05.08.2019, Berlin: Eine Lehererin begrüßt nach der Eröffnung der Integrierten Sekundarschule Mahlsdorf ihre Schüler (Quelle: dpa/ Kumm)
Bild: dpa/ Kumm

Berlin - Qualitätskommission für Schulen startet im September

Die geplante Qualitätskommission für Berliner Schulen soll am 11. September ihre Arbeit aufnehmen. Das teilte die Bildungsverwaltung am Freitag nach einem Gespräch der Senatorin mit dem Vorsitzenden des Gremiums, dem Bildungsforscher Olaf Köller, mit. Bei dem Treffen sei es um die konkrete Ausgestaltung der Kommission gegangen.

Wie es weiter hieß, haben weitere Bildungsforscher wie Felicitas Thiel, Yvonne Anders und der Hamburger Ex-Schulstaatsrat Michael Voges ihre Mitarbeit zugesagt. Der  Landesschulbeirat, Elternvertreter und der Landesschülerausschuss machten auch mit.Sie sollen helfen, den Unterricht zu verbessern. Dabei soll es vor allem um die Kernfächer Deutsch und Mathematik an Grundschulen gehen.

Mehr Deutsch- und besserer Mathematikunterricht geplant

Das Expertengremium soll die Umsetzung eines Anfang des Jahres beschlossenen Maßnahmekatalogs für mehr Schulqualität begleiten. Dazu zählen mehr Deutsch- und besserer Mathematikunterricht an Grundschulen. Hintergrund: Bei Vergleichstests in Lesen, Schreiben
und Rechnen schneiden Berliner Schüler regelmäßig schlecht ab. Zudem verlässt jeder zehnte Schulabgänger die Schule ohne Abschluss.

Scheeres hatte die Kommission zum Schuljahresbeginn vor zweieinhalb Wochen angekündigt, als sie wegen Lehrermangels, fehlender Schulplätze und Unterrichtsausfalls schwer unter Beschuss stand.

Sendung: Inforadio, 23.08.2019, 19:35 Uhr  

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7 Kommentare

  1. 7.

    Das Thema Toiletten zieht sich durch Berlin wie die Spree. Schon in den 1980er Jahren in West Berlin war es am Gymnasium eine Mutprobe auf Toilette zu gehen. Generation später in meiner Familie ist es an der selben schuld immer noch eine Mutprobe. Und das Thema fehlende deutschkenntnisse, das ist hausgemacht. Die Politik lobt dich Multikulti und freie Entfaltung aller, da fehlt der politische Wille allen die Amtssprache deutsch auf zuzwinkern. Fahrkartenautomaten, Formulare in den Behörden gibt es doch in den Gastsorache und notfalls kommt der Dolmetscher, also erstmal dieses abschaffen und schon wird fleißig deutsch gelernt, spätestens wenn es kein Geld mehr gibt wegen fehlender Formulare.

  2. 6.

    Diese Idee ist sinnvoll. Ohnehin ist die Wiedereinführung der Vorschule bitter nötig. Seit Abschaffung der Vorschule und der 13. Klasse ging es steil bergab mit Berlins Bildung. Ein Jahr vor der Einschulung verbindlich Deutsch zu lernen, das macht wirklich Sinn. Nur interessiert sich kein Mensch für unsere Ideen. Die Situation wird weiter ausgesessen.

  3. 5.

    Vor Jahren wurden die externen Schulevaluationen eingeführt um die Qualität der Bildungsarbeit an den Schulen zu verbessern. Schulleiter, Lehrer, Eltern waren in diesen Gremien dabei. Offensichtlich hat es nicht viel gebracht wenn stattdessen wieder eine neue Kommission gebildet werden soll. Besser wäre es Geld in die Ausbildung der Lehramtsstudierenden zu investieren damit diese guten Mathematik- und Deutschunterricht erteilen können. Ein vorgeschaltetes Schuljahr für alle Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen. Egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund.

  4. 4.

    Und wenn sie bis dahin nur Deutsch lernten, hängen sie ja dann dafür mit dem anderen Stoff hinterher und bremsen den Unterricht aus. Oder sollen sie dann erst eingeschult werden? Das geht auch nicht. Dann sind sie zu alt für die 1. Klasse. Das geht auch nicht. Viele Kinder, die in der Grundschule weit über dem Durchschnittsalter sind, bringen auch so ihre Auffälligkeit, dann eher psychosozial, mit. Auch kein guter Plan. Alle Eltern, die ihre Kinder einschulen wollen, die aber nicht ausreichend Deutsch sprechen, sollten zusätzlich einen verbindlichen Sprachkurs absolvieren. Natürlich samt Eltern. Für diese muss aber gesorgt werden. Dann wäre das Kind schulisch integriert, so lernt man am schnellsten eine Sprache und bekommt zusätzlich Förderung. Die Einschulung zu verweigern verschiebt die Probleme nur und schafft andere.

  5. 3.

    Und dann mit 8 oder 9 in die 1. Klasse? Die Idee ist nicht alltagstauglich. Sehr spät eingeschulte Kinder sind sehr häufig verhaltensauffällig und stören den Ablauf. Da würde sich dann die Katze in den Schwanz beißen. Normal einschulen und z.b. samstags Förderunterricht. Da sind die Räume verfügbar und ehrenamtliche Helfer in vielen Schulen auch. Das derzeitige Bildungssystem gibt Ihren Vorschlag so definitiv nicht her.

  6. 2.

    In den Brennpunktschulen ist Anteil an Kindern mit sehr mangelhaften Deutschkenntnissen erschreckend hoch. Hier muss deutlich früher angepackt werden. Es sollten keine Kinder eingeschult werden, die nicht gewisse Mindeststandards an Sprachvermögen erfüllen. Lieber ein zwei Jahre ausschließlich in speziellem Sprachunterricht verbringen, als das Unterrichtsniveau für eine ganze Klasse runterzuziehen.

  7. 1.

    Vielleicht bei sofort umzusetzenden Mindeststandards für die Schüler*innentoiletten anfangen. Denn, wenn sich Schulanfänger und auch ältere Kinder den ganzen Tag nicht trauen auf die Toilette zu gehen, weil die zu ekelig sind und fürchterlich stinken, dann wird das auch mit dem Konzentrieren aufs Lernen schwer!
    Qualifizierte Mitarbeiter*innen würden jedem Unternehmen davonlaufen, das ihnen entsprechend ecklige Toiletten zumutet. Erstaunlich, dass sich trotz jahrzehntelanger Klagen der SVn am katastrophalen Zustand vieler Schultoiletten wenig nachhaltig geändert hat. Mitbestimmung, Kinderrechtskonventionen, etc. pp. - alles nur Pustekuchen?!
    Wie wäre es mit viel, viel, viel mehr RESPEKT für die primären Bedürfnisse der Kinder?

    Vgl. dazu (auch die Verlinkungen und eingebetteten Videos der Kinder): https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.schultoiletten-in-deutschland-vielen-schuelern-stinkt-s-gewaltig.b0080530-a035-433b-b2c2-78b96be5b045.html

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