Porträt des Berliner Sozialwissenschaftlers Andrej Holm (Quelle: imago/Christian-Ditsch.de).
Audio: Radioeins | 27.08.2019 | Interview mit Andrej Holm | Bild: imago stock&people

Interview | Andrej Holm zum Mietendeckel - "Ich sehe die Angst vor Investorenflucht überhaupt nicht"

Seit der Entwurf zum Mietendeckel von Bausenatorin Lompscher bekannt ist, herrscht Entsetzen bei Immobilienbranche und Opposition. Auch in der Berliner Koalition sind nicht alle begeistert von den Ideen. Stadtsoziologe Andrej Holm hält im rbb-Interview dagegen.

rbb: Acht Euro Kaltmiete maximal pro Quadratmeter – das ist der Vorschlag von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher. Herr Holm, wie finden Sie ihn?

Andrej Holm: Das ist ja der versprochene Mietendeckel, der im Eckpunktepapier im Juni schon diskutiert wurde. Zum Vergleich: Wir haben jetzt eine durchschnittliche Miete, die im Mietspiegel erfasst wird und etwa bei 6,56 Euro liegt. Das ist eine Mietpreisrichtung, die in vielen Fällen durchaus den aktuellen Bestandsmieten entspricht.

Es gibt ja aber eine ganze Menge Gegenargumente: Investoren sagen, sie würden jetzt verschreckt und es würde in Berlin keine einzige neue Wohnung gebaut. Obwohl wir die doch schließlich bräuchten.

Klar brauchen wir neue Wohnungen, und nach langen Diskussionen in der Koalition gibt es jetzt endlich den Stadtentwicklungsplan, der die Baufelder festgelegt hat, wo viele der neuen Wohnungen entstehen sollen. Da heißt es zum Beispiel, dass die Hälfte davon in gemeinwirtschaftlicher Trägerschaft erbaut werden soll, weil ja nicht jede Wohnung hilft, sondern tatsächlich nur die Wohnungen, die dann am Ende auch leistbare Mieten haben.

Im Moment sehen wir, dass privates Kapital überwiegend in Bestandsimmobilien investiert wird. Das heißt, es werden vor allem Häuser gekauft und Grundstücke, auf denen schon Häuser stehen, weil sich damit bisher viel Geld verdienen ließ. Man kann das Argument ja auch umdrehen und sagen: Wenn wir die Investitionsanreize im Bestand durch einen strengen Mietendeckel reduzieren, kann das Geld auch abfließen und viel stärker in den Neubau investiert werden. Denn Neubaumieten sind ja von diesen strengen Mietregulierungen ausgenommen. Neubau ist das einzige Geschäftsfeld, wo man dann mit Wohnungen noch Geld verdienen kann. Insofern sehe ich die Angst vor einer Investorenflucht überhaupt nicht.

Man muss vielleicht auch dazusagen, dass das zu den politischen Choreographien bei allen Debatten zum Mietrecht gehört – egal ob das die Mietpreisbremse ist oder Sozialquoten beim Neubau. Die Immobilienwirtschaft sagt immer:  Wenn Ihr das macht, dann bricht hier die Investition zusammen. Die ist weder bei den Sozialbauquoten zusammengebrochen noch bei der Mietpreisbremse. Das ist viel Getöse und hat mit der Realität wenig zu tun.

Das sieht Kai Warnecke anders, Hauptgeschäftsführer des Eigentümerverbandes Haus und Grund. Der sagte uns gestern wörtlich:"Frau Lompscher schlägt vor, dass diejenigen, die jetzt 14 oder 15 Euro am Kurfürstendamm oder in anderen Toplagen bezahlen, dass die in Zukunft auch nur sieben oder acht Euro bezahlen. Das wird bei den Eigentümern letztlich dazu führen, dass sie die Wohnungen gar nicht mehr anbieten können. Und der einzige Ausweg wird sein, die Wohnung an einen Selbstnutzer zu verkaufen, so dass der Mietmarkt immer kleiner wird." Was sagen Sie also diesen Kleineigentümern, von denen es ja auch viele in Berlin gibt, die vielleicht mit diesen Mieten kalkuliert haben und sich das dann nicht mehr leisten können?

