Besetzung in der Landsberger Allee (Quelle: rbb)
Bild: rbb

Berlin-Friedrichshain - Nach Hausbesetzung: Haftbefehl gegen Frau erlassen

Nach der Räumung besetzter Industriegebäude in Berlin-Friedrichshain sitzt eine Frau weiter in Untersuchungshaft. Wie ein Sprecher der Polizei am Montagvormittag sagte, wurde sie einem Richter vorgeführt. Nach der Räumung der ehemaligen Brauerei in der Landsberger Allee durch die Polizei am Samstagabend wurden die Frau und 13 weitere Personen vorläufig festgenommen. Bis auf die Verhaftete seien alle wieder auf freiem Fuß, hieß es.

Dutzende Vermummte hatten am Samstag zwei leerstehende Gebäude in der Frankfurter und der Landsberger Allee besetzt. Die Polizei war an beiden Orten mit einem Großaufgebot im Einsatz. Das Objekt in der Frankfurter Allee wurde in der Nacht zu Sonntag freiwillig geräumt.

Besetzung ist offenbar Teil einer Serie von Aktionen

Nach Auskunft der Polizei handelt es sich bei den Besetzern um "Aktivisten aus der linken Szene". Bei der Aktion kam es zu kleineren Rangeleien zwischen Polizisten und Unterstützern der Hausbesetzer - ernsthafte Zwischenfälle blieben allerdings aus, wie Polizeisprecher Thilo Cablitz auf Nachfrage von rbb|24 mitteilte.

Vor der besetzen Brauerei gab am Samstagabend laut Polizei eine sogenannte Spontankundgebung mit rund 50 Demonstranten, die bekundeten, mit den Besetzern zu solidarisieren. Die Besetzung ist offenbar Teil einer mehrtägigen Serie von Aktionen gegen Verdrängung und Mieterhöhung unter dem Motto "Tu mal wat".

Sendung: Abendschau, 30.09.2019, 19.30 Uhr

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9 Kommentare

  1. 9.

    100 Polizisten waren im Einsatz. Warum werden bei Aktionen gegen Immobilienhaie immer massenhaft Polizisten verschwendet, aber wenn der arme Bürger Hilfe braucht, hat die Polizei nicht genug Kräfte? Jedesmal, wenn ich Opfer einer Straftat wurde, wurde zwar eine Anzeige augfgenommen, weiter kümmerte sich niemand darum. Nach wenigen Wochen bekam ich den Brief vom StA, daß der Täter nicht ermittelt werden konnte. Ich habe deshalb kweder Vertrauen zur Polizei, noch zur StA. Alles Kaspervereine. Ich finde Aktionen gegen Ausbeutung und Unterdrückung gut.

  2. 7.

    Vielleicht habe ich was überlesen - finde hier aber nicht den Grund für den Haftbefehl.

  3. 6.

    Nein, Berliner, das hat nichts mit "Spam" zu tun. Ich bin nur gegen die allzu sorglose Verwendung bestimmter Begriffe, wenn die Gefahr besteht, dass damit Rechtsbrüche von links verharmlost werden. Bei Rechten käme doch auch niemand auf eine solche Idee. Dadurch kann leicht der Eindruck entstehen, dass die Medien mit Straftätern aus dem linken Spektrum sympathisieren. Und das wäre fatal.

  4. 5.

    Jedes mal dieser "Aktivisten" Spam in den Kommentaren. Das dient einzig und allein dazu vom Thema abzulenken.

  5. 4.

    In diesem Fall würde ich den RBB in Schutz nehmen wollen, da es sich bei den im Artikel bezeichneten "Aktivisten" offenbar um ein Zitat der Polizei handelt. Daran ist journalistisch nichts auszusetzen.

    Ist bekannt, warum sich die eine Beschuldigte in Haft befindet? Will sie ihre Identität nicht preisgeben? Nur wegen eines Hausfriedensbruchs wird es wohl eher nicht sein?!

  6. 3.

    Und warum ist die mutmaßliche Straftäterin und sogenannte "Aktivistin" in U-Haft?

  7. 2.

    rbb|24 verwendet das Wort "Aktivisten" vor allem bei Ereignissen, die eine Form von zivilem Ungehorsam darstellen – also dem bewussten Verstoß gegen Normen, Regeln oder Gesetze, um symbolisch und öffentlichkeitswirksam auf ein Thema aufmerksam zu machen. In Abwägung des Informationsinteresses der Öffentlichkeit an solchen symbolischen Aktionen und möglichen strafbaren Handlungen verwendet rbb|24 das aus unserer Sicht neutrale Wort "Aktivisten". Wir machen uns damit ausdrücklich nicht mit den jeweiligen Zielen und möglichen Rechtsverstößen gemein.

    Beste Grüße aus der Redaktion.

  8. 1.

    Ich habe ja immer so gewisse Probleme mit dem Wort "Aktivisten". Würde man Rechtsextreme, die eine Asylbewerberunterkunft anzünden, eigentlich auch als "Aktvisten" bezeichnen? Die nennt man doch auch vollkommen korrekt "Gewalttäter". Und so sollte man es mit Leuten aus dem linken Spektrum ebenfalls machen.

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