Bei einem Hausbesuch bei der 90-jährigen Anita Pfeiffer in Wettin bei Halle (Sachsen-Anhalt) kann Medizinstudentin Isabel Hillmann (r) mit Landarzt Dr. Stephan Fuchs den Blutdruck bei der Patientin messen (Quelle: dpa/ Grubitzsch)
Audio: Antenne Brandenburg | 21.08.2019 | Christian Wehry-Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg | Bild: dpa/ Grubitzsch

Brandenburg - Stipendium für Landärzte stark nachgefragt

Das Landärzte-Stipendium der Brandenburger Landesregierung ist bereits in der ersten Runde sehr gefragt: Für das beginnende Wintersemester seien bei der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) bereits 74 Anträge von Medizinstudenten eingegangen, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit.

Bis 2021 können pro Semester 25 Studenten ein monatliches Stipendium in Höhe von 1.000 Euro für ihre gesamte Studiendauer erhalten, wenn sie sich verpflichten, nach ihrer Ausbildung mindestens fünf Jahre lang als Landärzte in Brandenburg tätig zu sein. Für weitere 25 Studenten gibt es ein Co-Stipendium von bis zu 500 Euro monatlich, wenn sie bereits anderweitig gefördert werden.

"Wir wollen niemand abweisen"

Bis zum Bewerbungsschluss seien 68 Anträge für das Stipendium und weitere sechs für das Co-Stipendium eingegangen, berichtete KVBB-Sprecher Christian Wehry.

Von den 68 Medizinstudenten,die sich um ein Voll-Stipendium bemühen, hätten 45 ihr Abitur in Brandenburg abgelegt. Nun werde zunächst geprüft, ob die Anträge die Kriterien der Förderrichtlinien erfüllten. "Wenn dann mehr als 25 Anträge förderfähig sind, müssen wir mit dem Ministerium reden", sagte Wehry. "Wir wollen niemanden abweisen, der die Voraussetzungen erfüllt."

Die Studenten sollen sich für bestimmte Regionen verpflichten, in denen Ärztemangel herrscht. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg ist das "ist das in allen Regionen außer dem Speckgürtel um Berlin" der Fall.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren