Ein Kind spielt mit einem Bobby Car (Quelle: dpa/Sonja Marzoner)
Bild: dpa/Sonja Marzoner

Armut in Berlin - Wo Berlins arme Kinder leben

Fast jedes dritte Kind in Berlin lebt von Hartz IV - mit etwa vier Euro täglich fürs Essen. Wer mehr für seine Kinder will, muss sich durch einen Bürokratie-Dschungel kämpfen. Das kostet Zeit, die vor allem Alleinerziehende nicht haben. Von Maike Verlaat und Lucia Heisterkamp

Wenn er groß ist, möchte Alexander Journalist werden. Der Zwölfjährige ist in Marzahn-Hellersdorf aufgewachsen, tief im Osten Berlins, zwischen Einkaufszentren und Plattenbauten. Er hat eine Schwester und zwei Brüder, einer davon mit einem anderen Vater. Seine Mutter ist alleinerziehend und arbeitslos. Für sich und ihre Kinder bekommt sie die Grundsicherung, Arbeitslosengeld II, genannt Hartz IV. Viel ist das nicht: Für Alexanders Mahlzeiten dürfte sie nach dem Regelsatz 4 Euro am Tag ausgeben, in Berlin bekommt man dafür ungefähr eine Portion Pommes, eine Banane und eine Flasche Wasser.

Alexander zählt zu dem knappen Drittel aller Kinder in Berlin, die armutsgefährdet sind. Der Junge mit strohblondem Haar und breitem Lächeln hungert nicht, ihm fehlt kein Dach über den Kopf, aber Dinge die für andere Kinder in seinem Alter selbstverständlich sind, bleiben dem Zwölfjährigen verwehrt: ins Kino gehen, in den Urlaub fahren, Musikunterricht nehmen.

Im weltweiten Vergleich mag das so wenig gar nicht sein – im Vergleich zum Durchschnitt in Deutschland schon. Relative Armut nennt man es, wenn das Nettoeinkommen eines Haushalts unter 60 Prozent des Durchschnittseinkommens liegt oder Sozialleistungen wie Hartz IV, Sozialhilfe oder Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz bezogen werden. In Berlin gibt es aktuell 167.137 Kinder, die in sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben, also Haushalten, die Hartz IV beziehen. Damit steht die Hauptstadt an zweiter Stelle hinter Bremen.

Wie in jeder Stadt gibt es Bezirke, in denen die Armutsquote besonders hoch ist. Meist sind das jene Viertel, in denen besonders viele Arbeitslose und Menschen mit Migrationshintergrund leben. Die "Brennpunkte" befinden sich im Herzen der Stadt: Mitte und Neukölln. In Alexanders Kiez in Marzahn-Hellersdorf leben 30,5 Prozent der Kinder von Hartz IV.

Aber auch innerhalb dieser "Brennpunkt"-Bezirke gibt es deutliche Unterschiede. So leben im Ortsteil Gesundbrunnen, der zum Bezirk Mitte gehört, mit 62,4 Prozent mehr als die Hälfte der Kinder in Hartz-IV-Haushalten, während es im eigentlichen Ortsteil Mitte nur 13,9 Prozent sind. Stark und wenig betroffene Ortsteile liegen also oft direkt nebeneinander.

Alexanders Mutter, eine Frau mit schulterlangem blonden Haar, engagiert sich ehrenamtlich beim Arbeiter-Samariter-Bund in ihrer Nachbarschaft. Sie hilft anderen, die in finanziellen Notlagen stecken. Geld gibt es dafür nicht, aber wenigstens kommt sie mal raus, unter Leute, sagt sie.

Für Alleinerziehende in sozialen Brennpunkten ist das Risiko, arm zu werden, besonders hoch: Mehr als ein Drittel aller Hartz-IV-Haushalte mit Kindern in Berlin sind alleinerziehend – und nirgendwo gibt es so viele Alleinerziehende wie in Marzahn-Hellersdorf.