Das sind ja ganz offensichtlich nicht die, die neu bauen. Was Herr Warnecke da beschreibt ist ein ganz klares Geschäftsmodell, aus einer Bestandsimmobilie Geld zu ziehen. Da kann man sagen, das Risiko besteht bei solchen Investitionen immer, das wissen auch alle, die in anderen Geschäftsbereichen Geld investieren. Und dass Mieten politisch reguliert werden können, ist kein Geheimnis, das Immobilienbesitzer überraschen sollte.

Und für diejenigen, die dann tatsächlich in eine wirtschaftliche Notlage geraten sollten, sieht ja sowohl der jetzige Entwurf als auch das Eckpunktepapier Härtefallregelungen vor. Genau wie die Immobilienwirtschaft sagt: 'Na die armen Mieter können doch einfach Wohngeld beantragen', dreht sich jetzt hier diese Argumentation um. Es ist ganz klar geregelt: Wer wirklich in Notlage gerät und seine Kosten aus der Miete nicht mehr decken kann, der kann ja Ausnahmen beantragen, die dann auch gewährt werden. Deswegen ist das aus meiner Sicht Panikmache und wir werden tatsächlich sehen, wie viele von diesen überteuerten Wohnungen es gibt, die tatsächlich mit realen Ausgaben gegengerechnet werden. Dass Vermieter sich jetzt aufregen, wenn sie statt 15 Euro nur noch 7,50 Euro nehmen können, das kann ich nachvollziehen. Aber ob das tatsächlich in den wirtschaftlichen Ruin führt - das wird nicht in allen Fällen so sein.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Nancy Fischer, Radioeins.

Kommentar

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51 Kommentare

  1. 51.

    1. Kleiner Irrtum von Herrn Holm: für 7,50 statt 15.- Euro vermietet man nicht, lässt die Wohnung lieber unvermietet, wodurch sich die Knappheit auf dem Berliner Wohnungsmarkt verschärft u der Wert der Wohnung steigt.
    2. Ohne Rendite keine Investition und auch keine Vermietung. Rendite- und Investitionsberchnung können weder Herr Holm noch Frau Lompscher.
    3. Vielleicht hat Herr Holm mitbekommen, dass Herr Draghi an der Nullzinspolitik festhält u das QE fortsetzt? Da die Inflation niedriger ist, als die durch Knappheit erzeugte Wertsteigerung, muss man sich nicht sorgen. Ist wie beim Gold, hat auch keinen Ertrag, steigt aber inflationsbereinigt im Wert.
    4. Die einzige Art, Mieten zu senken, ist das Wohnungsangebot zu erhöhen.
    5. insgesamt bin ich zuversichtlich, dass es den Berliner Rotgrünlinks-Sozialisten gelingen wird, die in der aktuellen Rezession einzig noch florierende Branche, nämlich die Baubranche, abzutöten. => Arbeitslosigkeit schützt nicht vor Räumungsklage.

  2. 50.

    Herr Holm steht Frau Lompscher so Nahe, dass ich nicht verstehe, warum man Frau Lompscher nicht direkt einen Kommentar zu ihrem Entwurf hat abgeben lassen. Andrej Holm berät als Mitglied des „Begleitkreises zum Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030“ die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Herr Holm kann - als Partei und direkt von seinen Auftraggebern abhängiger - die Pläne doch nur in allen Aspekten uneingeschränkt verteidigen. Warum wurde seine aktuelle Beratertätigkeit bei den Angaben "zur Person" einfach weggelassen ? Täuschung durch Unterlassung ?

  3. 49.

    Danke, jedoch kam es bei mir genau umgekehrt an. Andere Redaktionen ändern bei Updates nicht das Veröffentlichungsdatum (und stellen den Artikel wieder als "neu" in den Ticker), sondern ergänzen einen Update-Hinweis und markieren ggf. die Änderungen. So wirkt es auf mich schon so, als ob Sie dem Interview durch eine marginale Änderung mehr Leser bescheren wollten.

