemitische Hetze. "Dieser Marsch ist ein Marsch des Hasses, der die falsche und widerrechtliche Forderung erhebt, Jerusalem dürfe nur den Muslimen gehören", hieß es von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg."

    nur teilweise richtig. Denn ich möchte dazu an den UN-Teilungsplan erinnern. In diesem UN-Teilungsplan wurden Ostjerusalem und das Westjordanland den Palästinensern zugesprochen von der UNO!! Siehe dazu hier:

    https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Teilungsplan_f%C3%BCr_Pal%C3%A4stina

    und hier:

    https://www.deutschlandfunk.de/vor-70-jahren-die-verabschiedung-des-un-teilungsplans-fuer.871.de.html?dram:article_id=401855

  42. 32.

    Denn im Jahr 2004 hatte der Internationale Gerichtshof entschieden, dass diese Mauer von Israel völkerrechtswidrig ist und hat den Abriss verlangt:

    https://www.nzz.ch/article9Q0SO-1.277531

    "Der Internationale Gerichtshof hat die israelische Sperranlage im Westjordanland und rund um Ostjerusalem als Verstoss gegen das Völkerrecht bezeichnet. In dem Gutachten wird Israel aufgefordert, Teile der umstrittenen Anlage abzureissen. Palästinenser, die wegen der Anlage enteignet wurden, sollten entschädigt werden."

    und hier:

    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/sperranlage-gerichtshof-israel-verstoesst-gegen-voelkerrecht-1173264.html

    Israel hat mit dem Bau der Grenzmauer in den palästinensischen Gebieten gegen Völkerrecht verstoßen. Zu diesem Ergebnis kommt der Internationale Gerichtshof in Den Haag. Scharon will den Richterspruch ignorieren"

    Daher: was Israel hier den Palästinensern antut ist absolut völkerrechtswidrig

  43. 31.

    Die meisten der besetzen Gebiete hat Israel infolge der Angriffskriege der anderen bekommen...... Israel hat gewonnen und benutzt diese als Puffer. Also, nicht immer die Schuld bei Israel suchen, im Übrigen erkennt die arabische Welt auch die von Ihnen erwähnten Grenzen nicht an und verneint Israel ein Existenzrecht.

  44. 30.

    Und diese Forderung nach einem eigenständigen Palästinenserstaat:

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/06/al-kuds-demo-berlin-gegendemonstration-antisemitismus.html

    "Mit deutlich weniger Teilnehmern als den zunächst erwarteten 2.000 hat in Berlin am Samstagnachmittag eine umstrittene Demonstration zum anti-israelischen Al-Kuds-Tag begonnen. Am Adenauerplatz im Westen des Kurfürstendamms versammelten sich laut KNA mehrere Hundert Menschen, um zum Wittenbergplatz zu ziehen. Auf Transparenten forderten sie ein eigenständiges Palästina."

    unterstuetze ich - nach alldem was die israelische Regierung den Palästinensern bereits angetan hat - voll und ganz. Diese völkerrechtswidrige Siedlungspolitik Israels wird in keinster Weise unterbunden, dieses Einsperren der Palästinenser in den Gaza-Streifen - der nichts weiter ist als ein Freiluftgefängnis - wird nicht beendet, Israel wird nicht gezwungen das Urteil vom Internationalen Gerichtshof aus 2004 umzusetzen...

  45. 29.

    Bei dem hier:

    "Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) sieht derzeit keine Möglichkeit, den israelfeindlichen Al-Kuds-Marsch zu verbieten. Die Meinungs- und Versammlungsfreiheit sei ein hohes Gut, sagte er am Samstag dem rbb. Zwar gebe es keinen Zweifel, dass die Teilnehmer antisemitisch seien und das Existenzrecht Israels in Frage stellten. So lange das aber nicht deutlich geäußert werde, habe man aber nicht genug Beweise, damit ein Verbot vor Gericht Bestand hat."

    sage ich mal:
    Israel hat zwar ein Bestandsrecht. Aber nicht außerhalb seiner gesetzlich vorgeschriebenen Grenzen Aber genau dass - also Ausdehnung ueber die gesetzlichen Landesgrenzen hinaus - tut Israel. Und in den Gebieten außerhalb der Landesgrenzen (Palästinensergebiete, usw). hat Israel kein Bestandsrecht und in Ostjerusalem.

  46. 28.

    ..wir müssen mit diesem pauschalisieren aufhören, es geht hier um die eine "noch kleine Gruppe" in allen Lebensbereichen, die der Masse gewollt Steine in den Weg legt und die dürfen nicht mehr werden!!

  47. 26.

