Archivbild vom 11.10.2019: Aktivist von Extinction Rebellion vor dem Bundes-Umweltministerium in Berlin (Quelle: imago-images/Snapshot/M. Czapski)
Audio: rbb 88.8 | 15.10.2019 | Silja Sodtke | Bild: imago-images/Snapshot/M. Czapski

Banken- und Energie-Sektor im Visier - Klima-Rebellen planen weitere Aktionen in Berlin

Nach der Protestwoche mit Straßenblockaden in Berlin wollen die Klimaschützer von Extinction Rebellion ihre Aktionen fortsetzen. "Wir sind gekommen, um zu bleiben", kündigte Clara Thompson am Dienstag in Berlin an.

Vor Konzerngebäuden den eigenen Tod simulieren

Den Angaben zufolge wollen sich die Aktivisten an Gebäude von Energiekonzernen kleben und in Banken so genannte Die-ins veranstalten, bei denen die Teilnehmer ihren Tod simulieren.

Die Demonstranten seien gestärkt aus den Aktionen in der vergangenen Woche in ihre 100 Ortsgruppen zurückgekehrt. Auch dort werde der Protest nun fortgesetzt. Auch für Dienstag gebe es bereits Pläne, kündigte ein Sprecher an. Bis zum frühen Abend allerdings blieben konkrete Aktionen aus.

In Berlin hatten sich nach Angaben der Aktivisten in der vergangenen Woche rund 6.000 Menschen zwischen 12 und 70 Jahren an Straßenblockaden und anderen Aktionen beteiligt.

"Dunkler Schatten über den Protesten"

"Gleichzeitig schwebt ein dunkler Schatten über unseren Protesten, denn sie haben nichts bewirkt", räumte Lu Yen Roloff ein. "Für viele ist dieser Protest die letzte Hoffnung. Die Nichtreaktion der Politik ist ein Schlag ins Gesicht für Millionen von Menschen in Deutschland", so die Aktivistin mit Blick auch auf andere Protestbewegungen wie etwa Fridays for Future.

Sendung: Fritz, 15.10.2019, 14.30 Uhr

29 Kommentare

  1. 29.

    "Würde nicht gerade eine Person des öffentlichen Lebens dafür verdammt, dass er genau dieses Thema thematisierte?"

    Interessante Einsichten wie Rechtextreme und Xenophobe das Thema Fremdenhass mit dem Thema Umwelt vermischen oder besser gesagt mit ihren abenteuerlichen Thesen davon ablenken wollen woher die Klimakatastrophe wirklich stammt und wie man ihr begegnen kann.

    "Hat er nicht angeregt, in solchen Regionen AKWs zu bauen und der Bevölkerung mit Licht Energie und Arbeit eine Perspektive zu geben, die nicht nur darin besteht, Kinder zu zeugen?"

    "der Schwarze schnackselt halt gern", nicht wahr? *kopfschüttel* Mehr fällt mir zu solchen Entgleisungen nicht ein.

  2. 28.

    "Das konzeptlose Wichtig Getue [sic!] der Ökos hat Milliarden gekostet und bislang nichts gebracht."

    Thema verfehlt, setzen sechs... Meine Frage lautete:

    Das Getöse kennen wir doch irgendwoher? Erzählen sie uns doch wie man diesem "Problem" entgegnet, ich warte gespannt.

    Hier wurde behauptet die "Überbevölkerung, vor allem in Asien und Afrika sind das Hauptproblem."

    Ich frage nach der Uhrzeit und sie antworten mit "ja, das Wetter ist schön..." HÄ?

  3. 27.

    Würde nicht gerade eine Person des öffentlichen Lebens dafür verdammt, dass er genau dieses Thema thematisierte? Hat er nicht angeregt, in solchen Regionen AKWs zu bauen und der Bevölkerung mit Licht Energie und Arbeit eine Perspektive zu geben, die nicht nur darin besteht, Kinder zu zeugen?
    Wie groß war der Aufschrei der Moralisten.
    Aber, es würde Fluchtursachen und Überbevölkerung regulieren.

  4. 26.

    Das konzeptlose Wichtig Getue der Ökos hat Milliarden gekostet und bislang nichts gebracht.
    Kann jeder an der Co2-Kurve Deutschlands nachvollziehen.

  5. 25.

    "Sie spricht einenen ganz wichtigen Punkt an, die Überbevölkerung, vor allem in Asien und Afrika sind das Hauptproblem."

    Das Getöse kennen wir doch irgendwoher? Erzählen sie uns doch wie man diesem "Problem" entgegnet, ich warte gespannt.

  6. 24.

    "Das die Klimachaoten wiederkommen war mir eigentlich klar. Sie können sich in Berlin völlig frei bewegen und werden von der Polizei sehr sorgsam behandelt."

    Ihr Realitätsverlust ist erschreckend!

    Klar können sie sich frei bewegen, was träumt ihnen denn vor? Verhältnisse wie in Nordkorea? Und unter einer "sorgsamen" Behandlung verstehe ist auch etwas anderes.

    "Ich hoffe nur, das Der Innensenator diesmal recht schnell dem Kaspertheater ein Ende bereitet."

    Sie hoffen doch noch was ganz anderes. Noch leben wir in einem Rechtsstaat.