  4. 48.

    Lieber Observator,

    wenn wir etwas in unseren Beiträgen inhaltlich ändern, veröffentlichen wir diesen nochmal mit aktualisiertem Datum, um die Änderung transparent zu machen und dem Leser die Möglichkeit zu geben, sich aktuell zu informieren. Machen wir zum Beispiel oft beim Wetter.

    In diesem Fall haben wir den Infokasten mit Hintergrundinformationen zu Holm erneuert.

    LG
    rbb|24

  5. 47.

    Sie haben völlig recht. Wenn man die Mathematik aber als imperialistische Unterdrückungswissenschaft sieht, ist deren Gebrauch evtl. schon klassenfeindlich...

  6. 46.

    @RBB: Warum haben Sie diesen Artikel am 29.08. um 07:48 noch einmal in der Rubrik „Neu“ auf die Startseite gestellt, obwohl er bereits am 27.08. veröffentlicht wurde?

  7. 45.

    Wissenschaft ist nie wertfrei, sondern legt die Annahmen, Berechnungen und Schlussfolgerungen offen, so dass jeder die Herleitung nachvollziehen und sich selbst sein Urteil bilden kann. Die Auswirkungen staatlicher Eingriffe in das Marktgeschehen quantitativ zu berechnen (und damit auch der Politik zutreffende Prognosen zu ermöglichen), ist eine Kernaufgabe der Volkswirtschaftslehre und basiert überwiegend auf nicht ganz trivialen mathematischen Modellen (und nicht auf persönlichen Meinungsäußerungen).

    Wenn Sie eine schwere Krankheit haben, gehen Sie vermutlich auch nicht zu einem Soziologen, sondern zu einem Facharzt, der dafür viele Jahre intensiv ausgebildet wurde.

  8. 44.

    Deine Aussage:"Also bitte, bei welcher politischen Entscheidung ist denn Rücksicht auf die finanziellen Interessen aller genommen wurden" ist mir völlig unverständlich. Natürlich sollten politische Entscheidungen die (finanziellen) Interessen der Bevölkerung berücksichtigen. Zu Zeiten des Sozialismus in der DDR galt das natürlich nicht. Da wurden nur die Interessen der politischen Nomenklatura berücksichtigt. Deutschland ist (noch kein) Kommunistisches Land, daher gilt noch immer das Grundgesetz und nicht jede willkürliche Mehrheitsentscheidung ist damit demokratisch. Wenn Herr Holm sagt, er sehe keine Gefahr der "Investorenflucht", hat er entweder überhaupt keine Ahnung von wirtschaftlichen Entscheidungen oder er lügt. Würdest Du dein Geld in Mietwohnungen in Berlin stecken, wenn Du damit rechnen müsstest, das Du keine Rendite bekommst oder sogar die Mehrheitsentscheidung zur Enteignung droht? Willst Du Freiheit oder Sozialismus, Ludwig Erhard oder Honnecker ?

  9. 43.

    An dem Bericht und vielen Kommentaren ist zu erkennen, dass niemand einmal gerechnet hat wie man mit 8 EUR/qm einen Kaufpreis von 5.500,00 EUR/ qm refinanzieren soll, zzgl. Mietausfall und Reparaturen. Dann noch Vermögenssteuer usw. Das Kernproblem sind ungebildete Politiker, die eher in einen Sandkasten zum Spielen gehören anstatt in den Bundestag!!

  10. 42.

    Also bitte, bei welcher politischen Entscheidung ist denn Rücksicht auf die finanziellen Interessen aller genommen wurden? In einer Demokratie gilt nun einmal die Mehrheit. Zudem ist im Artikel eindeutig auf das Risiko des Investments hingewiesen. Die Entscheidung dieses Risiko auch in Kauf zu nehmen hat jeder Immobilienbesitzer für sich selber getroffen. Wenn nun das Risiko eintritt kann ich doch nicht hingehen und jmd hierfür die Schuld zuweise.