    Wir sollten uns so langsam mal Gedanken machen, ob wir den muslimischen Rassismus gegen Andersgläubige, Andersdenkende auf unseren Straßen dulden wollen oder endlich mit allen rechtlichen Mitteln dagegen vorgehen. Hier wäre die Politik gefordert.

  48. 23.

    Ihr Kommentar spricht mir aus der Seele. Danke hierfür. Mit wenigen Worten voll auf den Punkt gebracht.

  49. 22.

    Jerusalem ist eine Stadt genau wie Berlin. Trennungen waren immer nur willkürlich und Menschen verachtenswert. Wer an der Realität zweifelt, sollte die Bibel zur Hand nehmen und studieren.

  50. 20.

    So etwas hat auf Berlin's Strassen nicht zu suche. Da brauch auch nicht mit Grundgesetz oder Meinungsfreiheit kommen. Unsere Politiker darunter Herr Geisel sind Marionetten solcher Organisatoren. Es kann doch wohl nicht angehen das man nicht in der Lage ist so etwas zu unterbinden. Deutschland wo bist du hingeraten !!!!

  51. 18.

    @Annemarie Wunderlich 31.05.2019
    Sie vermissen die Positionierung der Linken ebenso wie die der Grünen. Diese wurden in der Liste der Iniatioren nicht genannt. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie die Demonstration nicht unterstützen.
    "Das „Bündnis gegen den Quds-Marsch“, das von allen im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenden Parteien außer der AfD unterstützt wird, bezeichnet die Demonstration als „Lautsprecher der islamistischen Diktatur im Iran“ und forderte die Bundesregierung und den Berliner Senat auf einer Pressekonferenz auf, deutlich gegen Antisemitismus und Islamismus vorzugehen und den Marsch sowie die Hisbollah zu verbieten." Siehe Berliner Morgenpost vom 01.06.2019

  52. 17.

    @rbb-Nutzer:

    Der Hinweis auf Rechte, deren Israelsympathie letztlich nur verdeckte Islamophobie ist, ist schon berechtigt. Aber nach meiner Erfahrung spielen die auf den Gegendemos keine nennenswerte Rolle, die werden dadurch nicht geprägt. Wenn ich bei jeder Demomit ein paar Demokratiefeinden dabei wegbleiben wollte, hätte ich z.B. nicht an "unteilbar" teilnehmen können.

    Zitat:
    Insofern ist die Aussage "Dieser Marsch ist ein Marsch des Hasses, der die falsche u. widerrechtliche Forderung erhebt, Jerusalem dürfe nur den Muslimen gehören" unterkomplex

    Wieso, das stimmt doch: Der "Gedenktag" ist initiiert von einem Staat, der Israel von der Landkarte löschen will, und wird auch von der Hamas unterstützt, die den Staat Israel vernichten will und jede 2-Staaten-Lösung ablehnt. Laut Charta der Hamas darf niemand im Namen der Palästinenser sprechen, der den Juden auch nur ein Quadratzoll zugesteht.

  53. 16.

    Ein Tag der Schande nicht nur für Berlin, nein für ganz Deutschland. Sich immer nur hinter dem Artikel der Meinungsfreiheit im Grundgesetz zu verstecken, ist gerade mit unserer Vergangenheit, schäbig und verachtenswert. Zumindest hätte doch eine Großdemonstration des Senats gegen den organisierten Antisemitismus stattfinden sollen.

  54. 15.

    Wie wahr. Einen Antisemitismusbeauftragten zu benennen und diese islamistisch und antisemitische Propaganda-Veranstaltung nicht zu verbieten ist kontraproduktiv und ein NoGo für Berlin. Wir kämpfen hier gegen Judenhass und lassen diese Demo zu? Sollen sie doch in ihre Heimat fahren und sich dort austoben aber nicht auf den Straßen Deutschlands. Es kann nicht sein, dass unter dem Deckmantel der Demokratie und Versammlungs-Meinungsfreiheit allen alles erlaubt wird.

  55. 14.

