Luftschadstoff-Experte Axel Friedrich
Bild: rbb/Dominik Wurnig

Interview | Axel Friedrich von der Umwelthilfe - "Unglaublich, dass die weiterhin unsere Luft verpesten dürfen"

Der Abgasexperte Axel Friedrich von der Deutschen Umwelthilfe sieht in den vom rbb aufgedeckten NOx-Daten einen Skandal. Das Kraftfahrt-Bundesamt sei nun in der Pflicht, Autos die Zulassung zu entziehen, wenn sie Abgas-Grenzwerte überschreiten.

rbb|24: Herr Friedrich, wir haben Ihnen die bislang unveröffentlichten Testergebnisse über den Stickoxid-Ausstoß von Diesel-Autos geschickt. Was halten Sie davon?

Axel Friedrich: Schon erstaunlich, dass man so lange braucht, bis man überhaupt die Daten, die mit unserem Geld ermittelt worden sind, an die Öffentlichkeit gibt, nur aufgrund eines Gerichtsverfahrens - inakzeptabel aus meiner Sicht. Aber es fehlt immer noch die Transparenz, auch die Rohdaten bereitzustellen.  

Warum ist es denn problematisch, dass das Kraftfahrt-Bundesamt hier nicht transparenter agiert?

Naja, wir machen eigentlich als Umweltverband hier die Überprüfung, die der Staat machen müsste. Denn wir legen alles, was wir machen, offen. Jeder kann auch zu uns kommen. Jeder kann auch prüfen, was wir gemessen haben, alle Daten werden offengelegt, das erwarte ich von der Behörde genauso. Es kann nicht sein, dass hier Daten ermittelt werden, die nicht offengelegt werden.  

Für jemanden, der in Berlin wohnt - weshalb sind für den diese Messergebnisse wichtig?

Dass man erkennen kann, was sind eigentlich die Messwerte. Fahrzeuge mit Euro 6 fahren hier herum, dabei liegen sie weit, weit über dem Grenzwert, so dass die nicht mal Euro 1 einhalten. Das heißt Fahrzeuge, die "Euro null" sind. Ein Grenzwert, der 1993 gegolten hat, wird von diesen neuen Fahrzeugen nicht eingehalten. Das ist natürlich ein unglaublicher Vorgang, dass die weiterhin unsere Luft verpesten dürfen.

Wenn wir uns mal die Testergebnisse näher ansehen: Da fällt zum Beispiel der Subaru Outback 2.0 mit 110 KW auf, der mit 2.276 mg NOx pro Kilometer gemessen wurde. Das ist sehr hoch.

Das ist extrem hoch. Der Grenzwert ist 80 Milligramm, das Fahrzeug liegt bei 2.200, heißt: Das ist eine extreme Überschreitung der Grenzwerte. Völlig inakzeptabel, dass dieses Fahrzeug weiterhin auf der Straße herumfahren darf und weiterhin die Luft verpestet. Das ist Betrug am Kunden und an der Umwelt.

Laut den Messungen des Kraftfahrt-Bundesamt hat ein VW Touareg mit der Euronorm 5 den höchsten NOx-Ausstoß. Über 3.000 Milligramm pro Kilometer hat das Amt bei einer Messfahrt im Jahr 2018 bei diesem SUV gemessen. Überrascht Sie der hohe Wert?

Auch das ist ja bekannt, dass die VW Fahrzeuge neben vielen anderen eben auch schmutzig sind. Und natürlich, wenn ich die Temperaturen - das Fahrzeug wurde bei vier Grad gemessen - absenke, dann gibt es sogenannte Thermofenster. Was ich bisher nur vom Bau kannte. Das gibt es eigentlich nicht, denn es gibt die Verpflichtung, die Minderungseinrichtungen nicht in ihre Wirkung zu verringern oder abzuschalten. Das ist eindeutig geschehen, die Minderungseinrichtung ist einfach ausgeschaltet worden.

Auffällig sind viele höherklassige Autos, Limousinen und SUV. Haben diese generell ein Problem?

Nein, das ist kein Problem der SUVs oder der große Fahrzeuge. Nur, ich bin überrascht wenn ich Fahrzeuge sehe, die ein hochpreisiges Segment abbilden. Das heißt, die Fahrzeuge kosten 80.000 oder 100.000 Euro und haben solche hohen Emissionen. Das heißt, da geht's ja eigentlich nicht darum, noch sparen zu wollen. Trotzdem haben die Hersteller 50 oder 100 Euro gespart an Fahrzeugen, die 80.000 kosten. Zulasten der Umwelt, zulasten der Eigentümer, die hier die Fahrzeuge gekauft haben.  

