Ein in der Rigaer Straße beschmiertes rbb-Auto (Quelle: rbb)
Video: Abendschau | 23.07.19 | Norbert Siegmund | Bild: rbb

Rigaer Straße - Vermummte greifen Kamerateam der rbb-Abendschau an

Ein Kamerateam der rbb-Abendschau wurde am Dienstag während eines Interviews in der Rigaer Straße angegriffen. Später besprühten vermummte Personen das rbb-Auto mit Lackfarbe. Der Sender stellt Strafanzeige.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) hat nach einem tätlichen Angriff auf den Wagen eines Kamerateams in der Rigaer Straße in Berlin am Dienstag Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Das Team war für die rbb-"Abendschau" zu einem Interview mit dem CDU-Politiker Burkard Dregger in der Rigaer Straße verabredet. Schon nach wenigen Minuten, während des Interviews, wurde die Gruppe dabei von Unbekannten mit Orangen beworfen.

Als das Team nach dem Dreh wieder abfahren wollte, aber wegen eines Verkehrshindernisses kurz stoppen musste, besprühten zwei vermummte Personen den Wagen mit Lackfarbe. Menschen kamen nicht zu Schaden, das Team kehrte mit dem Wagen zum Sender zurück.

Gabriele von Moltke, Leiterin der "Abendschau", sagte dazu: "Wir werden diesen Vorfall nicht auf sich beruhen lassen, denn es geht eindeutig darum, freie Berichterstattung zu behindern und Journalistinnen und Journalisten sowie Gesprächspartner einzuschüchtern. Entsprechend  ergreifen wir jetzt juristische Mittel, vor allem aber werden wir uns nicht vorschreiben lassen, wo wir wann mit wem sprechen oder drehen."

Die Polizei teilte in einer Meldung mit, der polizeiliche Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen. Das geschieht immer dann, wenn ein Verdacht auf eine politisch motivierte Tat vorliegt.

Innensenator Geisel: "Polizei setzt an allen Orten geltendes Recht durch"

Die Polizei war während des Drehs in der Rigaer Straße nach rbb-Informationen nicht in Sicht. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) ließ auf Anfrage dazu von seinem Sprecher erklären:

"Der Glaube, die Polizei würde sich aus der Rigaer Straße zurückziehen, wenn man sie mit Steinen, Pyrotechnik oder Farbbeuteln angreift, ist ein Irrglauben. Die Polizei setzt an allen Orten in dieser Stadt geltendes Recht durch."

Gewaltsame Übergriffe am Wochenende

In der Rigaer Straße 94 und in der Liebigstraße 34 war es in den vergangenen Tagen wiederholt zu gewaltsamen Übergriffen gekommen. Am Wochenende wurden Polizisten mit Steinwürfen attackiert - wie schon häufig in den vergangenen Jahren. Zu vielen dieser Angriffe mit Steinwürfen und Farbbeuteln haben sich Anhänger der linksextremen Szene anonym im Internet bekannt.

Der CDU-Politiker Dregger hatte nach den aktuellen Angriffen vorgeschlagen, das teilweise besetzte Haus in der Rigaer Straße abzureißen und nach einigen Jahren an gleicher Stelle bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Gewalttäter, die der Senat nicht in den Griff kriege, sollten verdrängt werden, sagte Dregger am Dienstag dem rbb. Das allerdings ist rechtlich insofern fraglich, als etliche der Wohnungen in der Straße regulär vermietet und nicht widerrechtlich besetzt sind.

Kommentarfunktion am 25.07.2019, 16.45 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.  

52 Kommentare

  1. 52.

    Ausreden? Also egal warum und wieso, verhaften, wegsperren und die Probleme sind gelöst? Lieber Steffen, Sie karikieren sich inzwischen oft selbst mit Ihren Äußerungen. Egal wie man es macht, und das versuchten schon einige hier, es zählt nur Ihre Meinung, selbst ohne Argumente. Im Gegensatz zu @Ole1, der sauber argumentiert hat. Ist schon okay, ich wünsche Ihnen trotzdem einen schönen Abend.

  2. 51.