    Eben auf inforadio war Innensenator Geisel im Interview und hatte Interessantes zu berichten:
    Offene antisemitische Äußerungen habe es seit Jahren nicht mehr im Rahmen der Demo gegeben, die harten polizeilichen Auflagen konnten nicht in Gänze rechtlich durchgesetzt werden (das Verbot des Zeigens von Hisbollahfahnen wurde per Gerichtserlass einkassiert) und man solle als Bürger unbedingt mit Kippa an der Gegendemo teilnehmen...
    Im Gegensatz zu den USA und Israel hat die EU nur die Aktivitäten des militärischen Arms der Hisbollah als terroristische Vereinigung verboten, der politische Arm darf gern Spenden einsammeln und sich politisch antisemitisch betätigen...
    Ansonsten ist mir aufgefallen, dass in den letzten Wochen beim Thema Antisemitismus medial oft vermieden worden ist, die islamistische Variante als solche klar zu benennen (übrigens auch auf rbb24!).
    Das würde und sollte! die Dimension des Rechtsextremismus in keinster Form entwerten, wäre aber als differenzierte Beschreibung der Erscheinungsformen wenigstens ehrlich!!
    Herr Steinmeier hat das übrigens letztens auch tunlichst in seiner Rede vermieden!!
    Etliche antisemitische Angriffe der letzten Zeit in Berlin (in Schulen, in der Öffentlichkeit) hatten einen islamistischen Hintergrund und mit der Kippa durch die Sonnenallee oder den Wedding zu spazieren, ist niemandem, dem die eigene körperliche Unversehrtheit wichtig ist, zu empfehlen - genauso übrigens, wie auch in Teilen Sachsens oder in Dortmund-Dorstfeld...
    Insgesamt ist feststellbar: auch der Kampf gegen den Antisemitismus ist zu oft Symbolpolitik (Wieso sollen sich eigentlich Nichtjuden ein religiöses Symbol aufsetzen, um glaubhaft gegen Menschenfeindlichkeit zu demonstrieren?!).
    Mit Rücksicht auf die Befindlichkeiten der muslimischen Community (egal ob welcher Nationalität) wird nach wie vor zu oft "Klartext" vermieden, man denke auch einmal kurz daran, wie diese "P.C. " bei den Opfern so ankommt...
    Achso: Gibt es eigentlich eine Reaktion des Zentralrates der Muslime zur antisemitischen Demo?? Lt. Homepage nicht....Warum verwundert mich das jetzt nicht....

  56. 13.

    War ja klar... Ablenken vom Thema. Sie haben nichts verstanden. Antisemitischen Bestrebungen ist konsequent zu begegnen. Und Ihre Kritik an Israel könnten Sie da mal zurückstellen. Hier gehen radikale Muslime auf die Straße. Radikalität führt nie zum Ziel.

  57. 11.

    Ich hätte mir anstatt einer 'Gegen'-Demo eine 'für' Versöhnung und für eine Zwei-Staaten-Lösung gewünscht. Ich würde gerne mit Kippa und Pali-Tuch daran teilnehmen. So aber müsste ich mich für eine Seite entscheiden und dadurch automatisch gegen die andere sein. Das kann und will ich nicht.
    Sogar in Israel und Palästina gibt es Menschen, die immer noch daran glauben, dass beide Völker in einem Land gemeinsam in Frieden leben können.

  58. 10.

    Der Al-Kuds-Marsch mag zwar polemisch daherkommen und manch fragwürdige Organisation und Teilnehmer versammeln - inhaltlich ist die Demonstration aber legitim. Israel tritt in Bezug auf Jerusalem und Palästina internationales Recht, darunter das Völkerrecht, mit Füßen. Man sollte sich auch nicht zum Pudel eines Schmalspur-Trumps Netanjahu machen, der glücklicherweise zu schwach ist, um eine Gefahr für den Weltfrieden darzustellen. Beim Al-Kuds-Marsch trägt aber letztlich nur der Hass Früchte, den Israel aber auch Islamisten und die USA seit Jahren schüren. Als palästinensischer Flüchtling oder Araber würde ich die Demo trotz aller antizionistischen Sympathie kritisch sehen, Teilnehmer bis zu einem gewissen Grad verstehen können, ohne mir den Hass zu eigen machen zu wollen!

  59. 9.

    Ostjerusalem ist weiterhin von Israel völkerrechtswidrig besetzt und dort wird ebenso völkerrechtswidrig gesiedelt, während man die legitimen Bewohner ausgrenzt und vielen Palästinensern den Zutritt zu ihrer Hauptstadt und ihren heiligen Stätten verwehrt.

    Von daher ist die Behauptung, irgendwer rufe zur “Eroberung“ Jerusalems auf, wobei noch zu fragen wäre, was man unter Jerusalem versteht, wo zudem ausdrücklich von Befreiung die Rede ist,

    als Fake-News zu betrachten.

    Was aber tut das Anti-Al-Kuds-Demo-Bündnis gegen die Siedlungspolitik Israels insbesondere in Ostjerusalem und wie stehen diese Menschen zum Rückkehrrecht jener Palästinenser, deren Heimat das heutige Westjerusalem ist?

  60. 8.

    800 Gegendemonstranten aber 2000 Israelgegner. Finden SIE den Fehler und reagieren SIE .

  61. 7.

