01.01.2019, Berlin: Böller und Raketen steigen auf der Straße an der Oberbaumbrücke in die Luft, während Passanten vorbeigehen (Quelle: Paul Zinken/dpa)
Bild: dpa/Paul Zinken

Pläne für Feuerwerksverbot - Berlin geht weiteren Schritt hin zu böllerfreien Zonen

Böllerverbote in Berlin rücken näher: Am Montag sprach sich der Wirtschaftsausschuss mit den Stimmen von SPD, Linken und Grünen dafür aus, dass die Stadt die Einrichtung von Zonen mit Feuerwerksverboten prüft. Die FDP war dagegen, CDU und AfD enthielten sich. [Stellungnahme im Wortlaut]

In der Empfehlung des Ausschusses für einen entsprechenden Beschluss des Abgeordnetenhauses heißt es, es brauche Maßnahmen gegen die Verletzungen und Schäden durch Feuerwerk, sowie gegen die Lärm- und Luftbelastung zum Jahreswechsel. Dazu sollten Zonen eingerichtet werden, in denen Pyrotechnik der Stufe F2 - also alles über Tischfeuerwerk - nicht mehr erlaubt sei.

Infokampagne für Bürger und Handel

Mit einer Informationskampagne sollten darüber hinaus die Bürger über die Gefahren von Feuerwerk aufgeklärt werden und auch der Handel solle dazu gebracht werden, "bis zu einem Verkaufsstopp" sehr laute Knaller nicht mehr zu verkaufen.

Im Bundesrat soll Berlin nach dem Willen der Ausschussmitglieder erreichen, dass Kommunen "das Abbrennen und den Verkauf von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 teilweise oder vollständig" untersagen können.

Die Silvesterfeiern in Berlin waren zuletzt immer mehr in Straßenschlachten ausgeartet: Passanten oder Rettungskräfte wurden mit Feuerwerk beworfen, es gab Verletzte und Sachschäden. Als Konsequenz kündigte Innensenator Andreas Geisel (SPD) Anfang des Jahres Böllerverbote an bestimmten Brennpunkten an.

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Antwort auf [Kai] vom 13.08.2019 um 11:44
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23 Kommentare

  1. 22.

    Das wäre so schön, wenn Berlin Böllerfrei wird. Von Verbotszonen halte ich nichts, denn wie will die Polizei ohne Fachkräfte das Verbot überwachen. Erst losschiessen und dann Nachdenken. Typisch Politik!

  2. 21.

    Was ist, wenn Böller nicht mehr verkauft werden dürfen? Wäre das nicht am einfachsten? Die Restbestände sind bald weg und wenn dann noch geböllert wird hätte die Polizei auch wieder Kapazitäten....

  3. 19.

    Kompromiss ist, wenn alle das kriegen, was keiner wollte. Böllerfreie Zonen - wie lächerlich. Nur ein populistischer Taschenspielertrick dieser RRG-Truppe, der es in Wahrheit egal ist, wenn Anwohner sich um Silvester rum nicht mehr auf die Straße trauen. Selbst werden sie ja auf Steuerzahlerkosten in gepanzerten Autos kutschiert.

  4. 18.

    Oooch wissen se, ob Sie die nun Karnevalsverein oder watt ooch immer nennen, hauptsache die Böllerei iss endlich Jeschichte^^

  5. 17.

    Möchte ich mal sehen, wie die Überwachung in Wedding, Teilen von Reinickendorf, und Neukölln und angrenzend funktionieren soll.

  6. 16.

    Ich bin auch für ein generells Böller Verbot.
    Das ist in den letzten Jahren total ausgeufert.
    Nur so kann man es verhindern das 4Tage lang hier die Hölle los ist.
    Totales privates Verbot wäre auch leichter zu überwachen.

  7. 15.

    Der Karnevalsverein namens R2G hat wieder zugeschlagen. Ein Verbot macht nur und ausschließlich Sinn, wenn man es 1. effektiv umsetzen und kontrollieren kann
    2. die juristische Verfolgung und Aburteilung funktioniert

    Berlin hat definitiv nicht ausreichend Polizeikräfte um auch nur ansatzweise im Stadtgebiet ein "Böllerverbot" zu kontrollieren und umzusetzen. Stell ich mir drollig vor wenn Hunderte von Polizeikräften gebunden werden, weil sie Jugendlichen hinterherrennen um ihrer habhaft zu werden, weil sie Knaller angezündet haben.

    Ich gehe davon aus, dass es sich beim Abbrennen von Knallkörpern lediglich um eine Ordnungswidrigkeit handeln wird und nicht um eine Straftat. Insofern werden die "Strafen" eher geringfügig ausfallen. Davon abgesehen ist unser Justizapparat unsagbar überlastet und auf Kante genäht. Vermutlich werden die Verfahren am Ende des Tages ohnehin eingestellt.

  8. 14.

