Das Eingangstor zum KZ Sachsenhausen (Quelle: dpa/Ingo Schulz).
Audio: Antenne Brandenburg | 12.08.2019 | Lisa Steger | Bild: imageBROKER

Sachsenhausen - Gast der AfD wegen Vorfalls in KZ-Gedenkstätte angeklagt

Wegen Volksverhetzung und der Störung der Totenruhe in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen muss sich ein Mann aus Baden-Württemberg vor dem Gericht in Oranienburg verantworten. Er war 2018 auf Einladung von AfD-Fraktionschefin Weidel zu Besuch.

Der Besuch einer AfD-Gästegruppe auf Einladung von Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel  in der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen (Landkreis Oberhavel) im vergangenen Jahr hat ein juristisches Nachspiel. Vor dem Amtsgericht Oranienburg muss sich ein 69-Jähriger aus Baden-Württemberg wegen Volksverhetzung und Störung der Totenruhe verantworten, wie am Montag zuerst der "Tagesspiegel" [tagesspiegel.de] berichtete.

Der Mann soll die Existenz von Gaskammern in Zweifel gezogen und die Verbrechen im Konzentrationslager relativiert haben. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin bestätigte den Antrag auf Erlass eines Strafbefehls beim Amtsgericht Oranienburg.

Das Gericht hat den Zeitungsinformationen zufolge der Zahlung einer Geldstrafe zugestimmt, dagegen hat der Betroffene jedoch Widerspruch eingelegt. Deshalb kommt es nun vor dem Amtsgericht Neuruppin zu einem Prozess.

Ermittlung gegen weiteren Besucher eingestellt

Gegen andere Teilnehmer der Besuchergruppe, die von Weidel aus ihrem Wahlkreis am Bodensee zu dem Berlin-Ausflug eingeladen worden war, wurden die Ermittlungen eingestellt. Ihnen habe keine konkrete Äußerung und keine Beteiligung nachgewiesen werden können, hieß es.

Die Besuchergruppe war im Juli vergangenen Jahres wegen massiver Störungen einer Führung aus der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen verwiesen worden. Sie hatte dem Referenten der Gedenkstätte unter anderem mangelnde Kompetenz und Manipulation vorgeworfen.

Bundespresseamt organisierte die Reise

Der Besuch der AfD-Gruppe war Teil einer vom Bundespresseamt organisierten und finanzierten Fahrt im Juli 2018. Zu solchen Fahrten darf jeder Bundestagsabgeordnete bis zu 50 Interessierte einladen. Ein Sprecher der AfD im Bundestag wies eine Mitverantwortung Weidels für den Eklat laut "Tagesspiegel" zurück, da sie bei dem Termin nicht zugegen war.

Im KZ Sachsenhausen waren zwischen 1936 und 1945 mehr als 200.000 Menschen inhaftiert. Zehntausende von ihnen wurden ermordet oder starben auf andere Weise. 1942 wurde in Sachsenhausen eine Vernichtungsanlage mit Krematorium, Genickschussanlage und später eingebauter Gaskammer errichtet, die von der SS als "Station Z" bezeichnet wurde.

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.08.2019, 17 Uhr

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43 Kommentare

  1. 43.

    Kallo, Dienstag, 13.08.2019 | 00:06 Uhr:
    "Mich würde mal interessieren, wie viele Stunden hier nachrecherchiert wurde, dass dieser "AFD-Gast" auch ja kein CDU/ SPD oder gar Grünen Parteibuch hat :D"

    Mich würde mal interessieren, warum dies "Kallo" interessiert und welche Indizien er für seine Thesen hat oder ob es nur sein Verschwörungswahn ist, nachdem all die Höckes, Weidels und Gaulands nur U-Boote der CDU/SPD/Grünen und nicht die wahre AfD seien.

  2. 42.

    Kallo, Dienstag, 13.08.2019 | 00:06 Uhr:
    "Mich würde mal interessieren, wie viele Stunden hier nachrecherchiert wurde, dass dieser "AFD-Gast" auch ja kein CDU/ SPD oder gar Grünen Parteibuch hat :D"

    Warum interessiert Sie das?
    Warum sollte das geprüft werden, angesichts dessen, dass sich der Angeklagte genauso so verhalten hat, wie es der thüringer AfD-Führer Bernd Höcke gefordert hat?
    Welche Indizien haben Sie dafür, dass geprüft werden sollte, ob der Angeklagte ein Parteimitglied der CDU, SPD oder Grünen sei?

