Symbolbild: Ein Mann mit einer Kippa läuft durch Berlin (Quelle: Imago Images/ Spiekermann-Klaas)
Audio: radioeins | 14.08.2019 | Peter Klinke | Bild: Imago Images/ Spiekermann-Klaas

Staatsschutz ermittelt - Vorstandsmitglied jüdischer Organisation zu Boden gestoßen

Erneut ist es zu einem mutmaßlich antisemitischen Angriff gekommen: Dabei soll der Vorstand einer jüdischen Organisation in Berlin-Charlottenburg zu Boden gestoßen worden sein. Laut Innensenator soll die Polizei nun einen Antisemitismus-Beauftragten bekommen.

Ein Jude soll am Dienstag in der Nähe des Stuttgarter Platzes in Berlin-Charlottenburg angegriffen und zu Boden gestoßen worden sein. Wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa sagte, geht die Polizei von einem antisemitischen Hintergrund aus. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz ermittele wegen Hasskriminalität.

Laut Polizei sagte der 55-Jährige, zwei Männer seien hinter ihm hergelaufen, wovon ihn einer plötzlich zu Boden gestoßen habe. Anschließend seien die zwei geflüchtet. In ersten Medienberichten hatte es geheißen, er sei von beiden gestoßen worden. Wegen Schmerzen am Kopf und in einem Bein habe er später von zu Hause aus den Rettungsdienst gerufen, sagte der Mann.

Lala Süsskind: "Es reicht"

Die Informationen der Polizei decken sich mit einer Mitteilung des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA). Wie die JFDA-Vorsitzende Lala Süsskind sagte, ist der Mann Vorstandsmitglied der Organisation. An seinen offen getragenen Zizijot (Schaufäden) und seinem Hut sei er als Jude erkennbar gewesen. Augenzeugen seien ihm nach seinem Sturz nicht zu Hilfe gekommen, hieß es am Mittwoch auf der JFDA-Website.

Politik, Polizei und Justiz forderte Süsskind auf, endlich Konsequenzen zu ziehen und entschlossen vorzugehen: "Es reicht." Die frühere Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sagte, antisemitische Übergriffe nähmen immer mehr überhand.

Ende Juli war der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Berlins, Yehuda Teichtal, Opfer einer antisemitischen Attacke geworden. Zwei Männer beschimpften und bespuckten Teichtal, der in Begleitung eines seiner Kinder war.  

Polizei bekommt Antisemitismus-Beauftragten

Innensenator Andreas Geisel (SPD) kündigte unterdessen an, dass die Berliner Polizei einen Antisemitismus-Beauftragten bekommen soll. Geisel sagte der "Berliner Zeitung", der Beauftragte solle "Polizisten noch stärker schulen, antisemitische Vorfälle zu erkennen, entsprechend einzugreifen und diese Thematik offen anzusprechen". Zudem werde Innenstaatssekretär Torsten Akmann (SPD) einen Runden Tisch gegen Antisemitismus einberufen.

Weiter kündigte Geisel an, bei den Motiven der Täter antisemitischer Straftaten künftig stärker zu differenzieren. "Alle ungeklärten Fälle dem Rechtsextremismus zuzuordnen, wird der tatsächlichen Motivlage ganz offensichtlich nicht gerecht." Allerdings sei dies kein alleiniges Berliner Phänomen. Die Polizeien würden länderübergreifend daran arbeiten.

Geisel betonte, es sei sehr schwer, "die Straftaten in diesem Bereich zahlenmäßig auseinanderzuhalten". Es gebe einen deutschen Antisemitismus, "von dem wir leider feststellen müssen, dass er nie weg war". Und es gebe in Berlin "Menschen aus 180 Nationen, die zu einem gewissen Teil auch mit Antisemitismus sozialisiert wurden und ihn nicht einfach ablegen."

Sendung: Inforadio, 14.08.2019, 9 Uhr

Kommentar

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57 Kommentare

  1. 56.

    Warum nicht "Jude", sondern diese verklemmte Umschreibung ?
    Sagen wir nicht auch unbeschwert Christ, Moslem oder Buddhist ?

