Hell leuchtet das Blaulicht an einem Polizeiwagen an der Alte Schönhauser Straße (Quelle: DPA/Paul Zinken)
dpa
Audio: rbb88.8 | 09.09.2019 | Matthias Bartsch | Bild: dpa

21-jähriger Mann verletzt - Antisemitischer Angriff in Friedrichshain

In Berlin-Friedrichshain ist es offenbar am Montagmorgen zu einem antisemitischen Übergriff auf einen 21-jährigen Mann gekommen.

Laut Polizei unterhielt sich der junge Mann gegen 5:00 Uhr vor einer Diskothek am Warschauer Platz mit drei gleichaltrigen Freunden auf Hebräisch. Ein Unbekannter habe dies gehört, sei auf den 21-Jährigen zugegangen und habe ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Anschließend floh der Angreifer vom Tatort. Das Opfer erlitt eine Gesichtsverletzung. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat die Ermittlungen übernommen.

Müller reagiert geschockt

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) zeigte sich "empört" und verurteilte den Angriff. "Auf den Straßen und Plätzen unserer Stadt ist es eine Selbstverständlichkeit, dass alle Sprachen dieser Welt gesprochen werden", erklärte Müller.

Das gelte gerade in Berlin mit seiner Geschichte von Nationalsozialismus und Holocaust auch für das Hebräische, fügte der Regierungschef hinzu. Er sei empört darüber, "dass offensichtlich das Sprechen der Sprache des Staates Israel genügt hat, dass ein Angreifer zuschlägt".

Sendung: Abendschau, 09.09.2019, 19:30 Uhr

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Antwort auf [Torsten] vom 10.09.2019 um 19:31
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9 Kommentare

  1. 9.


    Sie versuchen genau das was sie anderen vorwerfen.

    "Ihr dürft schon eine eigene Meinung haben, sie muss nur meiner Meinung entsprechen!"

    "Ob eine Partei demokratisch ist, oder nicht stellt bei uns zum Glück immer noch das Bundesverfassungsgericht fest und nicht irgendwelche einzelne Personen, deren Partei in der Wählergunst sinkt."

    Sie wissen also welche Kommentatoren welcher Partei angehören? Zum Glück haben wir noch andere Institutionen als das BVG, ich z.B. empfinde die Presse durchaus als "vierte Gewalt".

    https://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Gewalt

    Und was Anglizismen angeht, sollten sie sich damit abfinden dass diese schon längst zu unserem Alltag gehören und sich mal mit der Bedeutung des Wortes auseinandersetzen. Wer zum Thema auf ein völlig anderes Thema verweist, der betreibt nunmal whataboutism.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Whataboutism

  2. 8.

    Herzlichen Glückwunsch an Herrn Pazderski, welcher garantiert kein Rechtsradikaler ist. Ich hoffe, dass er auch in der Bundespolitik der AfD zukunftig eine noch größere Rolle spielen wird.

  3. 7.

    Liebe Kommentierende,
    bitte bleiben Sie beim Thema, und das ist "Pazderski als AfD-Fraktionschef wiedergewählt".
    Danke,
    das Team von rbb|24

  4. 6.

    Zum Glück leben wir in einer Demokratie, in der jeder seine Meinung frei äußern kann.
    Ob eine Partei demokratisch ist, oder nicht stellt bei uns zum Glück immer noch das Bundesverfassungsgericht fest und nicht irgendwelche einzelne Personen, deren Partei in der Wählergunst sinkt.
    Billig ist hier nur, dass mit irgendwelchen Anglizismen- "whataboutism" - versucht wird, anderen die freie Meinungsäußerung zu verbieten.
    Das sind sie, die wahren Demokraten!
    Ihr dürft schon eine eigene Meinung haben, sie muss nur meiner Meinung entsprechen!

  5. 5.

    Ja und? Auch Kalbitz und nicht wenige Neonazis haben mal einen Eid auf unser GG geschworen.

    Das Thema lautet hier die AfD und keine anderen Parteien, also ist ihr billiger whataboutism fehl am Platz.

  6. 4.

    Selbst das setelle ich in Abrede. Die Politik der rechtsextremen und völkisch-nationalen AfD ist mit den Grundsätzen unserer Demokratie unvereinbar.

  7. 3.

    Warum auch!? Er ist Oberstleutnant a.D. und hat einen Eid auf das GG geschworen. Mir ist auch nicht bekannt, dass er jemals dagegen verstoßen hat. Teile der LINKEN wurden im übrigen auch vom VS beobachtet.

  8. 2.

    Die Berliner AfD ist politikfähig

  9. 1.

    Die rechtsextreme AfD macht weiter wie bisher. Von wegen keine Kämpfe zwischen Flügel und den angeblich "moderateren Kräften". Auch diese sog. "moderateren Kräfte" sind genau so rechtsextrem wie der völkisch-nationale "Flügel" der AfD und deren Vertretern mit eindeutiger rechtsextremer Biografie.

    Sie werden "nur" nicht von den VS Ämtern beobachtet.

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