  11. 41.

    Die Schlussanmerkung ist schon sehr bezeichnend:
    "Dass Vermieter sich jetzt aufregen, wenn sie statt 15 Euro nur noch 7,50 Euro nehmen können, das kann ich nachvollziehen. Aber ob das tatsächlich in den wirtschaftlichen Ruin führt - das wird nicht in allen Fällen so sein."
    Der Ruin anderer wird offen in Kauf genommen. Für Menschen, die Immobilien für das Alter gekauft haben wird quasi die Rente gekürzt, ggf wird das Investment zum Verlustgeschäft. Wer wird dann weiter in Immobilien investieren? Der gute Herr Holm ignoriert einfach wirtschaftliche Grundgesetze. Wenn er und Frau Lompscher die DDR wieder haben wollen, ist die Haltung natürlich gut nachvollziehbar. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die LInke die soziale Marktwirtschaft nicht versteht oder verstehen will und den "richtigen" Kommunismus wieder einführen will. Wenn das so weiter geht, wird Deutschland zum einzigen sozialistischen Land der Erde. Das Problem der Zuwanderung kann auf jeden Fall so gelöst werden....

  12. 38.

    "Wirtschaftswissenschaftler mit Immobilien-Kenntnissen"? Was soll der denn hier schön rechnen? Die aktuelle Situation rund um die Miet- und Immobiliensituation in Berlin wurde viel zu lange aus rein wirtschaftlicher, kalkulatorischer Sichtweise betrachtet. Die Konsequenzen daraus haben die missliche Lage doch erst möglich gemacht. Hr. Holm als Stadt- und Regionalsoziologe ist in dieser Hinsicht meiner Meinung nach ein absolut kompetenter Interviewparner. Zudem wissen Sie doch gar nicht ob der Vorschlag von Fr. Lompscher "belastbare, rechnerisch plausible und nachvollziehbare wissenschaftliche Szenarien" zu Grunde liegt. Oder habe Sie da eine belastbare, nachvollziehbare Quelle?

  13. 37.

    Erwartet jetzt eigentlich jemand, daß die gutsituierten Mieter in den teuren Gegenden aus ihren Wohnungen ausziehen, weil sie nur noch die Hälfte kosten? Vielleicht in zwanzig Jahren, wenn sie runtergewohnt sind.

  14. 36.

    Bitte zur Kenntnis nehmen!:
    Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Mietpreisbremse (Veröffentlichung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages - PDF):
    https://www.bundestag.de/resource/blob/655694/2f63b844571553b9e41d302074aabc75/Mietpreisbremse-data.pdf

  15. 35.

    Ich will Analogien anführen, weil das vom streitbefangenen Gegenstand wohlverstanden etwas wegführt:

    Bis 1957 konnte im vorherigen Bundesgebiet jeder so schnell fahren, wie es das Fahrzeug her gab. Das Ergebnis war die höchste Anzahl von Verkehrstoten, über 10.000. Dann wurde innerhalb von Städten Tempo 60, später Tempo 50 erlassen.
    Wer das Messer zum Schneiden von Brot und weiteren Lebensmitteln benutzt, handelt sinnvoll. Wer das Messer zum Einstechen in Menschen benutzt, ist aktuell oder potenziell ein Mörder. Wer sich weigerte, das eine als sinnvoll und das andere als verwerflich zu bezeichnen, nähme Tötungen billigend in Kauf, weil ja andererseits die Freiheit zur Messerbenutzung eingeschränkt sei.
    Die behauptete Nutzenstiftung, die bei einer Geschäftstätigkeit behaupteterweise im Vordergrund stünde, wird dann absurd, wenn es um ein ungeregeltes Maximum geht. Gerade bei den "eigenen" vier Wänden. Die Instrumente zur Unterbindung müssen einem Staat vorbehalten bleiben.

  16. 34.