    Kann es sein, dass hier immer noch das diffamierend entmenschlichte Diktat aus unserer unsäglichen Vergangenheit mitschwingt ? Sollten wir uns davon nicht endlich befreien und somit dieser Dummheit keinen Raum mehr bieten?

    Der Begriff "schwul" ist doch auch kein Schimpfwort mehr - und wer heute versucht darüber zu beleidigen oder entwerten läuft ins Leere.

  2. 55.

    „Das deutsche Volk ist generell nicht antisemitisch“?
    Ja genau, in den letzten 30 Jahren gab es ja überhaupt keine Übergriffe auf Synagogen, Rabbiner, Intellektuelle etc.
    Und der Verweis, dass man die Herkunft der Täter klären soll, zeigt ja mal wieder dass sie schon ne Wunschvorstellung haben. Am liebsten wären Ihnen wahrscheinlich Täter aus arabischen Ländern, oder?
    Damit sie sich in Ihren Vorurteilen bestätigt fühlen.

    „Das deutsche Volk“ - sollte keine Vorurteile (mehr) haben, weil genau diese es ins Verderben gestürzt hat!

    Nie wieder Faschismus!

  3. 54.

    Ihr Gefühl teile ich. Es wird wohl grad zum Sturm geblasen. Das Niveau sinkt merklich. Getreu der Partei, die propagiert wird.

  4. 53.

    "Schreiben Sie doch bitte nicht "ein Jude", sondern ein jüdischer Mitbürger."

    Soweit gehe ich mit ihrer Aussage d’accord. Ich präferiere sogar den Ausdruck Mitbürger jüdischen Glaubens, ich sage ja auch nicht Katholik, Evangelist o.ä. Im Grunde genommen ist es mir auch völlig wurscht welchen Glauben mein Mitmensch hat.

    "Das deutsche Volk ist generell nicht antisemitisch."

    Erstens, was ist in ihrem Sinne das "deutsche Volk"? Zweitens halte ich die Aussage "generell" für mutig, wenn nicht sogar für falsch. Ich könnte ihnen jetzt Beispiele aus der Geschichte des "deutschen Volks", auch aus der jüngeren, bringen aber ich fasse mich kurz:

    Ihr Kommentar mit ihrem Einwand am Anfang war ja im Ansatz nicht verkehrt aber dann völlig ... danebengemeiert.

    Nice try

  5. 52.

    Ein sehr interrssanter Artikel. Leider wird nicht erwähnt warum die Polizei von einem antisemitischem Hintergrund ausgeht. Des weiteren frage uch mich weshalb erwähnt wird das Augenzeugen ihm nicht zur Hilfe gekommen sind. Dadurch wird diesen natürlich auch antisemitismus attestiert. Aus kuriosität hoffe ich die Hintergründe dieses Falles zu ergahren da diese auch sehr viel über den verfasser des Artikels aussagen.

  6. 51.

    "Das ist hier keine Narzissten-Plattform à la D. Trump, sondern jeder sollte seine Meinung äußern dürfen, ohne so aggressiv-beleidigend runter geputzt zu werden."

    Ich weiß nicht ob der Wahlkamp damit zusammenhängt aber ich habe das bestimmte Gefühl dass hier die AfD "Aktivisten" zum "Sturm blasen".

    Habe nur ich das Gefühl dass die Hetze hier gerade zunimmt?

  7. 50.

    Antisemitismus ist zu verurteilen und muss bestraft werden.
    Allerdings ist ein Bekannter von mir vor ca einem halben Jahr auch von zwei arabisch sprechenden Jugendlichen schwer angerempelt worden. Da hat sich aber kein Staatsschutz eingeschaltet. Ist das, wenn es ohne antisemitischen oder fremdenfeindlichen Hintergrund geschieht, also weniger verwerflich?

  8. 48.

