Verbandsvertreter der deutschen Schafzüchter (Quelle: rbb)
Video: rbb|24 | 10.07.2019 | Material: Brandenburg aktuell, Archiv | Bild: rbb

Verbandstreffen in Brandenburg - Schafzüchter fordern neue Technik zum Schutz vor Wölfen

Verbandsvertreter der deutschen Schafzüchter haben vor ihrem Bundestreffen im brandenburgischen Wilmersdorf (Teltow-Fläming) am Mittwoch erneut einen besseren Herdenschutz vor Wölfen gefordert. Sie wollen auch mehr Geld für die Forschung dazu. Die Landwirte weisen dabei auf die Gefahren für die Schafe durch die zunehmende Wolfpopulation in Deutschland hin.

Die Wölfe gefährdeten etwa die Pflege von Deichen durch die Schafe und seien so ein Sicherheitsproblem. Das mache neue Maßnahmen erforderlich, wie Vertreter der Vereinigung mitteilten. 

Beratungen über neue Schutzmaßnahmen

Die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände fordert neben dem Abschuss von Wölfen, die Schafe angreifen, einen besseren Herdenschutz, beispielsweise mit Hilfe technischer Lösungen. Demnach wünschen sich die Schafhalter mehr Forschung zu Techniken, mit denen sich Wölfe etwa mit Hilfe von Licht oder chemischen Substanzen vergrämen lassen könnten. Diese Schutzmaßnahmen vor Angriffen durch Wölfe stehen im Mittelpunkt des Bundestreffens.

Mit den Substanzen seien etwa Duftstoffe gemeint, die Wölfe abschrecken sollen. Giftstoffe, welche die Wölfe schädigen, lehne der Schafzüchterverband entschieden ab, konkretisierte der Geschäftsführer der Verinigung deutscher Landesschafzuchtverbände e.V., Stefan Voell, gegenüber rbb|24.

Verband nennt Schutz vor Wölfen eine "gesamtgesellschaftliche Aufgabe"

"Viele Betriebe werden bei einer weiteren Ausbreitung der Wölfe aufgeben müssen", meinte Völl. Herdenschutz allein durch Zäune und Hunde reiche nicht aus. Aus Sicht des Verbands sei der Schutz der Schafe eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, weil diese für den Erhalt der Deiche an Küsten und Flüssen sorgten.

Kommentar

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5 Kommentare

  1. 5.

    Das sind Tatsachen. wer immer wieder Angriffe auf seine Tiere hat kann seinen Job als Schäfer beenden und damit die Beweidung der Deiche und Uferbefestigungen von See und Flüssen aufgeben. Fragen Sie mal in Eiderstedt Schleswig-Holstein nach, dann könnten auch Sie mitreden. Derzeit ist Ihre Stellungnahme leider nicht von Wissen geprägt. Aber man kann ja dazu lernen, denn Wissen ist Macht. MfG J

  2. 4.

    Ich empfehle einen Zaun mit Sockel-Fundament wo sich Wölfe nicht durchgraben können. Kostet ja nicht viel. Oder knallt man doch lieber die Wölfe ab. Rotkäppchen wüsste schon dass Wölfe blöd sind. Nun haben wir den Öko-Salat.

  3. 3.

    Die richtigen Hunde und dann passiert auch nichts. Jedenfalls besser als irgend welche technischen Lösungen. Immer auf den der sich nicht wehren kann. Ich freue mich über die Ansiedlung von Wölfen. Ich verweise auf die Gefahr dummer Menschen hin.

  4. 2.

    Das Rumgeheule ist lächerlich. Nun ist der fast ausgerottete Wolf endlich wieder heimisch, wird wieder die Opferrolle ausgepackt. Warum reichen Herdenschutzhunde nicht? Dann packt noch ein oder zwei Esel mit auf die Weide. Soll auch helfen.

  5. 1.

    Also dass Wölfe jetzt auch noch Deiche und Betriebe in ihrer Existenz bedrohen, ist mehr als polemisch.
    Noch dümmer geht nimmer.
    Ja - der Schutz vor Wölfen muss angepasst werden, aber jetzt alles auf den Wolf zu schieben - ein neues Feindbild ist generiert und wird durch die Märchenleser nur noch schlimmer.

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