Seit er drei ist, verbringt Alexander seine Freizeit im Kinderhilfswerk "Arche", das nicht weit von seinem Zuhause liegt. Er kommt, weil er hier andere Kinder trifft, mit ihnen Fußball spielen oder seine Hausaufgaben machen kann. Jeden Mittag gibt es ein warmes Essen. Auch seine kleine, aufgeweckte Schwester und der ältere Bruder verbringen Zeit in der Arche. "Ich mag die friedliche Atmosphäre hier", sagt Alexander, der auf einer Bank in der Sonne sitzt, während Kinder um ihn herum mit Inlineskates über den Hof jagen. Das sei anders als in seiner Schule, wo es regelmäßig Stress gäbe.

Denn wer in einem armen Viertel aufwächst, der hat gewöhnlich keine Aussichten darauf, eine gute Schule zu besuchen. Eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigt, dass die Qualität von Schulen in sozialen Brennpunkten messbar schlechter ist als in Vierteln, wo kaum arme Kinder leben: Es gibt weniger LehrerInnen, der Unterricht fällt häufiger aus.

Nina Ohlmeier vom Deutschen Kinderhilfswerk spricht davon, dass sich Armut durch schlechte Bildungsschancen vererbt: Wer in einem sozialen Brennpunkt aufwächst, besucht auch keine gute Schule, erreicht keinen guten Abschluss und hat später deutlich weniger Chancen auf einen gut bezahlten Job.

Wenn Alexander nicht in der Kinderarche ist, dann geht er gerne zum Judo in einen Sportverein. Weil das mit dem Geld vom Jobcenter nicht drin wäre, beantragt seine Mutter Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Das wurde 2010 eingeführt, um Kindern zusätzliche Mittel für Schulausflüge, Klassenfahrten oder Sportkurse bereitzustellen. Nur: Die Beantragung ist mit viel Aufwand verbunden.

Für jede einzelne Leistung muss ein gesonderter Antrag gestellt und zum Teil bei unterschiedlichen Stellen vorgelegt werden. Alexanders Mutter hat Glück, denn ein Bekannter von ihr hilft ihr beim Ausfüllen der Formulare. "Man muss sich schon mit Paragraphen auskennen, um da durchzublicken", sagt die Alleinerziehende.

In keinem anderen Berliner Bezirk gibt es so viele Alleinerziehende wie in Marzahn-Hellersdorf. Hier Blick auf das Eastgate Einkaufszentrum (Quelle: Luise Heisterkamp)

Auch Nina Ohlmeier vom Kinderhilfswerk kritisiert: Die Beantragung des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) sei zu kompliziert, viele Familien wüssten gar nicht, dass es die Sonderleistungen gibt oder scheiterten am "Wirrwarr" der bürokratischen Hürden.

Dass das BuT viele Familien nicht erreicht, zeigen die Jobcenter-Statistiken. In den meisten Bezirken beantragten im letzten Jahr weniger als die Hälfte aller Familien auch nur eine Leistung aus dem Paket. Der Etat wird nicht ausgeschöpft, gleichzeitig schlagen die Verwaltungskosten mit Millionen zu Buche.

Alexanders Mutter kämpft sich durch den Bürokratie-Dschungel des Jobcenters, damit er auch ohne Geld das machen kann, was ihm Freude bereitet. Stolz erzählt sie, dass ihr Sohn auch schon Kinderreporter im Bundestag war. Und damit seinem Traum, ein Journalist zu werden, etwas näher gekommen ist. Selbstverständlich sei es nicht, dass Eltern sich so für ihre Kinder einsetzen, meint Bernd Siggelkow, Gründer des Kinderhilfswerks Arche.

Denn neben der finanziellen Armut gibt es auch eine emotionale Armut: Eltern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern, sie den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen lassen, nicht für sie kochen. Armut sei nicht immer nur ein Geldproblem, sagt Siggelkow. Das gelte auch andersherum: Nicht alle Kinder, die Hartz IV bekämen, nähmen sich auch als arm wahr. Alexander jedenfalls sieht alles andere als traurig aus, wenn er von seinem Alltag, vom Judo und vom Bundestag erzählt. Er sagt: "Ich habe zwar nicht viel Geld, aber ich bin nicht arm."

