Fußgänger-Demonstration in Berlin-Mitte am 28.08.2019 (Bild: rbb/Goltz)
rbb/Goltz
Video: rbb|24 | 28.08.2019 | Bild: rbb/Goltz

Demonstration in Berlin - Fußgänger fordern mehr Raum

Mehrere hundert Menschen sind am Mittwoch dem Aufruf der Berliner Fußgängerlobby-Verein Fuss e.V. gefolgt und haben für mehr Rechte für Fußgänger demonstriert. Mit der Demonstration sollte “das Recht auf sicheren und ausreichenden Raum“ für Fußgänger in der Hauptstadt eingefordert werden, hieß es in einem Aufruf. Teilnehmer der Aktion hielten Schilder mit den Aufschriften: "Achtsamtkeit entspannt" oder "Gehweg meine Spur".

Aktivisten wehren sich gegen "Überwucherung" der Gehwege

Fußgängern werde immer mehr Raum genommen, schreibt Fuss e.V. weiter. Mit der Einführung der E-Tretroller sei "der Gipfel der Verwilderung" erreicht worden. Der Verein klagt nicht nur über die vielen achtlos auf Gehwegen hinterlassenen E-Tretroller. Auch für Leih-Fahrräder brauche Berlin schnelle Lösungen für Abstellflächen. Grundsätzlich müssten die Ordnungsbehörden konsequenter gegen Falschparker, Gehweg-Radler und auch gegen auf Gehwegen wuchernde Lokale und Läden vorgehen, fordern die Aktivisten.

An dem Aufruf von Fuss e.V. beteiligen sich auch der Landesseniorenbeirat Berlin, der Sozialverband Deutschland und der Blinden- und Sehbehindertenverband sowie Changing Cities. Sie alle hatten vor kurzem auf gestiegene Gefahren durch E-Tretroller für Senioren, Kinder und Menschen mit Behinderungen hingewiesen. So würden immer häufiger Rollstuhlfahrer und Blinde sich im wilden Gestrüpp von E-Tretrollern verheddern und mit gefährlichen Verkehrssituationen konfrontiert werden.

Sendung: rbb88.8, 26.08.2019, 10 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um eine Antwort zu verfassen.

Antwort auf [Franzi] vom 29.08.2019 um 02:44
Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

42 Kommentare

  1. 42.

    Heute früh wäre ich fast umgefahren worden von einem Roller. Auf den Hinweis, die Straße zu benutzen, kam nur die Antwort: Das mach ich nicht.....Das ist eine Unverschämheit.......Da steigt dann schon mal der Frustpegel

  2. 41.

    Gab hier auch mal Bauvorschriften, da musste für jede Wohnung des Neubaus ein Autostellplatz nachgewiesen werden. Wurde abgeschafft......

  3. 40.

    Ihre Ablenkungsmanöver und Whataboutism führen leider ins Leere. Selbst abgepollerte Radwege halten zu viele nicht davon ab, weiterhin auf dem Gehweg zu fahren. Es sei schließlich "Berliner Recht", dass die das dürfen.

    Das Geld sollte der Senat besser in den Ausbau des ÖPNV stecken. Schließlich müssen die Radler ja auch ab Herbst weiterhin angesichts der von denen erwartenden Schneemassen mobil bleiben. Wenn das Bussgeld analog dem Vorbild anderer europäischer Staaten auch für das Befahren der Gehwege angepasst wird, bekommt mancher Bezirksfürst vielleicht doch Lust, seine Wähler zu kontrollieren.

  4. 39.

    Die Autofahrer sollten weniger Platz bekommen, weil sie derzeit mehr Platz einnehmen als ihr Anteil am Verkehr rechtfertig, weil Autofahren schlecht für die Luft ist und unnötigen Lärm verursacht. Ein bisschen mehr Bewegung wäre auch gut für die Krankenkassen.

  5. 38.

    Schon lustig diese Diskussionen. Das es hier um Platz auf Fußwegen geht haben die meisten aber schon gelesen? Was soll also das nervende, die Autos müssen verschwinden Bashing. Das ist für die Fußgänger doch wirklich das kleinere Übel. Es geht hier um abgestellte Leihroller und Fahrräder und um die Radfahrer, die meinen sich einen Dreck um die Stvo scheren zu können und fahren wo sie wollen. Den Fußgängern klingelnd in die Hacken fahren ist doch inzwischen schon normal. Das Grundsätzliche Problem ist der unfähige überforderte Senat endlich vernünftige Verkehrskonzepte vorzulegen und auch möglichst zeitnah umzusetzen und das Verhalten eines Großteils aller Verkehrsteilnehmer auf Straße und Fußwegen. Und wenn alle Verstöße auch endlich mal geahndet werden würden, wären wir auch schon ein großes Stück weiter.

  6. 37.

    Seitdem diese E-Roller auch noch über die Straßen brettern dürfen, macht es überhaupt keine Freude mehr, die Innenstadt zu besuchen. Jeder macht sowieso was er will, keiner kontrolliert und es scheint nur noch das Recht des "Stärkeren" bzw. Schnelleren zu gelten. Wo leben wir denn?
    Danke an Fuss E.V. für die Initiative!!!

  7. 34.

    Ihr Kommentar ist voll daneben, warum sollen Autofahrer weniger Platz bekommen, sie sind wahrscheinlich auch von der Stößenreuther Fraktion. Eine gerechte Verteilung heisst bei ihnen wahrscheinlich 1 Spur für Autos, 2 für Radler, nein die Verteilung ist schon ok, es muss nur endlich mal in den ÖPNV investiert werden, was will Berlin mit 4m breiten radstreifen,die sind leer, man muss die Parkplätze zurück bauen, z. B in Parkhäuser oder Garagen investieren, damit die Autos nicht auf der Straße stehen und da dann Fahrrad und Scooter Parkplätze entstehen.

