Blauer Himmel ist zwischen Wohnhäusern in einem Hinterhaus in Berlin zu sehen (Quelle: dpa/Zinken).
Video: Abendschau | 27.09.2019 | Christina Rubarth | Bild: dpa/Paul Zinken

Spandau und Reinickendorf - Land Berlin kauft 6.000 Wohnungen zurück

Das Land Berlin hat 6.000 Wohnungen in Spandau und Reinickendorf von einem privaten Immobilienunternehmen zurückgekauft. Stadtentwicklungssenatorin Lompscher spricht vom "größten Re-Kommunalisierungsankauf in der Geschichte Berlins".

Knapp 6.000 Wohnungen hat das Land Berlin von einem Immobilienkonzern zurückgekauft. Die kommunale Gesellschaft Gewobag teilte am Donnerstagabend mit, sie übernehme die Wohnungen vom luxemburgischen Unternehmen Ado Properties.

Es handele sich um ehemalige Sozialwohnungs-Bestände des Unternehmens GSW, das mittlerweile zur Deutsche Wohnen Gruppe gehört, erklärte Berlins Stadtentwicklungssenatorin Lompscher (Linke).

Übernahme im Dezember

Die knapp 6.000 Wohnungen und 70 Gewerbeeinheiten befinden sich in zwei zusammenhängenden Gebieten in Spandau und Reinickendorf. Der Komplex mit 3.400 Wohnungen in Spandau liegt nach Angaben der Gewobag nördlich der Heerstraße zwischen Magistratsweg und Sandstraße. Das ist der östlichste Zipfel des Spandauer Ortsteils Staaken. In Reinickendorf kauft die Wohnungsbaugesellschaft nach eigenen Angaben rund 2500 Wohnungen. Sie liegen im Ortsteil Waidmannslust südlich des Zabel-Krüger-Damms an der Schluchseestraße.

Der Kaufpreis beträgt laut Gewobag [Mitteilung gewobag.de] 920 Millionen Euro. Die Übernahme sei für Dezember 2019 geplant. Für den Erwerb gebe es keine Zuschüsse des Landes, teilte das kommunale Wohnungsunternehmen mit. Berlin kauft damit Wohnungen zurück, die noch vor 15 Jahren dem Land gehört hatten. "Mit dem Erwerb von knapp 6.000 Wohneinheiten schließen wir heute den größten Re-Kommunalisierungsankauf in der Geschichte Berlins ab", sagte Lompscher (Linke). "Die Fehler, die in der Vergangenheit mit dem Verkauf dieser Bestände gemacht wurden, können wir nicht rückgängig machen, wohl aber den Mieterinnen und Mietern die Sicherheit zurückgeben, die sie durch die zwischenzeitliche Privatisierung verloren hatten", so die Senatorin.

Die Karte zeigt die Gewobag-Quartiere in Spandau, sowie die Gebiete, in denen neuer Wohnungsbestand angekauft wurde. (Bild: Gewobag)
Die Karte zeigt die Gewobag-Quartiere in Reinickendorf, sowie die Gebiete, in denen neuer Wohnungsbestand angekauft wurde. (Bild: Gewobag)

Bezahlbaren Wohnraum für 10.000 Mieter sichern

Markus Terboven, Vorstandsmitglied der Gewobag, teilte mit: "Mit dem Kauf vergrößern wir unseren Wohnungsbestand auf rund 68.000 Wohnungen und sichern so bezahlbaren Wohnraum für mehr als 10.000 weitere Berliner Mieterinnen und Mieter." Der Erwerb der Immobilien lohne sich für die Gewobag in einem "sich sehr dynamisch entwickelnden Markt". Er zeige zudem, dass das kommunale Wohnungsunternehmen sehr gut aufgestellt sei, um auf dem Berliner Immobilienmarkt auch in Zukunft im Sinne des öffentlichen Auftrags agieren zu können. In den nächsten zehn Jahren solle der Bestand auf über 80.000 Wohnungen steigen, rund 12.000 Wohnungen entstünden durch Neubau.

Blick auf Spandau (Quelle: imago images/Schoening)
Blick über Häuser in Spandau | Bild: imago images/Schoening

Ran Laufer, Chief Executive Officer von Ado Properties S.A., sagte laut Mitteilung des Unternehmens [dgap.de] zum Verkauf der Wohnungen in Spandau und Reinickendorf: "Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Vertrag mit Gewobag abschließen konnten." Der Verkauf entspreche der Wertschöpfungsstrategie der Gesellschaft. Dazu gehöre nicht nur der Erwerb wertsteigernder Immobilien, sondern auch der Verkauf von Objekten, wenn sich die Gelegenheit zu Bedingungen biete, die für das Unternehmen vorteilhaft sind.

