Eine Aktivistin des Klimaschutz-Bündnisses Extinction Rebellion wird an einer Zufahrt zur Siegessäule von der Polizei weggetragen. Seit gestern Morgen hatten Aktivisten die Zufahrten besetzt. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Video: rbb|24 | 08.10.2019 | Material: Abendschau, ARD aktuell | Bild: dpa/Paul Zinken

Extinction Rebellion - Polizei beendet Räumung am Großen Stern vorerst

Der Potsdamer Platz ist geräumt, doch am Großen Stern wird weiter demonstriert: Klimaaktivisten von Extinction Rebellion halten weiter Teile des Berliner Verkehrsknoten-punkts besetzt - und werden wohl auch über Nacht dort bleiben.

- Die Polizei hat am Dienstagvormittag den Potsdamer Platz in Berlin-Mitte geräumt.

- Am Nachmittag wurden zwei Zufahrten zum Großen Sterns in Berlin Tiergarten freigeräumt.

- Am frühen Abend beendete die Polizei die Räumung des Großen Sterns für den Tag.

Nach der Auflösung der Demonstration am Potsdamer Platz und der Räumung zweier Zufahrten zum Großen Stern halten Klimaaktivisten Teile des Verkehrsknotenpunkts im Berliner Tiergarten weiter besetzt. Die Polizei beendete am Abend die Räumung. Die verbliebenen mehreren Hundert Aktivisten dürften über Nacht dort bleiben, sagte ein Polizeisprecher. 

In den sozialen Medien hatten Organisatoren der Gruppe Extinction Rebellion am Mittag noch zur Teilnahme an der Blockade des Großen Sterns aufgerufen. "Setzt euch dazu, denn wir bleiben", twitterten Teilnehmer. Der Verkehr rings um die Siegessäule war von Beginn der Protestaktion am frühen Montagmorgen an komplett lahmgelegt. Am Dienstag begann die Polizei gegen 14 Uhr damit, die Straße des 17. Juni und die Hofjägerallee zu räumen und Demonstranten von der Fahrbahn zu tragen. Ab 15.30 Uhr rollte der Verkehr wieder über die beiden Zufahrten. 

Laut Polizisten vor Ort verlief die Räumung bis zum Abend friedlich. Nach rbb|24-Informationen ging die Polizei jedoch vereinzelt mit Schmerzgriffen gegen Demonstranten vor.  

Eine kleinere Gruppe Klimaaktivisten hat auch im Konrad-Adenauer-Haus in der Klingelhöferstraße protestiert, rund einen Kilometer südlich vom Großen Stern. Die Demonstranten hätten die CDU-Bundesparteizentrale auf Aufforderung des Sicherheitsdienstes aber nach relativ kurzer Zeit wieder verlassen.

Ein Demonstrant der Gruppe "Extinction Rebellion" wird von der Polizei weggeführt (Bild: rbb/ems/Benedikt Päffgen)
Zwei Demonstranten, die sich angekettet haben, werden von der Polizei abgeführt. | Bild: rbb/ems/Benedikt Päffgen

Potsdamer Platz am Vormittag geräumt

Die Blockade des Potsdamer Platzes hatte die Polizei bereits am Dienstagvormittag aufgelöst. Gegen 11 Uhr hatten sämtliche Demonstranten die Fahrbahn verlassen. Einige Klimaaktivisten hatten sich an mit Beton gefüllten Badewannen, an einen Truck und an einer Bienenwabenkonstruktion festgekettet und mussten von Polizei und Feuerwehr nach und nach befreit und anschließend weggetragen werden.

Die meisten Demonstranten seien am Morgen der Aufforderung der Beamten nachgekommen und hätten die Straße selbst verlassen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Am Mittag konnte der Platz schließlich wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Bereits am Montagnachmittag waren 480 Demonstranten von der Polizei weggetragen worden. Die Beamten und die Klimaaktivisten sprachen übereinstimmend von einem friedlichen Verlauf der Aktion. Am späten Abend brach die Polizei die Räumung schließlich ab, wie die Verkehrsinformations-Zentrale des Senats auf Twitter mitteilte. Mehr als 150 Teilnehmer verharrten die ganze Nacht hindurch in Zelten und Schlafsäcken am Potsdamer Platz.

Blockade am Großen Stern geht weiter

Dienstagmittag kam es außerdem zu einer kurzeitigen Sperrung der Friedrichsstraße/ Ecke Leipziger Straße durch Klimaaktivisten. In einem Tweet von Extinction Rebellion hieß es dazu: "Die letzten Rebellen sind vom #PotsdamerPlatz. Doch eine Rebellion lässt sich nicht räumen. Wir machen weiter bis die Regierung endlich ernsthaft im Angesicht der #Klimakrise handelt! Zeit auszuschwärmen!"

Eigentlich hatte Extinction Rebellion für Dienstag laut einem Sprecher einen "aktionsfreien Tag" angekündigt. Die Polizei ist aber darauf vorbereitet, dass es dennoch verschiedene Aktionen in Berlin geben wird.

Aktivsten blockieren am Abend des 07.10.2019 die Zufahrtswege am Großen Stern. (Quelle: rbb|24/Wolfram Leytz)

Weitere Protestaktionen im Laufe der Woche geplant

Extinction Rebellion hatte am frühen Montagmorgen kurz vor Beginn des Berufsverkehrs zunächst den Großen Stern in Tiergarten blockiert. Rund 1.000 Demonstranten versammelten sich zeitweise rund um die Siegessäule und legten den Verkehr lahm. Am Mittag war eine offizielle Kundgebung am Potsdamer Platz angemeldet, zu der rund 2.000 Menschen kamen. Die Klimaaktivisten hielten den Platz im Anschluss weiter besetzt.

In Berlin bereiten sich die Aktivisten unter anderem in einem Klimacamp am Bundeskanzleramt auf die Protest vor. Die Bewegung, die auf zivilen Ungehorsam setzt, hat für die ganze Woche größtenteils unangemeldete Protestaktionen angekündigt. Einer Ankündigung zufolge sollen die nächsten Protestaktionen bereits mittwochfrüh folgen.

Extinction Rebellion fordert unter anderem von der Bundesregierung, den Klimanotstand auszurufen und dafür zu sorgen, dass die von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen bis 2025 auf netto Null gesenkt werden. Protestiert wird dafür nicht nur in Berlin. Aktionen fanden am Montag unter anderem in London, Amsterdam oder Sydney statt. Wie genau die Proteste aussehen werden, wird immer erst wenige Minuten vor Beginn bekannt gegeben.

Die Teilnehmer sind aufgefordert, kleinere Gruppen zu bilden und dezentrale Aktionen durchführen. Bekannt wurde, dass am Mittwoch offenbar die Marschall-Brücke neben dem Reichstagsgebäude blockiert werden soll.  

Zu den Blockaden erklärt Extinction Rebellion: "Wir stören den alltäglichen Betriebsablauf, der unsere Lebensgrundlagen zerstört. Wir setzen den Protest so lange fort, bis die Regierungen angemessen reagieren."

Ein Demonstrant der Gruppe "Extinction Rebellion" unterhält sich mit einem Polizisten (Bild: rbb/ems/Benedikt Päffgen)Ein Aktivist spricht während der Blockade am Potsdamer Platz mit einem Polizisten.

Sendung:  Antenne Brandenburg, 08.10.2019, 5:30 Uhr

Kommentarfunktion am 10.10.2019, 10:49 Uhr geschlossen

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238 Kommentare

  1. 238.

    Es wird gefordert, das Deutschland CO2 frei wird. Zeig mir mal, wie die Industrie mit sämtlichen Fabriken CO2 frei Kleidung, Lebensmittel oder sonstige Güter herstellt? Dies wird aktuell überhaupt nicht möglich sein. So viele Solaranlagen und Windräder kann man gar nicht herstellen - wobei die Herstellung auch wieder CO2 belastet ist!

    Also doch die komplette Industrie ins Ausland verlagern, damit Deuschland das Ziel 100% CO2 Ausstieg schafft?

    E-Autos fahren in Deutschland "angeblich" 100% CO2 frei herum. Für E-Autos hat man extra eine Einrichtung entwickelt, wo nur "Ökostrom" aus Solar und Wind ans Auto abgegeben wird! Die Akkus von den E-Autos braucht man auch nur von Bäume pflücken. Dafür hat man extra einen Akku-Baum gezüchtet.