Ein Projekt der Volontäre der Evangelischen Journalistenschule Berlin 

Armut in Berlin - die Beiträge zum Thema

Eine Frau hält am 01.07.2016 ein Kind an der Hand (Quelle: dpa/Marcel Kusch)
dpa/Marcel Kusch

Ein Projekt der Evangelischen Journalistenschule - Armut in Berlin

Den einen macht Arbeitslosigkeit arm, eine Familie treibt ein Krankheitsfall in Schulden, anderen reicht die Rente nicht: Armut hat viele Gründe - und viele Gesichter. Die Volontäre der Evangelischen Journalistenschule untersuchen Berlin: Wer ist arm, wo und warum? 

Beitrag von Maike Verlaat und Lucia Heisterkamp (EJS)

Kommentar

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44 Kommentare

  1. 43.

    Mir kommen die Tränen! Ihnen ist aber schon bewußt, dass der Spitzensteuersatz in D.land seit Mitte der 90er Jahre step by step herunter gesetzt wurde. Die selbsternannten Eliten jammern auf sehr hohem Niveau und neiden dem armen Anteil der Bevölkerung auch noch das bißchen was denen zum leben bleibt.

  2. 42.

    Meine Rente? Ich bekomme überhaupt keine Rente. Ich muss irgendwann mal, wenn ich keine Aufträge mehr bekomme, von den Erträgen des eigenen Vermögens leben. Bei null Prozent Zinsen ziemlich schwierig. Aktien sind mir zu risikoreich, Immobilien sollte man angesichts der Enteignungsphantasien einiger Politiker auch nicht mehr machen. Jedenfalls nicht in Berlin. Ich möchte meinen Lebensstandard bis ins hohe Alter halten und zu keinem Zeitpunkt der Allgemeinheit zur Last fallen. Allerdings zahlt man als Leistungsträger in Deutschland absurd hohe Steuern, und das Geld wird dann statt für die staatlichen Kernaufgaben Bildung, Infrastruktur und öffentliche Sicherheit in Wirklichkeit zum größten Teil für Sozialleistungen ausgegeben. Ich frage mich, wie lange die arbeitende Bevölkerung das noch mitmacht, dass die nichtarbeitende Bevölkerung unverhältnismäßig stark unterstützt wird.

  3. 41.

    Sollte man sich an dieser Stelle nicht mal die Frage stellen, wer an dem „guten KITA Gesetz“ profitiert?
    Alleinerziehende und Hartz IV Empfänger werden mit den Gutverdienenden gleichgestellt und stehen im direkten Wettbewerb um die begehrten Kitaplätze, obwohl letztere es sich durchaus leisten können, dafür zu bezahlen. Das Gesetz hat ja eigentlich nur zum Ziel, dass die Betreuuung besser wird und nicht, dass alles kostenlos ist. Diejenigen, die es sich leisten können finden immer einen Klageweg, um bei Bezahlung durch die Stadt zuhause zu bleiben oder sich eine Tagespflege bezahlen zu lassen, weil sie ja nur drei Ablehnungen benötigen. Bei denen, die wirklich darauf angewiesen wären, kommt dabei nichts an.
    Gerecht geht anders und so kostet es nur die Steuerzahler.

  4. 40.

    Das Kind bekommt ALG2. Wenn der Vater nicht zahlt. Die Studentin bekommt kein Alg2, denn das gibt es nur für Erwerbsfähige.
    Sie ist in diesem Sinne nicht erwerbsfähig, da sie ja studiert. Sie muss Bafög beantragen, zzgl. gibt's ggf. Kindergeld und Unterhalt von den Eltern.

  5. 39.

    Ich verstehe die vier Euro am Tag für mindestens drei Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Da sind vier Euro definitiv nicht viel! Snacks für zwischendurch und auch das Frühstück für die Schule kommen noch oben drauf. Gerade Pubertierende, das heißt Zwölfjährige, können eine Menge verputzen! Da reichen vier Euro auf keinen Fall!

    Ich denke, es gibt unverschuldete Gründe, warum jemand Hartz-IV-Empfänger ist, zum Beispiel Krankheit(en). Da sind Neid oder Missgunst völlig fehl am Platz. Keiner möchte freiwillig in diese Sozialleistungen geraten.

    Einen menschlicheren Blick auf diese Menschen wünsche ich mir!

  6. 38.

