Müll in Neukölln (Bild: rbb/Christoph Parker)
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Video: rbb|24 | Stefan Oberwalleney | 08.08.2019 | Bild: rbb/Christoph Parker

Bezirksbürgermeister fordert höhere Strafen - "Illegaler Müll ist in Neukölln ein riesiges Problem"

Bretterstapel, kaputte Kühlschränke, löchrige Sofas: Auf Neuköllner Straßen sammelt sich der Müll. Der Bezirk hat bereits mehr Personal eingestellt, um die Verursacher zu finden und die Sachen wegzuschaffen. Das aber reicht nicht, sagt Bezirksbürgermeister Hikel.

Pappbecher, Essensreste, Verpackungen - oder gar Kühlschränke, Matratzen und Autoreifen am Straßenrand: In Berlin-Neukölln mehren sich Beschwerden über illegal entsorgten Müll. "Im Jahr 2018 gingen bei unserem Ordnungsamt über 12.000 solcher Meldungen ein, das waren mehr als 34 pro Tag", erklärte der Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) am Mittwoch im rbb-Inforadio.

Illegal entsorgter Müll sei tatsächlich "ein riesiges Problem in Neukölln", betonte er weiter. Dabei gehe es nicht nur um Privatverbraucher: Auch das Gewerbe entledige sich häufig seiner Hinterlassenschaften, um Entsorgungsgebühren zu vermeiden.

Dreck in Neukölln (Bild: rbb/Christoph Parker)
Bild: rbb/Christoph Parker

Hikel: Bußgelder verdoppeln oder verdreifachen

Die Bußgelder für solche Vergehen müssten deshalb drastisch verschärft werden, so Hikel. Die illegale Entsorgung von Autoreifen sollte beispielsweise künftig mindestens 250 Euro kosten. Bisher seien dafür zwischen 75 und 200 Euro Strafe fällig.

Hikel erklärt, das Neuköllner Ordnungsamt habe elf neue Stellen geschaffen, um das riesige Müllproblem anzugehen. Die Mitarbeiter seien neuerdings bis Mitternacht im Einsatz; allein könnten sie das Problem allerdings auch nicht lösen.

Sendung: Inforadio, 07.08.2019, 07:05 Uhr

Kommentar

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Antwort auf [Tremor] vom 08.08.2019 um 12:12
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60 Kommentare

  1. 60.

    Wer argumentieren will, sollte halt Argumente mitbringen.
    Und machen Sie Sich keine falschen Hoffnungen, denn es gibt nur drei Möglichkeiten:

    1. Man versucht eine Pauschallösung zu finden, die Lohn und/oder Strafe per Gießkanne auf ALLE ausschüttet (also auch auf jene, die gar keine illegale Müllentsorgung betreiben).

    2. Man denkt (wie ich vorgeschlagen habe) mal darüber nach, was für Leute sich für gewöhnlich so verhalten und versucht, eine zielgruppenorientierte Lösung zu finden.

    3. Man kommt zu keinem Ergebnis und das Problem bleibt ungelöst.

    Schöne Woche.

  2. 59.

    Ja, Herr Oberlehrer. Zurück zum Thema. Du lieber Himnel, mit Ihnen in Kommunikation zu treten ist schlichtweg unmöglich. Aber Sie bleiben sich zumindest selbst treu, egal zu welchem Thema^^/ Müll auf die Straße zu werfen ist nicht in Ordnung und ich hoffe für die Neuköllner Bürger (und auch für die in anderen Bezirken, wo das geschieht), dass Maßnahmen folgen werden. Tief durchatmen und allen ein schönes Wochenende :-)

  3. 58.

    Bei allem Respekt:
    Ich bin nicht dafür verantwortlich, was manche irgendwo hineininterpretieren wollen.
    Und ebensowenig kümmert mich sonderlich, wer mich (oder sich selbst) wofür hält.
    Doch wer mich für einen Fremdenhasser (der ich nicht bin) oder einen Konservativen (der ich momentan bin) hält und dies äußert, muss damit leben, dass ich umgekehrt in seine Kommentare ebenfalls hineininterpretiere, was mir so in den Sinn kommt. Gleiches Recht für alle.
    Da kritische Äußerungen betr. diverser Personengruppen eh nur ein Bombardement an Anfeindungen auslösen (man über ihren Wahrheitsgehalt aber nicht nachdenken oder gar diskutieren mag), ist man da als Konservativer in einer Lose-lose-Situation:
    Entweder man gibt sich heuchlerisch überkorrekt, man riskiert eine verbale Eskalation (die zu nichts führt) oder man schweigt (wozu Foren aber m. W. nicht da sind).
    Und nun bitte zurück zum Thema.

  4. 57.