    Selbst Müll wird ins Ausland gekarrt! Viele Güter werden schon seit vielen Jahren nicht mehr in Deuschland produziert. Nicht, damit wir es hier so schön und sauber haben sondern weil es BILLIGER ist!

  2. 237.

    "Joker, Brandenburg, Mittwoch, 09.10.2019 | 22:25 Uhr:
    "Und zwar nicht in Deutschland sondern Weltweit!"
    Doch! Auch in Deutschland!"

    lesen und verstehen ist nicht Ihre Stärke wa? Wenn ich "Weltweit" sage, dann schließt das Deutschland mit ein. Aktuell sieht es nämlich so aus, das ausschließlich nur in Deutschland was mit aller Gewalt übers Knie gebrochen wird und die Welt über Deutschland nur lacht.

    Ich bin der festen Überzeugung, das die "dreckigsten Staaten" (China, USA, Indien, Russland, Japan), welche die meiste Belastung für diese Welt ist, der Reihe nach anfangen und nicht die Länder mit der saubersten Luft, wo es so schon sauber ist. Das würde am meisten bringen. Hinzu kommt, das diese Länder nich gerade klein sind und auch massig Einwohner haben, wo deutlich mehr zu erreichen ist, als man in Deutschland jemals schaffen könnte.

    Noch mal : Deutschland ist NICHT der Mittelpunkt dieser Erde und Berlin ist es erst recht nicht!

  3. 236.

    Wieviele Busse und Trams, S-Bahnen wurden durch die Aktionen der Chaoten diese Woche schon massivst gestört, das der ÖPNV in Berlin nicht mehr richtig funktionierte?
    Und da möchten Sie @ Immanuel, das die jede, in Ihren Augen, überflüssige Fahrt auf den ÖPNV verlagert wird?
    Pff mit dem Auto kann man sehr schön an den Blockaden über Nebenstraßen vorbei fahren. Mach das mal mit ÖPNV, der festgelegte Routen abzufahren hat.

    "Joker:"Wenn Du der Meinung bist, das jeder Berliner KEIN AUTO haben darf, ......."
    Habe ich NIE geschrieben! (Sie können sich also Ihre künstliche Erregung sparen.)"

    eigentlich schon. Berlin hat den Besten ÖPNV der Welt und jeder in der Stadt kann den nutzen. Jeder, der die bestehende Fahrt mit dem ÖPNV hätte fahren können, begeht mit SEINEM AUTO eine überflüssige Fahrt. Also ist jede Fahrt mit einem Auto überflüssig und wenn die überflüssig ist, dann braucht man ja kein Auto in der Stadt mehr.
    Also Verbot für private Autos in Großstädten wo ein ÖPNV ist??

  4. 235.

    Lieber Immanuel - hat auch niemand aus diesem chat hier( soweit ich gesehen habe) behauptet, dass alles so weitergehen soll wie bisher. Aber wie gesagt, macht IHR ( und nein, damit mache ich dich nicht zur Majestät sondern meine die ganzen "Aktivisten", die versuchen, den normalen Betriebsablauf zu stören( der immerhin das Geld für solche Demos mitfinanziert)nur so weiter - die ganz da oben lachen sich nämlich bei solchem Verhalten ins Fäustchen und die Mehrheit der Bevölkerung will nur das Eine: In Frieden und in Wohlstand seinen ganz normalen Allteg leben. Und das mache ich jetzt auch - ganz profan Steuer überweisen, Löhne an Mitarbeiter überweisen( die teilweise mehr als 40 km einfachen Weg zur Arbeit nicht mit dem E-Roller zurücklegen wollen und können) und mich dann um neue Kunden kümmern. Denn irgendwer muss ja immer auch für all die anderen arbeiten- nennt sich deshalb auch Solidargemeinschaft! Und Euch beim -friedlichen- demonstrieren noch viel Spaß( ehrlich gemeint) !!!

  5. 234.

    Aber Berlin liegt uns näher als der Rest der Welt, UND Berlin hat einen gut ausgebauten ÖPNV. ---

    aha. Mit anderen Worten = Berlin ist wichtiger als der Rest der Welt.

