Wachanlagen der JVA in Alt-Moabit (Quelle: imago images)
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Kontrollen mit Hunden - Knapp fünf Kilo Drogen in Berliner Gefängnissen entdeckt

Heroin, Kokain - und vor allem Cannabis: Bei Kontrollen in Berliner Haftanstalten sind im vergangenen Jahr wieder mehrere Kilogramm Drogen beschlagnahmt worden. Rund ein Viertel der Gefangenen ist drogen- oder medikamentenabhängig.


In Berliner Gefängnissen sind im vergangenen Jahr knapp fünf Kilogramm Cannabis, Heroin und Kokain sichergestellt worden. Der größte Anteil entfiel auf Cannabis.

"Die Funde zeigen den Erfolg unserer Kontrollen", teilte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur mit. Zugleich sagte er: "Vollständig drogenfreie Gefängnisse gibt es nirgendwo auf der Welt." Anliegen sei aber, so viele verbotene Gegenstände wie auch eingeschmuggelte Handys zu finden. Kontrollen seien verstärkt worden.

Auch Spürhunde schnüffelten in Hafträumen nach verbotenen Drogen. Die Tiere kämen von der Hundestaffel der Berliner Polizei, hieß es. Die Zusammenarbeit habe sich bewährt. Die Justiz wolle keine eigenen Spürhunde anschaffen. Auch Suchhunde des Zolls würden in den Hauptstadt-Gefängnissen eingesetzt.

Sanktionen bei positiven Urin- oder Speicheltests

2018 gab es laut Angaben 48 überraschende Kontrollen mit speziell ausgebildeten Hunden. Sie hätten aber nur wenig gefunden. Dazu erklärte der Senator, die Wirksamkeit der Einsätze mit Hunden sei nicht allein an den Funden zu bemessen. Es gebe keine Statistik über die Drogen, die bereits durch die Toilette gespült wurden, weil Gefangene Hunde vor einer Kontrolle in der Anstalt bemerkt hätten.

An der Tagesordnung seien auch Urin- und Speicheltests bei Gefangenen, hieß es. Wird Drogenkonsum nachgewiesen, gibt es Sanktionen. Rund ein Viertel der Gefangenen ist laut Justiz drogen- oder medikamentenabhängig.

2017 lag die sichergestellte Menge von Cannabis, Heroin und Kokain bei knapp 5,5 Kilogramm. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden von diesen drei Drogen rund 2,5 Kilogramm beschlagnahmt. Das meiste davon war Cannabis. Die größten Mengen wurden im Männer-Gefängnis Heidering eingezogen. Aber auch Rauschmittel wie das Opiat Tilidin und synthetisch hergestellte Substanzen wie Amphetamine wurden Gefangenen abgenommen.

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15 Kommentare

  1. 15.

    Berlins Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Dr. Dirk Behrendt ist wie folgt zu erreichen ... https://www.berlin.de/sen/justva/ueber-uns/leitung/senator-fuer-justiz-verbraucherschutz-und-antidiskriminierung/lebenslauf.551563.php - Ich lese drei Ressorts! Können Sie diese Amtsstellung besser ausfüllen oder kennen Sie jemanden? Sollten Sie konkrete Vorschläge und Anregungen besitzen, liegt es an Ihnen, sich an ihn zu wenden und hier das Ergebnis als Kommentar zu veröffentlichen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

  2. 14.

    Dann raten Sie schön weiter. Denn weit entfernt von dem was ich schon über Herrn Behrend schrieb, sind Sie nicht entfernt. Was mich an Ihnen besonders stört, Ihre Äußerung über eine Null Toleranz zum Drogenbesitz. Alkohol, Tabletten frei auf Rezept und vollkommen legal. Beides mit gravierenden Nebenwirkungen klammern Sie Sie tunlichst aus. Nicht mal die medizinische Anwendung von Cannabis erwähnen Sie mit einem Wort. Drogen werden auch weiterhin ihren Weg in die Gefängnisse bringen. Das war früher schon so und es wird garantiert auch so bleiben.

  3. 13.

    Sie schreiben hier Floskeln und können diese nicht sachlich diskutieren bzw. begründen, Sie können mir sicherlich kein Argument nennen, was Herrn Behrend zu einem guten Justizsenator macht, er hat bis jetzt so gut wie überall versagt, wie der gesamte RRG Senat.

  4. 12.

    Stimmt wieder zum Teil nicht, was Sie da schreiben. Im übrigen habe ich mich hier in der Vergangenheit zum Auftreten von Herrn Behrend schon sehr deutlich geäußert. Wiederhole mich nicht. Aber lassen wir’s gut sein. Ihr Kommentar spricht Bände.

  5. 10.

    Fakt ist Herr Behrend hat sein Justizresort nicht im Griff, siehe Ausbrüche, einschmuggeln von illegalen Dingen, also wäre ein Rücktritt längst überfällig und die Grünen wollen nicht nur Cannabis legalisieren, sonst Drogen aller Art in Kleinstmengen legalisieren, weshalb werden wohl Dealer im Görli gleich wieder freigelassen, der Fehler liegt in der Besetzung des Ressorts, also bringen Sie keine Halbwahrheiten auf den Tisch, die Null Toleranz für Drogenbesitz muss weiter gelten.

  6. 8.

    Ach Gott, haben Sie in dieser Stadt immer noch nicht aufgegeben?

    Ich frage mich, warum man die Leute überhaupt einsperrt.
    Behrend hat sein Aufgabengebiet nicht im Griff und will diesen Fund nun auch noch als Erfolg verstanden wissen. Hat der Mann jegliche Realität aus den Augen verloren? Er will Video-Telefonie erlauben. Das erleichtert natürlich die Drogenbeschaffung enorm.

    Wie wäre es mit einem Knastkatalog mit Waffen, Drogen etc.?

  7. 7.

    Bei diesem Senat und seinem Juztiz Senator kann man den Glauben an die Juztiz verlieren.

  8. 6.

    Einspruch! Drogen im Knast gab es auch schon vor Herrn Behrend zuhauf. Also zügeln Sie sich mit solch einer Unterstellung gefälligst. Zudem wird nicht in Berlin von Freigabe, sprich Legalisierung ALLER Drogen gesprochen. Es geht hier um einen“ Versuch“ Cannabis kontrolliert und unter staatlicher Kontrolle freizugeben. Zu Ihrer NULL TOLERANZ in Gefängnissen kann ich nur lachen. Träumen Sie ruhig weiter.

  9. 5.

    Was sagt einen das? Man ist eben im Knast mit Drogen besser versorgt als draußen.

  10. 4.

    Ja wir haben ja einen grünen Justizsenator, der will ja Drogen legalisieren. Bitte treten Sie ab Herr Behrend, Sie sind nicht fähig das Justizresort zu leiten,nicht nur die vielen Ausbrüche zeigen, das er nichts im Griff hat. Hier hilft nur NULL TOLERANZ in den Gefängnissen.

  11. 3.

    Und wieviel Prozent der Gefangenen sind Alkoholiker ?

    Wieviel selbstgemachten Alkohol hat man letztes Jahr im Knast gefunden ?

  12. 2.

    Gibt es über diese Drogeneinfuhr von fünf Kilogramm auch eine Ststiistik wieviel jeweils Verwandte, Freunde und Vollzugsbeamte einbrachten?

  13. 1.

    Es muß doch ein Grund haben. warum das Zeug trotz Kontrollen trotzdem reinkommt!?

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