Ein kleiner Hund kauert auf einer Wiese im Berliner Stadtteil Lichterfelde, Archivbild (Quelle: DPA/Wolfram Steinberg)
Bild: dpa/Steinberg

Ordnungswidrigkeiten in Berlin - Bis zu 1.500 Euro Bußgeld für ein Häufchen

Ordnungswidrigkeiten werden in Berlin deutlich teurer. Die Senatsverwaltung hat am Dienstag die neuen und nun berlinweit einheitlichen Sätze bekanntgegeben. Einige Vergehen werden demnächst deutlich teurer.

Wer achtlos Zigarettenkippen auf Bürgersteig oder Straße wirft, wird in Berlin demnächst deutlich stärker zur Kasse gebeten - wenn er dabei erwischt wird. Nach dem neuen Bußgeldkatalog, den der Senat am Dienstag auf den Weg brachte, werden für so "entsorgte" Kippen, Kaugummis oder Einwegbecher künftig bis zu 120 Euro Bußgeld fällig. Hundekot auf dem Bürgersteig kann bis zu 300 Euro kosten, in Grünanlagen sogar bis zu 1.500 Euro.

Neuregelung schafft Vereinheitlichung, Abschreckung bleibt fraglich

Nach den Worten von Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) soll von den erhöhten und berlinweit vereinheitlichten Bußgeldern Signalwirkung gegen unzulässige Abfallentsorgung im öffentlichen Raum ausgehen.

Der Beschluss der Senatsverwaltung fällt früher als zunächst erwartet. Und geht zudem teilweise deutlich über die bestehenden Bußgelder hinaus, die bisher von den Bezirken festgelegt wurden. Das hatte zur Folge, das ein Vergehen in einem Bezirk mit einem Vielfachen dessen bestraft werden konnte, was in einem anderen als üblich galt. Die neuen Regeln werden voraussichtlich erst im kommenden Jahr in Kraft treten. Zuvor werden die Bezirke dazu noch gehört.

Ob das gelingt, ist indes fraglich: Man könne nur ahnden, wenn man den Verursacher kenne und ihm die Tat nachweisen könne, hieß es auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA aus mehreren Bezirksämtern. Das sei schwierig. Denn wenn ein uniformierter Mitarbeiter des Ordnungsamtes in der Nähe sei, werfe in der Regel niemand offensichtlich seinen Müll auf die Straße.

Sendung: Inforadio, 20.08.2019, 17 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

56 Kommentare

  1. 56.

    In Neukölln fehlen viele Abfalleimer um die Hundetüten los zu werden.

  2. 55.

    Sorry ... muss noch mal nachlegen ...

    Bei manchen Posts lohnt es sich einfach nicht zu antworten - ja oftmal kann man nicht anders.

    <https://www.youtube.com/watch?v=d-diB65scQU>

  3. 54.

    In Bezug auf D.W. ...
    < Ich finde Ihren Kommentar unverschämt.>

    ... möchte ich nicht nur "extrem" sondern auch "ehrverletzend" hinzufügen.

    In anderen Foren würde bei solchen Ausfällen mit "Fisch" geworfen werden, die "Trollwiese" gedüngt werden.
    Würde so aussehen
    <"(((<3

    BG

  4. 53.

    Nicht aufregen. Manchmal kann man sich nur noch wundern.
    Ich möchte ihnen zustimmen!
    So als "Hundeeigner" darf ich das.

  5. 52.

    Ich bin zwar nicht ansprochen - aber trotzdem

    <Was kann der Hund, für die Faulheit der Menschen ? >

    Nichts - gar nichts. Deshalb halte ich als "Kötertreiber" ein verschäftes Vorgehen gegen unbelehrbare Hundehalter auch für gerechtfertigt. Ich setze noch 'ne Schippe drauf - wie wäre es mit einer Katzen- gar Pferdesteuer - ja Bitte!

    <Sie sind bestimmt auch einer der Menschen, die besoffen gegen die Hauswände pinkeln und sich aber über Hunde aufregen. >

    Das, werte*r D.W. ist aus hundesicht ... Laterne ganz unten. Ihr Kommentar ist absolut unterirdisch.

  6. 51.

    Sie dürfen beleidigen? Seit wann ist das hier möglich? Befremdlich. Was werfen Sie dem User eigentlich vor? Dass er Argumente lieferte? Womöglich Ihnen damit einen Spiegel vorhält? Und welcher Äußerung entnehmen Sie, dass er Hunde nicht mag? Dieser Vorwurf ist eine bekannte, billige Retourkutsche für Menschen ohne Gegenargumente. Ich stimme ihm komplett zu. Wer seinen Verpflichtungen der Allgemeinheit gegenüber nicht nachkommt, muss dafür zahlen. Ganz normal. Ich hege eher den Verdacht, dass Sie sich ertappt fühlen. Zumal Sie die berliner Situation im Alltag dann wohl auch wenig nachvollziehen können, wenn Sie gar nicht hier leben. Aber auch in der Provinz schätzt man hundekotfreie Wege. Ich finde Ihren Kommentar unverschämt.

