Leerer Klassenraum ohne Lehrer (Bild: imago images/Jürgen Ritter)
Audio: Inforadio | 04.09.2019 | Kirsten Buchmann | Bild: imago images/Jürgen Ritter

GEW fordert mehr Geld - Viele Referendarsstellen in Berlin bleiben unbesetzt

Nur etwa die Hälfte der Personen, die sich in Berlin als Referendare bewerben, tritt den Vorbereitungsdienst für das Schulamt auch tatsächlich an. Darauf hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Mittwoch hingewiesen.

Für das reguläre Referendariat stehen in Berlin 2.700 Plätze zur Verfügung. Nur rund 1.700 davon können auch besetzt werden.

Senat will 250 Euro mehr bereitstellen

Die GEW bemängelte eine zu niedrige Referendarsbesoldung [gew-berlin.de]. Laut Gewerkschaft liegen die Bezüge deutlich unter denen des Nachbarlandes Brandenburg. "Das Leben in Berlin wird immer teurer", sagte der Vorsitzende der GEW-Berlin Tom Erdmann. "Die Mieten steigen stärker als das Gehalt. Der Vorbereitungsdienst muss attraktiver werden, damit es sich Referendarinnen und Referendare leisten können, in Berlin zu leben." Konkret fordert die GEW den Senat dazu auf, Referendaren 300 Euro mehr im Monat zahlen.

Laut der Bildungsverwaltung ist geplant, die Bezüge in zwei Schritten um jeweils 50 Euro zu erhöhen plus voraussichtlich einer Ballungsraum-Zulage von 150 Euro im Monat. Damit ausgebildete Referendare nicht in andere Bundesländer abwandern, hat sich Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) außerdem dafür ausgesprochen, Lehrer in Berlin wieder zu verbeamten.  

Sendung: Inforadio, 04.09.2019, 18:25 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Bitte alles Geld in den BER pumpen!

  2. 1.

    Warum mehr Geld für qualifiziertes Personal? Frau Scheeres ließ sich doch gerade dafür feiern, dass 99,9% der Lehrerstellen besetzt seien.

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