    Kindersatz für Kinder je nach Alter zwischen 322 € und 245 €. Zusätzliche Bruttokaltmiete pro Kind 94 €, plus kopfteilige Heizungs- und Warmwasserkosten.
    Ohne Wohnungskosen bekommt eine fünfköpfige Familie, Alter in etwa verteilt, 1.633,00 € (Netto). Dazu kommen die Kosten der Unterkunft.

    In Berlin gibt es für Beschäftigte im Bereich Körperpflege (1466 Euro/Monat), Verkäufer und Verkäuferinnen in der Lebensmittelbranche (1636 Euro) sowie Mitarbeiter der Gastronomie (1708), der Hauswirtschaft (1720 Euro) und von Reinigungsfirmen (1743 Euro). Alle Zahlen Brutto.

  7. 37.

    Ich schließe mich Ihnen an. Auch ich finde, dass der Artikel einseitig ist. Die positive Seite unseres Sozialstaates wurde zum Glück ausreichend in Kommentaren beleuchtet. Was mir an dem Artikel misfällt, ist der Mangel an Hintergrundinformationen dazu, weshalb so viele Eltern von Kindern in Armut nicht arbeiten (können). Kinder werden nicht vom Storch gebracht und um einen vernünftigen Job zu bekommen, muss man einen vernünftigen Schulabschluss erbringen. Das wurde bereits den Eltern von den heutigen Kindern, die in Armut leben, vermittelt. Es fehlen in dem Artikel Ursachen und Gründe, und zwar objektiv beleuchtet. Auch das Thema Eigenverantwortung fehlt hier komplett. Angesichts der wirklichen Not, die in Teilen der Welt herrscht finde ich es peinlich, so einen einseitigen Artikel zu schreiben. Auch für diejenigen Alleinerziehenden, die sich durchbeißen, ohne auf Leistungen zurückzugreifen. Vielleicht sollten Sie mal einen Artikel diesen Eltern/ Müttern/ Vätern widmen!

  8. 36.

    Ich stimme Ihnen zu. Wer in Deutschland Hilfe braucht bekommt sie.
    Die entsprechenden Sachbearbeiter sollten dazu verpflichtet werden den betroffenen Personen durch diesen Dschungel der Bürokratie zu helfen. Und man sollte eventuell auch über ein Grundeinkommen nachdenken um Kinder aus der Armut zu holen. Dafür diese Bürokratischen und teilweise unmenschlichen Betteleien zu beenden die auf manchen Ämtern anscheinend Tagesgeschäft sind.

  9. 34.

    Ich weiß, dass es jedem passieren kann. Im Studium mit Kind hatte ich so viel weniger, denn ALG II bekam man da noch nicht. Wie gesagt, man muss nicht einmal selbst den Antrag ausfüllen. Das machen andere für einen. Eigeninitiative braucht man aber. Wenn man diese nicht hat, sind die Kinder in viel größerer Not als womöglich nur in finanzieller.

  10. 33.

    Ich finde es eigentlich traurig, dass der deutsche Sozialstaat so abgewertet wird. Da gibt es Kindergeld, Elterngeld, Wohngeld, Unterhaltsvorschuss, Kita-Ermäßigungen für Geringverdiener bis hin zu kostenlosen Kitas, BaföG, Grundsicherung für Kinder und Erwachsene, abh, Förderung bei Weiterbildung, BAB, BuT, Arbeitslosengeld etc. etc. und trotzdem wird immer noch nach mehr geschrien. Deutschland ist da weltweit Vorreiter, was die soziale Absicherung angeht und trotzdem wird alles negiert. Das finde ich so unheimlich schade.

  11. 32.

    Der Artikel ist etwas einseitig. Wenn die Eltern nicht in der Lage sind, etwas zu beantragen (oft aber nur zu faul), kann man aber nicht davon sprechen, das diese Kinder an nichts teilnehmen können. Wenn man das alles mal nachliest, was alleine der Berlin-Pass an Vergünstigungen und kostenlosen Angeboten mitbringt, gepaart mit dem Sozialticket für die ganze Familie, erkennt man schnell, wie gut es diesen Leuten eigentlich in unserem Land geht. Auch für den Hort und die Kita muss nichts oder fast nichts berappt werden(ich habe dieses Schuljahr knapp 5000 € für den Hort bezahlen dürfen). Aber die Herrschaften hängen oft lieber mit einer Flasche Bier vor der Glotze ab, als mit ihren Kindern etwas zu unternehmen, so sieht es doch aus. Daher sollte auch strikt eine Linie der Sachleistungen gefahren werden, diese ewigen "Umverteilungs-Strategien" haben nichts mehr mit Fairness zu tun!

