Illustration zur Cybersicherheit (Bild: imago)
Audio: rbb | 06.06.2019 | Benjamin Eyssel | Bild: imago

Recherche von "Kontraste" und "Zeit" - Ex-BND-Präsident Schindler kritisiert Cyber-Sicherheitsrat

Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Schindler, warnt vor Aktivitäten des Cyber-Sicherheitsrats Deutschland. Hintergrund sind Recherchen von "Kontraste" und "Zeit": Danach unterhält der Präsident des CSRD fragwürdige Kontakte nach Russland.

Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler, kritisiert den Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V. (CSRD) für ein Kooperationsabkommen mit der russischen "Nationalen Vereinigung für internationale Informationssicherheit“.

Ende April hatte der aus Potsdam stammende CSRD-Präsident Hans-Wilhelm Dünn mit einem Vertreter der russischen Vereinigung ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Für die russische Seite unterzeichnete der ehemalige Geheimdienstchef Vladislav Sherstyuk. Schindler befürchtet eine "Strategie der Beeinflussung von russischer Seite".

Fragwürdige Kontakte nach Russland

Nach Recherchen des ARD-Magazins Kontraste und der Wochenzeitung "Die Zeit"  unterhält der Präsident des CSRD, Hans-Wilhelm Dünn, fragwürdige Kontakte nach Russland. So beobachtete er in seiner Eigenschaft als Präsident des CSRD die Wahlen in Simbabwe für die  angeblich unabhängige Organisation AFRIC, die nach Recherchen von "Kontraste" und "Zeit" offenbar aus Russland gesteuert wird. Die Mitglieder des Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e. V. wissen davon meist nichts.

Hans-Wilhelm Dünn weist den Vorwurf zurück, er lasse sich für Propaganda einspannen. Allerdings räumte er gegenüber "Kontraste" und der "Zeit" Geheimdienstkontakte nach Russland ein.

Erste Konsequenzen

Ein Mitgliedsverband des Vereins zieht bereits Konsequenzen: Der "Bund Deutscher Kriminalbeamter" BDK. Sebastian Fiedler, BDK-Vorsitzender schlägt seinem Vorstand vor, den Rücktritt Dünns zu fordern oder einen Vereinsaustritt zu beschließen. Dünn habe sich "vor den Karren Russlands spannen lassen", so Fiedler zu Kontraste.

Dem Verein CSRD gehören unter anderen viele DAX-Konzerne, Landesregierungen und das Bundesgesundheitsministerium an.

Sendung: Kontraste, 06.06.2019, 21:45 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 2.

    "Fragwürdige Kontraste nach Russland" hihi. freud'scher vertipper in der zwischenüberschrift ;)

  2. 1.

    "Fragwürdige Kontraste...." Im Ernst?

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