Symbolbild: ein gefällter Baum in Berlin, hier Schöneberg. (Quelle: imago images/Schoening)
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Radweg-Umbau an Heerstraße gestoppt - Fällung von 61 Bäumen war ein "Planungsfehler"

Mehr als 60 Bäume waren 2018 entlang der Heerstraße gefällt worden, um einen Radweg zu sanieren. Ein Planungsfehler, gesteht die Verkehrsverwaltung ein. Und: Die Sanierung ist gestoppt. Als Teil der West-Route soll der Radweg vollkommen neu gedacht werden.

Zugunsten der Pläne für einen Radschnellweg zwischen Berlin-Charlottenburg und Spandau hat die Berliner Verkehrsverwaltung die vorgesehene Sanierung eines vorhandenen Radwegs entlang der Heerstraße gestoppt. Die Ausschreibung für den Bau des Radwegs zwischen Stößenseebrücke und Freybrücke sei zurückgezogen worden, teilte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am Donnerstag mit.

"Derzeit fachlich beste Route"

Als Grund führt die Senatsverwaltung den jüngsten Fortschritt bei der geplanten Radschnellverbindung zwischen Charlottenburg und Spandau - der sogenannten Westroute - an. Bei einer Informationsveranstaltung am Dienstagabend habe sich eine Präferenz für eine Streckenführung entlang der Heerstraße ergeben, heißt es weiter.

Am Mittwoch hatte die Senatsverwaltung über die bei der Informationsveranstaltung diskutierten Routenvarianten berichtet. Es hieß, das von der infraVelo GmbH beauftragte Planungsteam habe "einen Verlauf der Radschnellverbindung an der Heerstraße als die derzeit fachlich beste Route bewertet".

Bäume fielen Planungsfehler zum Opfer

Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese sagte, die bisherigen Pläne für den Radweg an der Heerstraße würden nun mit Blick auf die West-Route überprüft. Die Machbarkeitsstudie soll Ende 2019 abgeschlossen sein, dann folgen Planungen und Bürgerbeteiligung. Mit einem Baubeginn ist laut Verkehrsverwaltung nicht vor 2023 zu rechnen.

Besonders bitter ist der Ausschreibungsstopp mit Blick auf die 61 Bäume, die entlang der Heerstraße gefällt worden waren. Generell ist die Fällung von Straßenbäumen in einem solchen Ausmaß unüblich. Wie die Verkehrsverwaltung nun eingesteht, beruhten die Fällungen auf einem Planungsfehler. Die jetzt gestoppte Ausschreibung hatte eine Bauzeit von anderthalb Jahren in vier Bauabschnitten vorgesehen.

Kommentar

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Antwort auf [Frank] vom 19.08.2019 um 17:08
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58 Kommentare

  1. 58.

    Die "grünen Plane" wollen scheinbar eh den Motorisierten Verkehr aus Berlin raus haben.
    Wenn das so weit ist, können alle Straßen als Radwege und für Pferdekutschen verwandt werden. Da frage ich mich, wozu werden noch weiter Radwege gebaut, wenn eh bald Berlin zurück versetzt wird auf einen Stand, der dem Neandertal nicht unähnlich ist.

  2. 57.

    Ach, Planungsfehler? Oder wurde doch nachträglich der Zuschuß für die 5G-Masten gestrichen? Die Massenfällerei von Bäumen ist derzeit ein weltweites Phänomen, weil die neuen tollen Sendemasten viel Platz brauchen und die Anbieter sich regelrecht um Standorte kloppen. Da werden Kommunen auch gerne mal mit Geld geködert. Berlin kein Einzelfall. Und was den Radweg angeht: Radfahrer sind die größten Umweltschädlinge überhaupt. Zahlen keine Steuern, fahren wie die Wilden, halten sich an keine Verkehrsregeln, aber werden von der Politik hofiert und kriegen von den Steuergeldern der Autofahrer Radwege hingebaut, so breit wie der Nürburgring - dafür Bäume fällen und Asphaltschneisen durch gewachsene Landschaften treiben, alles kein Problem, nur damit Deutschland wieder mit mahnend erhobenem grünen Finger vorausgehen kann. Und auf der anderen Seite das Land entdieseln und einen Ablaßbrief auf CO2 einführen wollen. Manchmal kommt man sich vor wie bei den Schildbürgern.

  3. 56.

    Ich rede von Berlin und nicht von Bayern. Aber nennen Sie mir doch bitte drei Laender, wo es demokratischer und freier zugeht als in Deutschland.

  4. 53.

    Und ich weiss, auf was ich steige, damit ich rechtzeitig zum Bus komme... Dass Sie eine Egoistin seien, sagen nur Sie. Wenn Sie diesen Schluss aus unbestrittenen Fakten ziehen moechten, ist das mal wieder Ihr Bier. Ich jedenfalls werde mir nun das meinige einschenken und danke Ihnen fuer das aufschlussreiche Gespraech.

