ADFC-Kreisfahrt in Berlin am 21.09.2019 (Bild: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

ADFC-Kreisfahrt in Berlin - 2.000 Radfahrer strampeln für besseres Klima

Rund 2.000 Fahrradfahrer haben nach Angaben der Veranstalter am Samstag mit einer Kreisfahrt durch Berlin für Klimaschutz und eine Verkehrswende demonstriert.

Radfahrer hätten in dieser Stadt große Probleme im Verkehr, sagte Nikolas Linck vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Der Straßenraum müsse neu aufgeteilt werden. Mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger sei notwendig. Für eine echte Verkehrswende und das Erreichen der Klimaschutzziele müsse der Radverkehr gestärkt werden, betonte Linck.

Die Tour im Rahmen der Klima-Aktionswoche von "Fridays for Future" begann am Potsdamer Platz und führte unter anderem durch Kreuzberg, Pankow und Charlottenburg. Nach Angaben des ADFC verlief alles ohne Störungen. Auch die Polizei sprach von einem ruhigen Verlauf.

Sendung: Radioeins, 21.09.2019, 18 Uhr

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Antwort auf [Alfred Neumann] vom 21.09.2019 um 19:29
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13 Kommentare

  1. 13.

    "Mit Ihrem ständig genutzten Wort "Unsinn" werten Sie Ihre eigenen Kommentare nur selbst ab."

    Ein Glück ist das IHRE Meinung und nicht allgemein gültig, wenn ich Unsinn sehe, dann nenne ich den auch so.

    "Ich fahre im Übrigen ständig Rad, definitiv aber nicht am Vatertag." Aha, so 50km/Jahr?

    "Ich habe nichts gegen den Ausbau der Infrastruktur fürs Fahrrad, habe ich nicht mal hier geschrieben." Dann ist das was sie angeblich denken und was sie hier schreiben völlig gegensätzlich. Das nehme ich ihnen nicht ab.

    "Es ist aber nicht die Lösung, da die Strecken der Pendler in den meisten Fällen länger sind, als die Strecke, die diese per Fahrrad zurücklegen wollen oder können."

    Sie gehen von sich aus. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache, es würden noch viel mehr sein, gäbe es endlich eine sichere und sinnvolle Infrastruktur. https://adfc-berlin.de/radverkehr/677-fahrradklima-test-2018.html

    Es gibt eine stetige Zunahme der Alltagsradler und 15 km sind Standard.

  2. 12.

    Sowohl die Länge als auch die Taktung der Bahnen sind aber nun mal begrenzt. Wenn wie gewollt noch mehr Menschen den ÖPNV nutzen werden, wird für Radfahrer schlicht kein Platz mehr bleiben, selbst wenn mehr Bahnen als heute fahren. Warum der verbrauchte Platz für ein Fahrrad in der Bahn sinnvoller sein soll als für drei weitere Fahrgäste, müssen Sie aber mal erklären. Für mich macht es mehr Sinn, vier Menschen zu transportieren, als einen Radfahrer mit Untersatz auf derselben Fläche. In anderen Ländern fährt man mit dem Rad auch nur bis zum Bahnhof, wechselt dann in die Bahn und nutzt ab dem Zielbahnhof ein zweites Rad. Nur so ergibt das für mich auch Sinn. Leider fehlt in Deutschland dafür aber auch die erforderliche Infrastruktur oder ist, falls mal vorhanden, schlicht zu teuer. Hier besteht deutlich mehr Nachholbedarf.

  3. 11.

    Mit Ihrem ständig genutzten Wort "Unsinn" werten Sie Ihre eigenen Kommentare nur selbst ab. Ich fahre im Übrigen ständig Rad, definitiv aber nicht am Vatertag.
    Ich habe nichts gegen den Ausbau der Infrastruktur fürs Fahrrad, habe ich nicht mal hier geschrieben. Es ist aber nicht die Lösung, da die Strecken der Pendler in den meisten Fällen länger sind, als die Strecke, die diese per Fahrrad zurücklegen wollen oder können. Dass Sie solche Strecken fahren, ist mir bekannt, geben Sie ja bei jeder Gelegenheit zum Besten. Sie sind damit aber nicht der Durchschnitt. Und wenn eben diese Radfahrer dann in den Bahnen landen, weil die Strecke zu lang ist, dann ist keinem geholfen sondern im Gegenteil.

  4. 10.

    "Und dann bitte auch keine Räder mehr in Bussen und Bahnen"

    in Bussen dürfen ausser Nachts keine Fahrräder mitgenommen werden


    "Ein Rad verschwendet den Platz für drei Passagiere, in den völlig überfüllten Waggons ist das nicht hinnehmbar."

    ein Rad verschwendet keinen Platz, sondern nimmt ihn sinnvollerweise ein.
    Aber in einem tumindest haben sie recht: die Waggons sind viel zu voll. Das Resultat davon ist aber nicht, die Räder raus zu werfen, sondern endlich die Anzahl Waggons zu erhöhen. Mit höheren Taktzeiten und mehr Fahrzeugen.
    Ein Skandal, dass alles erst eskalieren muss, bevor hier was passiert. Daran sind viele Schuld. Die Radfahrer gehören da aber sicher nicht dazu.

