23.01.2019, Brandenburg, Potsdam: Schüler der Klasse 3d der Rosa-Luxemburg-Grundschule gestalten im Unterricht mit Tablets verschiedene Stop Motion zu den Themen Kinderrechte. (Quelle: dpa/Settnik)
Audio: Antenne Brandenburg | 24.07.2019 | Thomas Rautenberg | Bild: dpa/Settnik

Digitalpakt in Brandenburg - Schüler bekommen Tablets, digitale Tafeln oder W-Lan

Brandenburgs Schulen werden für das digitale Lernen aufgerüstet. Dafür stehen in den kommenden fünf Jahren mit dem Digitalpakt von Bund und Ländern knapp 168 Millionen Euro in Brandenburg zur Verfügung, wie Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Dienstag in Potsdam mitteilte. Damit könnten die Schulen etwa ein eigenes W-LAN aufbauen, digitale Schultafeln (Whiteboards) anschaffen oder die Schüler mit Tablets ausstatten.

"Kinder, die dieses Jahr eingeschult werden, sind voraussichtlich noch bis 2080 berufstätig", so Ernst. "Daher müssen wir den Schulen eine zukunftsfeste Ausstattung ermöglichen." In den kommenden Jahren sollen zudem alle Schulen an das Breitbandnetz mit schnellem Internet angeschlossen werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 23.07.2019, 10.00 Uhr

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8 Kommentare

  1. 8.

    Interessant, eine Schule – die Voltaire Schule in Potsdam – arbeitet schon fächerübergreifend digital im offenen Unterricht und das sehr erfolgreich, wie man hört. Sie schreiben digitalen Klausuren, Abitur am Computer, wurden dafür zuerst gelobt von der Bildungsministerin Ernst und der Bundesbildungsministerin. 4 Monate später wurden sie genau dafür kritisiert in der Zeitung und durften das nicht mehr. Der DigitalPakt soll umgesetzt werden und das WLAN / Internet geht nicht, der Schulverwalter sagt, WLAN sei schlecht für die Schüler, da man die Internettätigkeiten nicht kontrollieren kann usw. klingt wie ein Rückfall ins 20. Jahrhundert trotz DigitalPakt.
    Man hört aus dem Ministerium, die Schulleiterin hat ein Disziplinarverfahren und soll umgesetzt werden – und das, obwohl die Schule so erfolgreich arbeitet? Ist ja schlimmer als im Osten! Aber man hört auch, Sie soll den Platz für einen Versorgungsfall aus dem MBJS räumen – das ist ministerialer Machtmissbrauch!



  2. 7.

    Seit mehr als 10 Jahren werden in den Mathematik-Lehrbüchern die Handhabung und der Umgang mit Computerprogrammen den Schülern vermittelt (siehe Duden Physik und Mathematik, siehe Mathematikbücher der 11. und 12. Klasse,….). Seit diesem Zeitpunkt hätten in den Schulen bereits in Brandenburg Computer durchweg installiert werden müssen. Wissen die Lehrer und die Mitarbeiter des Bildungsministeriums darüber nicht Bescheid? Bei der Digitalisierung in den Schulen liegt eines in Brandenburg im Argen!
    Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

  3. 6.

    Ein positiver und sinnvoller Kommentar :-) Ein neuer Berufszweig, der Schulleitungen, Lehrer und Administrationsbelange unterstützt und begleitet. Gute Idee. Diese Flickschusterei, die immer noch betrieben wird, wird m. E. die Probleme ohnehin nicht dauerhaft lösen können. Vielleicht sollte der Senat auch einfach einmal Lehrer, Schüler und Eltern befragen, damit eruiert werden kann, was schief läuft und wie eine Schule der Zukunft aussehen könnte. Denn dieses "alleine vor sich hingewurschtle" der Politik ist oft haarscharf vorbei an den Bedürfnissen derjenigen, um die es sich eigentlich dreht. Holt uns mit ins Boot. Zeigt endlich Bürgernähe.

  4. 5.

    Für die vielen Aufgaben die auf die Schulen, neben des Bildungsauftrags, hinzugekommen müsste ein neuer Berufszweig, ich nenne ihn mal Schulmanager, entstehen. Lehrer können nicht den hier angesprochenen IT- Admin, die immer umfassender werdenden Büro-, Statistik-, Inklusion- Undwasweißich-Aufgaben übernehmen. Lassen wir Lehrer Lehrer sein, unsere Kinder werden es uns danken.

  5. 4.

    Genauso wie in der Schule unseres Kindes. Es wurden auch oft mal diesbezüglich gut aufgestellte Schüler zurate gezogen. @O. Breulmann: Investitionen in die Bildung sind immer gut. Aber auch wir würden es bevorzugen, dass noch viel mehr in die Ausbildung zukünftiger Lehrer investiert wird. Die Situation in den Klassenzimmern wird nicht mehr einfacher werden, im Gegenteil. Psychologisches und pädagogisches Know-How muss mehr in den Fokus gerückt werden.

  6. 3.

    Da kann ich mich auch nur anschließen: Die Schule meines Sohnes ist - wenn auch rudimentär - mit Technik ausgestattet. Nur sind nicht die notwendigen Techniker/ Admins vorhanden, die die Technik am Laufen halten können. Die Pädagogen sind dafür nicht ausgebildet bzw. haben andere Aufgaben und so steht die Technik nutzlos in der Ecke. Also muss diesbezüglich auch oder noch eher dringend aufgerüstet werden!

  7. 2.

    Genauso ist es. Ich hoffe,die Lehrkräfte können mit den Geräten umgehen.
    Daran hat es in der Schule meines Sohnes gehapert. Nur zwei Lehrer für den Computerunterricht der ganzen Schule.

  8. 1.

    Investitionsbereitschaft ist sehr gut. Zukunftsfähigkeit kommt allerdings nicht mit Werkzeugen, die man schnell beherrschen kann, sondern über kognitives und emotionales Rüstzeug. Selbiges kann man auch mit einer Tafel lehren. Wir brauchen mehr gut ausgebildete Lehrer. Die Millionen könnte man einsetzen, um zum Einen die Attraktivität des Lehrerberufes zu steigern, und zum Anderen um Universitäten mit mehr Mitteln für die Ausbildung auszustatten. Just saying :) Trotzdem gut, dass investiert wird.

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