Asylbewerber stehen am Eingang zu einer Aufnahmeeinrichtung an (Quelle: dpa / Jens Büttner).
Bild: dpa-Zentralbild

Statistik für Berlin und Brandenburg - Zahl der leistungsberechtigten Asylbewerber gesunken

Um rund zwei Prozent sank im vergangenen Jahr die Zahl der Menschen, die in Berlin und Brandenburg Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten.

Laut Statistikamt erhielten 2018 rund 40.000 Asylbewerber solche Leistungen. Rund 25.100 der Menschen lebten in Berlin und 15.250 in Brandenburg. Der überwiegende Teil der Leistungsberechtigten stammte dabei aus Asien, in Berlin waren es 59 Prozent, in Brandenburg 40 Prozent.

Die meisten Asylbewerber aus Afghanistan

Bei den Herkunftsländern standen den Angaben zufolge in Berlin die Länder Afghanistan und Irak an der Spitze, in Brandenburg Afghanistan und der Iran. Die zweitgrößte Gruppe der Leistungsberechtigten stammte demnach aus Europa. In Berlin waren es 21 Prozent, in Brandenburg 33 Prozent, die überwiegend aus der Russischen Föderation kamen. Sowohl in Berlin als auch in Brandenburg waren mehr als 60 Prozent der Leistungsberechtigten männlich.

Zwei Drittel der Leistungsberechtigten waren den Angaben zufolge im erwerbsfähigen Alter von 18 bis unter 65 Jahren. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren machten in Berlin 32 Prozent und in Brandenburg 34 Prozent der Leistungsberechtigten aus. Nur ein Prozent war älter als 65 Jahre.

Sendung: Inforadio, 07.08.2019, 19 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um eine Antwort zu verfassen.

Antwort auf [Marion] vom 08.08.2019 um 06:23
Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

9 Kommentare

  1. 9.

    "Es handelt sich eher um den Faktor 3-4. In unserem Team betreuen wir derzeit etwas mehr als 4000 ehem. Asylbewerber, Tendenz steigend."

    Und darüber haben sie sicher auch belastbare Zahlen parat und nicht ihr höchst subjektiven und womöglich ideologisch gefärbten Aussagen?

    https://www.tagesschau.de/inland/familiennachzug-231.html

  2. 8.

    Antragstellung und -beabeitung könnten mitunter in abschreckender Weise stattfinden.

  3. 7.

    Und die Sonnenallee ist noch immer vermüllt.

  4. 6.

    Die Menschen, über deren Status entschieden wurde, erhalten nach dem Aufhebungsbescheid sofort vollumfängliche SGB II Leistungen, inkl. Leistungen für die nachgezogene Familie, inkl. Krankenversicherung.

    Da i.d.R. Flüchtlinge nach der SGB II Bewilligung Sprach,-Alphabetisierungs,- Qualifizierungs,- und Integrationskurse bekommen, tauchen sie aber in der SGB II Statistik nicht auf. Der Übergang auf den 1. Arbeitsmarkt gelingt aufgrund der oftmals mangelhaften Bildung den wenigsten. Meist sind es geringfügige (450.-) Jobs in der Gastronomie oder vergleichbare.
    Der Faktor 2 mit dem die Bundesregierung beim Familiennachzug rechnete, können wir aus unserer täglichen Arbeitserfahrung nicht nachvollziehen. Es handelt sich eher um den Faktor 3-4. In unserem Team betreuen wir derzeit etwas mehr als 4000 ehem. Asylbewerber, Tendenz steigend.

  5. 3.

    Eine Senkung um 2 Prozent (In Worten: "zwei") ist so gering, daß sie eigentlich keine Erwähnung wert ist. Aber man hätte bestimmt auch getitelt: "Zahl der leistungsberechtigten Asylbewerber gestiegen", wenn sie nur um 2 % gestiegen wäre. Ganz bestimmt.

  6. 2.

    Entweder von Leistungen nach dem Asylbewerberkeistungsgesetz, so noch keine Entscheidung getroffen wurde, für den Fall des Asylstatus mit Aufenthaltstitel von Leistungen des SGBII (H4), oder gar, so die Erwerbstätigkeit gestattet und erfolgreich beworben, von eigener Hände Arbeit.

  7. 1.

    Stellt sich mir die, wovon die Menschen jetzt leben?

Das könnte Sie auch interessieren

Spray #allefürsklima in Berlin (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
dpa/Christoph Soeder

#AlleFürsKlima-Demo - Wo und wann in Berlin am Freitag demonstriert wird

Wer am Freitag fürs Klima streiken will, sollte sich gut organisieren. Denn es gibt allein in Berlin so viele Veranstaltungen, dass es schwer fällt, den Überblick zu behalten. Radfahrer, Kinder, Eltern, aber auch Clubgänger wollen über die halbe Stadt verteilt protestieren.