    Kein Unsinn. Die Ursache für Gewalt ist, Gewalt ausüben und jemandem Schmerz oder Angst zufügen zu wollen. Die soziale Lage oder ähnliches sind doch nur Ausreden. Und Sie kommen mir mit sachlich bleiben? Ich bitte Sie! Wir sprechen hier nicht über Notwehr!

  3. 50.

    Wenn man versucht Ursachen für Gewalt zu finden, läßt man indirekt eine Straftat damit zu? Das ist doch Unsinn. Sie schreiben sich in Rage. Genauso wie Ihre Aussage, dass Erklärungen Gewalt verharmlosen. Ich bitte Sie. Man merkt, dass Sie nicht mehr sachlich bleiben können. Wir sind alle empört, aber das darf nicht komplett blind machen. Und es gibt kein sinnvolleres Mittel Missstände zu bekämpfen, als zunächst auf Ursachenforschung zu gehen.

  4. 49.

    Nochmal zum Mitschreiben! Sozialer Unfrieden ist real existierend, aber es ist keine Begründung, die Gewalt rechtfertigt oder auch nur erklärt. Wer solch eine Begründung zulässt, lässt damit letztlich immer auch die Straftat zu. Genau das darf in einer Demokratie niemals passieren, sonst geht sie vor die Hunde. Die Weimarer Republik sollte doch Warnung genug sein!
    Dass das Wunschdenken ist, ist wohl ein Stück weit wahr und genau das ist das Schlimme daran. Wir sind schon wieder so weit, dass Erklärungen zur Verharmlosung von Gewalt akzeptiert werden. Da muss ein deutliches Stopp-Signal gesetzt werden!
    Wenn eine Oma wegen Hungers im Supermarkt klaut, dann ist das moralisch unbestritten nachvollziehbar, trotzdem darf ein Rechtsstaat das nicht akzeptieren oder verharmlosen. Dann muss der Staat andere Wege und Mittel finden, um die Oma satt zu bekommen und ihr ihre Würde zurück zu geben. Notfalls müssen Millionen Demonstranten der Regierung Beine machen.

  5. 48.

    „Kann und darf nicht“ ist ein hehrer Wunsch, aber genausowenig ein Argument wie „trotzdem“. Ich verstehe, was Sie meinen und sich wünschen, aber Wünsche lösen keine Probleme und decken keine Ursachen auf. Da gebe ich @Störenfrieda recht. Z.b. Kinder zu schlagen ist auch gesetzlich verboten, steht unter Strafe, tut „man“ nicht. Passiert trotzdem täglich, bundesweit. Nur Verbote und angedrohte Strafen und moralische Zeigefinger genügen einfach nicht, bei allem Verständnis für die Entrüstung. Jegliche Form der Gewalt ist verwerflich (es sei denn, man muss seine Gesundheit, sein Leben verteidigen) und hat seine Gründe. Die haben immer etwas mit sozialem Unfrieden in verschiedensten Spielarten zu tun. Und da muss angesetzt werden, während man natürlich die Aggressoren davon abhalten muss, sich weiter so zu verhalten.

  6. 47.

    Danke für diesen Kommentar. Ja, es gibt auch normale Anwohner in der Gegend, die eben im Ernstfall zu Schaden kommen können. Und den rbb anzugreifen weil er dort ein Interview mit einem Oppositionspolitiker geführt hat, dessen Meinung nicht zu der der Bewohner passt, ist durch nichts zu rechtfertigen. Wirklich durch nichts. Die Straße gehört allen Menschen, sie ist nicht privat.

  7. 46.

    Nicht wirklich. "Kann nicht" ist lediglich Ihre subjektive Wahrnehmung, aber jenseits aller Erfahrungswert. Die Gewalt aus extremistischen Richtungen scheint eine Art "Ersatzkrieg" zu sein von Menschen, die vom Frieden einer Demokratie überfordert sind und gesellschaftliche Diskrepanzen zum Anlass nehmen, gewalttätig zu werden. Z.b. immer größer werdende Armut (Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot). Unter dem Deckmantel von politischen Problemen wird Gewalt eingesetzt.

  8. 45.

    Mit dem rbb-Lastenrad wäre das nicht passiert.

  9. 44.