Die Ado Properties S.A. habe seit dem Ankauf der Immobilien im Jahr 2015 Investitionen vorgenommen und damit die Wohnqualität gesteigert, so Laufer. Die Gesellschaft habe "behutsam Modernisierungsprojekte durchgeführt und dabei die Mieten niedrig gehalten". Der Vermietungsstand habe sich dadurch auf 98 Prozent erhöht. Das Unternehmen prüfe aber immer wieder Möglichkeiten, "Kapital wieder verwendbar zu machen, indem wir von uns sanierte Gebäude verkaufen und entwicklungsfähige Gebäude und Portfolios erwerben".

Geschäft mit bitterem Beigeschmack

Doch der Rückkauf von 6.000 Wohnungen ist auch ein Geschäft mit bitterem Beigeschmack. Denn verkauft wurden diese Wohnungen vor 15 Jahren aus heutiger Sicht quasi zum Schleuderpreis. Berlin bekam für den kompletten Bestand der Wohnungsbaugesellschaft GSW, immerhin 65.000 Wohnungen, 405 Millionen Euro – wobei man damit auch die rund 1,5 Milliarden Euro Schulden der GSW los war.

Der Berliner Mieterverein (BMV) begrüßte den Rückkauf der Wohnungen. In der Politik fielen die Reaktionen unterschiedlich aus.

Die oppositionelle CDU-Fraktion reagierte grundsätzlich positiv auf das Geschäft. Der wohnungspolitische Sprecher Christian Gräff sagte dem rbb, seine Partei sei grundsätzlich gerade in schwierigen Gebieten für die Erhöhung des öffentlichen Bestandes, weil dadurch Sicherheit für die Mieter geschaffen werde. Aber: "Anschauen muss man sich immer zu welchem Preis." Damit spielt Gräff darauf an, dass dem Vernehmen nach die Wohnungen in Spandau dem Senat bereits vor einigen Jahren zum Kauf angeboten worden sein sollen, angeblich zu einem deutlich niedrigeren Preis.

Grundsätzliche Kritik an der Verstaatlichung der Wohnungen kam von der AfD. "920 Millionen Euro wurden ausgegeben und keine einzige neue Wohnung geschaffen. Für diese verheerende Bilanz nach Vorbild der DDR wird sich der Senat gegenüber den Bürgern zu rechtfertigen haben", sagte Wohnungsexperte Harald Laatsch. Außerdem wolle die AfD prüfen lassen, "ob es eine Möglichkeit gibt, gegen diese vorsätzliche Geldverschwendung zu klagen". Denn die Wohnungen, die jetzt für durchschnittlich 150.000 Euro pro Einheit gekauft worden seien, seien einst für lediglich 30.000 Euro privatisiert worden.

Auch die FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus hält den Rückkauf für den "völlig falschen Weg". Sibylle Meister, Sprecherin für Haushalt und Finanzen sagte: "Mit solch einer Politik wird der Wohnungsmarkt immer weiter angeheizt, vor allem wenn das Land signalisiert, dass es bereit ist, für jeden möglichen Preis zu kaufen." Mit dem Kauf beteilige sich die Gewobag mit der Unterstützung des Senats an Immobilienspekulationen. Die Wohnungsnot sei damit nicht im Ansatz gelöst.

Weitere Rückkäufe in der Karl-Marx-Allee und im Kosmosviertel

Erst Mitte Juli hatte Gewobag rund 670 Wohnungen auf der Berliner Karl-Marx-Allee zurückerworben. Ein Kaufpreis wurde in diesem Fall nicht genannt. Der Konflikt um die Wohnungen in der "KMA" galt als Symbol für die Mietmisere in deutschen Großstädten. An dem Rückkauf gab es allerdings auch Kritik: Ein Rückkauf erhöhe nicht die Zahl der bestehenden Wohnungen.

Weitere Rückkäufe gab es im Kosmosviertel im Süden der Stadt. Dort hat die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft "Stadt und Land" für 250 Millionen Euro rund 1.800 Wohnungen zurückgekauft. Auch hier gab es Kritik, unter anderem vom Bund der Steuerzahler.

Kommentarfunktion am 28.09.2019, 20.50 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

118 Kommentare

  1. 118.

    Sie maßen sich an anderen Ratschläge zu erteilen. Sie kennen weder deren finanziellen, noch sonstigen Hintergrund. Sie, dieser "Sebastian T." und noch ein paar andere tun so als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen.