    Es sieht doch eher danach aus, als ob jemand seinen Führer Bernd Höcke mit der von ihm geforderten 180-Grad-Wende in der Erinnerungskultur ernst genommen hat und dies in die Tat umsetzen wollte. erscheint mir jedenfalls als der naheliegendste Gedanke. Alles andere wird im Gericht geklärt werden.

  3. 41.

    Nur mal so, Berlin, Dienstag, 13.08.2019 | 05:51 Uhr:
    "Klingt nach Inszenierung um wieder mal die AfD zu diskreditieren. Wer weiß, wer die Person tatsächlich ist. Könnte ein Maulwurf sein..."

    Ja, genauso wie Bernd Höcke ein Maulwurf des Mossad ist. Alle Rechtsextremen in dder AfD sind Maulwürfe. Die 2...3 verbleibenden Mitglieder sind bürgerlich-demokratisch.

    Aber im Ernst: Wenn dieser Bernd Höcke eine 180-Grad-Wende in der Erinnerungskultur fordert, dann ist es doch logisch, dass sich in der AfD Mitglieder oder bei der AfD Sympatisanten finden, die dies in die Tat umsetzen.

    Achja, der Angeklagte ist wahrscheinlich ein Maulwurf des Flügels um Höcke, um der Weidel zu schaden, was es aber auch nicht besser macht.

  4. 40.

    Ich hatte neulich ein Zeitzeugengespräch mit einem Holocaust-Überlebenden, der erst 7 Wochen in Auschwitz interniert war und dann nach Sachsenhausen kam. Dort wurden medizinische Experimente an ihm gemacht, er und andere Jungen (er war damals etwa 14 Jahre alt) wurden versucht, mit dem Gelbsucht-Virus zu infizieren. Der Arzt (der übrigens nie bestraft wurde) führte sogar eine Leberpunktion ohne Betäubung an ihm durch und sagte dabei "Halt die Luft an oder du stirbst."
    Dass Menschen heute diese (und schlimmere) Verbrechen beschönigen oder leugnen ist für mich unvorstellbar und absolut unverständlich. Ich frage mich wirklich, was diese Menschen unter Anstand und Menschlichkeit verstehen...

  5. 39.

    Ich habe bisher 3x an einer Besuchsreise auf Einladung der Grünen bzw. CDU) zum Bundestag bzw. EU-Parlament teilgenommen(1x Bundestag, 2x EU: Brüssel, Staßburg) davon habe ich 2x für eine Gruppe von 10 Personen selbst einen Antrag gestellt. In KEINEM Fall habe ich mein Interesse für eine spezielle Partei dargelegt und wurde auch nie danach gefragt. JEDER interessierte Bürger, unabhängig von seinen politischen Interessen kann an so einer Reise/ Veranstaltung teilnehmen.

  6. 38.

    4.
    Horst KasallekMontag, 12.08.2019 | 19:00 Uhr

    Netter Versuch. "Afd-Gäste" ist einfach die Meldung,weil von ihr eingeladen. Und, es gab ja nun bei der AfD schon genug durch Posten aus meinen Steuergeldern gut bezahlte Funktionäre, die den Holocoust verleugneten. Äußerungen taten, die eindeutig den Standpunkt haben. Also, was soll das, die AfD wird diffamiert, das schafft sie selbst schon suizidual, eine Frage der Zeit. Übrigens, die AfD dürfte in den letzten drei,vier Jahren schon alleine mehr Skandale haben als alle anderen Altparteien in den letzten 70 Jahren insgesamt. Und, ich finde es schon abartig, wenn Funktionäre Journalisten angehen, die darüber berichten, wie "...wartet, bis wir an der Macht sind...", Ebenso gegen Politiker, andersdenkende, aus anderen Parteien in Parlamenten. Sehr befremdlich in einer Demokratie, die die AfD angeblich immer so hochhält. Aber zum Thema: Wenn sich StA und Gericht über den Strafbefehl auf Grund der Beweislast einig sind,na dann...