    Nee, kann nicht passt schon. Es kann (schließt darf nicht mit ein) niemals eine Erklärung sein, es ist eine plumpe Ausrede. Nicht mehr!

  10. 43.

    Sie übertreiben maßlos. Gegen dass was hier gerade von rechtsextremer Seite passiert und von dem parlamentarischen Arm der Rechtsextremisten befeuert wird, war das hier Kindergeburtstag.

    Und jetzt wie beim Röntgen! "Weiteratmen..." :-P

  11. 42.

    Kann und darf nicht? Sollte nicht? War aber schon sehr oft so. "Kann nicht" ist Wunschdenken.

  12. 41.

    Die Kommentare kommen zahlreich? Aber eigentlich auch nur von immer denselben "üblichen Verdächtigen". Mmmhhh...ulkig, oder?^^

  13. 40.

    Oh oh...jetzt gibt's bestimmt Kloppe. Wie können Sie denn so etwas behaupten?^^ Im Ernst: Ich stimme Ihnen zu. Rechtsextremismus ist die schlimmste Gefahr für Deutschland. Egal was Linksextreme tun, wie schändlich und blöde manche Aktionen sind-das blinde, rechte Auge muss sehend werden.

  14. 39.

    Was kritisieren Sie hier eigentlich? Dass der RBB zu Recht darüber berichtet, dass Journalisten angegriffen und bedroht wurden, ein klarer Einschüchterungsversuch(!)? Was kommt als nächstes? Scheiben einschlagen mit Baseballschlägern? Steine werfen? Journalisten verprügeln? Über ähnliche Vorfälle durch Rechtsextremisten wurde und wird doch genau so berichtet. Die entsprechenden zahlreichen Kommentare, die das verurteilen lassen auch nie lange auf sich warten. Und das ist gut und richtig so.

  15. 38.

    Das Auseinandergehen der sozialen Schere kann niemals eine Erklärung für die Entstehung extremistischer Einstellungen sein, weder Rechts- noch linksextrem. Es gibt genügend Möglichkeiten, Politik innerhalb der FDGO zu gestalten. Extreme stellen sich willentlich außerhalb davon.

  16. 37.

    Ganz ehrlich, ist zwar etwas whataboutism, aber soviel Engagement wie hier gegen Linksextreme würde ich mir auch mal gegenüber Rechtsextremen wünschen, inklusive engagierter Mitteilung der RBB Chefredakteurin.
    Erst heute wieder ein Anschlag in Zittau und eins ist klar, die tödlichere Variante ist der Rechtsextremismus.

  17. 36.

    Liebes RBB Team, der Angriff tut mir leid. Das hat nichts mehr mit Inhalten oder Standpunkten zu tun - es ist, was es ist: Gewalt. Ich wohne mittlerweile seit fast 10 Jahren in der Rigaer Str., wenige Meter entfern von den Brennpunkten R94, Liebig 34 oder alt Liebig 14. Ich verstehe auch mittlerweile nicht mehr, warum die Politik nicht eingreift bzw. nach vielen Jahren immer noch kein Konzept hat? Es ist vieles aus den Angeln geraten und Gewalt wird hier einfach toleriert, Gewalt gegen Sachen, Gewalt gegen Menschen. Es reicht! Ich möchte nicht, wenn ich hinter einer Polizeistreife in der Rigaer Straße fahre, 30m Abstand halten müssen, aus Angst Kolletaralschaden zu werden. Gewalt hat in unserer Gesellschaft keinen Platz und muss geahndet werden. Meine Meinung möchte ich äußern können, egal ob in der Rigaer Straße, in Kreuzberg oder Neukölln. Es muss sich etwas ändern!

  18. 35.

    Rechtsextrem ist für die "Aktivisten" allerdings alles rechts derer Einstellung. Deshalb gab es auch schon "Bürobesuche" bei verschiedenen SPD-Politikern, Frau Herrmann wurde privat "besucht". Ein Bäcker, der Schrippen an Polizisten verkauft, wird auch gleich in diese Ecke gestellt und bedroht.

    Das erinnert an Stalin, der die These vom Sozialfaschismus gepflegt hatte.

  19. 34.