    Falsch. Es sind keine "Organisationen" die auf andere Schlüsse kommen, sondern es wird sich auf die Kriminalstatistik bezogen, die einserseits eine Hellfeld-Statistik ist - also nur zur Anzeige gebrachte Straftaten - und damit nur einen kleinen Teil der Straftaten beinhaltet, und bei der insofern manipuliert wird, als daß alle nicht aufgeklärten Straftaten automatisch der politischen Kriminalität rechts zugeordet werden. D.h. auch Angriffe von Linken und von Muslimen, werden zur politischen Kriminalität rechts gerechnet.

    Die Kriminalstatistik ist also das Papier nicht wert, das sie verbraucht.

    Im Gegensatz dazu beruft sich der Expertenkreis Antisemitismus des Bundestages auf wissenschaftliche Studien, die auch das Dunkelfeld abdecken.

    Allein der Fakt, daß Sie die Feststellungen des EXPERTENKREISES ANTISEMITISMUS DES BUNDESTAGES diskreditieren müssen, beweist, wie sehr Sie mit Ihrer Argumenten am Ende sind, noch bevor Sie angefangen haben. Und Sie erzählen was von Einordnung?

  9. 47.

    Ja genau. Bitte weinen Sie zwei gemeinsam. Das hilft sicherlich. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Und nicht vergessen: Wer Ihre Meinung nicht teilt, ist Nahdsi. Bitte nicht vergessen, das jedes Mal zu erwähnen. Und lassen Sie sich bitte nicht beirren: Fakten oder Argumente sind verzichtbar. Ausschließlich Diffamierungen sind das Wahre und Schöne. Damit werden Ihnen die Herzen zufliegen. Ich drücke Ihnen jedenfalls die Daumen.

  10. 46.

    Hauptsache, Sie suchen sich eine(!) Quelle heraus, die zu Ihrer Haltung passt. Einordnung? Fehlanzeige. Die pure Wahl der Quelle ist die gesamte Seriosität Ihrer "Einordnung". Seltsam, dass sämtliche soziale Organisationen auf andere als Ihre Schlüsse kommen und dass Ihre Behauptungen durch keinerlei Empirie belegt werden können. Das passiert, wenn man ein ganzes Problem, Antisemitismus, auf wenige seiner Fallzahlen an strafbaren Handlungen reduziert. Sie wollen sich damit Deutungshoheit verschaffen, vernebeln aber nur die Tatsachen, von denen Sie so unentwegt reden wollen.

    Sie versuchen, Antisemitismus zum Einen selbstentlastend, zum Anderen als Trittbrett für antimuslimischen Rassismus zu nutzen. Die "bürgerliche Mitte", Rechtsextreme, Teile der Linksextremen sowie Teile islamischer Communitys tragen Antisemitismus mit sich. Die meisten Vorfälle entstammen der "Mehrheitsgesellschaft", Studien(!) belegen antisemitische Haltungen in großen Teilen der Gesellschaft (+60%).

  11. 45.

    Was ist los mit unserer Gesellschaft? Wir, jeder und alle, sollten wachsam sein, und uns aktiv jeder Antisemitismus-Attacke entgegenstellen! Es müssen Taten folgen! Laut rufen "Polizei!", Öffentlichkeit herstellen, per Handy die Polizei rufen, einander ergänzen, sich zusammentun, jeder kann etwas tun!
    Ja, schändlich und feige! Warum ist den Tätern niemand hinterher gerannt?? Warum ist dem Opfer niemand zu Hilfe gekommen??
    Der Holocaust ist geschehen. Wir müssen uns immer daran erinnern, damit so etwas Grauenhaftes nie, nie wieder passiert!
    Wachsam sein und handeln, gemeinsam!

  12. 44.

    Schreiben Sie doch bitte nicht "ein Jude", sondern ein jüdischer Mitbürger. Hört sich irgendwie harmonischer an. Und recherchieren Sie, wer dahintersteckt. Das deutsche Volk ist generell nicht antisemitisch.

  13. 43.