    Oder war das bezogen auf die "Aktivisten"? Keine Angst.
    Die sind von überall aus Europa nach Berlin zu Fuß gelaufen oder mit dem Rad her gekommen. <--- denn diese Anreise wäre der Forderung entsprechend die einzig richtige gewesen!

    Man hätte die Aktion auch draußen, vor den Toren Berlins auf einem Feld abhalten können, nachdem man einen Bauer um Erlaubnis für diese Aktion gebeten hätte.

    Ich mag nicht abstreiten, das Berlin einen gut ausgebauten ÖPNV hat nur bringt der Besten ÖPNV nichts, wenn nicht jeder Bürger in der Stadt den auch nutzen kann. Zu oft überfüllt, das man nicht rein kommt, zu viele Verspätungen, zu viele Ausfälle, zu viele Störungen durch lange Bauarbeiten. Wenn Busse leer sind und "überpünktlich", wird nicht darauf gewartet, bis die Abfahrtszeit kommt und man kommt aus S-Bahn = Bus weg!!!

  6. 233.

    (2)Wenn diese Zustellfahrzeuge morgens vollgeladen werden, sind die nicht voll... die quellen zum Teil über und oft bleiben Pakete bis zum nächsten Tag zurück! Wenn 3 Fahrzeuge von 3 verschiedenen Zustellern morgens das Lager verlässt, sind 3 Wagen überfüllt.

    Wenn wir nun 2 Konzerne zerschlagen und dafür nur noch 1 Konzern liefert, dann muss dieser eine Konzern die verbleibenden Sendungen zustellen. Also fährt nicht 1 DHL Fahrzeug morgens los sondern 3.
    Alternativ könnte man ja auch die bestehenden Zustellfahrzeuge abschaffen und mit EINEM EINZIGEN Sattelzug 18 Stunden am Tag mit 15 Mann Besatzung durch Berlin schieben. Vorne im Führerhaus sitzen 3 Fahrer, die sich abwechseln und hinten im Auflieger die anderen 12 Zusteller, die dann rennen.

    Ideen und Vorstellungen haben die Leute, das geht auf keine Kuhhaut.
    Wenn 1 Lieferdienste durch eine Straße fährt, dann ist es überflüssig, wenn 2 andere Lieferdienste von ganz anderen Konzernen auch da durch fahren... ohne Worte.

  7. 232.

    Es fehlen, wie gestern schon angemerkt, noch immer zwei Beiträge von mir @rbb24. Teil (1)(2)

    (1a) Wenn erst dhl, dann Hermes und dann UPS die Straße langfahren und ausliefern, dann sind davon sicherlich 2 Autos überflüssig.---

    und da haben wir es wieder! welche 2 Autos sind denn da überflüssig von gefahren? Vor allem fährt der Lieferdienst mit keine Autos durch Berlin!

    Bitte verzeih mir die Frage aber bist Du echt so begrenzt in Deiner Fantasie - um es nett und vorsichtig auszudrücken - oder tust Du hier nur so?

    Zum einen sind es 3 verschiedene Unternehmen - zwar gleiche Branche - welche mit den anderen nichts am Hut haben. Klar, man könnte 2 von den Konzernen zerschlagen und der erste Konzern könnte die schlucken... bekommen wir halt ein Monopol auf DEN Paketdienstleister.
    Wenn die nicht mehr Waren Ausliefern oder Waren Abholen dürfen, braucht man diese auch nicht.

  8. 231.

    Joker:
    "Und komm mal von Deinem blöden BERLIN weg denn das Problem betrifft nicht das olle Berlin sondern die ganze Welt!!!"

    Aber Berlin liegt uns näher als der Rest der Welt, UND Berlin hat einen gut ausgebauten ÖPNV.

    Joker:
    "Wenn Du der Meinung bist, das jeder Berliner KEIN AUTO haben darf, .........."

    Habe ich NIE geschrieben! (Sie können sich also Ihre künstliche Erregung sparen.)

  9. 230.

    Joker, Brandenburg, Mittwoch, 09.10.2019 | 22:25 Uhr:
    "(4) Die Fordernungen wurden gestellt und nun muss Zeit gelassen werden, alles zu realisieren."