    Ihrem Artikel kann ich nicht so ganz folgen. Nur weil dort die Linksextremisten/Terroristen das sagen haben ist alles in Ordnung? Hauptsache keine Rechten? Und nein, in dieser Gegend fühlt sich keiner mehr sicher. Die Mehrzahl der Anwohner, gleich welcher Schichten, fühlen sich durch den linken Mob bedroht!

  20. 33.

    Warum sollte man ein gut erhaltenes Mietshaus aus der Gründerzeit abreißen, nur weil einem einzelnen rechtskonvervativen CDU-Vertreter die Haltung der legal dort wohnenden Mieter nicht passt? Bin selbst im Samariterviertel aufgewachsen, ohne ein Angehöriger der dortigen linksalternativen Szene zu sein und hatte nie irgendwelche Probleme dort. Im Gegenteil: das ist eine der weniger Gegenden in der Berliner Innenstadt, wo noch eine gesunde soziale Durchmischung vorherrscht und Menschen unterschiedlichster Hintergründe sich sicher fühlen können, ohne Neonazi-Attacken befürchten zu müssen, eben weil es hier eine so gute nachbarschaftliche Gemeinschaft und einen klaren Konsens gegen Rechtsextremismus gibt. Warum will man das zerstören, statt sich auf gewaltbereite und tötungswillige rechtsextreme und islamistische Psychopathen zu fokussieren, die unsere innere Sicherheit bedrohen?

  21. 32.

    Menschen, die Steine nach anderen Menschen werfen, haben wahrscheinlich nie die Erfahrung machen müssen, wie es sich anfühlt, von einem getroffen und dann im Krankenhaus notärztlich
    behandelt zu werden. Das ist ein Schock, den der Mensch nie wieder vergisst und eine schwere
    Straftat dazu. Die Größe eines Steines kann auch den Tod eines Menschen zur Folge haben. Es ist unfassbar, wie wenig die Unversehrtheit und das Leben anderer Menschen, in diesem Fall das der Polizisten, hier für die Steinwerfer oder Steinwerferinnen zählt.

  22. 31.

    Das Kennzeichen muß lesbar bleiben - sonst kanns böse Ärger mit der Rennleitung geben ;-)
    Insgesamt sind solche Aktionen Kindergartenniveau und völlig sinnfrei, mal ganz abgesehen vom strafrechtlichen Gehalt.

  23. 29.

    Gründe für eine Sachbeschädigung kann und darf es niemals geben. Völlig unabhängig von der Ursache, die zu politischem Unmut geführt hat.

    Aber so sind sie halt, die Besitzlosen. Einfach mal kurzerhand fremdes Eigentum beschädigen. Was für eine inhaltsleere angeblich Dokumentation der eigenen Gesinnung.

  24. 28.

    Wann wird endlich durch gegriffen ??!!

    Es ist doch langsam nur noch nervig was dort passiert Anscheins können sich diese Leute alles leisten !!

  25. 27.

    Ob die Anzeige was bringen wird? Es gibt ja ein Foto von einem Täter. Mal sehen ob der überführt werden kann. Und jeder Politiker oder Mitmensch in dieser Stadt hat das recht sich an jedem Ort aufzuhalten, ob das den Typen dort nun paßt oder nicht.

  26. 26.

    Man darf aber bei aller Empörung, die auch ich empfinde, nicht vergessen, dass es Gründe für die Entwicklung dahin gab, die vom Senat ausgeblendet wurden. Das ist keine Entschuldigung für Gewalt, es sollte aber an die Ursachen gegangen werden, die auch angepackt werden müssen. In einem Land, wo die Schere zwischen Armut und Reichtum erneut immer weiter auseinander klafft und politisch nichts dagegen getan wird, ist Extremismus Tür und Tor geöffnet. Ausbaden müssen das die Einsatzkräfte und die Anwohner. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Menschen meiner Generation haben grad ein verstörendes Déjà-vu und nicht wenige fragen sich, wie das sein kann. Die Spinner zu verhaften wär dann wohl doch endlich mal nötig, aber die Probleme lösen sich davon nicht.

  27. 25.

    Die Extremisten sind nur so lange friedlich, wie man zu ihrer Sache steht. Wer nicht mit denen ist, wird bedroht.