Der Fiat 500 x, auch ein sehr hoch gemessenes Fahrzeug wird vom Hersteller beworben mit dem "perfekten SUV für die Stadt". Ist das nicht Hohn?

Es ist Hohn. Diese Fahrzeug hat eine extrem hohe Belastung, extrem hohe Emissionen. Und es hat Abschalteinrichtungen. Über 80 Prozent der Zeit funktioniert die Minderungseinrichtung hier nicht. Bei Temperaturen von 19 Grad schaltet dieses Fahrzeug die Abgasreinigungsanlage ab. Das ist die Temperatur, der sehr häufig in Deutschland unterschritten wird. Und ab 32 Grad auch wieder. Es ist nur ein ganz enger Bereich, nämlich zufällig der, wo wir normalerweise die Prüfung machen. Zwischen 20 und 30 Grad, funktioniert das Fahrzeug. Aber auch nur dann für eine kurze Strecke.

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat inzwischen einige Modelle zurückgerufen oder zurückrufen lassen. Wie sieht es denn bei anderen Herstellern im Ausland aus?

Erstmal wissen wir gar nicht, was passiert, denn was an den Fahrzeugen gemacht wird, das weiß der Kunde nicht. Das wissen wir nicht. Das KBA hat diese Daten auch nicht veröffentlicht, und ich kann aus einem solchen Fahrzeug kein gutes Fahrzeug machen. Wenn ich ein Fahrzeug habe mit 1.300 Milligram Stickoxid-Ausstoß, dann kriege ich es vielleicht runter auf 800, 900 Milligramm. Das heißt, ich kriege das nicht konform. Hier geht nur eine Hardware-Nachrüstung.

Wenn Sie sagen, es ist ein Diesel-Skandal, und Sie schauen sich die Hersteller an: Sind die alle gleich?

Nein, wir haben da Differenzen zwischen 300 und 2.000 Milligramm. Die Bandbreite ist groß. Wir haben ein Problem, das generell besteht. Aber das Schlimme ist ja, dass wir das als Umweltverband prüfen müssen. Dass das nicht vom Staat gemacht wird, dass Daten nicht veröffentlicht werden, dass man vor Gericht gehen muss, um die Daten zu erhalten. Wieso werden die Daten nicht auf den Tisch gelegt? Es ist doch mein Recht als Eigentümer eines Fahrzeugs zu wissen, was mit meinem Fahrzeug gemacht wird. Das sind doch Behörden, die für uns arbeiten und nicht für die Autoindustrie.  

Sie sagen aber nicht, bestimmte Fahrzeuge müssten komplett aus dem Verkehr gezogen werden?

Wenn sie nicht nachgebessert werden, dürfen sie nicht mehr rumfahren. Sie haben ja eigentlich keine Zulassung - wir haben dazu auch ein Klage beim Kraftfahrt-Bundesamt laufen, die Zulassung zu entziehen. Diese Fahrzeuge müssen mit Hardware-Nachrüstungen auf den Stand der Technik gebracht wersden.

Mit Axel Friedrich sprachen Dominik Wurnig und Torsten Mandalka.

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33 Kommentare

  1. 33.

    @Immanuel, die Rauchgasentschwefelung ...

    "Die Grünen konnten dies damals auch gar nicht durchsetzen, weil sie nicht an der Regierung waren. Sie konnten nur den nötigen Druck erzeugen. Ohne den Grünen gäbe es heute keine Rachgasentschwefelung. "

    Die Rauchgasentschwefelung wurde 1974 Pflicht (Bundesimmissionsschutzgesetz). Zu der Zeit gab es keine Grünen, die irgendwelchen Druck ausüben konnten, von regieren ganz zu schweigen.

  2. 32.

    Immanuel, Berlin, Montag, 21.10.2019 | 17:21 Uhr:
    "Plolemik von John schlägt rationale Vernunft!"

    ... muss natürlich richtig heißen:
    Rationale Vernunft schlägt Polemik von John!

  3. 31.

    anorak2, Sonntag, 20.10.2019 | 10:53 Uhr:
    "Katalysator und Rauchgasentschwefelung sind ja genau die Regelungen, die uns heute die saubere Luft beschert haben. Aber sie kamen nicht von den Grünen, NGOs, aus der Umweltbewegung, sondern von einer rationalen, am Allgemeinwohl orientierten Politik."

