Berliner Juso-Vorsitzende Annika Klose (Quelle: imago/Popow)
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Audio: Radioeins | 03.06.2019 | Bild: imago stock&people/Popow Download (mp3, 5 MB)

Nahles-Rücktritt - Berliner Juso-Chefin attackiert "alte Männer"

Der Rücktritt von Andrea Nahles als Partei- und Fraktionschefin beschäftigt weiter die SPD. Die Berliner Juso-Chefin Annika Klose beklagte im rbb den Umgang "alter Männer" in der Partei mit Nahles und forderte einen Generationenwechsel.  

Die Berliner Juso-Landesvorsitzende Annika Klose hat den Umgang der Partei mit der zurückgetretenen Vorsitzenden Andrea Nahles beklagt. Es sei schon "krass", was da passiert sei - "die Art und Weise, wie aus dem Hintergrund insbesondere von den alten Männern mal wieder kommentiert wurde, gibt zu denken. Das ist alles andere als ein solidarischer Umgang", sagte Klose am Montag im rbb.

Klingbeil: Mit den Ritualen alter Politik "muss Schluss sein"

Ähnlich hatte sich zuvor bereits SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil im rbb geäußert. "Ich zähle mich auch noch zu den Vertretern einer jüngeren Generation", sagte Klingbeil, "die Rituale alter Politik, die da sind, dieser Umgang miteinander, dieses öffentliche Angehen auch - damit muss Schluss sein."

Klose forderte einen Generationswechsel in der SPD, um einen glaubwürdigen Kurswechsel hinzukriegen. Die inhaltliche Debatte müsse mit dem Personal verknüpft werden.

Auf die Frage nach einer Parteivorsitz-Kandidatur von Juso-Chef Kevin Kühnert antwortete Klose, man müsse erst einmal abwarten, was in den nächsten Tagen passiert. Grundsätzlich traue sie Kühnert "so ziemlich alles" zu.

Sie habe schon Angst um die SPD, räumte Klose ein. Ihre Bewertung der Großen Koalition falle sehr kritisch aus. Beim Thema Klimaschutz habe sie nicht den Eindruck, dass die Union zum Umsteuern bereit sei.

Sendung: Radioeins, 03.06.2019, 08.00 Uhr

Kommentar

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45 Kommentare

  1. 45.

    Es ist demzufolge okay, sich abfällig über alle möglichen Bevölkerungsgruppen zu äußern?
    Und Ihnen ist schon klar, dass Sie es sich SEHR einfach machen, wenn Sie einen Zusammenhang zwischen existierenden Problemen (freilich nur die, die Sie zur Kenntnis nehmen möchten) und einer bestimmten Gruppe konstuieren, statt jedes Problem und dessen vermutliche Ursachen einzeln zu analysieren?
    Freilich hat sie nicht Unrecht. Das hätte sie ebensowenig, wenn sie behaupten würde, dass Teenager Ladendiebe sind (weil MANCHE Teenager stehlen) oder Berliner Nichtschwimmer (weil MANCHE nicht schwimmen können).
    Sie verstehen, worauf ich hinaus will?
    Solche Pauschalvorwürfe sind grotesk, wenn man auf jede Analyse verzichtet und selbst Statistiken als Luxus betrachtet.
    Einzelfälle sollten nicht zu einer Verurteilung einer ganzen Personengruppe gehören.
    Sie sollten das wissen.

  2. 44.

    Nein. Macht man nicht, gehört sich nicht. Wenn Sie das jetzt auch noch für sich selber gelten lassen, wird alles gut ;-) Tut Frau Klose aber eigentlich gar nicht. Die angebliche Diffamierung sind schließlich Fakten. Man spürt die Verzweiflung, ob der intriganten Machenschaften im Hintergrund. Und ob in der Wirtschaft, oder der Politik, es sind doch meist etwas betagtere Männer, die die Strippen ziehen, das steht ja wohl fest. Der Wunsch diese Strukturen aufzubrechen ist völlig legitim, besonders wenn die Ergebnisse bis dato eher enttäuschend ausgefallen sind. Neue Wege gehen zu wollen, kann ja dann nicht schaden. Ein Versuch ist es wert, derzeit heißt's ja ohnehin: schlimmer geht nimmer. Ich würde mir von Herzen wünschen, zeitnah wieder die SPD wählen zu können.

  3. 43.

    Sie lenken ab. Es gibt bestimmt alte Männer, die so integre Charaktere sind, dass sie sich diskriminiert fühlen dürften. Die wären aber wiederum garantiert so souverän, dass sie sich nicht angesprochen oder beleidigt fühlen würden. Und sie hat ja nicht ganz Unrecht, es wurde schon von den männlichen, älteren Semestern aus dem Hintergrund taktiert. Wäre ein männlicher Gegenpart von Frauen aus dem Amt gehebelt worden, wäre das auch bestimmt ein großes Thema, nicht wahr?^^ Wo ist da der große Skandal für Sie? Auf einmal in Sachen 'Political Correctness' auf Tour? Nichts für Ungut. Gute Nacht.

  4. 41.

    Die SPD sollte man verschrotten, sie ist zum Feind der Arbeiterklasse geworden, indem sie sich auf r2g eingelassen hat.
    Und die Jusos sind die Schlimmsten.

  5. 39.