  5. 52.

    Wie ich geschrieben habe, ich weiß in was ich einsteige, wenn mein Bus weg ist. Und Sie erzählen mir wieder nett verpackt, was ich doch für eine Egoistin bin. Aber zum Thema..... Fragen Sie bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz nach. Dort bekommen Sie eine hoffentlich für Sie befriedigende Antwort.

  6. 51.

    Heike, dass JEDES Auto massiv Ressourcen verbraucht, ist einfach ein Fakt. Das kann man gar nicht meinen, das IST so. Oder besteht Ihr Auto nicht aus 700 - 1500 kg Material, faehrt es ohne Energie, braucht keine 4 qm Parkplatz und rollt geraeuschlos? Sie aber empfinden jeden als Aggressor, der diese einfachen Wahrheiten in Erinnerung bringt. - Aber darueber wollte ich gar nicht diskutieren, weil das hier eben gar nicht das Thema ist. Ich wollte darueber diskutieren, warum der RSV-Teil ueber Pichelswerder nicht schon mal gebaut wird, weil doch ALLE Planungsvarianten darueber laufen. Ich wollte darueber diskutieren, ob weitere Planungen im Abschnitt zwischen Staaken und Theo ueberhaupt noetig sind. Dazu jedoch hoere ich im besten Fall, dass man ja eh nichts aendern koenne. Das klingt fuer mich in einer der vergleichsweise bestfunktionierenden Demokratien der Welt teils nach fauler Ausrede.

  7. 50.

    Ich habe Sie vollkommen verstanden, mit allem was Sie hier geschrieben haben. Aber das interessante an Ihnen ist, das Sie Sie im Grunde genau das gleich meinen wie Mark, nur in andere Worte verpacken, um es nach sachlicher Diskussion aussehen zu lassen. Ein schlechtes Gewissen habe ich nicht, den ich weiß ja in was ich einsteige, wenn mein Bus weg ist.......

  8. 49.

    Auch ich will die RSV5, nur zeitnah und ohne den unnoetigen Teil der Planungen. - Dieses Forum ist immer genau das, was auch SIE daraus machen, Heike. Ich habe z.B. mehrere Anregungen zu sachlicher Diskussion gegeben, auch aktuell. Als Reaktion bringen Sie Mark aufs Tapet, der natuerlich der Boese ist; Sie sind da ganz unschuldig. Und in demselben Stil machen Sie eine nebuloese Andeutung, meine Aussage zur wegfallenden Fahrspur wuerde Ihnen "eine ganze Menge sagen". Was denn? Dass mir persoenlich eine einzige KFZ-Fahrspur auf der Heerstrasse reichen wuerde, ist kein Geheimnis. Weil ich aber weiss, dass andere das anders sehen, fordere ich statt dessen den Ausbau des Radwegs. Was ist also Ihr Problem? Sie haben weiter 2 Spuren à 3 m zur Auswahl. Warum sehen Sie das als Angriff? Falls Sie ein schlechtes Gewissen haben, weil ein Auto mehr Platz braucht, Laerm und Dreck macht und ein hohes Betriebsrisiko hat, muessen Sie selber damit fertig werden. Das kann ich Ihnen nicht abnhehmen.

  9. 48.

    Der Senat will die RSV5 und damit ist das Thema durch....dieses Nadelöhr wird wahrscheinlich bis dahin ein Nadelöhr bleiben. Ausser der Senat hat eine Eingebung. Und wenn Sie Mark seine Kommentare richtig lesen, dann wissen Sie auch was gemeint ist. Oder auch nicht, aber das ist mir eigentlich auch egal Das ist hier zum Teil kein Gedankenaustausch sondern ein Ort, wo einige Ihren ständigen Frust gegen fast Alles versuchen los zu werden. Und wen es um verkehrspolitische Dinge geht, sind es oftmals die Autofahrer.
    Und Ihre Anmerkung, das für die Sanierung auch gerne eine KFZ-Spur wegfallen kann, sagt mir eine ganze Menge.

  10. 47.

    1. Heike, wie man in den Wald reinruft... - Sie haben Maik unterstellt, er habe immer was zu meckern. Auch andere verbreiten ueble Sprueche ueber "die Radler". Das muss man nicht still erdulden. 2. Ob Diskussionen hier irgend jmdn in der Verwaltg interessieren, weiss ich nicht. Das ist aber bisher auch kein Kriterium gewesen. Das hier ist ein Forum zum Gedankenaustausch; nicht mehr, aber nicht weniger. 3. Ich finde den Radweg an grossen Teile der Heerstrasse auch okay; eben bis auf das Nadeloehr ueber Pichelswerder. Ich halte daher das gesamte Konzept einer vierjaehrigen Planungsphase fuer die RSV 5 fuer sinnlos, weil der Heerstrassen-Radweg eine ideale, fast fertige Route ist. Wenn ich von Pankow ueber Tiergarten nach Kladow radle, mache ich bestimmt keinen Schwenk ueber die Reichsstrasse. - Diese konkreten Fragen sollten hier Hauptthema sein. Statt dessen wird darueber gezankt, wer sich wie weit zuruecknehmen muss. Wozu?