    Die Grünen konnten dies damals auch gar nicht durchsetzen, weil sie nicht an der Regierung waren. Sie konnten nur den nötigen Druck erzeugen. Ohne den Grünen gäbe es heute keine Rachgasentschwefelung.

    anorak2, Sonntag, 20.10.2019 | 10:53 Uhr:
    "Sie haben tatsächlich bestehende Gesundheitsbelastungen beseitigt, und wurden ohne Verbote, ohne faktische Enteignung und unter überschaubaren Kosten umgesetzt."

    Alles Unsinn! Enteignungen gibt es auch heute nicht. Und Verbote gab es schon damals, z.B. Rauchgas ohne Entschwefelung in die Umwelt zu pusten!

  4. 30.

    John, Berlin, Montag, 21.10.2019 | 11:52 Uhr:
    "Seit der Aufzeichnung der Luftqualität wurden nie bessere Ergebnisse erhoben, wieder einmal schlägt forcierte Panik (Unglaublich, Verpesten...) eine rationale Vernunft"

    Besser ist noch lange nicht gut!
    Plolemik von John schlägt rationale Vernunft!

  5. 29.

    anorak2, Sonntag, 20.10.2019 | 10:43 Uhr:
    "Die Städte der vorletzten Jahrhundertwende hatten ein massives Umweltproblem mit den gigantischen Mengen Pferdemist und Pferdekadavern. Der stereotype Stummfilm-Gag "Ausrutschen auf Bananenschale" war in Wirklichkeit eine Metapher für Ausrutschen auf Pferde-Exkrementen. Das Automobil hat die Städte von diesen Unmengen Unrat erlöst."

    ... und dabei neue ungelöste Probleme erzeugt!

  6. 28.

    "Das Automobil hat die Städte von diesen Unmengen Unrat erlöst."

    und als nächster Schritt müssen die Städte von dem Auto erlöst werden. Passt dann ja.

  7. 27.

    Seit der Aufzeichnung der Luftqualität wurden nie bessere Ergebnisse erhoben, wieder einmal schlägt forcierte Panik (Unglaublich, Verpesten...) eine rationale Vernunft

  8. 26.

    "Kat, Entschweflung, und FCKW Verbot sollten auch abgeschafft werden" -> Legen Sie mir nichts in den Mund. Das Gegenteil ist richtig. Katalysator und Rauchgasentschwefelung sind ja genau die Regelungen, die uns heute die saubere Luft beschert haben. Aber sie kamen nicht von den Grünen, NGOs, aus der Umweltbewegung, sondern von einer rationalen, am Allgemeinwohl orientierten Politik. Sie haben tatsächlich bestehende Gesundheitsbelastungen beseitigt, und wurden ohne Verbote, ohne faktische Enteignung und unter überschaubaren Kosten umgesetzt. Für den Stickoxid-Hype trifft in allen Punkten das Gegenteil zu.

    "vor 200 Jahren war die Luft noch sauberer"

    Damals wurde nicht gemessen, aber man kann einiges herleiten. Man kochte und heizte auf offenem Feuer, in den Häusern war die Schadstoffbelastung deshalb mit Sicherheit extrem hoch. Im Freien in den Städten wahrscheinlich auch, zumindest in der Heizperiode. Außerdem diente die Straße als Kloake ..

  9. 25.

    Die Städte der vorletzten Jahrhundertwende hatten ein massives Umweltproblem mit den gigantischen Mengen Pferdemist und Pferdekadavern. Der stereotype Stummfilm-Gag "Ausrutschen auf Bananenschale" war in Wirklichkeit eine Metapher für Ausrutschen auf Pferde-Exkrementen. Das Automobil hat die Städte von diesen Unmengen Unrat erlöst.

  10. 24.

    Sie haben da mit der Netiquette etwas falsch verstanden. Man soll sich und andere nicht beleidigen. Das tue ich nicht, daher ist der Beitrag auch freigegeben.
    Denn dass es Klimaleugner und Dreckschleuderfahrer gibt, ist eine Tatsache. Woher wollen Sie wissen, ob ich jemanden davon kenne? Klar tue ich das. Das tut am Ende aber nichts zur Tatsache.
    Die AFD-Logik den Spieß einfach umzudrehen und sich zu empören, dass etwas gesellschaftsfähig geworden ist, das der AFD Ansicht nicht entspricht funktioniert bei mir und vielen anderen klar denkenden Menschen auch nicht. Sorry.