  7. 37.

    31.
    mglaserDienstag, 13.08.2019 | 08:44 Uhr
    )
    "Gast der AfD wegen Vorfalls in KZ angeklagt " ist wohl etwas irreführend."

    War er Gast der AfD? JA, so steht es geschrieben

    "Der letzte Beschuldigte selbst (gegen die anderen wurde das Verfahren eingestellt) hat die Anklage in Gang gesetzt, weil er den Strafbefehl nicht akzeptierte und den Vorwurf vom Gericht überprüfen lassen will.mehr..."

    Denken Sie mal logisch: Wenn StA UND Gericht sich über den Strafbefehl einig sind, so muss die Beweiskraft schon erdrückend sein.
    Die meisten hoffen bei Nichtzahlung des Strafbefehls, dass in einer Verhandlung dann alles abgemildert wird, somit die Strafe milder ausfällt, vielleicht auch aus Geldmangel. Dann muss er schon schwere Geschütze auffahren, die alles Bewiesene plötzlich null und nichtig machen, pulverisieren. Und dann sind ja noch die eventuell anfallenden Verfahrenskosten.

  8. 35.

    Vielen Dank für Ihren Kommentar. Dieselben Erkenntnise habe auch ich gewonnen und reagiere daher auf Kommentare des Users grundsätzlich nicht, obwohl ich mich oft sehr über ihn ärgere. Obwohl ich Rechtsradikalität in jeglicher Form ablehne, sind mir ohnehin diejenigen lieber, die wenigstens ehrlich Farbe bekennen und nicht nur immer ins Wespennest stechen und dann noch pampig werden, wenn andere User darauf reagieren. / Über die Sache Weigel-Sachsenhausen gibt es keine Diskussion. Das ist dermassen ekelhaft, unseriös und plump rechtsradikal, wer glaubt denn ernsthaft, dass die Dame sich dafür schämt und diesbezüglich reflektiert? Wer dafür noch faule Ausreden parat hat, hat sich verraten. Beschämend, das alles.

  9. 34.

    Antwort auf Horst Kassallek: Ihre Beiträge in den unterschiedl. Foren sind leicht zu durchschauen: Andeuten, was man nicht so deutlich sagen mag, weil zu rechts, dann auf Reaktion warten, mutiger und deutlicher werdend getreu dem Motto: "Das kann man doch ruhig mal sagen" fernab von allen relevanten Fakten dafür mit Verzerrungen zugunsten der eigenen Meinung. Oder aber offensichtliche und grenzüberschreitende Vorgänge wie jetzt die Auftritte von AFD Anhängern der Ortsgruppe Weigel in Sachsenhausen zunächst scheinheilig hinterfragen, um das Offensichtliche in Zweifel zu ziehen, vernebeln und schließlich das Gegenteil behaupten...und am Ende ist die arme AFD wieder verkannt und das Opfer. Das nennt man gemein hin auch Propaganda. Lassen Sie es einfach! Bringt ein Land und seine Menschen in keiner Weise voran. Dient nur dem Ködern von Wählerstimmen, um dann damit was zu machen? Die grottige AFD Leistung in Parlamenten spricht für sich! Können ja nicht einmal ordentl. Wahlliste erstellen!

  10. 33.

    Also wenn ich einen Parteiauftritt in einer KZ-Gedenkstätte plane und Leute einlade, dann sind das demnach Gäste, weil sie meiner Einladung gefolgt sind, die auch auf einer entsprechenden Liste zu finden sind. Ausserdem wurde die "Veranstaltung" auch von der AfD inszeniert (stand ganz groß in den Medien - liebe braunen Vollnüsse!).Ich weiss überhaupt nicht, wie man jetzt hier wieder auf die Idee kommen kann sich in die Opferpose zu schmeissen und zu winseln: " Alle so böse." - vielleicht mal wieder ein weniger menschenverachtender sein, dann sind die restlichen 90% der Deutschen auch wieder freundlich zu Euch! Nur wer Hass säht braucht sich nicht wundern, wenn die legale Retourkutsche kommt. Vielleicht mal bei Gelegenheit das Grundgesetz lesen.......

  11. 32.