  8. 33.

    Wenn jeder Verkehrsteilnehmer den Platz bekommt der ihm zusteht, dann würden Autofahrer weniger Straße bekommen. Eine gerechte Verteilung muss schon sein. Zudem sitzen in Autos meistens nur einzelne Personen, aber das Auto nimmt vielmehr Fläche ein.

  9. 32.

    Ich kann da nur voll und ganz zustimmen, wenn jeder die Regeln befolgen würde und vergehen sanktioniert werden dann hat jeder Verkehrsteilnehmer genug Platz. Einfach die falsch abgestellten Fahrräder und Scouter einsammeln und verwahren, dieser kann der Anbieter dann auslösen, so kommt wenigstens Geld in die Kassen.

  10. 31.

    Völlig richtig, dieses Anliegen hier. Daran sind aber weder Fußgänger, Radfahrer noch Autofahrer schuld, sondern nicht die Regeln befolgende der jeweiligen Verkehrsform. Egal ob Absichtlich oder wie @Kitty hier durch Unwissenheit.

    Es müsste ganz einfach kontrolliert und sanktioniert werden- wer asozial ist, wird ansonsten durch _nichts_ sein Verhalten ändern. Egal wie er/sie unterwegs ist.

  11. 30.

    Das war allerdings auch die Generation, die dafür gesorgt hat, dass man die langen Wege in Berlin nicht zwangsläufig mit den Auto zurücklegen muss und dass sogar bei fast jedem Wetter. Frau Günther könnte also ein gutes Beispiel abgeben und den Senats-VW nur noch für Dienstreisen außerhalb Berlins nutzen.

    Die Gehwege sind dabei zumindest in der BRD schon seit Jahrzehnten den Fußgängern gewidmet. Die faulen Ausreden der Radfahrerlobby fruchteten wenig.

  12. 29.

    Der Herr vom Blindenverband hat zu Recht darauf hingewiesen, dass nicht nur die E-Tretroller ein Problem darstellen. Auch die Radfahrer auf den Gehwegen stellen ein großes Problem dar. Die Dame von der Radfahrerlobby hatte deshalb zu Recht einen schweren Stand und erntete wenig Verständnis.

  13. 28.

    Waren Sie schon mal zu Fuß unterwegs? Wenn man die Straße überqueren möchte muss man sich oft genug zwischen geparkten Autos durchzwängen. Autos auf dem Gehweg gibt es auch immer wieder.

  14. 27.

    Autos stapeln nennt sich übrigens Parkhaus. Kann man auch unterirdisch haben. Einfach mal rüberkucken wie das in Tokyo läuft. Da gibt's überhaupt keine Parkplätze am Straßenrand. Wer nicht nachweisen kann, dass er einen Stellplatz hat darf kein Auto zulassen.

  15. 26.

    Seltsamerweise auf den Foto nur die Generation, die die Stadt die letzten 30 Jahre so umgebaut hat, wie sie heute ist...

  16. 25.

    Auch PKW arken noch zu oft auf den Gehwegen und, weil das gleich der Bäcker ist, morgens ab der Bushaltestelle.

    Das grössere Übel sind allerdings die fahrenden Fahrzeuge.

  17. 24.

    In der Tat, die Benutzung der Gehwege kann zum Teil gefährlich werden. Es tummeln sich neben den unvermeidlichen Gehwegsradlern inzwischen E-Tretroller-Akrobaten und gerne auch Skateboard Fahrende auf den zudem gerne mit Gaststättenbestuhlung und diversen Ladenauslagen verengten Gehwegen. Da ich selber Fahrradfahrer bin, kann ich dieses Treiben nur mit Unmut beobachten: Nutzt man den (oft viel zu schmalen) Fahrradweg, gibt es hin und wieder Zoff mit rasenden Kampfradlern, die jeden aus dem Weg brüllen oder die einen beleidigen, sollte man auf die Idee kommen, an einer Ampel tatsächlich bei Rot anzuhalten. Es wäre schön, wenn die Berliner Polizei oder die Ordnungsämter ein wenig mehr die Augen offen halten würden. Dem Berliner Haushalt täte es auch gut: Ein Blick in den aktuellen Bußgeldkatalog verrät, welche Beträge bspw. beim Gehwegsradeln, Rotlichtverstößen, Fahren mit Schrottfahrrädern usw. erhoben werden können.... Als erzieherische Maßnahme sicher nicht ganz wirkungslos.

  18. 23.

    Zitat: "Fußgängern werde immer mehr Raum genommen, schreibt Fuss e.V. weiter." Böse Autos fahren und stehen dort, wo sie laut Verkehrsvorschrift fahren und stehen dürfen. Sie nehmen niemanden etwas weg. Kein Fußgänger wird auf einem Gehweg von einem Auto eingeschränkt.

Das könnte Sie auch interessieren

Während einer Abstimmung über eine Diätenerhöhung steht eine Gruppe an Politikern und Politikerinnen im Berliner Abgeordnetenhaus (Bild: imago images/Olaf Wagner)
imago images/Olaf Wagner

rbb-Umfrage - Fast jeder Berliner Politiker wird beschimpft oder beleidigt

Wer in die Politik geht, braucht ein dickes Fell: Eine rbb-Umfrage unter Berliner Politikern zeigt, dass die allermeisten im Laufe ihrer Karriere bereits beschimpft oder beleidigt wurden. Und in vielen Fällen bleibt es nicht dabei. Von Florian Eckardt, Boris Hermel und Götz Gringmuth-Dallmer