    Es ist und bleibt dabei: Das Klima und die Luft muss verbessert werden. Egal was der DUH tut - er tut etwas dafür! Punkt.

  11. 23.

    Wir sollten einfach wieder auf Pferde und Kutschen umsatteln. So gäbe es keine Monsterpanzer-SUV mehr und somit keine Unfälle. Prollo-Clans prollen dann mit vergoldeten Kutschen, ja vielleicht sogar mit Lautsprechern aus denen Motorengeräusche imitiert werden sowie besonders teuren überzüchteten Pferden und zwischendrin die Öko-Kutschen mit Efeu bepflanzt und mit Pferden, welche einen besonders geringen CO2-Fußabdruck haben, indem diese u.a. weniger Methan ausstoßen (welch ein amüsantes Straßenbild). Die Exkremente der Pferde könnte man als Biodünger im Umland einsetzen. Oh, aber bestimmt wird es dann über kurz oder lang Ärger mit dem Tierschutz geben und es werden fridays-for-animal Demonstrationen folgen.

  12. 22.

    anorak2, Samstag, 19.10.2019 | 15:48 Uhr:
    "Wir hatten vor 30 Jahren viel schmutzigere Abgase, ohne dass irgendwer auf die Idee gekommen wäre, zehntausende von Menschen zu enteignen. Heute haben wir annähernd Luftkurort-Qualität, und es regnet extreme Verbotsforderungen. Irgendwas kann da nicht stimmen."

    Ja, Ihr Luftkurort-Vergleich stimmt nicht!

    Nur weil es früher sehr viel schlimmer war, ist es jetzt noch lange nicht gut!

    anorak2, Samstag, 19.10.2019 | 15:48 Uhr:
    "Die Politik sollte sich vielleicht nicht von Umwelt-Extremisten vor sich hertreiben lassen, sondern die Grenzwerte lockern, damit verbunden das Verbandsklagerecht abschaffen. Dann wäre der Spuk schnell zu Ende."

    ... aber die Luft nicht sauber!

  13. 21.

    Lydia von Rechnitz, Storkow, Samstag, 19.10.2019 | 08:24 Uhr:
    "Wie wäre es denn mal, wenn die Herrschaften der Umwelthilfe sich mal dem Problem, der Holz/Kohle- Heizerei und der Gartenmüllverbrennung im brandenburgischen annimmt?
    Es stinkt mehr als in Berlins Straßen und ist weitaus gefährlicher als der Abgasausstoß der Diesel-Autos."

    Warum machen Sie das denn nicht und wollen stattdessen der DUH vorschreiben, was sie machen soll?
    Aber Sie können gern der DUH Geld spenden, damit sie sich auch diesen Problemen widmet.

  14. 20.

    Detlef, Berlin, Freitag, 18.10.2019 | 19:19 Uhr:
    "Solange die deutsche Umwelthilfe nicht zu 100% Vorbild ist, sollte man diesen Verein einfach Verbieten!"

    Was ist denn das für ein Unsinn!
    Detlef fordert die Abschaffung der verfassungsrechtlich garantierten Vereinigungsfreiheit und damit das Ende der Demokratie!

    Detlef, Berlin, Freitag, 18.10.2019 | 19:19 Uhr:
    "Alle Mitglieder und deren Angehörige müssen sofort auf Auto, Schiff und Flugzeug verzichten und das öffentlich erklären, solange ist dieser Verein nicht glaubwürdig. Im Gegenteil dieser Verein ist nur "Mediengeil""

    Unsinn! Die DUH fordert doch gar nicht den kompletten Verzicht auf Auto, Schiff und Flugzeug!

    Für Detlef gibt es nur Alles oder Nichts, Schwarz oder Weiß, aber nichts dazwischen. Er glaubt, man könne umweltschädlichen Verkehr nicht reduzieren, sondern nur komplett abschaffen.

    ein armseliges duales Schwarz-Weiß-Weltbild!

  15. 19.

    "Touareg mit der Euronorm 5" ... hat jeder, alles klar... jeden tag fahren x-tausende Touaregs durch die Gegend...