    Was fürn Quatsch!
    Ihm wurden Geldstrafen auferlegt, die der Beschuldigte nicht zahlen will. Daraufhin wurde der Prozess in Gang gesetzt.
    Und was ist an dem Titel irreführend? Der Beschuldigte war nunmal als Gast von Frau Weidel anwesend.

  12. 31.

    "Gast der AfD wegen Vorfalls in KZ angeklagt " ist wohl etwas irreführend.

    Der letzte Beschuldigte selbst (gegen die anderen wurde das Verfahren eingestellt) hat die Anklage in Gang gesetzt, weil er den Strafbefehl nicht akzeptierte und den Vorwurf vom Gericht überprüfen lassen will.

  13. 30.

    Früheren Berichten zufolge hat der Guide die Veranstaltung abgebrochen, weil aus der Gruppe heraus Zweifel an seiner Qualifikation geäußert sein sollen. Das ist vielleicht unhöflich, aber strafrechtlich nicht relevant. Dass da i.d.R, durchaus informierte Bürger den Holocaust geleugnet haben, würde ich erst glauben, wenn dies in einem Gerichtsverfahren festgestellt wurde.
    Ansonsten hat man inzwischen die Verfahren bis auf diesen einen Fall eingestellt, weil schlicht die in den Medien geäußerten Verdächtigungen sich nicht haben erhärten lassen. Und dies Verfahren ist nur deshalb in Gang gesetzt worden, weil der eine verbliebene Beschuldigte den Strafbefehl nicht akzeptierte und nun eine gerichtliche Klärung einfordert.

  14. 29.

    Da Sie es nicht verstehen (wollen) empfehle ich Ihnen einfach, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Aber eigentlich wollen Sie nur vom Thema ablenken.

  15. 28.

    Hallo,

    natürlich kennt die AfD die Teilnehmer einer Reisegruppe. Jede politische Partei macht solche Reise (je nach Thema auch nach Berlin, Brüssel oder ein spezielles Ziel) und dazu werden nur bekannte Personen eingeladen. Man kennt dann auch die Ansichten der Mitreisenden.

  16. 27.

    Ach hören Sie doch gefälligst auf damit, diese Rechte Partei zu verharmlosen. Mittlerweile weiß doch fast jeder Mensch wie die Ticken. Besonders diese Weidel, um nur eine hier zu benennen.

  17. 26.

    Nennen Sie das Kind beim Namen. Der "liberale" Teil der AfD ist längst Geschichte. Und es gab auch in der NPD Menschen, die Ausländer gar nicht sooo schlimm fanden - trotzdem ist die Partei rechtsextrem.
    Sie wollen, dass die AfD dieses braune Stigma verliert, das sie so sorgsam pflegt? Dann sprechen Sie mit der AfD und relativieren Sie nicht.

  18. 23.

    Klingt nach Inszenierung um wieder mal die AfD zu diskreditieren. Wer weiß, wer die Person tatsächlich ist. Könnte ein Maulwurf sein...

  19. 22.

    Zuerst: finde den Vorfall schlimm und mag weder AFD noch Frau Weidel.
    Aber: es stimmt nicht, dass die einladende Person nur handverlesene Gäste auf die Liste nimmt. Ich war selbst vor vielen Jahren Teilnehmer bei so einer Reise auf Einladung von Herrn Winfried Hermann, Grüne / BW. War nicht Parteimitglied und nicht mit Herrn Hermann persönlich bekannt, sondern nur an grünen Positionen interessiert und mit den Organisatoren bekannt.

  20. 21.

    Mich würde mal interessieren, wie viele Stunden hier nachrecherchiert wurde, dass dieser "AFD-Gast" auch ja kein CDU/ SPD oder gar Grünen Parteibuch hat :D

  21. 20.

    natürlich ist die AFD weder verantwortlich noch zur Rechenschaft zu ziehen...
    ist sie doch quasi nur die 'Petrischale' auf der rechtsextremes Gedankengut gedeihen darf...

  22. 19.