    So wie bisher, wo alle Zeit immer (so gut wie) ungenutzt verstrichen ist.

    Joker, Brandenburg, Mittwoch, 09.10.2019 | 22:25 Uhr:
    "Und zwar nicht in Deutschland sondern Weltweit!"

    Doch! Auch in Deutschland!

    Joker, Brandenburg, Mittwoch, 09.10.2019 | 22:25 Uhr:
    "Nicht erst Deutschland sondern alle zusammen!
    Sonst hat es keinen Sinn."

    Da - nach Joker - keiner anfangen soll und die Erfahrung zeigt, dass es NIE eine Einigung ALLER geben wird, heißt dies: Es wird NICHTS passieren. Alle lauern nur darauf, dass andere anfangen, und so vergehen Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte, ohne dass sich Entscheidendes tut!

    Und alle sind sich nur darin einig, dass man Zeit braucht, viel Zeit, ganz viel Zeit und noch mehr Zeit - in der man nichts Entscheidendes tut. Bloß nichts überstürzen! Lieber noch weiter abwarten.

  10. 229.

    Joker:
    "Antwort auf [Immanuel] vom 09.10.2019 um 18:25
    (a)Bei der Einsparung von Autofahrten geht es in erster Linie darum, diese dort einzusparen, wo diese UNNÖTIG sind, weil es z.B. einen gut ausgebauten ÖPNV gibt, so wie in Berlin, insbesondere in der Innenstadt !!! Es geht da überhaupt nicht um das flache Land ohne ÖPNV !---
    Noch mal : DU kannst überhaupt nicht einschätzen, welche fahrt unnötig ist oder nicht! Das muss jeder Bürger für sich selber entscheiden!"

    Das können offenbar einige Berliner nicht, die nur aus Bequemlichkeit Auto fahren oder absurde Schutzbehauptungen vorbringen, wie hier schon in anderen Foren zu lesen war. Wenn ein junger Mensch mit dem Auto einen Kilometer zum Bäcker und zurück fährt, oder aus Prestigegründen die Straßen hoch und runter fährt, dann ist dies sicherlich nicht nötig!

    Wenn erst dhl, dann Hermes und dann UPS die Straße langfahren und ausliefern, dann sind davon sicherlich 2 Autos überflüssig.

  11. 228.

    Joker, Brandenburg, Mittwoch, 09.10.2019 | 22:20 Uhr:
    "(3) Akzeptiert es doch einfach, das der Planet früher oder später für den Menschen unbewohnbar sein wird und dafür neue Lebewesen kommen werden. Das nennt man Evolution. Es sind schon viele Arten auf diesem Planeten ausgestorben, bis dafür der Mensch sich entwickeln konnte."

    Aber das akzeptiert doch jeder, dass in ein paar Taused Jahren sich die Sonne ausdehnt und die Erde verschwinden wird.

    Aber warum soll man akzeptieren, dass eine unverantwortliche, nicht an die Zukunft denkende Menschheit den natürlichen Zeitpunkt der Unbewohnbarkeit so weit vorverlegt, dass es schon die jetzigen Kinder werden miterleben müssen ???

    Das ist nicht Evolution, denn Evolution ist ein natürlicher Prozess, während die Klimaerwärmung mindestens zum großen Teil menschenverursacht ist.

  12. 227.

    Christian, NichtausBerlin, Mittwoch, 09.10.2019 | 21:10 Uhr:
    "Macht nur so weiter, mit dieser Art Borniertheit erreicht ihr die Mehrheit der Bevölkerung für eure Ideen und Ziele nicht! Und die müsstet ihr eigentlich erreichen, weil - noch sind wir eine demokratische Mehrheitsgesellschaft und keine Anarchodiktatur, wo eine kleine Minderheit ( und die seid ihr nunmal) der großen Masse vorzuschreiben hat, wo es langgeht und wie diese künfttig zu leben hat!"

    Es ist zwar eine kleine Minderheit, die demonstriert, aber es sind sehr, sehr viel mehr, die der Meinung sind, dass es so nicht mehr weiter geht, vielleicht sogar schon die Mehrheit in Deutschland.