    ... Und du musst natürlich die Konsequenzen deines Handelns berücksichtigen und tragen, vor allem wenn Dritte davon betroffen sind.
    … Die Ökonomie ist – wenn Sie so wollen – die globalste Religion unserer Zeit.
    … In der Ökonomie treffen wir auch Annahmen – zum Beispiel dass Menschen egoistisch handeln oder dass sie genau wissen, was sie wollen. Aber wenn das Annahmen sind, dürfen wir nicht behaupten, dass es die Wahrheit ist. Sonst kommt der Ökonom abends in die Kneipe zu seinen Freunden und behauptet: Der Luftwiderstand existiert überhaupt nicht. Wir können also nicht sagen, dass die Menschen rationell sind oder Egoisten. Wir dürfen nicht die Mythen glauben, die wir selbst geschaffen haben. Sonst werden aus Annahmen Überzeugungen.
    … Das ist Problem ist, dass wir so tun, als wäre der Kapitalismus perfekt. Nein. Das ist er nicht. Die Märkte sind nicht perfekt. Aber wir erwarten von der Ökonomie, dass sie perfekt ist. Das ist lustig. …

  17. 33.

    Antwort auf: ObservatorDienstag, 27.08.2019 | 15:03 Uhr:
    Hier die Aussage eines Wirtschaftswissenschaftlers zur vermeintlich sachlichen Wirtschafts„wissenschaft“:
    … Wir tun immer so, als wäre die Ökonomie völlig neutral, wissenschaftlich, objektiv – wie eine mathematische Wissenschaft. Nehmen Sie zum Beispiel ein Ökonomie-Lehrbuch – es sieht genauso aus wie ein Physik-Buch. Das andere ist: Die Ökonomie ist voller Moral: Wir erzählen den Studenten, dass es völlig normal ist, ein Egoist zu sein, dass es sogar absolut natürlich ist. Wir unterstellen den Menschen, dass sie nur ihren Nutzen maximieren wollen – und dass das okay ist. Wir sagen den Leuten auch, dass es eine unsichtbare Hand des Marktes gibt und dass sie sich deshalb nicht um die moralischen Folgen ihres Handelns kümmern müssen. Ich sage: Es gibt keine unsichtbare Hand des Marktes. Du hast eine linke und eine rechte Hand – und du kannst damit Gutes oder Schlechtes tun. ...

  18. 31.

    Natürlich erwartet Herr Holms keine Probleme. Er wird sicherlich Frau Lompscher beim Verfassen beraten haben.

  19. 30.

    Die Sozialisten neigen eben zur allgemeinen Gleichmacherei. In der Realität ist aber nicht alles gleich. Natürlich wird es möglich sein, Häuser so billig zu bauen, dass man für 7,50 EUR vermieten kann. Dann halten die aber nicht lange und entsprechen vor allem auch nicht den heutigen Anforderungen an die CO2-Neutralität. Ich kenne jemanden, der baut Häuser, um sie an Leute mit erhöhtem Schutzbedürfnis zu vermieten. Da geht es nicht mehr nur um Einbruchschutz, sondern inzwischen auch um Schutz gegen terroristische Angriffe. Entsprechend massiv sind zum Beispiel die Zäune und Fenster. Da ist es doch wohl vollkommen klar, dass man sowas nicht für 7,50 und auch nicht für 15 EUR vermieten kann.

  20. 29.

    Sie tun mir so leid, diese armen, armen Investoren! Sie hatten es sich so schön zurecht gelegt. Eine Top-Rendite, den Mieter melken, bis er endlich auszieht, um dann endlich richtig Geld zu verdienen. Mensch, dann doch lieber Zahngold, oder unters Kopfkissen packen, oder Oldtimer kaufen...

  21. 28.

    "Mauerschützpartei"? Diese neusprachliche Wortschöpfung las ich doch vor kurzem unter einem anderen Artikel über Holm... da schrieb aber nicht "Immanuel", sondern "rbb24-Nutzer". Mit Google findet man sie auch noch in Kommentaren unter dem rechtsextremistischen Blog "PI-News". Ein Schelm, wer böses...

  22. 27.