    Was heisst denn "wir Deutsche"? Wat n Blödsinn. Erstmals drauf schaue, wer aus Silvester Herne einen Kriegsschauplatz macht und dann, janz wichtich: Deutschland ist mit das einzige was Land mit diesem legalen Böllerwahn (bis auf diesen Polenschrott).
    i
    In anderen Ländern ist Böllern komplett verboten und es gibt zentrale Feiern mit einem großen Spektakel.

    Also, jetzt mal nicht auf die "wir Deutschen Mimimi" - Opferrolle aufspringen.
    Wir leben in einem verdammt freien Land, aber die Böllerei braucht es wirklich nicht für jeden Deppen.
    Dann lieber ein großes schönes Feuerwerk und toller Stimmung anstatt Angst vor Angriffen besoffener, böllernder Idioten.

  9. 13.

    Sorry, aber diese ausartende Knallerei geht nicht mehr.
    Wie immer... wenn sich die Leute an Regeln halten (keine Knaller auf Mensch, Tier, Eigentum anderer) und nur in der erlaubten Zeit knallen würden, dann wären jetzt nicht so viele Menschen gegen Böller und Co.
    Das ist nämlich genau das, was nervt. Man traut sich nirgendwo hin. Sein Auto irgendwo stehen lassen, bloß nicht. Briefkasten abschrauben oder zukleben ! Und sich darauf einrichten, dass man ab spätestens 28.12. nicht mehr ordentlich schlafen kann, weil einige schon anfangen, ihren Vorrat zu verkleinern.
    Insofern gerne komplett verbieten.

  10. 12.

    BERLIN TUT tun, na sowas--nun tut mal was RRG und nicht nur rumtuten----
    Für eine BÖLLERFREIE Stadt !!!!!!

  11. 11.

    Quatsch. Die angeblichen "Verschiebungen" sind doch jahrelang schon da. An jeder Ecke, in fast jedem kleinen Naherholungsgebiet wird Kampfsaufen und -böllern betrieben. Bloß weil da bisher nichts großes passierte und die Rettungskräfte nicht hinfahren.mussten, sind sie doch flächendeckend in vielen Ortsteilen vorhanden. Und "vorsorgliche Maßnahmen" gibt es nur von uns Bürgern selber. Nämlich nicht mehr nach 18h rauszugehen. Stubenarrest für alle, damit sich die Irren austoben können. Nein danke, reicht langsam. @Knulle: Einmal im Jahr? Bei uns komnts bald auf eine Woche im Jahr. Plus die für das restliche Jahr aufgesparten Böller, die nur so, gerne nachts in der Woche, an Geburtstagen und Hochzeiten abgelassen werden. Die Wut geht an die falsche Adresse. Bedankt Euch bei den Knallköppen. Der Senat schützt lediglich uns Opfer des Böllerwahns.

  12. 10.

    Berlin würde gern, achso...., aber beim RRG Senat hat bisher noch nichts geklappt..... Oder??? Also Ball flach halten und getrost weiter böllern.

  13. 9.

    Was für ein Schwachsinn, in Deutschland darf man sowieso nur einmal im Jahr Pyroartikel benutzen und dass will der Staat uns jetzt auch noch verbieten. Ich finde langsam sollte man mal die Kirche im Dorf lassen und sich ehr auf andere Themen konzentrieren...............................Irgendwann dürfen wir Deutschen Garnichts mehr machen!!!!!!!!!!!!!

  14. 8.

    Super! Ein Anfang. Immerhin. Der Silberstreif am Horizont für sehr viele Berliner. Danke!

  15. 7.

    Die Idee mit Verbotszonen ist doch nicht hilfreich. So weiß man wo „Schlachtfelder“ sind, wenn diese Zonen kommen wird es zu Verschiebungen kommen und man kann nicht vorsorglich Maßnahmen ergreifen.

  16. 6.

    Wir sind fast schon soweit, uns ganz vorsichtig , nach vielen Jahren des Frusts, auf dieses Silvester endlich wieder freuen zu dürfen. Wenn tatsächlich an vielen Stellen nicht geböllert werden darf, wäre das ein Träumchen. Wir versuchen immer positiv zu denken und hoffen daher, dass sich die Meisten dann daran halten werden. Im Vorfeld sollte es aber umfassende Informationen dazu geben, von allen Medien gebetsmühlenartig verbreitet. Und egal wie, laßt keine Horror-Böller mehr aus Polen rein. Das wäre ein zurückgewonnenes Stück Lebensqualität-Silvester ohne diesen Böllerwahn.

  17. 5.

    Böllerfreie Zonen? Ich will eine Böllerfreie Stadt!

    Meiner Gesundheit und der Umwelt zu liebe.

  18. 4.

    Noch eine tolle Idee, bitte schnell umsetzen.
    Für die nächsten Jahre dann besser andersherum: Einige (wenige) zentrale Zonen festlegen, in denen geböllert werden darf. Überall(!) sonst alles über Tischfeuerwerk verbieten!

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