Schüler schauen auf eine Tafel am 22.02.2019 (Quelle: ZB/Martin Schutt)
Bild: ZB/Martin Schutt

Keine Erlaubnis der Schulbehörde - Berliner Schüler dürfen nicht zum Klimastreik

Schulpflicht geht vor Klimaprotest: Die Berliner Schulbehörde gibt Schulkindern keine Erlaubnis, am sogenannten Klimastreik am Freitag teilzunehmen. In einer anderen Metropole ist das anders.  

Die Berliner Schulkinder bekommen von der Schulbehörde keine Erlaubnis, am dem für Freitag geplanten weltweiten Klimastreik teilzunehmen. In Berlin gelte die Schulpflicht, sagte der Sprecher der Bildungsverwaltung, Martin Klesmann, am Montag dem rbb.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) befürworte es allerdings, dass sich Schülerinnen und Schüler einem so komplexen Thema wie dem Klimaschutz widmen würden, so Klesmann. Es liege in der Eigenverantwortung der Schulen, wie sie mit streikenden Schülerinnen und Schülern umgingen. In den vergangenen Monaten hätten die Schulen einen pragmatischen Weg im Umgang mit den "Fridays-for-Future"-Demos gefunden - dieser Modus könne nun auch am Freitag genutzt werden.

Weltweite Kundgebungen geplant

Millionen Menschen wollen weltweit an diesem Freitag für den Klimaschutz demonstrieren. Anlass ist der bevorstehende Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York. Auf allen Kontinenten soll es Proteste geben.

New York erteilte den Schulkinder inzwischen eine offizielle Erlaubnis zum Schulstreik. Die Schulbehörde, die für mehr als 1.700 öffentliche Schulen der Stadt verantwortlich ist, erklärte in der vergangenen Woche über Twitter, sie werde "das Fehlen der Schüler, die am 20. September für das Klima streiken, entschuldigen".

"New York City steht an der Seite der jungen Leute", sagte der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio. "Sie sind unser Gewissen. Wir unterstützen den Klimastreik am 20. September", schrieb der Politiker auf Twitter.

Erwachsene bekommen teils streikfrei

Auch in Deutschland werden Hunderttausende zum dritten globalen Klimastreik erwartet. Zum Klimastreik rufen zum einen die Aktivisten von "Fridays for Future" auf - zum anderen bekommen sie aber auch Rückendeckung von mehr als 200 Unterstützergruppen und weiteren Akteuren. Gewerkschaften wie der DGB, Verdi [verdi.de] oder die GEW [gew-berlin.de], einzelne Banken, Kirchen [evangelisch.de], Forschungseinrichtungen und Unternehmen wollen ihren Mitarbeitern für die Beteiligung an den Klimastreiks arbeitsfrei geben oder eine Streikbeteiligung zumindest ermöglichen.

Parallel zu den Aktionen von "Fridays for Future" laufen die anderer Gruppen oder von Einzelaktivisten. Geplant sind Protestformate wie Bootstouren, Andachten, Baumpflanzaktionen, Kunstaktionen, Mahnwachen, Fahrrad-Demos oder Klimacamps. Auch mit umstrittenen Protestformaten ist zu rechnen wie etwa Straßenblockaden der internationalen Bewegung "Extinction Rebellion".

Demonstriert wird für eine Einhaltung der Pariser Klimaziele, also eine Begrenzung der Erderwärmung unter 1,5 Grad Celsius. Die "Fridays for Future"-Bewegung fordert deshalb einen raschen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und eine schnelle Bepreisung von Kohlendioxid-Emissionen.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

63 Kommentare

  1. 62.

    Ach, ja? Die Fakten habe ich gebracht indem ich bewiesen habe dass "Die Welt" manipuliert hat und meine angebliche Lüge solche Behauptungen wären Fake News sich als wahr herausgestellt hat. Die Kreuzfahrtgeschichte in Verbindung mit FfF zu bringen war eine journalistische "Arbeit", wie sie auch von den BILD zu ihren "besten Zeiten" hätte stammen können.