    Dieser durchsichtige Versuch, mir Äußerungen zu entlocken, die man mir dann natürlich umgehend zum Vorwurf machen kann, erinnert verblüffend an das Verhalten diverser Journalisten Frauke Petry und Beatrix von Storch gegenüber, von denen man unbedingt wissen wollte, wozu Grenzpolizisten Waffen tragen, um dann anschließend die AfD zu einer Bande potentieller Massenmörder abstempeln zu können.
    Doch bedaure: So einfach mache ich es Ihnen nicht.
    Daher bleibe ich dabei: Wenn Sie wissen wollen, wo Müll für gewöhnlich illegal abgeladen wird und was für Personen das wohl demzufolge wahrscheinlich so tun, müssen Sie schon selbst darüber nachdenken und eigene Schlüsse ziehen.
    Allerdings traue ich Ihnen und Störenfrieda (Ach du Schreck! Ein Vorurteil! Aber so ganz frei scheinen Sie davon ja auch nicht zu sein, hm?) weder das eine noch das andere zu.
    Denn es scheint Ihnen beiden zu genügen, voller Empörung darauf hinzuweisen, was nicht gesagt werden darf.

  5. 56.

    "Unterstellungen (wie "Fremdenhass") vermeiden Sie ja nun auch nicht gerade. "

    nun, genau das wurde von ihr/ihm nicht unterstellt. Er/sie hat sie darauf hingewiesen, dass dieser Eindruck beim Lesen ihrer Beiträge entsteht. Diesen Eindruck haben hier offenbar einige- mich eingeschlossen.

    Gerade wenn das nicht ihre Absicht ist, ist das ein wichtiger Hinweis für sie, an der Formulierung ihrer Beträge etwas zu ändern. Ich würde mich wundern, wenn sie in diesem Falle gerne missverstanden werden würden.

  6. 55.

    Nein, nein, nein, so einfach ist das nicht. Wer Sie und Ihre Kommentare über eine längere Zeit kennenlernen dürfte, weiß, dass Sie oft Vorbehalte und auch eindeutige Abneigungen gegen Linke und Menschen mit Migrationshintergrund hegen. Wer hingegen @Störenfrieda kennt, weiß, dass sie schon immer deutlich auf Seiten der Humanität und des Gesetzes steht. Natürlich ist das Vermüllen der Strassen zu ahnden. Und egal wer dort wohnt und das aus welchen Gründen tut, das OA muss einschreiten und die restliche, „ordentliche“ Bevölkerung davor schützen. Ein Blick über den Tellerrand in andere Millionenstädte, auch in vielen anderen Ländern, würde helfen, es ist dort leider auch nicht besser. In einem Stadtteil, in dem es große Armut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit gibt, ist das nichts Überraschendes. Wer mit sich selber und seinem Leben nicht klar kommt, hat wenig Kapazitäten frei, sich um solche Dinge Gedanken zu machen. Dann muss der Staat an diesen Orten ein Auge mehr drauf haben. „Der Neuköllner“ an sich ist aber nicht zu verurteilen, oder vorschnell zu beschuldigen. Und Ferndiagnosen, wer der Buhmann sei, sind unangemessen. Das steht niemandem zu.

  7. 54.

    Unterstellungen (wie "Fremdenhass") vermeiden Sie ja nun auch nicht gerade.
    Und ich stelle lediglich Fragen wie:
    Was für Leute verursachen wohl den meisten, illegal abgeladenen Müll?
    Wo wohnen sie?
    Sollte man sie nicht eher bestrafen als ihnen fortwährend entgegenkommen?
    Würden sie ein Entgegenkommen eher annehmen oder ignorieren?
    Also Fragen, die Ihnen offenkundig unangenehm sind, da Sie Personengruppen (außer in den von mir zuvor genannten Beispielen) keinesfalls mit deren destruktivem Verhalten in Verbindung bringen möchten.

  8. 53.

    Bitte hören Sie auf unterstellend zu werden. Was ich lesen mag und was nicht, das wissen Sie ja nun gar nicht. Und Ihre "Wahrheit" muss nicht die Meine oder die Richtige sein. War ein Versuch, Sie möchten nicht darauf eingehen, dann belassen wir es doch dabei. Alles gut!

  9. 52.

    Fantasie ist eine feine Sache. Nur wenn man sie nicht im Griff hat, wird's schwierig.
    Ich habe mich so vage ausgedrückt, um eine ergebnisoffene Diskussion anzuregen. Denn eines steht fest: Wer auch immer irgendeiner Personengruppe (mutmaßliche Kapitalisten und Rechte nicht mitgerechnet) an irgendetwas irgendeine Schuld gibt, landet eh in der Fremdenhasserecke. Auch wenn er nicht hasst und das Fremde allen längst vertraut ist.
    Warum sollte ich da irgendwem das Ziehen eigener Schlussfolgerungen abnehmen?
    Sie wollen die Wahrheit nicht lesen und ich mag nicht lügen.
    Was bleibt da noch?

  10. 51.