    Das was hier z.t. geäußert wird, ist erschütternd. Ein User hat sich ganz offensichtlich vorgenommen, hier alle platt zu machen, die nicht seiner Meinung sind. Und das in einer Art und Weise, die sehr verstörend ist. Das ist hier keine Narzissten-Plattform à la D. Trump, sondern jeder sollte seine Meinung äußern dürfen, ohne so aggressiv-beleidigend runter geputzt zu werden. Das ist beschämend. Das Thema ist eigentlich, dass es womöglich einen weiteren antisemitischen Übergriff gab. Ist doch klar, dass der Verdacht besteht, weil dieser Mann eindeutig als Jude zu erkennen war und es immer häufiger antisemitische Vorfälle gab in der letzten Zeit. Der Rest wird ermittelt, im Vorfeld wilde Vermutungen zu äußern ist m. E. populistisch und dient nur der Hetze.

  14. 42.

    Mein Mitgefühl gilt dem Opfer dieser schändlichen und feigen antisemitischen Attacke aus dem Hinterhalt.

    Seltsam ist nur, dass keine Täterbeschreibung veröffentlicht wird. Dies könnte ganz gewiss hilfreich sein, der beiden Kriminellen habhaft zu werden.

    Traurig, dass sich gerade und ausgerechnet in Berlin solche Vorfälle häufen.

    Bemerkenswert ist das, was der bekannte deutsch-jüdische Historiker Michael Wolffsohn schon am 03.12.2018 in der angesehenen "Neuen Zürcher Zeitung" geschrieben hat:

    "Der muslimische Antisemitismus ist der gefährlichste":
    https://www.nzz.ch/international/der-gefaehrlichste-antisemitismus-ist-der-muslimische-ld.1439950

    Wehret den Anfängen!

    Gleichwohl: Klare Kante durch die Politik? Fehlanzeige, wie auch der Berliner Kolumnist Gunnar Schupelius konstatiert:

    "Berliner Juden fühlen sich wie Flüchtlinge im eigenen Land":
    https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/berliner-juden-fuehlen-sich-wie-fluechtlinge-im-eigenen-land

    Aufwachen!

  15. 41.


    Im Falle des Herrn Teichtal waren es Arabische Personen! Bitte präzise recherchieren und vor allem Berichten!
    Es darf NIE WIEDER Rassismus oder ähnliches geschehen,ABER die Presse hat eine sehr große Verantwortung wie und was berichtet wird.
    Hier könnte man wieder vermuten dass des ein deutscher oder rechtsradikaler war.

  16. 40.

    Die Einschätzung, dass der Stoß "anti-semitisch" (eigentlch: anti-jüdisch) war, beruht anscheinend einzig darauf, dass das Opfer ein Jude war. Demnach sollte man auch alle Angriffe auf Muslime als anti-islamisch, Angriffe auf Christen als anti-christlich usw. bezeichnen.

  17. 39.

    Ist ja eine tolle Diskussion hier. Die Polizei geht - wie auch viele andere - davon aus, dass der Mann attackiert wurde, weil er Jude ist. Das ist nunmal Antisemitismus. Warum hier so mancher versucht, diesen begründeten Verdacht zu entkräften und durch Verweise auf andere Straftaten zu verharmlosen, der hat nichts verstanden. Es ist ja auch schwer zu verstehen, dass jemand angegriffen wird, nur weil er Jude ist.

  18. 37.

    Ich rede nicht von Fakten. Ich rede von ihren plumpen und dennoch widerlichen Versuchen derartige Denatten in die von ihnen gewünschte Richtung zu lenken. Und damit werde ich mich nie abfinden, merken sie sich das!


    ...und legen sie mal eine andere Platte auf. Ich kann lesen, ich verstehe sogar sehr gut was sie hier versuchen und die Realität verliere ich nie aus den Augen.

    Einen plumpen Versuch haben sie noch, danach wird mir das zu öde.

  19. 36.

    Noch so 'ne Expertin, die Ironie nicht mal erkennt, wenn sie direkt vor ihr steht. Hier muß'n Nest sein.
    Bitte tun Sie sich keinen Zwang an - formulieren Sie Ihre Argumente. Mit Halbsätzen wird das nix.

  20. 35.

    "...und man sah genau auf den Pressefotos, woher die kamen, besonders bei den Frauen."