  7. 50.

    Sie beleidigen mich? (Das entspricht der Netiquette?) Ich schrieb einen sachlichen, argumentativ belegten Kommentar. Das provoziert Sie dermassen, dass Sie respektlos werden? Argumente haben Sie dagegen keine. Nur schwächliche Ausreden für schwächliche Charaktere. Haben Sie einen Hund? Ich bin weder klein, noch hasse ich Hunde. Ich hasse eine stinkende, versaute Stadt. Ich hasse Hundekot. Sie nicht? Das ist verstörend. Mir ist übrigens völlig egal warum der Kot überall liegt, mich interessiert lediglich, dass man irgendwann wieder mehr Lebensqualität hat. Zu analysieren, warum Menschen so inkompetent handeln, obliegt mir nicht. Wer faul ist muss dann dafür zahlen. Völlig legitim. Und nein, ich pinkle nicht wild, warum unterstellen Sie mir das? Gegenübertragung?^^ Fühlen Sie sich womöglich angesprochen? Sollte ich übrigens irgendwann zur Inkontinenz neigen, es gibt in Drogeriediscountern Mittel und Maßnahmen dagegen. Bitte unterlassen Sie zukünftig solche aggressiven und beleidigenden Äußerungen gegen mich. Das ist eines erwachsenen Menschen unwürdig, auch wenn die Anonymität es möglich macht. Guten Tag.

  8. 49.

    Kleiner Hundehasser ! Was kann der Hund, für die Faulheit der Menschen ? Sie sind bestimmt auch einer der Menschen, die besoffen gegen die Hauswände pinkeln und sich aber über Hunde aufregen.

  9. 48.

    Entschuldigung, wer hält sich denn in dieser Stadt noch an Regeln und wer kontrolliert? Ist doch ne weitere Lachnummer...

  10. 47.

    Ich könnte mir auch eine "Entfernungsunterschätzungssteuer" für Radfahrer vorstellen.
    K.cke aufheben sollte auch für Großwildhalter möglich sein. Die Gemüsetüte von "Ich liebe Lebensmittel" dürfte da nicht ausreichen - aber es wohl wie mit der Entfernung.
    Achtung Sarkasmus enthalten!

  11. 46.

    Also bei uns läuft das so ...
    Ich zahle für meinen Mischling (Strasse rauf, Strasse runter, an jeder Ecke Spass) Steuer - schon klar, er ist kein Schutz- oder Wachhund, eher ein Schmutz- und Lachhund.
    Im Garten hat er "seine" Ecke - die wird regelmässig gesäubert.
    Trotzdem kommt er mal an und "stubst" - oder ich komme "versehentlich" an die Leine. Immer nur Garten. Geht irgendwie nicht - beiderseits. Ich möchte nicht wissen, wie sich so'n "Indoorköter" fühlt. Locke auch nicht.
    Gehts raus, sind mind. zwei Plastiktüten dabei. Daran trage ich mich nicht tot. Die Mühe ist minimal.
    Ich will nicht im Garten in K.cke treten - aus welchem perfiden Grund soll ich das Anderen auf der normalen Strasse, Waldwegen, Feldern, etc. zumuten. Verstehe ich nicht.

  12. 44.

    Die Hundesteuer fließt ein in das „Gesamtdeckungsprinzip“. Es handelt sich um eine Gemeindesteuer, die NICHT dafür verwendet wird, unsere Straßen von liegengelassenem Hundekot zu säubern. Wir anderen Bürger sitzen also mit dem Dreck da, der nicht nur eklig ist, sondern auch gesundheitsgefährdend und, besonders im Sommer, bis zum Himmel stinkt. Jeder hat daher das Recht, Hundebesitzer aufzufordern den Dreck ihres Hundes mitzunehmen. Das ist schon ein starkes Stück, dass Menschen immer noch behaupten, sie würden ja schließlich dafür zahlen. Das ist dumm und ignorant. Und selbst wenn es so wäre, für knapp über 30 Cent täglich empfänden solche Leute es als legitim, dass ihr Hund unsere Stadt zukotet? Und wir wundern uns, dass alles in Berlin schwieriger und egoistischer wird? Du lieber Himmel, das ist verstörend. Die Bußgelder sind überfällig. Damit mal wieder alle verstehen lernen, dass diese Welt für alle da ist.

