Demonstranten bei einer Tanzdemo durch Berlin (Quelle: rbb)
Video: rbb|24 | 08.09.2019 | Material: Abendschau | Bild: rbb

"Wem gehört die Stadt?" - Demonstranten tanzen gegen Verdrängung in Berlin

Unter dem Motto "Wem gehört die Stadt?" haben in Berlin am Samstagnachmittag zahlreiche Demonstranten gegen die Verdrängung ärmerer Menschen aus Innenstadtbezirken protestiert.

Die Polizei sprach von knapp 1.000 friedlichen demonstrierenden Teilnehmern, die Veranstalter von mehreren Tausend. Die Tanzdemo zog vom U-Bahnhof Eberswalder Straße über den Rosa-Luxemburg-Platz und die Jannowitzbrücke zum Moritzplatz. Mehrere Musikwagen sorgten für Beschallung.

Sprecher: Berlin gehört nicht der Politik, sondern den Bürgern

Vor von Schließung bedrohten Clubs wollten die Teilnehmer Blumen niederlegen. "Wir wollen Politik und Spaß miteinander verbinden", sagte Sprecher Maximilian Schirmer vom Kollektiv Kirsch, der die Demo organisierte. Berlin gehöre nicht der Politik oder der Verwaltung, sondern jedem einzelnen Bürger, sagte er.

Schirmer sagte weiter, Berlin müsse ein Ort bleiben, an dem es nicht auf Herkunft, Reichtum oder das Geschlecht ankomme. Die Initiative unterstützt auch das Volksbegehren für die Enteignung großer Immobilienkonzerne.

Sendung: Abendschau, 07.09.2019, 19:30 Uhr

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6 Kommentare

  1. 6.

    Nunja, ich würde DW und andere Heuschrecken jetzt nicht gleich als "Chaoten" betiteln aber im Grunde genommen haben sie recht.

  2. 5.

    Na, was denn nun? Einerseits soll Berlin weltoffen sein und das geht ja angeblich nur in dem jeder der es will nach Berlin ziehen kann. Andererseits soll niemand verdrängt werden. Das passt nun mal nicht zusammen, denn so viele neue Wohnungen könnten beim besten Willen in absehbarer Zeit nicht entstehen. Vom mangelnden Platz und der sich viel zu zäh entwickelnden Infrastruktur will ich gar nicht erst anfangen!

  3. 4.

    Ich bin mir nicht mehr sicher, ob Tanzen DAS ultimative Mittel gegen Investoren"träume" ist und glaube auch nicht, dass Investoren, die diese Stadt mehr und mehr kaputt machen, dass als ernstzunehmenden Protest wahrnehmen. Es ist wie es ist mit fast jeder Demonstration gegen Verdrängung - sie werden verhallen, verpuffen, im Laufe der Geschichte wenig bis garnicht nachhaltig sein. Und dann wird weiter geräumt, verdrängt, entmietet, umgewandelt und es werden weiter Menschen in die Obdachlosigkeit gehen müssen. Und diese werden dann auch wieder von den Bahnhöfen dieser Stadt verdrängt und vertrieben. Es ist eine Spirale und sie ist schlicht zum Würgen! Aber Hauptsache, wir tanzen!

  4. 3.

    Berliner, die Stadt gehört niemanden! Chaoten nehmen nur immer mehr Platz ein weil sie glauben ihnen gehört die Stadt.

  5. 2.

    Auf jedem Fall, nicht mehr dem Berliner.
    Die Stadt platzt in jeder Beziehung aus allen Nähten.
    Nichts geht mehr.

  6. 1.

    "Wem gehört die Stadt?" zum großteil ein paar wenigen superreichen.

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