    Meinen sie? Sie sehen als Menschen an, woher sie kommen? Das ist der Unterscheid, den latenten Antisemitismus und Fremdenhass, und nichts anderes ist Antisemitismus, den sieht man nicht.

    Aber man hört und wie hier, liest man den ganz oft...

  21. 34.

    Ist denn schon auszuschließen, dass die Angreifer einen islamischen Hintergrund haben?

    Immerhin wurde kürzlich ein jüdischer Bürger in Deutschland auf arabisch beschimpft.

    Viele Schüler mit Migrationshintergrund benutzen das Wort "Jude" auf dem Schulhof als Schimpfwort.

  22. 33.

    Sinnlos. Wenn man die Kommentare des Users auch zu anderen Themen liest, bleibt einem nur übrig verstört mit dem Kopf zu schütteln und zur Tagesordnung überzugehen. Rassismus, Schulmeisterei und wenn es dann eng wird, war es auf einmal Ironie. Ist klar^^ Schwamm drüber. Die Einen sind empört, weil die Tat angeblich vorschnell als Antisemitismus deklariert wird, die Anderen möchten das unbedingt sofort in die muslimische Ecke schieben-ich kann kaum glauben, was manche Menschen sich herausnehmen. Die Ermittlungen laufen, die User wissen‘s besser. Es tut mir sehr leid für das Opfer und selbst WENN es kein antisemitischer Übergriff war, dann ein bösartiger, grundloser Angriff, der auch empörend ist. Und es ist absolut korrekt in alle Richtungen zu ermitteln, es werden genug jüdische Mitbürger angegangen. Täglich. Und sei es „nur“ online.

  23. 32.

    Wenn man durch das bloße Schubsen einer Person auf die Titelseite der wichtigsten Medien kommt, laufen die Medien Gefahr Nachahmungstäter zu produzieren. Antisemitismus ist zu verurteilen und zu bekämpfen, jedoch in dieser Form sicherlich nicht die Schlagzeile wert. Es ist leider Fakt, dass Furcht und Hass vor allem Fremden in aller Welt herrscht und es überall Vorurteile gegenüber verschiedensten Religionen, Erscheinungsbildern und Kulturen gibt. Auch wenn es für die Medien schwierig ist im Sommerloch interessante Schlagzeilen hervorzubringen, sollte hier darauf geachtet werden, dass ein nicht-existentes Problem nicht künstlich herbeigeführt wird.

  24. 31.

    Relevanz?

    Ein Mann wird bestoßen und fällt zu Boden. Passiert Hundert Mal jeden Tag in Dtl. Und dafür nen Tagesschau Artikel?

    Dann will ich aber morgen auch folgenden Artikel lesen: "Atheist soll gestoßen worden sein. Fällt zu Boden."

  25. 30.

    Der Bericht des Expertenkreises Antisemitismus DES BUNDESTAGES ist für Sie also eine - Zitat: "Hetzerquelle"? Die Experten des Arbeitskreises Antisemitismus des Bundestages sind für Sie also Hetzer? Muß man das noch kommentieren?

  26. 28.

    Oh, der Stachel sitzt also tief. Gut so. Fakten sind nicht "Fremdenhaß", sondern Fakten sind Fakten. Und die 81 % SIND Fakt. Fangen Sie bitte an, die Realität zur Kenntnis zu nehmen und sich damit abzufinden. Je eher um so besser.

    Unsere Kanzlerin hat übrigens schon 2003 erklärt, was sie von solcherart Diffamierung hält: "Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen."

  27. 26.

    So einfach, dass das "die Rechtsradikalen" behaupten, ist es auch wieder nicht. Gerade zwischen Islamismus und Rechtsextremismus gibt es in der Frage des Antisemitismus erhebliche Schnittmengen, was teilweise sogar zu einer Solidarisierung führt. Die einzige nennenswerte Gruppierung, die wirklich nur mit dem Finger auf Muslime zeigt, ist die AfD (welche die 19% in der Statistik still unterschlägt).

