Das Wort «Steinreich» steht auf einem Findling in der Gemeinde Steinreich im Landkreis Dahme-Spreewald nahe Schöneiche (Brandenburg) (Bild: dpa/Patrick Pleul)
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Bertelsmann-Studie - Berlinnahe Kommunen glänzen mit dicken Etats

Brandenburgs kommunale Haushalte können sich sehen lassen: Im Ost-West-Vergleich liegen die Gemeinden laut einer Bertelsmann-Studie zwar nur im Mittelfeld, im Osten allerdings sind Brandenburgs Kommunen Spitzenverdiener. Doch es gibt ein großes Defizit.

Brandenburgs Kommunen haben einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge mehr Steuern eingenommen als die anderen Gemeinden im Osten Deutschlands. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Einnahmen der Gemeinden. Allerdings habe sich die Spaltung zwischen den Umland-Gemeinden nahe Berlin und den hauptstadtfernen Regionen verschärft, so die Aussage der Wissenschaftler.  

Bei den durchschnittlichen Steuereinnahmen aller Landeskommunen lag dem "Kommunalen Finanzreport" zufolge Brandenburg unter den ostdeutschen Ländern mit 910 Euro pro Einwohner vorn und im bundesweiten Vergleich auf Platz neun. Grundlage für diesen Vergleich waren die Haushaltszahlen des Jahres 2017.

Einkommensspanne von der Nähe zu Berlin beeinflusst

Vergrößert habe sich dabei das Gefälle im Land: So lag der Kreis Dahme-Spreewald mit 2.343 Euro pro Einwohner im Land vorn, bundesweit belegte er damit den fünften Platz. Ganz hinten rangierte Elbe-Elster mit 653 Euro pro Einwohner, bundesweit war das der achtletzte Platz.

Im Jahr 2012 rangierten die durchschnittlichen Steuereinnahmen der Kommunen nur zwischen 510 Euro pro Kopf in Frankfurt (Oder) und 1.083 Euro pro Kopf in Dahme-Spreewald. Die Kassenkredite der Kommunen, die als Krisenindikator gelten, sind in Brandenburg der Stiftung zufolge zuletzt gesunken. Die Städte Cottbus, Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) lägen aber weiter auf einem problematischen Niveau.

Sendung: Inforadio, 09.07.2019, 15.20 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Da liegst du aber falsch. Das wir nicht mit Berlin wollen, hat völlig andere Gründe.

  2. 1.

    Deshalb heißt es ja auch Speckgürtel. Und deshalb haben die Brandenburger keine Lust mit Berlin zu fusionieren. Dann müssten sie die Steuergelder mit der Stadt teilen, wo die Steuergelder eigentlich erwirtschaftet werden.

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