    Wäre schön, wenn dem so wäre, dass Sie keinen Fremdenhass empfinden. Wer viele Ihrer Kommentare zu vielen Themen lesen gelesen hat, hegt aber schon öfter den Verdacht. Kompromisse sind das halbe Leben, dann versuchen Sie sich doch eindeutiger auszudrücken und die User (ich inklusive) versuchen das nicht sofort dahingehend zu werten. Auch ich empfand Ihren heutigen Kommentar als nicht okay. MfG.

  11. 50.

    Wer fragt "Welche Menschen laden wohl für gewöhnlich ihren Müll ab, wo sie nicht dürfen?" ist bereits ein rechtsextremer Rassist und hemmungsloser Hetzer?
    Schätze mal, unter dieser Limbostange käme nicht mal Ant-Man durch...

  12. 49.

    Höhere Bußgelder sind sicher richtig und notwendig. Dennoch sollte über eine kostenlose Abholung nach vorheriger Terminabsprache oder an festgelegten, bestimmten Tagen nachgedacht werden. Das ist mit Sicherheit für die Stadt kostengünstiger. Dann müssten die Strafen aber auch drastisch erhöht werden.
    Außerdem fehlen Papierkörbe /Abfalleimer und öftere Leerung der vorhandenen.
    Wie wäre es mit einem Rundschreiben der Hauseigentümer an ihre Mieter, dass Müll/Abfall in die Mülltonne/Abfalleimer bzw. In den Papierkorb gehört - z. B. wie auch die Zigarettenkippen. Unterwegs "angefallener" Müll oder Kippen sollte mit nach hause genommen und in den entsprechenden Mülleimern entsorgt werden. Jeder Einzelne sollte sich an SEINEM ANTEIL für SEINE STADT erinnern!

  13. 48.

    Feingefühl? Hier darf man kein Feingefühl an den Tag legen wenn man sich mit Rechtsextremen, Rassisten und hemmungslosen Hetzern gegen die Menschlichkeit anlegt.

    Mein Feingefühl hebe ich mir für andere Dinge auf.

  14. 47.

    Niemand, der sich derart positioniert, hat recht. Sondern Hass und Vorurteile. #OMASGEGENRECHTS

  15. 46.

    Nur mal ein kleines Intermezzo zwecks Klarstellung:

    1. Es wäre erfrischend, würden manche Personen darauf verzichten, jede Kritik an irgendwelchen Personengruppen automatisch als Hass zu bezeichnen.
    Ich hasse niemanden. Okay, von Leuten die mir ins Wort fallen, sich vordrängeln oder Rap für Musik halten vielleicht mal abgesehen.

    2. Wenn ich eine Abneigung entwickle, dann nicht gegen das Fremde, sondern gegen das Vertraute. Sprich: Dazu sind bei mir negative Erfahrungen vonnöten. Von nix kommt nix.

    3. @ Mark: Womit habe ich einer BESTIMMTEN Gruppe (von den Müllverursachern mal abgesehen) die Schuld an irgendetwas gegeben?
    SIE haben meine Worte sofort als eine Kritik an Personen verstanden, an denen Sie offenbar keine Kritik zulassen wollen.
    Zum Vergleich: Das ist in etwa so als hätte jemand geäußert "Einer von euch hat etwas Böses getan...", woraufhin ein anderer mit hochrotem Kopf aufspringt und ruft "Aber ICH war es nicht!".

  16. 44.

    Und damit beenden wir diese Debatte um Tucholsky, um den es in diesem Artikel nicht geht.

  17. 43.

    Tut mir furchtbar leid, dass es gegen Ihr Feingefühl verstößt, wenn jemand bez. illegaler Müllentsorgung die Frage aufwirft, was für Menschen wohl in den entsprechenden Gegenden wohnen.

    @ KL: Danke.

  18. 42.

    Falsch. Tucholsky würde sich im Grabe umdrehen, wenn er mit ansehen müßte, wie Leute, die sich als links ausgeben das Geschäft des globalen Großkapitals betreiben und eifrig mithelfen, den Sozialstaat mittels Herbeischaffung alimentierter Konsumenten zu plündern und die Löhne mittels Billigarbeitskräften zu drücken und damit sowohl in den Herkunftsländern als auch in den Zielländern großen Schaden anrichten. Er würde sich gruseln vor Leuten, die das mitmachen und Kritiker als Nazis diffamieren und damit die Nazis verharmlosen. Er hat die wirklichen Nazis nämlich noch erlebt.

  19. 41.

    Lassen sie da Kurt Tucholsky heraus! Das ist ja noch widerlicher! Tucholsky verstand "sich selbst als linker Demokrat, Sozialist, Pazifist und Antimilitarist" und würde sich im Grab umdrehen wenn er sehen könnte wie sein Name oder Aussagen von denen mißbraucht werden, die er sein Leben lang auf seine Art bekämpft hat! Pfui!

    "Deutsche, kauft deutsche Zitronen!"

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