    Man , das ist ein kaum verbreitetes Modell, eigentlich für den US-Markt, was dummerweise dem mangels an Premium gebeutelten VW-Fanboy als Ich-will-auch-Verlängerung hier auch verkauft wird.
    Den Amis ist das egal, fast zu klein und schwach, sie werden nicht ständig in ihren Freiheiten und Rechte eingeschränkt.
    Die US regeln Klimafreundlichkeit nicht über den kleinen Einzelnen, da wird die Verfassung bzgl. Freiheit des Einwohners noch ernst genommen.
    Da der Deutsche aber ein Teuer-ist-besser Mensch ist, und die "deutsche Wirtschaft" anzukurbeln hofft, bekommt was er hierzulande verdient, nämlich NIX: 10 Jahre alten leistungskompensierten Turbo-Schrott mit x-fach-AGR damit überhaupt was geht mit der Euronorm. Jetzt kommen Hybride, mit Turbo-i plus E, die so viel NOx verschleudern wie japanische Hybride aus den 90ern. Hust.

  16. 18.

    Dass die Benziner mittlerweile ebenso große Dreckschleudern wie die Diesel sind, ist spätestens seit der Meßreihe von AMS im Jahr 2015 bekannt. Dazu kommt die Feinstaubproblematik (mit Partikelfilter auch für Benziner gelöst) und der höhere CO2-Ausstoß. Damit kann man aber vier Jahre später keine Schlagzeilen mehr generieren und Kampagnen gegen Diesel und SUV fahren.

    Wenn man den EU5-Touareg, gemessen in 2018 anführt, dabei aber verschweigt, dass das Fahrzeug zuletzt 2014 ausgeliefert worden ist, und auch noch munter die versch. EU6-Normen durcheinander würfelt, wird der Beigeschmack immer schaler.

  17. 17.

    Die DUH ist auf einen fahrenden Zug aufgesprungen und kümmert sich vor allem um die Pressekontakte. Gemessen haben die nur wenige Fahrzeuge und sind vor allem mit den schlechten Ergebnissen hausieren gegangen. Als der Sharan die Laborgrenzwerte auf der Straße bei höheren Temperaturen nach dem Softwareupdate erfüllte und bei tieferen Temperaturen auch innerhalb des EU 6d-CF-Zuschlages lag, haben die schnell aufgehört.

    Die These, dass die Teile nur 50-100€ ab Werk gekostet hätten, zweifle ich auch an. Beim Passat kostete der SCR-Kat 1.500 € Aufpreis. Auch ein Laie darf nicht nur Plastiktank für AdBlue und ein paar Rohre als Material heranziehen.

    Deren These, dass es Hardware-Nachrüstungen oder Zulassungsentziehungen geben muss, ist kaum haltbar. Die Fahrzeuge müssen die Auflagen zum Zeitpunkt der Zulassung entsprechen, mehr nicht. Gleichzeitig darf auch nicht vergessen werden, dass laut UBA ein erkläglicher Anteil des NOx aus anderen Quellen als Dieselfahrzeugen stammt.

  18. 16.

    Es wäre angemessen, wenn auch Sie die geforderte Nettiquette einhalten würden. Sie verunglimpfen Massen von Menschen als Klimaleugner und Dreckschleuderfahrer ohne einen davon zu kennen. Unglaublich, dank der DUH und anderen ist das inzwischen gesellschaftsfähig geworden

  19. 15.

    Wenn sie nicht nachgebessert werden, dürfen sie nicht mehr rumfahren. Sie haben ja eigentlich keine Zulassung - wir haben dazu auch ein Klage beim Kraftfahrt-Bundesamt laufen, die Zulassung zu entziehen. Diese Fahrzeuge müssen mit Hardware-Nachrüstungen auf den Stand der Technik gebracht wersden.
    __________________________
    und damit sind nicht nur Diesel Euro 5 bis 6x gemeint sondern auch alle Benziner inkl. Euro 4 aufwärts mit der Motorart Turbo-Direkteinspritzer, welche die wahren Drecksschleudern sind und das wären am Ende deutlich mehr Fahrzeuge als die mit Diesel Motoren. Das ist ja das, was ich auch ständig sage!

    Es kann in meinen Augen nicht angehen, das ehrliche "(saubere)" Fahrzeuge mit Euro 4 Diesel bestraft werden, weil alles was danach kam, von vorne bis hinten nicht stimmt.

  20. 14.

    Toyota? Hatten die nicht mal Ärger, weil die mit dem angeblich saubersten Diesel der Welt warben. Das ist aber schon länger her. Danach haben die das Engagement für Diesel sehr zurückgefahren, da die außerhalb Europas kaum eine Bedeutung für den japanischen Konzern haben. Insofern liegen für deren Diesel keine Meßwerte vor. Dass die hier im Text erwähnte Subaru aus Japan stammt und mit Toyota kooperiert, wissen Sie?

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