    Die Story so lange verdrehen bis sie im Kern eine völlig andere Aussage bekommt.

    Wo sind ihre Tatsachen und Fakten? Oder bleibt es mal wieder nur bei haltlosen Unterstellungen wie üblich?

  2. 61.

    Nicht primitiv und durchschaubar... sondern Tatsachen denen Sie nicht ins Auge schauen wollen oder können.

  3. 60.

    Komisch, eben noch haben sie mir vorgeworfen ich würde lügen. Nachdem ich ihnen das Gegenteil bewiesen und aufgezeigt habe wie manipulativ "Die Welt" ( nicht die ganze Wahrheit berichtet, dadurch absichtlich falsche Zusammenhänge dargestellt = quasi Fake News light) vorgegangen ist wird die alte Platte von der verschwindenden Minderheit aufgelegt.

    Geht es eigentlich noch plumper?

    Ja, gleich danach kommt das Gesinge von den Kids, die mit dem Flugzeug o.ä. reisen oder ein 500 € Handy in der Tasche haben. Oder von Papis Geld leben. "...nur solange, wie es nicht die eigenen Annehmlichkeiten tangiert". Und nur eine "Große Klappe und nichts dahinter" haben. Fremdgesteuert und manipuliert haben sie noch vergessen.

    Boah, wie primitiv und durchschaubar...

  4. 59.

    Ist doch schon mal ein Fortschritt, wenn es jetzt doch nur noch Fake-News "light" sein sollen.^^
    Es wird doch immer so getan,bald wäre hier die gesamte junge Generation am Protestieren und würde sich vor dem Klimawandel zu Tode fürchten. Schaut man genauer hin, interessiert das Ganze den Großteil gar nicht oder nur solange, wie es nicht die eigenen Annehmlichkeiten tangiert. Große Klappe und nichts dahinter. Da können Sie sich die Situation noch so schön reden.

  5. 58.

    Nur doof wenn sich "Die Welt" auf hätte, solle und könnte bezieht. Fake News light sozusagen.

    In der Hessenschau heißt es noch: "Einige Eltern seien sehr "grün", sagt Michael Winn, und Schülerinnen wie Naomi Baumann laufen bei Fridays for Future mit. Winn selbst ist Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)." daraus wird in der Welt ein "Demnach sollen Schüler des Kurses auch an Fridays-for-Future-Demonstrationen teilnehmen."

    Was hier nervt ist dass die Kritik an den Demonstrationen fast ausschließlich mit Lügen, auf neudeutsch Fake News, Diffamierungen und böswilligen Unterstellungen geführt wird.

    Argumente oder gar Fakten sind Fehlanzeige.

  6. 56.

    Nur blöd, wenn sich die angebliche Fake-News nach 20 Sekunden Web-Suche als wahr herausstellt.
    https://www.welt.de/vermischtes/article200473480/Kreuzfahrt-als-Abi-Reise-Schulleiter-sieht-symbolische-Attacke.html

    Dieses ständige Fake-News Geschrei bei allem, was einem nicht gefällt und argumentativ nicht in den Kram passt, nervt gewaltig.

  7. 55.

    Ihre Ausführungen oder dem was sie zustimmen sind Diffamierungen mit sooo einem langen Bart. Aber von anderen Argumente und Fakten einfordern.

    Wo sind denn ihre? Wer den Demonstranten (die sich schon lange nicht mehr auf Kinder und Jugendliche beschränken) "schwänzen" unterstellt, der hat keine.

  8. 54.

    stimme zu "Wenn man wirklich für den Klimaschutz demonstrieren will, dann bitte am Wochenende, damit sich alle daran beteiligen können. Diese Freitags-Demos sind in meinen Augen nur Ausrede der Schüler für Schulschwänzerei."

  9. 53.