    Wenn eine Polizeistreife nicht durch eine Straße fahren darf, ohne dass es Mordversuche an den Beamten gibt, ist das nicht die Schuld der Polizei. Die organisierten Straftäter, die gegenüber den anderen Anwohnern, Journalisten, Politikern, der Feuerwehr ... Angst und Schrecken zur Durchsetzung ihrer Ziele verbreiten, sind die Verursacher. Die Polizei macht so lange nichts, wie die sich an die Gesetze halten. Der "Dorfplatz" gehört denen nicht allein, es ist eine öffentliche Straße.

  28. 24.

    Na mit der Einstellung einiger, kann ich ja dann wohl auch alles rechtfertigen. Wen mich jemand provoziert und seine mir nicht passende Meinung in meiner Nähe sagt oder andere das zulassen, dann „gibts auf die Fresse“. Sehr schön. So funktioniert Anarchie. Mir nicht passende Handlungen anderer nenne ich Provokation und haue zu. Danke für diese Idee.

  29. 23.

    Unabhängig von diesem idiotischen Vorfall sollte man die Einwohner im Rigaer-Kiez mal in Ruhe lassen und nicht ständig durch ein übertriebenes Polizeiaufgebot nerven, denn ansonsten ist es eine friedliche und gastfreundliche Gegend.

  30. 22.

    " Heißt das, dass man dort nicht mehr drehen darf?"

    @rbb-24 Man "darf" und man muß dort drehen können, es darf keine rechtsfreien "Gebiete" geben PUNKT

    @R94 (genauer die dafür Verantwortlichen) Was ihr macht ist so dumm, töricht und ein Todeskuß für alle "linken" Projekte. Ja, das war Öl ins Feuer gießen und ihr lasst euch auf eine so nebensächliche Provokation ein?

    Was habt ihr mit dieser saudummen Aktion erreicht?

    Ihr erinnert mich an die "dritte Genration" der "RAF", nur dass die besser organisiert waren. Kein Wunder, "stay behind", "false flag" und das "Celler Loch" lassen grüßen.

    Die Aktionen dieser "Genossen" waren immer der Todeskuß dafür, wofür sie sich angeblich einsetzen.

  31. 21.

    Freie Berichterstattung darf man nicht behindern, aber ich frage mich schon warum man in die Rigaer Straße fährt und dann nicht die Anwohner interviewt, sondern den eigens angereisten Dregger, und dem ein Forum gibt für seine illegalen Schnapsideen, die keinen Zweck haben als der CDU Wähler vom AfD-Stammtisch zuzuführen.

  32. 20.

    @WolfS Mir springt ein Vergleich ins Auge:

    Es erinnert mich an die Konservativen, die erst seit einem Mord an den eigenen Leuten auf den Gedanken kommen, dass der Rechtsextremismus ein neues Level erreicht habe. Als wenn der NSU noch im Sand gespielt hätte. Wie kommt man darauf, eine Akte von öffentlichem Interesse erst nach 140 Jahren freizugeben? Das Vertrauen in den Verfassungsschutz scheint bei den Konservativen trotz der fehlenden Sorgfalt ungetrübt.

    So ähnlich scheinen die Bewohner der besetzten Wohnungen die Eskalationen der Extremisten hinzunehmen. Trotz der fehlenden Sorgfalt, um eine nachhaltige Auseinandersetzung führen zu können, werden die Fehler hingenommen.

    Wenn man durch die Augen eines linken Extremisten schaut, kann man auch sehen, wieso diese denken, Polizisten würden einem faschistischem System dienen und Politiker und Medien würden dieses decken. Aus dieser schmalen Sicht ist dann jeder, der diese Erkenntnis nicht hat, ein Gegner.

  33. 18.

    ...das wäre nicht erwähnt worden, wenn es diese Durchsuchung am Folgetag nicht gegeben hätte ;-)

  34. 17.

    "Selbst falls es als Provokation rüberkam"

    Wie schrieb hier ein Kommentator: "Quatsch, das ist doch Käse.". Man kann die begangene Gewalt zutiefst ablehnen, aber selbstverständlich ist das eine Provokation. Dregger will das Haus vom Staat (aka Steuerzahler) kaufen und dann platt machen, 3 Jahre brach liegen lassen, und dann mit Sozialwohnungen bebauen. Das schlägt er als Lösung vor.