  13. 226.

    Christian:
    "Lieber Immanuel: ... Aber, Dein Ereifere ( ich will ja gar nicht Gegeifere) hierim chat zeigt mir doch nur zu deutlich, wie engstirnig ihr die ganze Sache ( vermeintlich Eure sache ) angeht..."

    Lieber Christian, Sie müssen mich nicht mit dem Plural Majestetis anreden. Ich habe auch nichts mit den Demos zu tun, bin nicht daran beteiligt und auch schon lange kein Jugendlicher mehr. Ich werde auch die schlimmsten Folgen der Klimaerwärmung kaum noch miterleben. Ich habe aber Verständnis für die Demonstrationen gegen bloße Symbolpolitik, die immer nur in kurzen Legislaturperioden denkt und in der die Industrie und Wirtschaft eine gute Lobby, aber die Jugend keine Lobby hat.

    Borniert sind wohl eher die Politiker, die sich davon letztendlich kaum beeindrucken lassen. Das einzige, was die Politiker nun aufgeschreckt hat, sind die Wahlerfolge der Grünen, durch die sie sich gezwungen fühlen grüne Symbolpolitik zu machen.

  14. 225.

    (b) Und ob es zumutbar ist, für den Pendler bis zum Rand zu fahren, von dort mit ÖPNV zur Arbeit, bei Außendienst wieder zurück zum Rand pendeln und von dort aus mit dem Auto zum Kunden, dann wieder zum Rand pendelt um mit ÖPNV zur Dienststelle zurück zu fahren und beim Feierabend wieder zum Rand pendelt um dann mit dem Auto nach Hause zu fahren, muss der Pendler selber entscheiden!!!

    Das ist nicht Ihre Aufgabe!!!
    Wenn Sie der Meinung sind, ohne Auto Ihr Leben zu bestreiten, dann möchte ich Ihnen dafür gratulieren und danke Ihnen, das SIE mit gutem Vorbild vorraus gehen! Aber hören Sie bitte auf, jedem Mensche IHR LEBENSTIEL auf´s Auge drücken zu müssen!

    Wir haben keine Zeit mehr... o.O
    wenn 2135 der Stein vom Himmel fällt und wir das nicht verhindert bekommen, dann haben wir keine Zeit mehr denn dann ist das Lichtlein für jeden von uns in den Folgejahren definitiv aus!

    Wir sind Mikroben in diesem Universum... vergessen Sie das nicht!

  15. 224.

    (a)Bei der Einsparung von Autofahrten geht es in erster Linie darum, diese dort einzusparen, wo diese UNNÖTIG sind, weil es z.B. einen gut ausgebauten ÖPNV gibt, so wie in Berlin, insbesondere in der Innenstadt !!! Es geht da überhaupt nicht um das flache Land ohne ÖPNV !---

    Noch mal : DU kannst überhaupt nicht einschätzen, welche fahrt unnötig ist oder nicht! Das muss jeder Bürger für sich selber entscheiden! Und komm mal von Deinem blöden BERLIN weg denn das Problem betrifft nicht das olle Berlin sondern die ganze Welt!!!

    Oder ist Berlin die Welt???

    Wenn Du der Meinung bist, das jeder Berliner KEIN AUTO haben darf, da es eine "gute funktionierende" ÖPNV gibt, dann schlag es der Regierung doch mal vor! Aber bedenke = es gibt noch eine Welt außerhalb von Berlin und die kommen Tag täglich nach Berlin und außerhalb gibt es diese "gut funktionierende" ÖPNV nicht!

  16. 223.

    (4) Die Fordernungen wurden gestellt und nun muss Zeit gelassen werden, alles zu realisieren. Und zwar nicht in Deutschland sondern Weltweit! Nicht erst Deutschland sondern alle zusammen!
    Sonst hat es keinen Sinn.

    Hinzu kommt, das zum Wohl des Umweltschutzes z.B. "alte Fahrzeuge" solange fahren dürfen, bis diese so kaputt sind, das diese auf den Schrott zur Verwertung kommen und erst dann gegebenen Fall Ersatz angeschafft wird - oder auch nicht!