    1. als liberaler Demokrat der Mitte und überzeugter bundesdeutscher Antifaschist schäme ich mich Jahr für Jahr für diesen Schandmarsch; es ist an der Zeit, dass hier in diesem Gemeinwesen Die DEMOKRATISCHE MITTE der Gesellschaft endlich Gesicht zeigt; eine liberale Demokratie zeichnet sich nicht dadurch aus, dass sie sich bis zum Erbrechen alles gefallen lässt ( vgl. Appeasement GB, Frankreich am Vorabend des 2. Weltkriegs); eine wache Demokratie (handlungswillige-fähige Regierung)muss dynamisch sein und zwischen Laissez-faire - und Reglementierung zur rechten Zeit die richtigen Schlüsse ziehen! ------ um dann zur Mitte zurückzukehren! Neben der radikalen Rechten und der radikalen Linken formiert sich der politische Islam (nicht nur der iranisch geprägte!) mit einem reaktionären Gesellschaftsmodell, das auf Hass und Ausgrenzung Andersdenkender basiert, als 3. antidemokratische Säule; der normal denkende deutsche und internationale Bürger in diesem Gemeinwesen will das nicht!!!!!

  62. 6.

    Schon vor längerer Zeit konnte man auf Berliner Schulhöfen in bestimmten Berliner Bezirken mit einer überwiegend bestimmten Religion skandierte antisemitische Haßparolen hören, aber die Berliner Schulbehörde hat dies geflissentlich überhört.
    Deshalb wundert es mich überhaupt nicht, daß der Innensenator nicht ein Verbot gegen diesen üblen Al-Kuds-Marsch verboten hat. Es ist eine absolute Schande sowohl für Berlin und auch für Deutschland. Sowohl die hier lebende jüdische Bevölkerung als auch der Staat ISRAEL benötigt unseren besonderen Schutz. Aber wenn ich an die neuere Organisation BDS denke, wird es mir eh schlecht, die dazu aufgerufen haben, israelische Waren zu boykottieren und dann Politiker wie GRÜNEN TRITTIN u.a. auch noch dafür gestimmt haben.

  63. 5.

    Es ist schlicht nicht nachvollziehbar, warum der Innensenator nicht ein Verbot ausgesprochen hat und dies dann eben ggf. einer gerichtlichen Überprüfung zugeführt wird. Ja, die Politik duldet Antisemitismus offenbar, eine Schande für Berlin und Deutschland! Es scheint, als hätten die Besetzungsmächte Deutschland zu früh sich selbst überlassen...

  64. 4.

    Die Gegendemo kann man als Demokrat*in ja nur unterstützen. Dennoch würde ich gerne darauf aufmerksam machen, dass es auch im Feld dieser Gegedemonstrant*innen politisch nicht immer legitim zugehen könnte.

    Auf diversen rechten Demonstrationen kann der Anblick einer Israelflagge unter rechten Demonstrierenden zunächst verwirren. Jedoch ist das Ausdruck eines spezifisch antimuslimischen Rassismus u. Grundlage dafür ist eine Instrumentalisierung u. Konstruktion von Israel: Es sei ein wehrhaftes Bollwerk gegen Muslime. Bezüglich der Staatsangehörigkeiten wird es als homogen israelisch, bzgl. Religion als homogen jüdisch dargestellt. Beides trifft nicht zu, dient aber der Zuspitzung und Forcierung der Ablehnung und Entrechtung v. Muslim*innen.

    Insofern ist die Aussage "Dieser Marsch ist ein Marsch des Hasses, der die falsche u. widerrechtliche Forderung erhebt, Jerusalem dürfe nur den Muslimen gehören" unterkomplex bzw. falsch u. anschlussfähig an antimuslimischen Rassismus.

  65. 3.

    Ich finde es nur beschämend, dass es im Land des Holocaust überhaupt eine Gegendemo für solch einen antisemitischen Mist geben muss.
    Hier wäre ein knallhartes Verbot angesagt gewesen - von wegen Verbotshürden!

  66. 2.

    Mich wundert, dass Die Linke sich nicht dem Aufruf des Bündnis anschließt. Dann müssten sie wohl ihren antisemitischen Kurs abschwören und die Unterstützung für den BDS abbrechen.
    Auch wundert mich das Fehlen der Bü90/Grünen bei dem Bündnis.
    Vielleicht hat ja die Klimarettung prerorität.

  67. 1.

    Die meisten Parteien unterstützen die Demo? Welche denn genau bzw. welche nicht? Warum so unpräzise? Die anderen Organisationen werden aufgezählt

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