  35. 16.

    Irgendwie möchte man auch gerne glauben, dass nicht alle Bewohner der selbstverwalteten Häuser die Gewalt(physisch wie psychisch) gegen Polizisten, Berichterstatter, Politiker und Andersdenkende gutheißen. Aber in all den Jahren, in denen ich jetzt in der Nachbarschaft wohne, hat sich nicht einer - zumindest soweit ich es mitbekommen habe - von den Gewaltausbrüchen distanziert. Man ahnt, warum das so ist.

  36. 15.

    Dann lesen Sie diese Meldung (da geht es erst einmal um die Liebigstraße) bis zum Ende

    "Auch in der Nacht zum Freitag waren in der Rigaer Straße Steine auf Polizeiautos geworfen worden. Laut Polizei waren leichte Sachschäden entstanden, Verletzte habe es nicht gegeben. Auf der Fahrbahn entdeckte die Polizei den Angaben zufolge mit Farbe aufgepinselte Schriftzüge wie "ACAB" (All Cops Are Bastards)."

    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/07/polizei-berlin-steinwuerfe-liebigstrasse-rigaerstrasse-durchsuch.html

  37. 14.

    Man muss ja nicht mal ewig in der Vergangenheit kramen - über den Vorfall in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli findet sich beispielsweise nichts auf Ihren Seiten. Wenn Sie einen Praktikanten bemühen, der die Meldungen auf den Seiten der Berliner Polizei mit Ihren Meldungen abgleicht, werden noch weitere Beispiele deutlich.

  38. 13.

    Ich dulde das Verhalten der Besetzer, solange sie sich vor unrechtmäßigem Zugriff verteidigen. Auch Sachschaden kann ich dabei noch akzeptieren. Was allerdings bei mir und vielen, die ich kenne und die ähnlich denken, absolut klar ist: Gewalt hat sich nicht gegen Menschen zu richten! Seien es Polizisten, Andersdenkende oder Berichterstatter, wenn man ihnen Gewalt antut, verwirkt man die eigene Berechtigung, Ansprüche an den Diskurs zu stellen. Diese Gewalt beginnt bereits bei Drohungen!

    Wenn ein CDUler dort ein Interview gibt, dann sollte man sich erst recht zurückhalten, um den ideologischen Eindruck, den der Interviewte verteilen möchte, nicht zu bestätigen und damit zu verstärken. Nach solchen Aktionen fällt es mir zunehmend schwerer, an die Vernunft der dortigen Besetzer zu glauben und das führt Stück für Stück zu einem Rückzug meiner Unterstützung. Ich hoffe sehr, dass die Leute dort zur Vernunft kommen, ansonsten hat eine weitere Duldung meine Unterstützung verloren.

  39. 12.

    @rbb-24-nutzer
    Quatsch, das ist doch Käse. Sowohl die Presse als auch die Politik (außer die AFD) berichten/agieren allgemein sehr linkenfreundlich. Aber irgendwann läßt es sich halt auch nicht mehr schönretuschieren, und wer endlich mal selber betroffen ist will dies auch gar nicht mehr.

    "Sich mit Dregger vor Ort aufzustellen, konnte nur als Provokation aufgefasst werden."
    Das ist aber weder eine Rechtfertigung noch eine Begründung, derart auszurasten.

    "Die Suche nach Provokation und nachfolgende Selbstinszenierung als Opfer sind eine Strategie von Rechtspopulist*innen. "
    Da nehmen sich beide nichts. Linke und L-Extreme allgemein agieren exakt genauso.

    Du schreibst so wohlmeinend von "Wohnprojekten". Wem gehören die Häuser eigentlich, wer hat mal deren Bau in Auftrag gegeben? Die Besetzer sicherlich nicht.

  40. 11.

    Also gibt es jetzt No Go Areas für ... hm unerwünschte Politiker. Medien, Polizisten etc? Sie sind ehrlich gesagt einfach im falschen Film. Die Wohnprojekte haben sich auch an demokratische Spielregeln zu halten,

  41. 10.