    Ich erkläre ihnen gar nichts. Ich erzähle einfach Tatsachen und Fakten, ob und welche Schlüsse sie daraus ziehen ist ihr Ding.

  2. 117.

    Merkwürdig, wer jammert den hier die ganze Zeit? Das sind doch sie und ein paar andere hier. Hier wird über "Geldverschwendung" und "hätte man Wohnungen kaufen können" und etliches mehr von denen gejammert, die ihre Felle davonschwimmen sehen.

    Wenn sie moderate Mieten nehmen, dann haben sie doch nichts zu befürchten. Also warum heulen sie hier rum?

    Außerdem wenn sie auf dem Land leben, was interessiert sie es was wir Berliner machen?

  3. 116.

    Ach versuchen ausgerechnet Sie mir doch nicht die Welt zu erklären. Ich selbst hatte noch 2009 kurzzeitig H4 und war alleinerziehend. Und anschließend habe ich mich wieder aufgerappelt. Können Sie doch auch tun. Verbietet Ihnen ja keiner. Jammern aus der anonymen Masse heraus ist natürlich einfacher, als als Selbständiger auch mal Risiken zu tragen.

  4. 115.

    Dann wünsche ich Ihnen dabei viel Glück und Erfolg. Und lassen Sie sich von Neidern, die selbst nichts gebacken kriegen, nicht beeindrucken. Sie machen das schon richtig.

  5. 114.

    Nachtrag: Hinzu kommt, daß ich in meinen Altbau jahrelang jede Menge Eigenleistung gesteckt habe und heute noch stecke. Schwere körperliche Arbeit nach Feierabend und am Wochenende, während Sie die Füße hochlegen. Aktuell gerade das Abschleifen des Dielenbodens in einer Mieterwohnung und ansonsten diverse andere Sanierungsarbeiten. Kennen Sie das überhaupt? Haben Sie schon mal körperlich gearbeitet? Nicht ich, der ich anpacke und etwas leiste, bin das Problem, sondern Leute wie Sie, die nichts besseres zu tun haben, als den Leuten den ganzen Tag die Welt zu erklären, jammern, weil sie selbst nichts erreicht haben und die Schuld immer bei anderen suchen. SIE sind Teil des Problems. Nicht ich.

  6. 113.

    Bitte unterlassen Sie Ihre unredlichen Unterstellungen. Ich nehme keine überhöhten Mieten. Die ließen sich hier auf dem Land gar nicht durchsetzen. Also unterlassen sie es, mich als "ich sei das Problem" zu beleidigen. Wenn Sie es nicht schaffen, sich das Geld für einen Immobilienerwerb zu erarbeiten, dann sollten Sie überlegen, was SIE falsch machen, anstatt unsachlich zu werden. Ich habe 2009 nach einem Firmenzusammenbruch während der Wirtschaftskrise zunächst H4 beziehen und von Null anfangen müssen. Nach 4 Jahren hatte ich als selbständiger Ingenieur ohne Angestellte das Eigenkapital für einen entsprechenden Kredit zusammen. Ich hätte auch anfangen können zu trinken - oder zu jammern, so wie Sie. Das Nicht-aus-dem-Mustopf-Kommen überlasse ich aber lieber Ihrer Fraktion.

  7. 112.

    Der Vollständigkeit halber muss man diesem Verlust (Verkauf: 30.000 €/Wohnung, Kauf: 150.000 €/Wohnung > Verlust: 120.000 €/Wohnung) natürlich auch die ersparten Zinsen gegenüberstellen, da der Verkaufserlös damals in die Tilgung von Schulden gesteckt wurde, so dass künftig weniger Zinsen anfielen. Dann ist auch noch zu berücksichtigen, ob zwischendurch durch die Privaten nachhaltig Geld in Instandsetzung und Modernisierung gesteckt wurde, so dass der zustand heute besser wäre als damals beim Verkauf.

    Aber ich vermute, dass auch unter Berücksichtigung dieser Faktoren, dieses ganze Privatisierungsgeschäft sich nicht gelohnt hat und wir alle für diesen Fehler nun einen hohen Preis gezahlt haben. Das alles ist aber noch kein Argument gegen die Reprivatisierung, gegen die Korrektur des damaligen Fehlers!

  8. 111.

    Ihre Lösung aller Probleme wäre dann wohl:

    Alle machen es so wie Sie, kaufen sich ein Mietshaus, vermieten die Wohnungen gewinnbringend und leben dort mietfrei von den Mieteinnahmen.