    Und nicht, wie es aktuell ist, das man technisch einwandfreie saubere intakte Fahrzeuge, ausgegrenzt verschrottet und neu kauft. Umweltverschmutzung ohne Ende, was auch dem Klima schadet!!!!!! Denkt doch mal nach Herr Gott noch mal.
    Und was nicht verschrottet wird, fährt im europäischem Ausland oder in Afrika weiter herum und dort ohne Kat´s und Filter. Noch dreckiger, als sie hier in Deutschland nach den geltenden Gesetzen je fahren dürften. Jeder Export von "alten Autos" verschlimmert die Situation immer weiter.

  17. 222.

    (3) Akzeptiert es doch einfach, das der Planet früher oder später für den Menschen unbewohnbar sein wird und dafür neue Lebewesen kommen werden. Das nennt man Evolution. Es sind schon viele Arten auf diesem Planeten ausgestorben, bis dafür der Mensch sich entwickeln konnte.

    Klar könnte man was dagegen machen... Geoforming... Gott spielen...
    wir sind ja recht gut in solchen Dingen! Wir sind ja schon an fleißig am Gottspielen dabei. Siehe Japan mit der Erlaubnis zum züchten von Chimäre (Mischwesen) aus Menschen und Tieren und deren Geburt!!!

    Sorry... aber hat da die Menschheit überhaupt das Recht zu überleben, wenn man sowas macht???

  18. 221.

    Lieber Immanuel: Nein, die Liedtexte sind nicht von Klimademonstranten für Klimademonstrationen geschrieben worden - dafür sind die Texte nämlich zu intelligent, hintergründig! Und ja,zu wenig borniert, um von den meisten verstanden zu werden! Aber, Dein Ereifere ( ich will ja gar nicht Gegeifere) hierim chat zeigt mir doch nur zu deutlich, wie engstirnig ihr die ganze Sache ( vermeintlich Eure sache ) angeht... Macht nur so weiter, mit dieser Art Borniertheit erreicht ihr die Mehrheit der Bevölkerung für eure Ideen und Ziele nicht! Und die müsstet ihr eigentlich erreichen, weil - noch sind wir eine demokratische Mehrheitsgesellschaft und keine Anarchodiktatur, wo eine kleine Minderheit ( und die seid ihr nunmal) der großen Masse vorzuschreiben hat, wo es langgeht und wie diese künfttig zu leben hat! Und ja, das ist auch gut so! Jeden falls, wenn Du Dir mal "die gottverdammte Pleite" von Ludwig Hirsch angehört hast! Wo ihr nämlich ungezügelt hinwollt, will die Masse nicht hin!

  19. 220.

    Rudolf Hirsch, Mittwoch, 09.10.2019 | 18:44 Uhr:
    "Ist "Immanuel" ein Bot des RBB, mit dem man uns User die Welt erklären will?"

    Antwort: NEIN, bin ich nicht. Ich bin - genauso wie die anderen hier - ein ganz normaler gebührenzahlender Medienkonsument ohne irgendwelche Beziehungen zum RBB, weder arbeits- noch geldmäßig. Eigentlich schade, dass man für gute Kommentare kein Geld bekommt. ;-)

    P.S.
    Wie kommen Sie darauf, dass intelligente Kommentare nur von BOTs kommen können?

  20. 219.

    Joker, Brandenburg, Mittwoch, 09.10.2019 | 18:22 Uhr:
    "Früher konnte man nicht im Rhein baden und Fische gab´s dort auch keine mehr und heute gibts wieder Lachse und andere Fische. Es stank bestialisch dort.
    Das waren auch Dinge, die nicht von heute auf Morgen sich ändern lassen haben und Zeit brauchten.
    Hätte sich DAMALS nichts geändert, dann wären die Aktionen heute vielleicht berechtigt aber so...
    niemals in dieser Art und Weise."

    Doch, weil all dies nichts gegen die Klimaänderung bewirkt hat. Im Gegenteil: Die Klimaerwärmung wurde völlig ignoriert und die Welttemperatur steigt immer schneller an. Und Zeit, irgendetwas abzuwarten ist nicht mehr!

    Weil DAMALS NICHTS gegen die klimaerwärmung gemacht wurde, muss nun umso mehr gegen die Klima erwärmung gemacht werden!

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