    Die AfD hat zwei rechte Flügel. Oder wollen Sie ernsthaft behaupten, die AfD hätte einen linken Flügel? Das wäre wahrhaft witzig.
    Wie schon mehrfach erwähnt wurde, werden solche Einladungen nicht öffentlich ausgesprochen. In der Regel läuft es so, dass der (Wahl-)Kreisverband derartige Einladungen an die Ortsgruppen weiterleitet. Diese informieren die Parteimitglieder und die melden sich dann. Sobald alle Plätze in dem Bus, der die Besuchergruppe an den Ort des Geschehens fährt, per Anmeldung besetzt sind, werden keine weiteren Anmeldungen mehr angenommen. Es fahren in aller Regel Parteimitglieder und evtl. ein paar Sympathisanten mit, z.B. Ehepartner. Ganz allgemein ist es bei solchen Fahrten extrem unwahrscheinlich, dass sich Personen anmelden, die eine andere politische Einstellung haben als der/die Einladende. Genau so wird es in diesem Fall gewesen sein. Falls Sie es genauer wissen wollen, wenden Sie sich an den AfD-Verband im Wahlkreis von A. Weidel.

  23. 18.

    Die AfD ist durch und durch rechtsextrem und gibt sich einen bürgerlichen Anstrich.

    „Von der NPD unterscheiden wir uns vornehmlich durch unser bürgerliches Unterstützerumfeld, nicht so sehr durch Inhalte“.

    Dubravko Mandic * 12. Mai 1980 in Sarajevo, SR Bosnien und Herzegowina, SFR Jugoslawien) ist ein deutscher Jurist, Politiker (AfD) und rechtsextremer Aktivist.

  24. 17.

    Mit einer Engelsgeduld wurde Ihnen von Anderen der Hergang der Zusammenstellung v. Besuchergruppen, der Ablauf u. die volksverhetzenden Wortmeldungen der Besuchergruppe u. die korrekte Einordnung deren politischer Herkunft ins rechtsextreme Milieu sowie die selbstredend mitverantwortliche Weidel beim Namen genannt. Ihr Versuch der Disruption u. der Vernebelung ist gescheitert, aber Sie hatten die ersehnte Aufmerksamkeit.

    Zudem muss eine Partei nicht personell homogen rechtsextrem sein, um als rechtsextrem zu gelten. Es ist von signifikanter Bedeutung, dass z.B. das Kyffhäuser Treffen regelmäßig die Extremsten unter den Rechtsextremen vereint u. sich keinerlei Mühe gibt, dem Ganzen eine demokratische Maske zu verleihen. Wer Rechtsextreme duldet u. sogar hofiert, ist hinreichend rechtsextrem, v.a., wenn man Sammelbecken aller Rechten sein will: Alt-, Neonazis, Terrorist*innen, Neurechte etc. Dass Sie da noch diskutieren wollen, liegt an eigener Nähe zu entsprechenden Kreisen.

  25. 16.

    Es wird wohl keine einzige Partei detaillierte Hintergrundchecks der Interessenten machen, welche sich für eine Teilnahme an einer solchen Veranstaltung melden. Niemand muss sich sich in Deutschland das Verhalten einer anderen Person anrechnen lassen, noch nicht einmal wenn ein Verwandschaftsverhältnis besteht und in dem Zusammenhang erinnere ich daran, dass jemanden in Sippenhaft zu nehmen, nationalsozialistsichem Gedankengut entspricht.

  26. 13.

    Falsch. Die AfD hat einen rechten Flügel und ist in Teilen auch rechtsextrem. Das macht sie aber noch lange nicht zur rechtsextremen Partei. Bitte bemühen Sie sich um sachliche Informationen. Die werden Sie kaum im linksextremistischen Spektrum finden. Im Übrigen ist hier immer noch nicht geklärt, wie diese Typen zur Besuchergruppe kamen. Durch Ihre Bemerkungen schon gar nicht.

  27. 12.

    "Lesen Sie auch? „auf Einladung von Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel“. " Denken Sie auch? Und Sie wollen uns erzählen, Weidel kennt diese Leute persönlich und hat sie persönlich eingeladen?

  28. 10.

    Die Weidel lädt diese Leute ein und ist selbst nicht dabei? Ob die sich dafür schämt? Sollte sie jedenfalls.
    Und was geht in den Köpfen dieser Leute vor, anzureisen und sich dann so zu benehmen? Völlig unnötig sowas.
    Trotzdem erklär mir mal bitte einer die Anklage wegen Störung der Totenruhe.

