Sonnenaufgang im Morgengrauen über dem Volkspark Friedrichshain am 16.05.2018 in Berlin (Quelle: dpa/Schlesinger)
Bild: dpa/Schlesinger

Statistik zur Einwohnerzahl - So viele Menschen wohnen in Berlin

Mehr Frauen als Männer, fast 500.000 Europäer, Neukölln verliert Einwohner: Neue Zahlen des Statistikamtes zeichnen ein interessantes Bild von Berlin - welche Bezirke boomen und wohin kaum einer ziehen möchte.

Berlin hat derzeit exakt 3.754.418 Einwohner. Damit hat die Hauptstadt 6.270 Menschen seit Jahresanfang gewonnen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg [statistik-berlin-brandenburg.de als PDF) am Mittwoch mitteilte. 

758.550 Menschen in Berlin haben eine ausländische Staatsbürgerschaft. Die meisten (481.320) stammen aus Europa, etwa ein Viertel davon aus der Türkei. Die zweitgrößte Gruppe machen Asiaten mit mehr als 165.000 Einwohnern aus.

Am stärksten seit Jahresanfang gewachsen sind die Bezirke Treptow-Köpenick mit einem Plus von 1.378 Einwohnern und Charlottenburg (+ 1.005). In Neukölln und Marzahn-Hellersdorf sind die Bevölkerungszahlen dagegen geschrumpft. So hat Neukölln laut Erfassung 1.095 Bewohner verloren, in Marzahn-Hellersdorf sind es 191 weniger. Die höchste Einwohnerzahl verzeichnet Pankow mit 407.765 Menschen.

Die Statistik beruht auf Zahlen des Einwohnermelderegisters, das zum Stand 30. Juni 2019 alle Bewohner mit Hauptwohnsitz Berlin erfasst hat.

Mehr Frauen als Männer

Zudem zeigt die Erhebung, dass die Stadtbevölkerung seit 16 Jahren kontinuierlich wächst. Zum Vergleich: Im Jahr 2003 lebten rund 3.330.000 Menschen in der Hauptstadt, vor zehn Jahren waren es schon knapp 3.370.000.

Von allen in diesem Juni erfassten Hauptstädtern sind mit einer Zahl von knapp 1.896.000 deutlich mehr weiblich als männlich (rund 1.858.000). Die größte Bevölkerungsgruppe in Berlin mit etwa 1,2 Millionen machen Menschen in der Altersgruppe zwischen 25 und 40 Jahren aus, gefolgt von etwas mehr als 779.000 Einwohnern im Alter von 45 bis 60 Jahre.

Hinweis: Die Ergebnisse der Einwohnerregisterstatistik und der amtlichen Bevölkerungsstatistiken weichen laut Amt für Statistik aus methodischen Gründen voneinander ab.

Kommentar

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14 Kommentare

  1. 14.

    Glückwunsch an alle, die diesen Dreck verlassen können und nicht in diesem Beton Ghetto leben müßen! Ich bin 2015 von dort weggezogen und seit dem lebe ich wieder wie ein Mensch, wie ein Mensch.Das heisst abends gegen 20 Uhr ins Bett und bis 7 Uhr schlafen ohne von krakelenden Horden geweckt zu werden. Ohne Lärm, ohne Dreck, ohne versoffene Gestalten, ohne Assis die den ganzen Tag vor den Supermärkten rumlungern , betteln und saufen. Hellersdorf war bis 1995 -97 ganz nett, danach ging es jährlich bergab, ist wie Marzahn deutschlandweit dafür bekannt und verschrien. Das sind in 10-20 Jahren die wahren Slums, wartet ab.

  2. 13.

    Das Verb "wohnen" dürfte in einigen(?) Fällen sicherlich nicht zutreffend sein.

  3. 12.

    Lieber rbb,
    schonmal über Lenas Kommentar nachgedacht? Dass in einem Intervall über 20Jahre mehr Einwohner zusammen kommen als in einem mit nur 5 Jahren ist bei euch eine Nachricht samt Grafik wert? Wie wäre es die Werte zu normieren? Und dann beispielsweise mit der Bevölkerungsverteilung von ganz Deutschland vergleichen?!

  4. 11.

    Und wieviele halten sich hier außerhalb der Statistik auf? 10 Prozent? 20 Prozent? 30 Prozent?

  5. 7.

    Unberechtigter Einwand, denn der RBB nutzt die Daten, die das Statistikamt zur Verfügung stellt. Und wenn die nur Männlein und Weiblein ausweisen kann der RBB da ja nichts anderes reininterpretieren.

  6. 6.

    An die Redaktion:
    Was ist z. B. mit trans* Menschen, inter und nb?
    Es wird lediglich von "Frauen" und "Männern" geschrieben. Warum?

  7. 5.

    Was soll die Statistik aussagen, in der die Altersintervalle so stark variieren? Nix!

  8. 4.

    Na ja, ob man nun die Türkei zu Europa rechnen muss, wage ich mal zu bezweifeln. Sind gerade mal 3%. Auch so kann man eine Statitik hinbiegen.

  9. 3.

    Hellersdorf verliert Einwohner und wiie viele bekommt Hoenow 2 km weiter dazu ?
    um die Zahlen einordnen zu koennen.

  10. 2.

    Das Wachstum hat sich verlangsamt. Schade.

  11. 1.

    Also ich habe das Gefühl in MaHe werden es immer mehr, und leere Wohnungen gibt es auch noch kaum welche. Wie kann das also mit der Statistik hinhauen, da stimmt doch etwas nicht. Abgesehen von unseren neuen Mitbürgern die vermutlich gar nicht eingeflossen sind. Und wegen 70000 machen die so ein Terror mit dem Wohnraum? Also tut mir leid aber irgend etwas passt doch hier vorne und hinten nicht.

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