  11. 46.

    Autofahrer werden hier egal wann, von den Radfahrern immer als Egoisten und Faulenzer etc. betitelt. Das wissen Sie ganz genau. Sie brauchen hier nicht aufzählen, wer alles einen Nachteil davon hat. Glauben Sie es interessiert im Senat irgendjemanden? NEIN. Und bis auf dieses kleine Stück, ist der Radweg der Heerstraße ganz okay. Da brauch keiner Angst haben. Ich sehe aus meinem Küchenfenster jeden Tag etliche Radfahrer...Mutter, Vater, Kind alle fahren.Also ist doch erstmal alles gut. Das einzige was hier im Moment ärgerlich ist, ist das die Bäume abgeholzt worden sind.

  12. 45.

    Nun bin ich baff: welcher Autofahrer wird denn gemobbt, wenn auf dem Brueckendamm ueber Pichelswerder umgehend die Baumstuempfe entfernt werden und dort ein ausreichend breite Radspur hinkommt?? Wer haette davon einen Nachteil?? Niemand!! Wer aber hat von Ihrer Forderung, nach typisch Berliner Verwaltungsart alles so dahin plaetschern zu lassen, einen Nachteil? Viele! Radfahrer, die dort schnell und sicher langfahren wollen. Autofahrer, die vielleicht lieber mit dem Rad fahren wuerden, sich aber nicht trauen. Die Baufirmen, die sich an der zurueckgezogenen Ausschreibung beteiligt haben und eigentlich arbeiten wollen. Die Steuerzahler, die den ganzen Verwaltungszirkus finanzieren duerfen...

  13. 44.

    Also das einzige was bei dem Radschnellweg irgendwann schnell ist, sind künftig die Radler die den nutzen. Weder Planung noch Bau gehen schnell, nur beim Abholzen der Bäume ging es sehr schnell. Hoffentlich sind die nicht umsonst gefällt worden, denn Baubeginn ist frühestens 2023 aber im Herbst 2021 sind Parlamentswahlen in Berlin. Mal sehen, wie es dann weitergeht. Bis Ende 2020 werde ich noch von Mo. - Fr. Morgens und Abends beobachten, was aus den Baumstümpfen wird und wieviele Radler den Fußweg befahren, denn der Radweg ist ja bekanntermaßen zu schmal und kaputt.
    Breiter als jetzt wirds über die Freybrücke wohl nicht.

  14. 43.

    Ich wohne an der Heerstraße, und fahre dort oft genug mit dem Rad lang. Also ich komme gut klar....auch die nächsten 4 Jahre und alles andere ist einfach nur mobbing gegen Autofahrer. Oder auch nicht. Das ist mir auch ehrlich egal. Ob nun 4 Jahre länger oder nicht, die letzten 20 Jahre ging es auch.

  15. 42.

    Faszinierend, dass es 2019 noch immer Leute gibt, die simpelste Klischees aus den 1960ern nicht nur im Kopf haben, sondern auch noch in Textform bringen...

  16. 41.

    Und warum sollten die Radfahrer das tun? Weil SIE das so wollen, Heike? So lange Sie selber nicht das Rad nutzen, koennen und muessen Sie das doch ueberhaupt nicht beurteilen. Sobald Sie selber mit dem Rad den gefaehrlichen und engen Brueckendamm dort an der Heerstrasse nutzen, bin ich sehr gespannt auf Ihr Urteil, ob dieses Risiko grundlos noch weitere vier Jahre bestehen soll.

  17. 40.

    Die Radfahrer haben schon in Berlin genügend Spielwiese bekommen. Die Fällung der Bäume war übrigens notwendig, sie ragten allesamt im Laufe der Jahre in den Profilraum von Doppeldeckern und Lkws. Man sollte hier nicht über nutzlose Gelegenheitsradwege lamentieren, sondern wirtschaftlich denken.
    Die motorisierte arbeitende Bevölkerung geht vor.

  18. 39.

    Um beim Thema zu bleiben, jetzt kommt ein Radschnellweg und dann ist doch alles chic. Die Bäume sind vielleicht zu früh gefällt worden, aber es wäre sowieso passiert. Die Radfahrer müssen sich halt noch eine kleine Weile mit den jetzigen Umständen zu frieden geben.

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