    Wie sich die Linke die Stadt vorstellt, hatte Schubert kurz in der Abendschau angedeutet: Alle können sich überall in Berlin eine Wohnung leisten, auch am Ku'Damm. Dass damit dann der Wohlstandsbürger wieder nach Kreuzberg ziehen darf, ist ihr allerdings nicht in den Sinn gekommen.

    Holms Sachkenntniss kann man durchaus in Zweifelt ziehen, basiert die doch gerade auf einem klaren Feindbild: Die da oben sind per se böse, schafft doch der 15€-Vermieter am Ku'Damm keinen neuen Wohnraum. Dass gerade seine Partei immer wieder den Wohnungsbau ausbremst, egal ob privat nach Berliner Modell oder kommunal/genossenschaftlich, blendet er aus. Kritische Nachfragen gab es dazu nicht. Dafür müsste man ihn wohl in die Abendshow einladen.

  23. 26.

    Und ich hätte nie gedacht dass man nicht zwischen zwei (absichtlich?) gleichlautenden nicks unterscheiden kann.

    *dreifachfacepalm*

  24. 24.

    Holm ist beschädigt bzw. hat es selbst vollbracht. Seine Sachkenntnis anzuzweifeln und Richtung DDR-Diktatur zu polemisieren ist emotional und diffamierend, also unproduktiv. Interessant wäre es zu erfahren, wie sich Holm und Lompscher die Stadt langfristig vorstellen. Rache zu üben wird nichts bringen. Der Kapitalismus entspricht dem Menschen zu sehr asl dass er sich abschaffen ließe. Durch Feindbilder lässt sich keine soziale Gerechtigkeit herstellen. Wer von denen da oben = böse und die da unten = gut spricht, kategorisiert. Das ist pauschal und falsch. Nur ein Miteinander lässt Krisen meistern, niemals Frontenbildung. Parole: Krieg böse! (Kippenberger)

  25. 23.

    wieder was gelernt - so führt man also eine sachliche Debatte, in dem man das Gegenüber erst mal ordentlich denunziert. Beitrag zur Sache: null. Ich jedenfalls finde es in Ordnung, dass sich Politikerinnen und Politiker einen Kopf und auch Vorschläge machen, wie der Preistreiberei wirksam begegnet werden kann, im Sinne von Millionen Menschen, die auf Mietwohnungen angewiesen sind.

  26. 22.

    Andrej Holm? War da was? Ach ja, das erklärt, warum er seiner Parteifreunden beispringt. Die Eine seit 1981 in der SED, der Andere seit 1983 Stasizuträger und seit 1987 Mitglied der Mauerschützpartei SED. Das fördert das Zusammenheitsgefühl.

  27. 21.

    genau, die Sozialsisten! Gut, dass Sie das endlich mal klar aussprechen und die Diskussion sachlich bereichern! dsas wäre ja sonst fast unergegangen!

  28. 20.

    wichtig ist, dass man die Diskussion reichlich mit Begriffen wie "sozialistisch" anreichert. Damit das sachlich bleibt, lösungsorientiert. Gut!

  29. 19.

    Breaking News - Karl Marx sieht keine Investorenflucht. Rbb, echt jetzt? Ihr fragt Lompscher's Weggefährten Holm, was er vom Mietendeckel hält?!
    Holm und Lompscher wollen vermutlich eine Bodenreform durch die Hintertür. Um das Schicksal von Mietern und Vermietern geht es am Ende wohl gar nicht, die schweben in ganz anderen Sphären. Wenn der Boden wieder billig zu haben ist, weil die Eigentümer das nicht mehr finanzieren können, kann der Staat es wohlwollend kaufen und sich seine sozialistische Stadt zurechtplanen.
    Und Herr Müller merkt's nicht.

  30. 18.

    Zu Kritik gehören Fakten statt Parolen.

    Los, dann kritisieren sie! Können sie eben nicht. Sie können nur Unterstellungen ich wäre Sozialist. Womit sie genau so falsch liegen wie das Wutgeheul der Branche Inhalt hat.

  31. 17.

    "und nicht einen Wirtschaftswissenschaftler mit Immobilien-Kenntnissen?"