    Was man machen kann? Prävention ist immer gut und muss in vollem Maß betrieben werden, trotzdem sollte man sich keine überzogenen Hoffnungen machen. Muslimische Judenfeindlichkeit in diesem extremen Maße ist im Wesentlichen ein Phänomen des 20sten Jahrhunderts, das die "Zionisten" als letzten Stachel im Fleisch des Panarabismus darstellte. Solche Narrative verschwinden nicht von heute auf morgen.
    Um kurzfristig Resultate zu bekommen muss, ähnlich wie bei der Clankriminalität, eine absolute Null-Toleranz-Linie gefahren werden. Anzeige und konsequente Verfolgung auch von Bagatellfällen.

  28. 25.

    DAS sagt der Richtige. Ihr plumper Versuch auch hier ihren Fremdenhass in eine bestimmte Richtung zu lenken kann man eigentlich auch nur so beantworten.

  29. 22.

    Blödsinn zu sagen ist "pöbeln"? So wie Sie ständig austeilen, wohl nicht Ihr Ernst. Es ist Blödsinn, wenn Sie behaupten, es sei zweitrangig, was für Ursachen für so ein Handeln und Tun vorliegen. Symptome zu bekämpfen sind nur immer eine Momentaufnahme, egal um welches Thema es sich dreht, Ursachen zu ergründen und anzugehen sollte immer zielführend sein.

  30. 21.

    Ihr Rassismus und ihre latente Fremdenfeindlichkeit machen diese Übergriffe aber nicht ungeschehen. Mal so nebenbei, Antisemitismus ist auch "nur" eine Form des Fremdenhasses.

  31. 19.

    Geplapper und Argumentationsbeschaffung der Rechtsradikalen sind mir in diesem Fall relativ Wumpe. Hier sollte vor allem etwas geschehen, um die Juden aus der Schußlinie zu nehmen - und nicht etwa um den Rechtsradikalen keine Argumente zu liefern. Der Schutz von Leib und Leben ist nun mal deutlich wichtiger als irgendwelche Argumentationen. Die Zukunft deutscher Großstädte kann man sich übrigens heute schon in Frankreich ansehen. Dort wandern die Juden aus, weil sie nicht das nächste Opfer des arabischen Antisemitismus sein wollen:

    https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/juden-aus-frankreich-wandern-wegen-antisemitismus-nach-israel-aus-a-982388.html

  32. 18.

    Moment.....
    der Berliner U-Bahn -Treter vom Oktober 2016 hat auch aus Lust und Laune eine Frau die Treppe runtergeschupst,ohne erkennbaren Grund. Und jetzt wurde ein Mann,der erkennbar jüdischen Glaubens ist, auch von hinten getreten und das soll gleich einen antisimetischen Hintergrund haben?

  33. 17.

    Es gibt viele inzwischen mit deutscher Staatsbürgerschaft, die einen Migrationshintergrund haben. Ich möchte nur daran erinnern an die Clans aus dem Libanon, Türken und viele auch aus dem arabischen Raum.
    Deshalb ist es ein Unding, alle Fälle, die nicht aufgeklärt werden können, dem deutschen Rechtsextremismus zuzurechnen. Ich möchte nur immer an die Al-Kuds Demonstrationen erinnern, wo Demonstranten am BRANDENBURGER TOR antisemitische Parolen skandierten, und man sah genau auf den Pressefotos, woher die kamen, besonders bei den Frauen.

  34. 16.

    Danke für den Link, das ist ja tatsächlich amtlich.
    Ein sehr interessanter Bericht, der leider das bestätigt, was immer wieder von Rechtsradikalen behauptet wird.

    Hier sollte wirklich schleunigst was gemacht werden, damit den Rechtsradikalen nicht immer wieder Vorlagen geliefert werden. - Fragt sich nur: Was kann denn gemacht werden, um diese 81% gegen Null zu bekommen?

  35. 15.

    Wenn man die Ursachen nicht analysiert, bringt das drastische Vorgehen gegen die Symptome nichts. Ich habe noch NIRGENDWO mal etwas zu den Ursachen des Antisemitismus gelesen, nur überall etwas zu den Erscheinungen.

