Bei einem «Die-In» vor dem Bundesverkehrsministerium wollen die Teilnehmer Verkehrstote symbolisieren. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
Bild: dpa/Jens Kalaene

"Die-In" vor Verkehrsministerium in Berlin - Demonstranten fordern Maßnahmen für weniger Verkehrstote

Unter dem Motto "Stoppt den Straßentod" haben Demonstranten am Freitag in Berlin eine andere Verkehrspolitik gefordert. Sie verlangten unter anderem von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), mehr für den Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Fahrradfahrer zu tun.

Mehr als 3.200 Verkehrstote

Mit einem "Die-In" erinnerten die Teilnehmer vor dem Bundesverkehrsministerium an die Verkehrstoten des vergangenen Jahres. Dafür legten sie sich kurzzeitig auf die Straße und zeichneten die Körperumrisse auf dem Asphalt mit Kreide nach. 

Laut Statistischem Bundesamt kamen im vergangenen Jahr in Deutschland 3.265 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die Veranstalter der Demonstration plädierten für Maßnahmen im Straßenverkehr, die aus ihrer Sicht zu weniger Toten führen. Dazu gehören ihnen zufolge Tempolimits, Abbiege-Assistenten sowie sichere Fuß- und Radwege. 

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5 Kommentare

  1. 5.

    Die Straßenbahn ist per se das friedlichste und passivste Verkehrsmittel. Dies darum, weil sie ihre Schienen nicht verlassen kann und Schienen und Oberleitung die sichtbarsten Zeichen ihres Fahrweges sind. Fährt ein Radfahrer, wie quer zur Bornholmer Straße, vor die Bahn, ist nicht die Bahn der Verursacher, sondern eben derjenige, der in Leichtsinn befangen die Vorfahrt der Bahn missachtet hat.

    Die Straßenbahn als wesentlichen Verursacher von Unfällen zu nennen, ist schlichtweg Verantwortungsverschiebung. so auch bei der "großen", überörtlichen Bahn: Nicht die Bahn fährt in einen auf dem Bahnübergang befindlichen LKW-Anhänger, der LKW-Fahrer hat den Bahnübergang unterschätzt und ihn nicht für ernst genommen.

    Je mehr Straßenbahnen, umso friedlicher die Verhältnisse. Weil alle ihre Augen aufsperren müssen und sich nicht darauf verlassen können, dass gefälligst der andere auszuweichen habe.

  2. 4.

    Sie sollten sich auch mal den ganzen Text durchlesen und nicht nur das was ihnen gerade in den Kram passt.

    "Bei den wenigsten Unfällen (16 Prozent) ist die Straßenbahn Hauptverursacher, die meisten werden durch Pkw verursacht (45 Prozent), überwiegend an Kreuzungen oder Einmündungen. Fußgänger verursachen etwa jeden fünften Straßenbahnunfall mit Personenschaden (22 Prozent). Auch die allermeisten Straßenbahnunfälle, bei denen Menschen verletzt werden, ereignen sich an Kreuzungen oder in deren direktem Umfeld (86 Prozent)."

    Also KfZ abschaffen? Aber das passt wohl nicht in IHR Weltbild.

  3. 3.

    Merkwürdigerweise haben die Demonstranten ausgerechnet das gefährlichste Verkehrsmittel vergessen:
    "Wird jedoch nur die Anzahl der Getöteten betrachtet, dann ist die Straßenbahn auch hinsichtlich Beförderungsleistung nicht besser als der Pkw und hinsichtlich Fahrleistung sogar 35-mal unsicherer."
    https://www.gdv.de/de/medien/aktuell/unfallrisiko-strassenbahn-12002
    Aber das passt wohl nicht in das Weltbild der Demonstranten :-/

  4. 2.

    Die Zahl der Verkehrstoten bezieht sich auf ganz Deutschland. Wir haben die Angabe ergänzt. Vielen Dank für Ihren Hinweis!

  5. 1.

    Wo gab es die 3.265 Verkehrstoten? Berlin? Berlin und Brandenburg zusammen? Ganz Deuschland? Im Universum? Das geht aus dem Artikel überhaupt nicht hervor.

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