Zigarettenstummel auf einer Straße (Bild: imago images/Westend61)
Bild: imago images/Westend61

Neuer Bußgeldkatalog für Berlin - Bis zu 120 Euro für weggeworfene Zigarette

Wer in Berlin achtlos Zigaretten wegwirft oder Kaugummis auf der Straße entsorgt, muss schon bald mit deutlich höheren Strafen als bisher rechnen.

Der Senat verabschiedete am Dienstag einen neuen Bußgeldkatalog, den Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) bereits Ende August vorgelegt hatte. Vor allem Strafen für die unzulässige Abfallentsorgung im öffentlichen Raum werden deutlich angehoben.

Auch Strafen für illegalen Müll werden drastisch erhöht

Konkret werden für eine weggeworfene Zigarette oder für einen Kaugummi Bußgeld in Höhe von 80 bis 120 Euro fällig. Wird Hundekot nicht unverzüglich beseitigt, drohen 80 bis 300 Euro, in Grünanlagen sogar bis zu 1.500 Euro.

Für illegal abgelegte Altreifen werden künftig 350 bis 800 Euro Bußgeld fällig. Das illegale Abladen von Bauabfällen kann - je nach Schwere des Vergehens - mit einem Bußgeld in Höhe von 600 bis 25.000 Euro geahndet werden. Sobald der neue Bußgeldkatalog im Amtsblatt veröffentlicht wurde, kann er in Kraft treten.

Sendung: Abendschau, 22.10.2019, 19:30 Uhr

40 Kommentare

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  1. 40.

    Ich empfehle die Strassenbahnhaltestelle am S-Bhf. Landsberger Allee. Da wird im Sekundentakt Bussgeld fällig für weggeworfene Zigarettenkippen. Ganz abgesehen davon, dass eigentlich Rauchverbot besteht.
    Kontrolliert das Jemand? Macht doch nur Sinn, wenn auch entsprechend oft kontrolliert wird.
    Was soll das sonst?

  2. 38.

    Was nutzen hohe Bußgelder, wenn keiner kontrolliert bzw. sie nicht durchgesetzt werden ?
    Alles nur Symbolpolitik.

  3. 37.

    @rbb
    Im Kommentar #8, 22:44 Uhr
    Ich finde, "Greta vom Autistenzirkel" doch recht beleidigend.

  4. 36.

    Plastiktüten sind auch noch erlaubt. Oder diese ekligen Miniquetsch-Getränke. Rauchen schlechthin ist erlaubt. Feuerwerk ist auch erlaubt. Ach herrjeh, so vieles bleibt unbestraft.

    Aber am besten bleiben wir bei dem Thema, um das es hier geht. Das Entsorgen von Kippen auf der Straße.

    Für Sie sind alle Raucher Unterschicht? Oder wollten Sie einfach nur mal was vor sich hinplappern?

  5. 35.

    Wer nicht bezahlen kann, könnte ansich auch keine Zigaretten leisten.
    Ansonsten sollte er ein ganzes Wochenende die Stassen säubern.
    Natürlich unter Aufsicht.

  6. 33.

    ...das ist definitiv der beste Vorschlag hier in der Runde. Genauso sehe ich das auch.
    Denn Kohle hin oder her - wer einmal so eine richtig schöne berliner Grünfläche abgelaufen ist und danach nicht mindestens 10 cm größer (wegen der ganzen Tretminen), wird sich dreimal überlagen, wohin sein Hund k_ckt oder ob er/sie/es die Kippe wegschnippt. :-)

  7. 32.

    120 Euro fuer 'ne Kippe, aber im 500 PS-Diesel-SUV die Luft verpessten bleibt ungestraft. Ganz toll. Mal wieder 'ne typische Unterschichtsbestrafung.

  8. 30.

    ...aha. Und wer nicht bezahlen kann, muß ins Gefängnis?
    Was für eine tolle Idee...

  9. 29.

    naja, rbb ist eben nicht mehr, was es mal war

    allein das neue zibb----furchtbar mit Wetterbesserwisser
    und 30 min. "Prominenz", was nur wenige interessiert
    immer gerne gesehen--aber nun ??????

  10. 28.

    Dit is nich mehr mein Berlin!
    Soll heissen: Wer sich sch..sse benimmt und unachtsam bzw. respektlos ist, betreibt Kulturpflege?
    Assi = der neue Adel?

  11. 27.

    Alles reine Erziehungssache. Wer seinen Müll nicht auf der Straße entsorgt, wird auch kein Bußgeld fürchten müssen. Würden sich die Leute benehmen, bräuchte man dafür schon mal keinen Bußgeldkatalog.

  12. 26.

    Dit is nich mehr mein Berlin!

    Zum Glück gibt es noch den Wedding.
    Hier sieht Berlin noch aus wie Berlin.

  13. 25.

    Wird eh nicht kontrolliert. Siehe S-Bahn. Warum liegen so viele Kippen auf den Gleisen und Bahnsteigen?

  14. 24.

    Ich frage mich wirklich, warum der RBB so einen schwachsinnigen Kommentar veröffentlicht.
    Was genau soll denn Sonderling lernen?

  15. 23.

    Ich muss immer wieder lachen, was alles für Gesetze und Verordnungen erlassen werden. Problem nur: Es kümmert sich niemand drum, weil er ja auch keinerlei Ahndung befürchten muss.

    Im Schaffen von zahnlosen Papiertigern ist dieser Senat und die Gesetzgebung generell großartig. Man bleibt aber grundsätzlich bei Punkt 1 (Gesetz schaffen) hängen. Punkt 2 (Ahndung) erfolgt nicht. Egal, ob es um EScooter auf Bürgersteigen, Kippen oder sonstwas geht.

  16. 22.

    Dann sollte man auf Kontrollen drängen. Die Erhöhung der Strafe ist ok, warum sollte man dies nicht machen. Das Risiko steigt für die Verursacher.

  17. 21.

    Die Liste kann gerne erweitert werden...jedoch muss ich Kommentar 15 vollkommen recht geben.

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