  36. 13.

    "Grundlos", falsch. Das Opfer vermutete den Grund und hat dies so ggü. der Polizei angegeben. Die Polizei hat daher eine Einschätzung getroffen. Der Rest bleibt abzuwarten. Es wird ja erst ermittelt.

  37. 12.

    Bis zu einer Verurteilung heißt es immer "soll". Erst ein Gericht kann jemanden für schuldig erkennen. Also, was wollten Sie denn sagen?

  38. 11.

    Das ist schlimm, dass es Menschen gibt die so etwas machen.
    Wobei es interessant wäre, zu wissen eine Täter. Beschreibung zu haben.

  39. 10.

    Salam aleikum. Sie haben die wichtigste Gruppe "vergessen". Ich fürchte, absichtlich. Und zwar die Gruppe, die 81 % der körperlichen (wie der obige Fall) antisemitischen Angriffe ausführt. Welche Gruppe das ist, können Sie hier auf Seite 115, letzter Absatz nachlesen:

    https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/119/1811970.pdf

  40. 9.

    Lieber Peter1,
    das spielt überhaupt keine Rolle, schon wenn nur der geringste Verdacht bestünde, dass es sich um einen derartigen Übergriff handelt, muss der Staat konsequent durchgreifen. Dies natürlich erst nach erfolgten Ermittlungen und dem bestätigten Verdacht. Soweit mir persönlich bekannt ist werden in Deutschland nicht täglich reihenweise unschuldiger Antisemiten verurteilt! Gerade Deutschland trägt hier aus der Historie heraus eine große Verantwortung, dass solch ein Verhalten nicht zu dulden ist.
    Make Love NOT WAR - Meine Meinung ;-)
    allgemeine Info: Wenn Sie sich genötigt fühlen, auf diesen Post aggressiv zu antworten, schauen Sie mit dieser Energie lieber, wie Sie glücklicher werden, damit nicht alle anderen unter Ihrer Aggressivität leiden müssen, danke.

  41. 8.

    Aber es könnte doch so sein? Wo ist das Problem? Sollte man das Gegenteil feststellen, muss das natürlich revidiert werden. Aber im Bereich des Möglichen liegt es doch, wenn der Mann als Jude deutlich erkennbar war. Zumal es vielleicht weitere Hinweise darauf gibt, die nicht im Artikel stehen. Schadet doch niemandem, zunächst davon auszugehen, oder?

  42. 6.

    Ich fasse mal zusammen: Da wird ein Mensch von hinten zu Boden gestoßen. Grundlos. Und es wird auch kein einziges Wort gesagt.

    Und das soll lt. Polizei ein antisemitischer Angriff gewesen sein?

    Erstaunlich, wie schnell man mit sowas kommt.

  43. 5.

    Antisemitismus ist eine Schande, insbesondere in der BRD !!! Wir dürfen nicht zulassen, dass solche niederträchtigen Straftaten zum Alltag werden! Rechtsradikale Parteien und Gruppen verbieten und auch linksradikale Antisemiten!

  44. 4.

    Darf ich als Leser hinterfragen, ob man noch weitere Aussagen zu den Tätern machen kann?
    Mein Mitgefühl gilt dem Angegriffenen und ich wünsche ihm, trotz der zunehmenden Angriffe, dass er den Glauben an ein friedvolles Miteinander in seinem Herzen behält.

  45. 3.

    Es empfiehlt sich auch hier, die Symptome zu bekämpfen anstatt die Ursachen. Man kann z.B. höhere Strafen fordern. Dann hat man zumindest schon mal was gefordert. Und bitte das Verwundert-Tun nicht vergessen. Solche Angriffe konnte schließlich niemand vorhersehen.

  46. 2.

    Leider laufen immer noch viel zuviele Schwachköpfe frei rum. Sie sollten es einfach mal mit Toleranz versuchen, denn bei allen Menschen ist das Blut rot und verbindet uns.

  47. 1.

    Die Betonung liegt auf " soll "

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