    Weil es eben beim Wohnen nicht nur um rein wirtschaftliche Aspekte gehen sollte. Oder fordern sie bei den Themen Gesundheit oder Bildung auch einen Wirtschaftswissenschaftler?

  32. 16.

    Eher erwarte ich hier ein Interview mit Sahra Wagenknecht als dass dem eigenen Kommentar widersprochen wird. Wo kämen wir hin, wenn Kritikern wie die Wohnungsgenossenschaften breiter Raum eingeräumt werden würde. Die sind eh nicht gut auf Lompscher zu sprechen, weil die auf dem Bauland sitzt wie eine Glucke auf ihren Eiern. Nur schlüpfen bei ihr keine Wohnungen.

    "nicht alle begeistert" kann als Untertreibung des Monats gewertet werden. Nur die Linke kann sich mit dem Entwurf anfreunden. Die Mehrheit der Regierungsparteien geht auf Distanz. Konsequenzen werden nur deshalb nicht gefordert, weil alle drei Parteien massiv ein Versagen auf unterschiedlichen Politikfelder zu verantworten haben.

  33. 15.

    Hauser, Obdach, Dienstag, 27.08.2019 | 13:35 Uhr:
    "...eigentlich sollte sich Herr Holm selbst fragen ob er sein Geld unter solchen halb sozialistischen Zuständen investieren würde. Aber ich denke er ist gut bezahlter Beamter und kennt keine eigenen Sorgen."

    Also ich bin im Aufsichtsrat von 2 Berliner Wohnungsbaugenossenschaften. Meine Genossenschaften würden sofort investieren, wenn die Preise für Grundstücke aufgrund des Mietendeckels wieder bezahlbar wären. Zur Zeit ist aber nur der Bau unbezahlbarer Wohnungen möglich und widerspricht damit den Zielen der Genossenschaften. Wenn die Mieten nachhaltig gedeckelt wären, dann würden die Grundstückspreise hoffentlich auf ein Niveau fallen, dass es Investoren wie den Genossenschaften ermöglicht Wohnungen zu bezahlbaren Mieten zu bauen.

  34. 14.

    Eine differenzierte und damit auch weniger klientelorientierte Meinung ist von Herrn Holm nicht zu erwarten. Er erhält nach wie vor Aufträge aus dem Resort von Frau Lompscher, das alle Steuerzahler finanzieren. Wer argumentiert schon gegen den Chef, der ihn ernährt.

  35. 13.

    Sehe ich ähnlich. Mit dem Wirtschaften haben es Soziologen nichts am Hut. Und Sozialisten können es grundsätzlich nicht. Preisbindung für Wohnraum unabhängig von der Lage widerspricht auch dem Mietspiegel. Der ist Konsens. Ein Einfrieren der Mieten ist temporär zu verantworten. Aber eine Absenkung durch staatliche Eingriffe ist verfassungswidrig. Das weiß die Linke auch. Es geht um populistische Maßnahmen. Das ist zu extrem und als Regierungspartei unverantwortlich. Aber ich erwarte nichts anderes.

  36. 12.

    Es ist ja eben keine Kritik wenn man mit Lügen, bestenfalls Halbwahrheiten und verdrehen von Tatsachen operiert. Zu Kritik gehören Fakten und keine wenn und aber... .

  37. 11.

    Es wäre ein Wunder und damit eine Nachricht wert gewesen, wenn Holm andere Meinung als Feau Lompscher wäre. Anstelle nur den Entwurf zur feiern, sollten auch die Kritiker wie Frau Pop zu Worte kommen.

  38. 10.

    Völlig richtig und vernünftig, was der Mann da von sich gibt. Etwas weniger Aufgeregtheit täte der ganzen Diskussion gut.

    Ich hatte übrigens eben gerade ein Mieterhöhungsverlangen der Deutschen Wohnen in meinem Briefkasten. Und zwar auf den Cent genau auf den maximal möglichen Betrag. Sanierungen gab es bei mir die letzten 11 Jahre keine- und bei meinem Vormieter in ähnlichem Zeitraum auch nicht.