    Abgesehen davon, dass es soviele Mietshäuser in Berlin und auch nirgendwo anders gibt:
    Wer soll dann in den Wohnungen leben und Miete zahlen, wenn jeder sein eigenes Mietshaus hat, in dem er mietfrei wohnt?

    Merken Sie etwas?

    Ihr Modell funktioniert nur durch Ausbeutung der Mieter, die aufgrund der Wohnungsnot keine Alternative haben, als Ihre überhöhte Miete zu zahlen!

    Beobachter:
    "Davon können viele nur träumen."

    NEIN. Für viele nur ein Albtraum!

    Sie sind Teil des Problems und nicht der Lösung!

    "Ist es wirklich so schwer, das zu verstehen?"

  9. 110.

    Sebastian T.:
    "Antwort auf [Beobachter] vom 28.09.2019 um 10:44
    Beobachter, ich sehe das genau wie Sie und plane Ähnliches."

    Auch Sie werden dann Teil des Problems und nicht der Lösung!

    Sebastian T.:
    "Aber Leute wie wir, die irgendwann von den Erträgen des eigenen Vermögens leben können, ohnehin nur etwa 0,8 Prozent der deutschen Bevölkerung, sind den Linken ein massiver Dorn im Auge. Die sagen uns klipp und klar, dass es „unmoralisch“ ist, am Wohnen anderer Leute was zu verdienen."

    Das Problem ist, dass nicht nur "am Wohnen", sondern an der Wohnungsnot verdient wird, weil die Wohnungsnot dazu führt, dass überhöhte Mieten verlangt werden können, die ohne Wohnungsnot nicht erzielbar wären. Und wenn ein Käufer den Eigentumserwerb vollständig über die Miete finanziert, dann ist die Miete überhöht.

    Sebastian T.:
    "Dabei sind private Kleinvermieter in der Regel bessere Vermieter als die Großkonzerne."

    Weniger schlecht ist noch lange nicht gut!

  10. 109.

    Beobachter:
    "Antwort auf [Immanuel] vom 27.09.2019 um 20:24
    "Warum sollte man sich Wohneigentum zulegen???" Ja warum wohl? Weil es billiger ist, wenn man sich nicht völlig ungeschickt anstellt."

    Billiger ist es nur für die, die überdurchschnittliches Vermögen oder/und Einkommen haben. Ein Normalverdiener kann sich bei den derzeitigen Preisen in Berlin kein Wohneigentum leisten.

    Beobachter:
    "Bei meinem Mehrfamilienhaus ist z.B. die eingenommene Nettokaltmiete etwa doppelt so hoch wie meine Rate des Anschaffungkredits. Außerdem wohne ich seit Anschaffung mietfrei. Und nach insgesamt 8 Jahren ist der Kredit abgezahlt. Dann wohne ich mietfrei und habe zusätzlich die Mieteinnahmen. Davon können viele nur träumen."

    Sie sind Teil des Problems!
    Weil Sie sich von den Mietern nicht nur den Unterhalt des Hauses, sondern sogar den Eigentumserwerb finanziren lassen!
    Weil Sie die Wohnungsnot für überhöhte Mieten ausnutzen!

    "Ist es wirklich so schwer, das zu verstehen?"

  11. 108.

    "Aber Leute wie wir, die irgendwann von den Erträgen des eigenen Vermögens leben können, ohnehin nur etwa 0,8 Prozent der deutschen Bevölkerung, sind den Linken ein massiver Dorn im Auge".

    Unsinn! Die Partei Die Linke kümmert sich aber lieber um die Belange der 99,2 %. Sie können wohl nicht einsehen dass sie nicht der Nabel der Welt sind und meinen 0,8 % können der absoluten Mehrheit diktieren wie sie zu leben haben.

    Für sie sind doch diese Leute nur eine bequeme Melkkuh, eine Einnahmequelle und nicht nur die Partei Die Linke will dass es etwas gerechter zugeht. Das ist alles.

    Und da jaulen sie und ihresgleichen schon auf wie eine alte Jungfer, die denkt ihr will wer an die Wäsche.

  12. 107.

    Für sie und ihresgleichen ist es offensichtlich nicht zu verstehen dass sich 90% der Bevölkerung das nicht leisten können. Das hat mit wollen überhaupt nichts zu tun.

    Sie sind gegenüber den wahren wirtschaftlichen Verhältnissen ihrer Mitmenschen nicht im Bilde.

  13. 106.

    Beobachter, Samstag, 28.09.2019 | 10:31 Uhr:
    "Antwort auf [Immanuel] vom 27.09.2019 um 20:34
    Was ist daran sozial, wenn dieser Vermieter Millionen von Steuergeldern in den Rachen von Immobilienkonzernen wirft? Gewinne privatisieren, Verluste vergesellschaften: Das ist nicht sozial, das ist asozial."