  13. 43.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass Sie auch bei einem Artikel über ein neues Sahne-Souffle Ihre "Antiautokampangne" in den Kommentar einfließen lassen! Ich bin gestern wieder mit dem Rad auf Arbeit gewesen und wurde fast von einem Köter, der an einer "gefühlt" 500 Meter Leine geführt wurde, vom Rad geholt. Meine eigentlich gemütliche Strecke wird nicht von Falschparkern behindert, sondern von Baustellen! Baustellen auf nagelneuen Straßen, von verblödeten Planern verursacht! (z.B. Großberliner Damm) Aber nun zum Hundekot! Oft beobachte ich das viele Hundehalter löblich ihren "Dreck" mitnehmen. Leider nur die mit den kleinen Fußhupen! Die Halter von den großen Viechern, die einen halben Zentner scheißen, lassen meistens alles liegen! Darauf angesprochen, bekomme ich regelmäßig die Antwort: "Ich zahle doch Steuern für das Saubermachen!" . Also meine Forderung daher:Steuern massiv erhöhen und Fachkräfte für die Reinigung einstellen!

  14. 41.

    Gehört zum Thema. Und verallgemeinert und übertrieben hat der User m. E. nicht. Wenn ich meinen Enkel ohne dieses stàndig auf Haufen aufgepasse rennen und toben lassen will, gehe ich in den Britzer Garten (den Eintritt dafür krieg ich auch nicht von der Hundesteuer erstattet^^). Hätten Sie nicht sofort verallgemeinernd den Kommentar negiert, wäre der Disput wahrscheinlich gar nicht erst entstanden. Mein Kind ist in die Innenstadt gezogen. Was da diesbezüglich los ist, ist ekelhaft. @Berlinerin: Ihr Kommentar ist zum Niederknien. Danke dafür^^ @Torsten MPunkt: Danke für Ihre Ehrlichkeit. Ich bin auch Radfahrerin und fluche oft über die Rad-Rowdies auf den Fußwegen. Strafen hoch und mehr Kontrollen, dann wird das schon. Wer nicht hören will, muss fühlen. Leider.

  15. 40.

    Schön das Sie Steuern für Ihren Hund bezahlen. Ich zahle auch Steuern, würde aber nie auf die Idee kommen bei Ihnen vor die Tür zu k*cken.

  16. 39.

    "Für Menschen wie Sie werden die Bußgelder erhöht"

    ganz sicher nicht.

    Ich verwahre mich gegen pauschale Verurteilungen, einseitige Sichtweisen und Übertreibungen. Mich nerven auch viele Dinge in dieser Stadt. Dazu gehören auch Hundbesitzer, die den Kot ihrer Hunde nicht entsorgen. Aber ich sehe auch die vielen, die das tun- die sind nämlich ganz klar in der Mehrheit. Muss man nur mal die Augen aufhalten und nicht nur selektiv wahrnehmen.

    Einige der Beiträge hier haben eher etwas mit Hundebashing denn mit dem eigentlichen Thematik zu tun.

    Ich habe übrigens gar keinen Hund. Und ja, ich habe mich auch schon mit Kindern in der Stadt bewegt. Schuhe wegen Hundekacke habe ich deshalb aber noch nie wegwerfen müssen.

    Aber genug OT jetzt.

    @F. Usselbart: sehr guter Beitrag

  17. 38.

    Genau so ist es. Das Gesetz ist nicht das Papier wert, ein zahnloser,populistischer Tiger.
    Gibt es eine Statistik, welche Ordnungsämter in der Vergangenheit "Sünder" ertappt und angezeigt haben?
    Ich glaube kaum,dass es dazu Aussagen gibt.

  18. 37.

    ich sehe sie schon, die Evelyn vom Ordnungsamt, wie sie in die Büsche kriecht und die Köttel von der Fußhupe von Omma Kasubke sucht *~* um dann der Omma zu erklären, dass das 1500 Euro kostet. Natürlich ist es richtig, Kacke zu ahnden, wir beuteln selber ein und äh... es ist warm, matschig und stinkt und es gibt schöneres. Aber seit ich vor einigen Jahren mal BARFUSS im Sommer im Park in warme Hundekacke getreten bin und es zwischen den Zehen quoll, bin ich reichlich bedient :-)

    Bitte Park und Wald und Auslaufgebiet mit erfassen. Örgs.

Das könnte Sie auch interessieren

Delegierte werfen beim SPD-Bundesparteitag ihre Stimmzettel in eine Wahlurne. (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)
dpa/Kay Nietfeld

Parteitag in Berlin - SPD lässt Groko - vorerst - nicht platzen

Die neuen Vorsitzenden der SPD sind gewählt, über die Zukunft der Groko wird nicht abgestimmt. Auf dem Bundesparteitag in Berlin gibt es aber noch viel Diskussionsbedarf: Etwa zu einem schnelleren Kohleausstieg und den künftigen Vizevorsitzenden.