    Bei meinen zwei vorherigen Vermietern, die jeweils nur diese eine Immobilie besaßen, war das übrigens auch nichts anders.

  39. 9.

    Warum befragt der RBB einen Soziologen (und dann ausgerechnet Herrn Holm) mit wachsweichen Fragen und nicht einen Wirtschaftswissenschaftler mit Immobilien-Kenntnissen? Hier geht es scheinbar nur um Meinungen und nicht um belastbare, rechnerisch plausible und nachvollziehbare wissenschaftliche Szenarien, ohne deren Beurteilung solche Vorhaben unverantwortlich sind.

  40. 8.

    Holm hat doch in allen Punkten recht. Man kann, wenn man bei klarem Verstand ist und zudem diese unsere Stadt mag und hier lebt (vielleicht ist man ja sogar geborener Berliner! Soll es ja noch ein paar hier geben..) nichts, aber auch gar nichts gegen ihn argumentativ entgegnen.. Einfach mal pro Mensch und nicht pro Rendite gedacht. Guter Mann!

  41. 7.

    Herr Holm hat völlig Recht. Es geht doch eigendlich um die Eigentümer die den Rachen nicht voll bekommen und wenn ich lese das Mieter ja Wohngeld beantragen können dann frage ich mich ob Herr Warnecke sich da bewusst ist was er von sich gibt. Was Frau Lomscher da macht ist schon in Ordnung und die SPD ist ja immer erst mal gegen alles , selbst nichts gebacken bekommen aber erst mal meckern. Warten wir einfach mal die Sache ab bis es Gesetzt ist und dann wird man sehen wie sich das entwickelt. Auf jeden Fall muss was passieren sonst ist keiner mehr in der Lage seine Miete zu zahlen.

  42. 6.

    "Das Wutgeheul ..." Ach ja, damit wird immer alles abgetan, was nicht der eigenen Meinung entspricht. Wer Kritik als Wutgeheul bezeichnet, den kann ich nicht ernst nehmen. Zu Herrn Holm ist eigentlich nur anzumerken, dass er - wie Sie offenbar auch - Sozialist ist. Daher herrscht dann eben eine diametrale Auffassung.

  43. 4.

    "Auch in der Berliner Koalition sind nicht alle begeistert von den Ideen" Grüne und SPD lehnen den Vorschlag von Frau Lompscher ab. Begeistert sind nur die Postsozialisten.

  44. 3.

    Schade dass die anschließenden Hörerbeiträge nicht aufgezeichnet wurden. Es meldete sich ein Hörer zu Wort der die Position von Herrn Holm nochmals ausdrückllich bestätigte. Der Hörer selbst stellte sich als angehender Immobilienhändler vor.

    Das Wutgeheul kann also nur vor dem Hintergrund gesehen dass die Branche um die horrenden und völlig übertriebenen Gewinnerwartungen jammert.

    Ich sehe es so wie Herr Holm: "Ich sehe die Angst vor Investorenflucht überhaupt nicht". Die sseriösen Vermieter und Investoren werden bleiben, die Heuschrecken und windigen "Investoren" werden sich neue Opfer zum ausplündern suchen.

  45. 2.

    ...eigentlich sollte sich Herr Holm selbst fragen ob er sein Geld unter solchen halb sozialistischen Zuständen investieren würde. Aber ich denke er ist gut bezahlter Beamter und kennt keine eigenen Sorgen.

  46. 1.

    Soweit der Öffentlichkeit bekannt, sollten die Mieten auf den Stand von Juli 2018 eingefroren werden. Der RBB verbreitet dies weiterhin irrtümlich als angeblich aktuellen Vorschlag von Lompscher.

    Beim Neubau gibt es auch rückläufige Tendenzen. Das Land stellt den städtischen zu wenig Bauland zur Verfügung, bei privaten interessiert sich die Linke aktuell in Lichtenberg für geschlossene Verträge mit privaten Bauherren. Da bedarf es schon unkritischer Fragen.

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