Symbolbild - rechtsextreme Demonstranten (Bild: imago images/Jochen Tack)
Bild: imago images/Jochen Tack

Erstes Halbjahr 2019 - Zahl rechtsextremer Demos in Brandenburg gesunken

59 rechtsextreme Demonstrationen und Kundgebungen registrierte die Brandenburger Polizei im ersten Halbjahr 2018 - im ersten Halbjahr 2019 nur noch 32. Auch sogenannte Bürgerstreifen gibt es deutlich weniger.

Die Zahl rechtsextremer Demonstrationen und Aktionen in Brandenburg ist im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zurückgegangen. Die Polizei habe in den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres 32 rechtsextreme Aktivitäten wie Demonstrationen, Kundgebungen oder Infostände registriert, teilte das Innenministerium laut DPA-Meldung vom Freitag als Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linke-Abgeordneten Andrea Johlige mit. Im ersten Halbjahr 2018 waren 59 Fälle dokumentiert worden und 112 im gesamten Vorjahr.

Kaum noch sogenannte Bürgerstreifen

Weitgehend aufgegeben wurden im zweiten Quartal dieses Jahres sogenannte Bürgerstreifen, bei denen Rechtsextreme angeben, in Städten auf eigene Faust für Ordnung sorgen zu wollen. Im ersten Quartal 2019 wurden noch 25 dieser Aktionen gezählt. Vor allem in Cottbus, sowie den Landkreisen Barnim und Oberhavel gab es derartige Streifen.

Zwischen Anfang April und Ende Juli gab es nach Angaben der Behörden jedoch nur noch einen Fall. Im zweiten Halbjahr des letzten Jahres waren 53 dieser Bürgerstreifen registriert worden.

Johlinge: Mobilisierungskraft sinkt

Erfreulich sei, dass die Zahl der rechtsextremen Aktivitäten in Brandenburg zurückgegangen sei, sagte Johlige. "Auch im 2. Quartal setzt die Szene eher auf kleinere Aktionen und auch die Mobilisierungskraft schwindet weiter."

Ein gegenläufiger Trend zeige sich dagegen in Cottbus. "Hier ist die Szene nach wie vor in der Lage, eine Veranstaltung mit 600 Teilnehmern auf die Beine zu stellen", sagte die Landtagsabgeordnete. Auch in der Uckermark sei die Szene präsent, allerdings ohne große Resonanz.

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Oh doch, schon geschehen. Und gleich noch 500 Euro Miete gespart. Pro Monat wohlgemerkt. Nazis sind weit und breit nicht zu sehen, nur die blauen Plakate nerven. Aber das ist in Reinickendorf und Lichtenberg ja auch nicht anders.

  2. 3.

    Und immer wieder Cottbus...

  3. 1.

    Schön. Aber hoffentlich kommen realitätsferne Großstädter jetzt nicht gleich auf die Idee, nach Brandenburg ziehen zu wollen. Das kann niemand wollen.

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