  12. 31.

    Exakt. Als müsste es in einem reichen Land möglich sein, Menschen unterhalb des Existenzminimums auch noch mit Sanktionen zu behelligen; sie womöglich von einer sozialen Notlage in eine noch schlimmere zu befördern.

    Armut geht weit über das Finanzielle hinaus. Wohlstandsverwahrlosung, schonmal gehört? Wenn sich Armut durch Exklusion äußert, ist sie besonders dramatisch. Entzogene gesellschaftliche Teilhabe, von Bildung über Berufswahl bin hin zu Wohnen oder Freizeit und Kultur, ist elementar für die immer noch bestehenden sozialen Ungerechtigkeiten.

    Angewidert bin ich von den immergleichen Sozialneiddebatten, angetrieben von Klassismus und gipfelnd in Vorschriften, wer denn zum Kinderzeugen berechtigt sei. Auch die Sozialgesetzbücher haben Ausschlusskriterien und: Lücken. Wohnungslos oder arm ist niemand freiwillig und schon gar nicht aus "Selbstbereicherung". Für tatsächlichen Sozialbetrug durch das Kapital fehlt offenbar jede Sensibilisierung.

  13. 30.

    @ Oberhavelerin 21.06.2019/09:14
    Sie machen es sich ja nun ganz einfach. Man sollte schon sein Blick über den Tellerrand werfen. Diese Familien aus denen die Kinder kommen sind so belastet das die gar nicht in der Lage sind irgendein Antrag zu stellen. Die Leidtragenden sind immer die Kinder deren Eltern mit Alkohol oder anderen Süchten zu kämpfen haben. Dazu kommt noch die unerträgliche Bürogratie in Berlin.
    Es ist traurig das Deutschland so ein Problem hat und eine Schande für alle Parteien. Armut geht durch alle Schichten kann Ihnen auch passieren.

  14. 28.

    Die betroffenen, von Sozialleistungen abhängigen Menschen brauchen eine menschenwürdige Grundsicherung. Die mMn vor Willkür stinkende Berechnung setzt sogar die nichtbehinderten und behinderten Menschen gleich und ignoriert die zahlreichen in der UN-BRK völkerrechtlich vereinbarten Grundrechte behinderter Menschen seit über 10 Jahren. Gleiches findet bei in Deutschland lebenden Kindern statt, die eigentlich ihre Grundrechte ohne Einschränkungen wahrnehmen könnten, aber wegen schlampiger Staatsführung (fehlende Gesetze und Bewusstseinsbildung, Personalnot, etc.) daran gehindert werden.

  15. 27.

    Keine Sorge! Das Kindergeld müssen Alleinerziehende für ihren eigenen Unterhalt einsetzen. Ihr wunderbares Steuergeld wird also nicht verschwendet.
    Gleichzeitig sorgen diese Menschen dafür, dass demnächst IHRE Rente von den (jetzigen) Kindern gezahlt wird. Denn diese Kinder werden ja erwachsen!

  16. 25.

    Daniel W. , da ist es nun aber fraglich, was die Ursache ist. Sind Hartz-IV-Empfänger einfach nicht in der Lage zu verhüten (auch finanziell, Pille und Kondome müssen auch bezahlt werden), wollen sie es nicht - oder sind sie in die Hartz-IV-Spirale geraten, weil sie kinderreich sind? Vielleicht ist es bei Vätern anders, aber welcher Arbeitgeber stellt frohen Mutes eine Mutter von drei (kleinen)Kindern ein, womöglich noch allein erziehend?
    Das Pommes-Bananen-Wasser-Beispiel ist schlecht recherchiert, das sehe ich genau so, und gesund ist das sowieso nicht. Trotzdem fehlt in den betroffenen Familien jeder Euro. Auch wenn es freie Badestellen gibt - was ist mit Schulausflügen ins Freibad oder ins Kino?

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