  5. 8.

    Haarsträubender Unsinn mit den üblichen Vorurteilen der Radfahrerhasser und derer die ein Fahrrad höchstens mal am "Vatertag" benutzen um den Führerschein nicht zu verlieren.

    Die Anzahl der Alltagsfahrer steigt seit Jahren kontiunierlich an, ohne dass sich die Infrastruktur merlich gebessert hat, nehmen wir die Todesschneise T-Damm als Beispiel.

    Da kann ich es verstehen dass Leute die U.Bahn benutzen um diese Selbstmöderstrecke zu überwinden.

    Ein Alltagsradfahrer mit entsprechend guten Rad benutzt so gut wie Öffis, man verliert viel zu viel Zeit dabei. Man ist von Spandau bis Neukölln schneller wie mit der U-Bahn.
    Wäre die Infrastruktur noch entsprechend, würde man noch mehr Zeit einsparen, da liegt der Hase im Pfeffer!

    Radfahren könnte einen große Rolle in der Verkehrswende spielen wenn man die Stadt entsprechend sicherer macht.

  6. 7.

    Fact 1: 24% MIV-Anteil im viel kleineren Amsterdam
    Fact 2: 18% MIV-Anteil innerhalb des Berliner S-Bahn-Ringes

    Was machen die Niederländer falsch?

  7. 6.

    Die Sternfahrten des ADFC gibt es auch nicht erst seit gestern. Es hat sich aber noch nicht viel getan für die Radfahrer.

  8. 5.

    Man kann in den Niederlanden sehen, dass es sehr schade sein muss, Städte factfeindlich umzubauen.

  9. 4.

    Die Forderungen der Radfahrer sind ja nun hinlänglich bekannt und auch, dass sie nicht der Nabel der Welt sind. Es gibt auch noch andere Verkehrsteilnehmer und auch die haben Rechte. Der Umbau der Straßenlandschaft geht eben nicht von heute auf morgen und genauso ist es mit dem Ausbau des ÖPNV , inkl. Beschaffung neuer und weiterer Busse, U-Bahnen, Straßen -und S-Bahnen, plus Einstellung von Personal. Als das steht auch im Mobilitätsgesetz und soll bis 2030 klappen.
    Also Geduld, geht nun mal nicht anders.
    Es geht auch nicht schneller, wenn man deshalb regelmäßig die Straßen blockiert.

  10. 3.

    Der ADFC hat diese Demo schon veranstaltet, als das Wort Klimawandel nur unter Forscher bekannt war. Die haben sich dieses Jahr an das Thema rangehängt. Dabei ist sowohl für den Autofahrer wie für den Radler nicht das jeweils andere Verkehrsmittel die Alternative auf dem täglichen Wegen, sondern der ÖPNV. Das weiß auch der Senat aus seinen periodischen Verkehrsbefragungen.

    Hat der ADFC wie üblich die Zahl der Teilnehmer mitgezählt, die nur eine kurze Strecke mitgefahren sind oder sind die 2.000 die, die auf der ganzen Strecke dabei waren? Bei der Sternfahrt liegt regelmäßig mindestens der Faktor 3 zwischen neutralen und Veranstalterangaben.

  11. 2.

    „Radfahrer hätten in dieser Stadt große Probleme im Verkehr...“ -dem muss man voll und ganz zustimmen. Die größten Gefahren gehen von einigen Autofahrern aus, die durch die Gegend rasen, schnell noch mit 70 bei Rot über die Ampel fahren, ohne zu schauen Autotüren aufreißen, ohne zu schauen rechts abbiegen, zu dicht überholen und bei alldem ignorieren, dass sie dies mit tonnenschweren Geräten fabrizieren. Der Straßenraum muss dringendst beruhigt und neu aufgeteilt werden. Und dies so langsam auch mal in Stadtbezirken die seit Jahrzehnten unter autofreundlicher CDU-Politik ächzen. Bestes Beispiel: Residenzstraße in Reinickendorf, eine einzige Katastrophe!

  12. 1.

    Radfahren ist nur ein winziger Teil der Lösung. Wir brauchen vor allem einen schnellen, konsequenten und aufeinander abgestimmten Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs in Berlin. Diese Stadt ist viel zu groß, als das die Lösung im Radfahren und Laufen liegen könnte. Und dann bitte auch keine Räder mehr in Bussen und Bahnen, mindestens in den Hauptverkehrszeiten. Das ist jetzt schon die Hölle! Ein Rad verschwendet den Platz für drei Passagiere, in den völlig überfüllten Waggons ist das nicht hinnehmbar.

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