    Die SPD hat hart daran gearbeitet, ihren Marken-Kern zu ruinieren. Mit Schröder und Hartz 4 ging es los. Das haben viele Leute der SPD bis heute nicht verziehen. Motto: "Wer hat uns verraten ...." Dazu dann noch die sinnlosen innerparteilichen Machtkämpfe. Zum Beispiel Schulz: "Ich will unbedingt Außenminister werden". Dafür wollte er ohne Not den damaligen SPD-Außenminister Gabriel abservieren. Damit er selber den Job bekommt. Man muss Schulz und Gabriel nicht mögen - aber mal ehrlich: Das alles hat doch mit "Sozial" gar nichts mehr zu tun. Aus der SPD ist eine PD geworden. Der Buchstabe "S" ist auf der Strecke geblieben und der Ruf ruiniert. Entsprechend sehen die Wahglergebnisse aus. Das Vertrauen der Wähler ist verloren. Wie gesagt: Die Genossen haben hart daran gearbeitet, dass es soweit gekommen ist.

  6. 36.

    Recht haben Sie. Aber politisch korrektes Verhalten sollte aber auch allen anderen Bevölkerungsgruppen gegenüber an den Tag gelegt werden. Pauschal eine große Gruppe von Menschen abzuurteilen scheint aber immer öfter gerne gemacht zu werden. Ich finde das absolut inakzeptabel. Dann bitte Namen nennen, damit derjenige die Chance hat sich dazu zu äußern und jeder weiß was und wer gemeint ist und was explizite Kritikpunkte sind.

  7. 35.

    Sie äußern sich ständig abfällig über andere Bevölkerungsgruppen. Z.b. gerne über junge Menschen, nicht wahr?^^ Zeigefinger runter, das steht Ihnen nicht zu.

  8. 34.

    Das ist nur bedingt eine Frage von alt und jung.Es geht auch um Macht und führen, und um Mehrheiten und ums loslassen.Aber wo sind den die geeigneten "jungen" Nachwuchspolitiker?Bitte Vortreten in der Partei ,Führungsansprüche anmelden und den Nachweis der Akzeptanz in der ganzen Breite der Bevölkerung erarbeiten mit aktuellen Problemlösungen und zukunftsweisende Entscheidungen zum Wohle der Bürger unseres Landes im Konsens mit der EU.Da brauchts eine Menge Erfahrung von Alten aber auch das heranführen von jungen Politikern.Für mich ist das Utopie.Ein Kevin allein zu Hause wäre der vorletzte Sargnagel der SPD.

  9. 33.

    Der Austausch von Leuten ist es nicht, die Partei steht für ein bisschen soziales bla bla mit neoliberaler Praxis. Dem Kevin wurde ja sehr deutlich gesagt, dass über politische Alternativen nicht mal geredet werden darf. Diese Partei ist nur noch mit sich beschäftigt.

  10. 32.

    Da ist was Wahres dran. Die arbeitenden Normalos sind allenfalls im Blick der Finanzämter. Die Politik interessiert sich nicht für die breite Masse. Und die SPD hat Hartz IV geschaffen, da kann Sie auch weitere positive Projekte angehen. Die Grundrente ist ein Schritt, aber bitte ohne Gießkanne. Die SPD will es zzt jedem Recht machen.

  11. 31.

    Die SPD sollte dem "bewährten" Grundsatz ... - Tut sie aber nicht! Die Fördergelder werden von der BA für Arbeit eingespart und ansonsten läufts aufs Überfordern hinaus. Das Jobcenterpersonal erhält nach über 10 Jahren Unterzeichnung der UN-BRK, immer noch keine Bewusstseinsschulungen in diesem Völker-, EU- und Bundesrecht.

  12. 29.

    Nun ja, wenn jüngere Frauen in der Öffentlichkeit ältere Männer kritisieren, dann haben sie sich das wohl von denen abgeguckt. Ergo, jüngere machen den älteren alles nach :-D Sorry, etwas Sarkasmus muss mal sein.

  13. 28.

    Die sind am Ende, da ist nichts mehr zu retten. Der Rest sich selbst hypende jüngere Rest kann bei den Linken unterschlüpfen.

  14. 27.

    Altersdiskriminierung ist hier völlig fehlt am Platz: Nahles hat sich oft wie ein Alpha aufgespielt und auch serh gern Schulz weggebissen (um den es auch nicht gerade schade war). Da kommt jetzt höchstens das Echo aus dem Wald zurück. Die "jüngere" Nahles hat keinesfalls mit einer guten seriösen Politik geglänzt, sondern gern Unterschichtssprüche gegen andere gebracht.

  15. 26.

    Angesichts der Überschrift - ein "Clickbait" (?), verstehe nicht den Zusammenhang nicht. Vll. doch zu alt? Jedoch "stante pede" kommt nun das ... "Die Berliner Juso-Chefin Annika Klose beklagte im rbb den Umgang "alter Männer" in der Partei mit Nahles" ... passt inhaltlich nicht wirklich zu der verallgemeinernden Überschrift. In Beachtung von " ... und forderte einen Generationenwechsel.", welchem ich mit mit Ü55 gerne anschliesse, möchte ich der jungen Generation, die ich sehr schätze, nur eine einfache Frage stellen (vll. OT). Wäre ein solches Forum ohne die "Alten" möglich? Hätten wir vll. noch "Arpanet-Zeiten", gar Akustikkoppler, müssten uns vll. entscheiden ob wir bei der Mailbox "Node" oder "Exit-Node" sind ... u.v.m. Werte Frau Klose ... "alt sein" ist kein Verdienst - "jung sein" ebensowenig. Mens sana in corpore sano (kurze Version) - wünsche ich jedem - auch, oder gerade, denen, die körperlich nicht mehr so fit sind. "Alt" ist "Relativ".

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