Klimademo (Bild: imago images/ Müller-Stauffenberg)
Audio: Inforadio | 04.10.2019 | Holger Hansen | Bild: imago images/ Müller-Stauffenberg

Bildungssenatorin trifft "Fridays for Future" - Berlin arbeitet mit Klimaaktivisten zusammen

Berlin soll künftig ein Klimabüro bekommen. Das erklärt Bildungssenatorin Scheeres nach einem Treffen mit Vertretern von "Fridays For Future". Zudem sei eine gemeinsame Klimakonferenz vereinbart worden. Auch eine neue Großdemonstration ist angekündigt.

Die Berliner Schulsenatorin Sandra Scheeres will enger mit der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" (FFF) zusammenarbeiten. Das sagte sie am Freitag nach einem Treffen mit "FFF"-Vertretern in ihrem Büro. Nach Angaben der Schulverwaltung wurden dabei gemeinsame Aktivitäten vereinbart.

Demnach werden "Fridays for Future"-Aktivistinnen und -Aktivisten die Klimakonferenz mit vorbereiten, zu der die Senatsverwaltung am 20. November ins Zeiss-Planetarium in Prenzlauer Berg eingeladen hat. Das geplante Workshop- und Diskussionsangebot soll Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte bestärken, Klimaschutz und Klimawandel vertieft auch im Unterricht zu behandeln. Derzeit werde geprüft, diese Klimakonferenz jährlich auszurichten, teilt die Bildungsverwaltung mit.

"Fridays for Future" plädierte dafür, dass wissenschaftliche Erkenntnisse zum globalen Klimawandel auch in den Schulen noch bekannter gemacht werden und zu lokalen Initiativen führen sollten.

Scheeres dank Aktivisten für Engagement

Scheeres dankte den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement. "Der Klimawandel betrifft uns alle. Auch an den Schulen werden wir uns noch stärker mit dem Umweltschutz beschäftigen", sagte die SPD-Politikerin. "Erste Ideen, wie uns das gemeinsam gelingen kann, haben wir heute Abend diskutiert. Ich freue mich auf den weiteren Dialog."
 
"Es war ein anregender Austausch, an den wir bestimmt bald anknüpfen werden", sagte Quang-Anh Paasch, Pressesprecher von "Fridays for Future". Dass die Bewegung nun den "Diskurs mit der Landespolitik" aufnehmen konnte, sei positiv zu bewerten.

50.000 Euro Sachmittel für Klimabüro des Senats

Darüber hinaus erklärten sich die "Fridays for Future"-Vertreterinnen und -Vertreter bereit, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des "Scientists for Future"-Netzwerks bei der Erstellung von Unterrichtsmaterialien und weiteren Broschüren für die Berliner Schulen unterstützen zu wollen.
 
Die Bildungsverwaltung wird zudem ein "Klimabüro" einrichten, das von dem neuen Umwelt- und Klimaschutzbeauftragten der Senatsverwaltung betreut wird. Er wird über jährliche Sachmittel in Höhe von 50.000 Euro verfügen. Auch dieses Büro stehe Vertreterinnen und Vertretern von "Fridays for Future" offen, teilte die Bildungsverwaltung mit.

Großdemonstrationen für das Klima

Die Bewegung kündigte einen weiteren globalen Aktionstag für den 29. November an. Er findet direkt vor Beginn der Weltklimakonferenz in Chile, die vom 2. bis 13. Dezember geht, statt. In über 100 Städten seien bereits Aktionen geplant, teilten die Organisatoren mit. Neben klassischen Streiks solle es auch "kreative Proteste" geben. 

Zuletzt hatten die Klimaaktivisten am 20. September zu einer Großdemonstration in hunderten Städten weltweit aufgerufen. An den Protesten beteiligten sich nach "FFF"-Angaben allein in Deutschland 1,4 Millionen Kinder und Erwachsene. Letztere waren erstmals explizit aufgerufen, ebenfalls mitzuziehen.

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17 Kommentare

  1. 17.

    Wenn Sie sich dreißig Sekunden Zeit nähmen um zu sehen was die Wissenschaftler fordern, werden Sie sehen, dass niemand die fossile Energie ersatzlos abschalten möchte. Das wäre wahrscheinlich besser investierte Zeit, als hier irgendwelche Strohmannargumente zu posten.

  2. 16.

    Reduktion statt permanentes Wachstum ist angesagt. Nur das werden Politiker nicht sagen, weil sie wieder gewählt werden wollen. Da müssen sich die Eigenheimbauer, Vielflieger, Fleischesser, etc. schon selber bemühen.

  3. 15.

    Immer schön mit der Ruhe. Ihre Angst ist unbegründet.
    Niemand will Ihnen vorschreiben, was Sie zu essen haben oder ob Sie Auto fahren oder nicht. FFF billigt Ihnen das Recht zu, 10 kg Fleisch pro Tag zu essen und jeden Tag 1000 km mit einem Diesel zu fahren. Wussten Sie das?