    Nochmal ganz langsam für Sie: Es ist sozial, wenn Mieter nunmehr in kommunalen Wohnungen leben und nicht mehr dem unsozialen Wohnungsmarkt überlassen sind!

    Der Verkauf war ein GROSSER Fehler, der mit dem Rückkauf korrigiert wurde. Für diesen Fehler müssen wir nun leider einen Preis zahlen. Aber hoffentlich wird daraus gelernt: Privatisierung ist kein Lösung!

  14. 105.

    Da betrifft ganz Deutschland - also insbesondere auch den ländlichen Raum. Aber wie ist es in Berlin? Man kann nicht von Deutschland auf Berlin schließen. Berlin ist eine Mieterstadt. Und in Berlin ist es objektiv unmöglich, dass 84% oder gar alle Berliner Grundeigentum besitzen.

  15. 104.

    Beobachter, ich sehe das genau wie Sie und plane Ähnliches. Aber Leute wie wir, die irgendwann von den Erträgen des eigenen Vermögens leben können, ohnehin nur etwa 0,8 Prozent der deutschen Bevölkerung, sind den Linken ein massiver Dorn im Auge. Die sagen uns klipp und klar, dass es „unmoralisch“ ist, am Wohnen anderer Leute was zu verdienen. Dabei sind private Kleinvermieter in der Regel bessere Vermieter als die Großkonzerne.

  16. 103.

    Das Thema "Luxussanierung" hat sich seit dem 01.01.2019 mit Änderung des BGB zur Umlagefähigkeit der Modernisierungskosten auf die Miete weitgehend erledigt, weil es sich schlicht für den Vermieter nicht mehr rechnet. Da die Mieten je Quadratmeter nur noch um 2,00 EUR, in Einzelfällen 3,00 EUR, steigen dürfen, wären die Kosten für eine Luxussanierung höher, als sich durch die neue Nettokaltmiete wieder hereinholen ließe. Die Rendite würde stark sinken. Das Thema ist damit praktisch durch und eher ein Beispiel für gelungenen Mieterschutz durch klare gesetzliche Schranken.

  17. 102.

    "... und zeitgleich werden andernorts mit viel Hurraaa derartige staatliche "Kronjuwelen" weiter verschleudert an private - meits ausländische - "Investoren" ... "

    Was hat das mit Berlin zu tun? Berlin, sprich RRG hat ja aus den Fehlern gelernt und beginnt die Fehler der Vorgängersenate nach der Milliardenplete, die ein cDU Senat und Diepgen zu verantworten hatte, wieder rückgängig zu machen.

    Sie haben recht, Fehler korrigieren kostet Geld. Wesentlich mehr als die Zwangsverkäufe (!)gebracht haben. Aber ansonsten ist ihr Politikerbashing reichlich wirr.

  18. 101.

    Ich kann mit dieser unscheinbaren Figur namens Müller ja auch nicht viel anfangen und frage mich nur zu oft, ob der überhaupt noch im Amt ist, aber mit den Wohnungsverkäufen hat er nun wirklich nichts zu tun. Die sind weit vor seiner Zeit als regierender Bürgermeister gelaufen. Der Verkauf der Wohnungen, um die es hier geht, vor fünf Jahren war von der Deutsche Wohnen an Ado Properties, nicht von der Stadt. Bitte keine falschen Behauptungen verbreiten.

  19. 100.

    Sie haben damit treffend das Motto derjenigen beschrieben, denen sie hier nach dem Munde reden. Asozial ist es Berlin und seine Mieter weiter den Abzockern und Heuschrecken zu überlassen.

    Asozial ist es, wie einige ihrer Mitkommentatoren planen, einen Bevölkerungsaustausch vorzunehmen indem sie ernsthaft eine Gentrifizierung gigantischsten Ausmaßes vorschlagen.

    Ihre Scheinargumente werden immer absurder.

  20. 99.

    "Frau Lompscher, alter SED-Adel, ist dem Deal keine Hauptfigur.

    Die Hauptfigur ist SPD-Müller. der hat nach seinem Amtsantritt als Reg. Bürgermeister die Wohnungen an eine Heuschrecke verramscht und nun zum fünffachen Preis zurückgekauft".

    Billigste Polemik und Fake News statt Fakten. Also alles wie gehabt. "Berlin kauft damit Wohnungen zurück, die noch vor 15 Jahren dem Land gehört hatten." ... Müller ist seit 2014 Regierender.

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