  29. 9.

    Jedes Mitgleid des Bundestages darf en bestimmtes Kontingent an Leuten mit zu solchen Veranstaltungen nehmen. Das ist beispielweise auch bei Bundestagsbesichtigungen so und kein großes Geheimnis, zumal es im Text ausdrücklich nochmal erwähnt wird. Diese Teilnehmer wurden also sehr wohl von der AfD eingeladen.
    Finden sie sich damit ab, dass die AfD eine rechtsextreme, rassisistische Partei ist, die auch Anhängern der Nationalsozialistischen Ideologe bereitwillig ein Zuhause bietet. Mit Leuten wie Höcke hebt sie solche sogar in hohe Ämter.
    Natürlich können sie diese Partei weiter verteidigen und deren Verhalten relativieren. In dem Fall wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Blick in den Spiegel.

  30. 8.

    "Es sind nämlich genau solche Feinheiten, die ein Framing ausmachen."

    das ist kein "framing".

    die besuchergruppen bei veranstaltungen wie dieser bestehen ebenso wie die besuchergruppen, die in den bundestag eingeladen werden, im regelfall aus mitgliedern der partei, der auch der abgeordnete angehört.

    das ist in allen parteien so und hat etwas damit zu tun, dass diese fahrten nicht öffentlich beworben werden.

  31. 6.

    Das meint also Bernd Höcke mit der Vollendung der Wende. Es ist die Vollendung der erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad.

  32. 5.

    Es ist augenscheinlich dass immer wieder Besuchergruppen und/oder Mitglieder der AfD mit skandalösen Verhalten IN und außerhalb der KZ-Gedenkstätten auffallen. So auch in Sachsenhausen:

    "Er führte aus, dass die Opfer zuvor nach den Kriterien des „Kommissarbefehls“ in den Kriegsgefangenenlagern selektiert worden waren. Da fiel ihm ein Teilnehmer ins Wort: „Das stimmt nicht.“" ... "Als der Guide über die 1943 eingerichtete Gaskammer berichtete, kam wiederum eine Nachfrage: „Und wie wurde die betrieben? Mit Zyklon B?“ Auf die Antwort des Guides, dass in Sachsenhausen ein flüssiges Blausäurepräparat verwendet wurde, sagte dieselbe Person: „Und das glauben Sie?“

    Später griff ein Teilnehmer das Thema der Gaskammer wieder auf und sagte: „Gaskammern hat es im Zweiten Weltkrieg nur in den USA gegeben.“

    https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/nach-eklat-in-gedenkstaette-sachsenhausen-wie-die-afd-geschichte-politisch-instrumentalisiert/23015202.html

  33. 4.

    Wenn sich diese Leute als Interessenten für eine solche Reise gemeldet haben, die zudem das Bundespresseamt organisiert, wird wohl die AfD kaum gezielt an die einzelnen Figuren herangetreten sein, um dort Holocaustleugner nach Sachsenhausen zu schaffen. Insofern halte ich die Bezeichnung "AfD-Gästegruppe" für diffamierend. Vielleicht kann ja der RBB (sofern er seine Aufgabe als ö.r. Rundfunk ernst nimmt) mal herausfinden, wie solche Kontakte zustandekommen, ob es sich bei den Beschuldigten um AfD-Mitglieder handelt, oder was sonst die Bezeichnung "AfD-Gästegruppe" rechtfertigt.

    Es sind nämlich genau solche Feinheiten, die ein Framing ausmachen.

    Wer sich derart danebenbenommen hat, gehört selbstverständlich abgeurteilt.

  34. 2.

    Und dann?

    "Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hatte zeitnah den Guide, der die AfD-Gruppe durch die KZ-Gedenkstätte geführt und die Tour abgebrochen hatte, vernommen. Bereits diese Zeugenvernehmung hatte die Vorwürfe erhärtet."

    "Mehrere AfD-Besucher hätten die KZ-Verbrechen verharmlost und relativiert und dem Referenten der Gedenkstätte mangelnde Kompetenz und Manipulation unterstellt. Dieser brach den Besuch daraufhin ab."

    Was wollen sie denn abwarten?

  35. 1.

    Warten wir das Gerichtsurteil ab !

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