    Gefordert wird lediglich, dass diese Umweltzerstörung den Preis bekommt, den sie anrichtet. Sie dürfen dann weiter tun und lassen was Sie wollen. Sie müssen nur ganz einfach mehr dafür bezahlen. Denn sonst müssen zukünftige Generationen dafür bezahlen. Es geht um Generationengerechtigkeit. Alles klar? Wunderbar.

  4. 14.

    Im Moment versorgt sich Deutschland zu 86% aus fossiler/nuklarer Energie. (ohne Wärmebedarf, Verkehr und gedrosselter Industrie)
    Ohne diese Erzeuger wäre das Licht jetzt aus...wenn es nach den Physikabwählern ginge.

  5. 13.

    Wer schützt und vor solchen Typen wie sie?

    Ach und noch eines, es steht ihnen frei eine Demonstration anzumelden, eine Bewegung zu gründen...

    Das nennt sich Demokratie. Also so ziemlich das Gegenteil von dem was sie unter "Rechtstaatlichkeit" verstehen.

  6. 12.

    Absolut zutreffende Kommentar, die FFF Kids sollten erstmal eine Ausbildung machen und sehen wie man Geld verdient zum Leben dann können die mitreden.

  7. 11.

    Und ich dachte gehört zu haben, das Tausende ab in den Urlaub geflogen sind!??? Wie passt das denn zusammen? Die wenigen, die heute demonstriert haben, sind doch in der Minderheit. Ich lasse mir auch nicht vorschreiben, wie ich mein Leben gestalte! Zumal uns das die Politiker vorleben, wie es geht( 3Flüge gleichzeitig in die USA), aber da sagt ihr nichts dazu, ihr Klimaaktivisten!

  8. 10.

    Die FFF's sollten erst mal etwas lernen bevor sie mitreden können.
    Momentan verstehen Sie nichts, weder Aufbau von Energiespeichern noch finanzielle Verpflichtungen, Hauptsache ihr Essen steht auf dem Tisch.

  9. 9.

    Sie haben ihre eigene Wahrheit, oder quasi alternative Fakten, gelle? Es wurde auch heute gestreikt, und es wird weitergehen. Solange bis z.B. endlich mit der Verstromung dieser lausigen Braunkohle aufgehört wird. Ich danke Frau Scheeres für das Engagement und ich freue mich auf kreative Proteste.

  10. 8.

    "...Klimaschutz und Klimawandel vertieft auch im Unterricht zu behandeln"

    Berlin ist eh schon Schlusslicht im Bildungsmonitor. Da schadets auch nicht, den Unterrichtsstoff um ein paar esoterische Elemente zu erweitern. Allein der Begriff "Klimaschutz" ist komplett hohl. Bringen wir den Kids doch etwas über "Umweltschutz" bei. Sehr gerne, da bin ich dabei. Und über den "Klimawandel" kann man im Geografie- (früher auch "Erdkunde")- Unterricht reden. Oder im Geschichtsunterricht :-))

  11. 7.

    Wann endlich schreitet der Rechtsstaat ein und schützt mich vor diesen Typen?
    Es reicht, oder soll man die Durchsetzung der Rechtstaatlichkeit in die eigene Hand nehmen?
    Was bildet sich diese Klientel eigentlich ein, mir vorzuschreiben, wie ich zu leben habe, was ich zu essen habe und wann, wie und ob ich Auto fahren möchte oder den ÖPNV nutze?
    Es wird Zeit: aufzustehen, gegen dieses grüne Diktat!!!
    Vielleicht schreiben Schüler (bisher noch ohne Schulabschluß) der demokratisch gewählten Politik vor, was in diesem Land wie zu funktionieren hat. Es hackt wohl so langsam?

  12. 6.

    Was reden Sie? Heute war wie jeden Freitag Schulstreik! Im Invalidenpark. Wie immer. Ich weiß das. Denn ich war dabei.

  13. 4.

    Ist heute nicht auch ein Freitag?
    Achso ist ja Brückentag und keine Schule...fff muss ja in den wohlverdienten Urlaub

  14. 3.

    Ein winzig kleiner Anfang ist das. Gut, aber kein Ersatz für einen fundamentalen politischen Umbruch. Die Forderungen von FFF liegen auf dem Tisch. Die müssen jetzt von der Politik zu exakt 100 % umgesetzt werden. Dazu hat sich die Politik 2015 mit dem Pariser Klimaabkommen selbst (!) verpflichtet! Das Gerede reicht jetzt. Ab dem 7. Oktober wird sich auch die Wut vieler FFF-Anhänger in zivilem Ungehorsam auf einem neuen Niveau äußern. Dafür ist die untätige Politik verantwortlich!

  15. 2.

    Gibt es heute eigentlich auch einen fff-Schulstreik oder föllt dieser wegen Ferien aus, weil alle in den Urlaub geflogen sind?

  16. 1.

    naja--deshalb wird das KLIMA auch nicht besser

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