    "...dass der RBB nicht mehr darüber berichtet"??!?

    Bitte, hier ist unsere "Rigaer"-Suche in unseren News.

  42. 9.

    Selbst falls es als Provokation rüberkam: Heißt das, dass man dort nicht mehr drehen darf?

    Wir haben in früheren Dokumentationen durchaus mit den Akteur*innen der Wohnprojekte geredet. Doch wie Sie wissen dürften, ist der Kontakt nicht sehr einfach mittlerweile.

    Den Schwenk zu Rechtspopulisten und Podiumsdiskussionen (Talkshows?) hätte es nicht gebraucht. Vor allem, weil wir als Regionalsender diese Sendungen nicht im Angebot haben und Sie leider verallgemeinern.

    Werfen Sie uns ebenfalls eine "nicht stattfindende Distanzierung zw. Polizeimeldung und Journalismus" vor? Falls ja: Könnten Sie die irgendwie belegen?

    Grüße

  43. 8.

    Nicht jeder der keine Steine schmeißt ist rechtsextrem. Alternatives Wohnprojekt in allen Ehren. Aber ohne Gewalt.

  44. 7.

    Dass in der Rigaer die Polizei nicht permanent präsent ist, liegt anders als der Abedschaubericht suggerierte, nicht am Innensenator. Die zwei anderen Koalitionspartner haben massiv Druck gemacht, dass nicht nur dort der Rechtsstaat sich zurückziehen musste und nur sporadisch anwesend ist.

  45. 6.

    Jahrelang werden dort ständig Polizisten angegriffen und verletzt. Es ist so normal geworden, dass der RBB nicht mal mehr darüber berichtet. Aber jetzt, wo der RBB in den Fokus der Extremisten gerät, ist das Fass voll. Nun kann man endlich mit aller Härte durchgreifen. Die freie Berichterstattung ist ja auch wirklich mehr wert, als Leib, Leben und Gesundheit derjenigen, die dort tagtäglich für die Demokratie einstehen müssen. Danke für diesen Beitrag!

  46. 5.

    Und jetzt ist auch langsam mal gut. Der Spuk muss jetzt beendet werden. Diese ganzen hirnrissigen Aktionen spalten die Gesellschaft. Wir hauen uns hier die Köpfe ein und spielen damit den Rechten, der AfD in die Hände. Zum ersten Mal muss ich auch sagen: durchgreifen und gut iss. Es geht jetzt definitiv zu weit.

  47. 4.

    Dass man die durchaus fragwürdige Berichterstattung über jeden umgefallenen Einkaufsbeutel kritisiert, ist mehr als angebracht. Sie erzeugt pauschalisierende Narrative. "Rigaer 94" ist nicht zuletzt aufgrund der journalistischen Reflexe ein Schlagwort.

    Sich mit Dregger vor Ort aufzustellen, konnte nur als Provokation aufgefasst werden. Als hätte man ihn nicht woanders reden lassen können. Er möchte die Wohnprojekte verbieten, nicht umgedreht. Die Suche nach Provokation und nachfolgende Selbstinszenierung als Opfer sind eine Strategie von Rechtspopulist*innen.

    Wie oft kamen denn dem Neutralitätsmantra des naiven Journalismus die Akteur*innen der Wohnprojekte zu Wort? Achso, noch nie. Aber im Zusammenhang mit Podiumsdiskussionen lädt man wie aus erlernter Hilflosigkeit heraus ständig Rechtsextreme und Co ein.

    Hinzu kommt die oftmals überhaupt nicht stattfindende Distanzierung zw. Polizeimeldung und Journalismus.

    Der Protest dagegen ist legitim, das Mittel allerdings nicht.

  48. 3.

    Da bin ich mal gespannt, wie die Anhänger der alternativen Wohnprojekte diesen Angriff auf die Medien verteidigen werden.

  49. 2.

    Extremismus nervt!

  50. 1.

    Ja solange der RRG Senat regiert wird das linke Spektrum machen und tun , was es will, da hilft nur die NULL-TOLERANZ Strategie, bitte Herr Geisel, greifen Sie durch.

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