  7. 23.

    Man hätte natürlich auch im schönsten Politkersprech seine Erfolge feiern können. Sie wäre eine der ersten gewesen, die dann hier vor Wut geschäumt hätten.

  8. 22.

    Welche Umfragen sollen denn echt sein? Jede Umfrage hat einen Auftraggeber. Wie groß die Anzahl derer ist, die für die XR-Aktionen (damit meine ich nicht die Ziele!) und die dagegen sind werden wir doch nie erfahren. Ist im Grunde auch unwichtig.

  9. 21.

    Natürlich hat Heide vollkommen recht. Sie spricht einenen ganz wichtigen Punkt an, die Überbevölkerung, vor allem in Asien und Afrika sind das Hauptproblem. Diese Menschen wollen alle essen.

  10. 20.

    Eben nicht! Es gibt Umfragen die den Namen nicht verdienen - siehe Tagesspiegel - und es gibt halt echte repräsentative Umfragen. Erstere als repräsentativ zu bezeichnen ist einfach falsch.

  11. 19.

    Und was wollen Sie uns nun damit sagen? Das Problem besteht doch bei allen Umfragen. Oder meinen Sie, die Mehrheit (welche auch immer) seien glühende XR-Fans?

  12. 18.

    --- wird er wohl müssen, unser Innensenator. Wenns an die Gebäude im Privatbesitz geht, müssen die Besitzer reagieren. Bei besetzten Häusern geht das wie wir wissen, ja ganz schnell. Obwohl es da auch um existenzielle Belange (Wohnraum) geht.

  13. 17.

    Gegen den Bevölkerungswachstum bzw. die 'Überbevölkerung' streiken? Welche Forderungen wären das dann? 1-Kind-Politik oder massenhafter Suizid? Machen Sie dann als besorgte Bürgerin den Anfang damit? Nur mal so, Sie sind eine von den viel zu vielen die Sie hier anprangern.

  14. 16.

    Wieder einmal ein wunderbarer Beitrag. Repräsentativ also? Wieviel Leute hat denn der Tagesspiegel befragt? Über alle Bezirke verteilt? Rentner, Arbeitnehmer, Jugendliche? -- ich habe da so meine Zweifel. Von daher Vorsicht wenn Sie hier von einer Mehrheit sprechen.

  15. 15.

    Es ist nicht nur die Politik! Der Tagesspiegel hat repräsentativ die Berlin befragt. Die Mehrheit ist gegen die von den ER-Extremisten praktizierte Form des Protestes.

  16. 14.

    Psst, darüber will doch niemand sprechen! Das ist doch eins der größten Probleme auf diesem Planeten. Die Weltbevölkerung wird bis 2050 auf knapp 10 Milliarden steigen..... danach ungewiss! Alle müssen essen, trinken, wollen konsumieren. Dadurch schwinden die Ressourcen immer schneller und die Probleme werden immer größer.

  17. 13.

    Das die Klimachaoten wiederkommen war mir eigentlich klar. Sie können sich in Berlin völlig frei bewegen und werden von der Polizei sehr sorgsam behandelt. In einigen Städten war das zum Glück anders. Diese Typen erheben ihre Stimme mit schwachsinnigen Forderungen in Sachen Klimawandel. Sie Maßen sich an für tausende zu sprechen. Ich hoffe nur, das Der Innensenator diesmal recht schnell dem Kaspertheater ein Ende bereitet.

  18. 12.

    Manche (vermutlich nicht wenige) von denen ticken wirklich so. Gestern war im ZDF ein junges Mädchen zu sehen, das erklärte, sie werde sich jetzt noch so ein, zwei Jahre für den Klimaschutz engagieren, und wenn bis dahin nicht eine umfassende Wende vollzogen worden wäre und nur noch klimakonform gehandelt würde, würde sie das Umweltengagement aufgeben und sich lieber mit etwas anderem beschäftigen.

    Ich fürchte, das sind alles (zudem verwöhnte) Produkte unserer Ich-ich-ich-Gesellschaft: Ich protestier jetzt mal, und dann haben ALLE meine Forderungen SOFORT erfüllt zu werden. Weil ICH das WILL. Fehlte nur noch, dass sie mit dem Fuß aufstampfen oder sich schreiend auf den Boden werfen. Wobei das noch harmlos wäre. Ich fürchte, einige der Mittelschichtskinder werden auch in diesem Falle bald zu dem Versuch übergehen, ihre Forderungen auf rabiate Weise durchzusetzen, Legitimation(wie immer): Die Rettung der Welt und das Glück der Menschheit.

  19. 11.

    Na, immerhin haben sie schon gelernt, wie man Pressearbeit macht und dabei mäßige bis miese Ergebnisse (sollte nicht "Berlin lahmgelegt" werden?)schönlügt und natürlich auch sonst die üblichen Worthülsen und Floskeln einsetzt. Nebenher konstatiert man dann mit (nach eigenen Angaben) 6000 Teilnehmern einen "Schlag ins Gesicht für Millionen", darauf hoffend, am Ende bliebe nur irgendwas mit Millionen hängen.

  20. 10.

    Sie glauben etwas verändern zu können, aber Politik kümmert sich fast nur um die Wirtschaftsinteressen, denn wir haben eine Industrielobbyregierung.

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