    Nein, es geht nicht um meine Ordnung (was auch immer Sie darunter verstehen wollen). Und ja, es geht um die Ordnung in den Köpfen. Und zwar auch um die Ordnung in den Köpfen dieser "Rebellen", die ja, wie anscheinend auch Sie, glauben, dass diese Ordnung mit Aufregung und Schikane der Mitmenschen herzustellen sei und die darüber hinaus glauben, mit der Blockierung von Straßen etwas Bedeutendes für die Umwelt zu tun.

  10. 52.

    Dr. Kawasski warum gehen Sie nicht auf von ihnen angeführte Studien ein, welche ihre eignen Thesen widerlegen? Wie viel wurde bislang in ihre Ökoträume gesteckt und wie viel Co2 gespart? Bestimmt kommt wieder keine sinnvolle Antwort.

  11. 51.

    In Brandenburg wird dann spontan ein Wandertag gemacht.Entweder Demo oder an dem Tag bei einer anderen Klasse Unterricht machen.Hier werden die Kinder instrumentalisiert bzw. sogar genötigt.Ich find das unmöglich.

  12. 50.

    Wenn's hier um Ihre "Ordnung " ginge, hätten Sie recht. Hier geht es aber um Ordnung in den Köpfen, um mal im Bild zu bleiben. Und da sind es die Kinder, die uns Älteren vieles hinterherräumen müssen. Und ja! Freitag ist o.k., sonst juckte es ja keinen. Allein das Aufregen hier zeigt ja die Richtigkeit dieses Termines.

  13. 49.

    Warum hat man nicht einfach die Energiewende gemacht bevor die Jugend auf die Straße gegangen ist? Ich kann auf der Arbeit auch nicht einfach meine Aufgaben dreißig Jahre lang liegen lassen ohne dass irgendwer sauer wird.

  14. 48.

    Das stimmt einfach nicht! Gerade in den Ferien war der Zulauf zu den wöchentlichen Demos ungebrochen. Belegen Sie doch bitte das Gegenteil. Ich für meine Person konnte mich vor Ort davon überzeugen.

  15. 47.

    Muss es denn immer während der Schulzeit sein? Während der Ferien war doch auch nichts von F4F zu sehen. Also erst die "Arbeit" dann das Vergnügen.

  16. 46.

    "Es tut dann noch ein übriges, wenn man von Abiturklassen hört, die feste an den Demos teilnehmen und trotzdem geschlossen auf Abschlußfahrt mit dem Kreuzfahrtschiff gehen..."

    Fake News.

  17. 45.

    Was heißt denn hier "Extinction Rebellion"? Ich verstehe nur Rebellion, also mit Straßenblockaden die Arbeitnehmer schickanieren und sie davon abhalten, nach Hause zu kommen. Damit werden die sich wohl keine Freunde machen. Mir müssen diese Hobby-Revolutzer nicht sagen, wie man sich umweltgerecht verhält. Ich besitze weder ein Privatauto, noch schmeiße ich meinen Müll in die Gegend. Im Gegenteil. Wenn´s mir wieder mal zu bunt wird, räume ich auch schon mal dan anderen ihren Dreck hinterher, den die bei uns in der Grünanlage einfach aus der Hand fallen lassen. Und da sind nicht wenige Schüler dabei. Aber demonstrieren und mit dem Finger auf andere Leute zeigen macht denen eben mehr Spaß, als selbst Ordnung zu halten!

  18. 44.

    Wahnsinn, daß sich die naive Ansicht immer noch hält, daß sich die Jugend wahnsinnig für die Umwelt einsetzt und sich so grandios Gedanken macht.
    Der Grund dafür, daß die Demos freitags sind, ist daß sich alle Schüler gerne ein paar Stunden unterrichtsfrei nehmen wenn möglich. Macht Eure Proteste in der Freizeit am Samstag oder gar Sonntag und ich nehme Euch das ab. Solange gehe ich weiter davon aus, daß der Anteil der ernshaft besorgten Teilnehmer gegen 0 tendiert.
    Es tut dann noch ein übriges, wenn man von Abiturklassen hört, die feste an den Demos teilnehmen und trotzdem geschlossen auf Abschlußfahrt mit dem Kreuzfahrtschiff gehen...

Das könnte Sie auch interessieren