Ein Plattenbau ragt auf der Fischerinsel vor blauem Himmel in die Abendsonne (Bild: imago images/Dirk Sattler)
Video: Abendschau | 19.10.2019 | Tom Garus | Studiogespräch mit Reiner Wild | Bild: imago images/Dirk Sattler

Reaktionen auf die Mietendeckel-Einigung - Von "historischer Chance" bis "Planwirtschaft"

Am späten Freitagabend einigte sich die Berliner Koalition auf Eckpunkte zum heftig umstrittenen Mietendeckel. Die Mieten in der Hauptstadt sollen eingefroren und können auch gesenkt werden. Die Einigung erntete massive Kritik - Lob kam vom Mieterverein.

Die Einigung zum Berliner Mietendeckel hat viel Kritik auf sich gezogen. Die Reaktionen von Organisationen und Politikern reichten am Samstag von Skepsis bis hin zu völliger Ablehnung, teils wurden die Pläne sogar als verfassungswidrig gewertet. Der Berliner Mieterverein hingegen begrüßte den Kompromiss zum Mietendeckel. Er rechnete mit Entlastungen für Mieter.

Der rot-rot-grüne Koalitionsausschuss hatte sich am Freitagabend darauf verständigt, dass die Mieten in der Hauptstadt für fünf Jahre eingefroren werden sollen. Ab 2022 soll es einen Inflationsausgleich in Höhe von 1,3 Prozent geben. Ein Gesetz, das der Senat am Dienstag auf den Weg bringen will, soll die Mieten für rund 1,5 Millionen Wohnungen deckeln, die vor 2014 gebaut wurden.

Auch Mietabsenkungen möglich

Neben der Deckelung sind Obergrenzen bei Neuvermietungen abhängig von Baujahr und Ausstattung der Wohnung vorgesehen. Mieten, die mehr als 20 Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegen, sollen abgesenkt werden können. Gleichzeitig ist vorgesehen, dass die Wohnungsgenossenschaften bei derzeit extrem niedrigen Mieten eine Umlagemöglichkeit für Investitionen bekommen.

Mit dem neuen Gesetz soll eine Miettabelle festgeschrieben werden, die derzeit berechnet wird. Auf Grundlage der Mieten von 2013 legt sie Obergrenzen fest.

Mieterverein contra Grundbesitzer

Der Mieterverein in Berlin sieht im Mietendeckel "eine historisch einmalige Chance für ein besseres Mietensystem", so Geschäftsführer Rainer Wild. Die Länder könnten so eine öffentlich-rechtliche Preisregelung für den Mietwohnungsbestand entwickeln. Das sei besser für Mieter, als das System der ortsüblichen Vergleichsmiete. Es werde für viele Mieter die Möglichkeit geben, ihre Mieten zu senken. Der Verein warnte allerdings, das Gesetz werde erheblichen Widerstand der Vermieter hervorrufen, so Wild.

Der Interessenverband der Haus- und Grundbesitzer in Deutschland lehnt den Berliner Mietendeckel strikt ab. "Haus-und-Grund"-Verbandspräsident Dr. Kai Warnecke sagte am Sonntag in der rbb-"Abendschau", das Vorhaben gehe "in die völlig falsche Richtung". Der Deckel sei verfassungswidrig und ein Verstoß gegen die europäische Menschenrechtskonvention, da er Vermieter enteigne.

Unternehmen zweifeln an Wirkung

Der Immobilienverband IVD warnt, der Mietendeckel werde zu jahrelangen Rechtsstreitigkeiten und Verunsicherungen führen und den Berliner Wohnungsbau "lahmlegen", wie Verbandspräsident Jürgen Michael Schick erklärte. Er sprach von einer Rückkehr zur "sozialistischen Wohnungsbaupolitik".

Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), Christian Amsinck, nannte es "mehr als zweifelhaft", ob mit dem Mietendeckel wohnungspolitisch etwas erreicht werde. Die vorliegende Einigung führe aber in jedem Fall "zu maximaler Bürokratie, hoher Rechtsunsicherheit bei Mietern wie Vermietern und zu einer starken Belastung der Bauwirtschaft".

Auch der Immobilienverband IVD warnt, der Mietendeckel werde zu jahrelangen Rechtsstreitigkeiten und Verunsicherungen führen und den Berliner Wohnungsbau "lahmlegen", wie Verbandspräsident Jürgen Michael Schick erklärte. Er sprach von einer Rückkehr zur "sozialistischen Wohnungsbaupolitik".
Auch der Immobilienverband IVD warnt, der Mietendeckel werde zu jahrelangen Rechtsstreitigkeiten und Verunsicherungen führen und den Berliner Wohnungsbau "lahmlegen", wie Verbandspräsident Jürgen Michael Schick erklärte. Er sprach von einer Rückkehr zur "sozialistischen Wohnungsbaupolitik".

CDU fordert Klage vor Bundesverfassungsgericht

Aus der politischen Opposition kam ebenfalls heftige Kritik an der Mietendeckel-Einigung der Koalition. So ist etwa die CDU der Meinung, das Mietendeckelgesetz werde vor dem Verfassungsgericht keinen Bestand haben. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Burkhard Dregger, und deren wohnungspolitischer Sprecher, Christian Gräff, warfen der Koalition vor, Verunsicherung hervorgerufen zu haben und damit den Wohnungsneubau zu bremsen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak verwies auf Regelungen des Bundesgesetzgebers wie die Mietpreisbremse und sagte, es sei nicht akzeptabel, dass der Berliner Senat diese Regelung durch seine eigene ersetze. Er forderte, den Mietendeckel durch eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht zu stoppen. 

Bedürftige und Vermieter

Die AfD-Fraktion monierte, weder die Mietpreisbremse noch der Mietendeckel werde Wirkung entfalten, doch er werde "die Bedürftigen treffen, deren Chancen sich weiter verschlechtern". Es fehle am Angebot und das werde auch so bleiben.

Auch aus der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus kommt die Forderung nach einer Normenkontrollklage und die Warnung vor einer "Einführung der Planwirtschaft". Der Fraktionsvorsitzende Sebastian Czaja warnte laut einer Mitteilung: "Tausenden privaten Vermietern drohen drastische Verluste".

Eine Äußerung Czajas auf Twitter vom Donnerstagabend zur Situation privater Vermieter angesichts des Mietendeckels wurde von zahlreichen Usern mit Hohn und Spott bedacht. Er hatte ein Foto von sich und einer Frau gespostet und dazu geschrieben, die Frau sei Vermieterin von zehn Wohnungen, nie reich gewesen und dass sie sage, der Mietendeckel würde sie in den Ruin treiben.

Linke: "Geschichte schreiben"

Die Koalitionsfraktionen hingegen zeigten sich optimistisch: "Wir schreiben ein bisschen Geschichte, hoffe ich", sagte etwa die Berliner Landeschefin der Linken, Katina Schubert. Im rbb sagte sie, der Mietendeckel sei ein gut tragbarer Kompromiss,  jetzt gehe es an die "harte Gesetzesarbeit". Laut der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordnetenhaus, Antje Kapek war bereits die Einigung "hartes Ringen und viel Arbeit". Durch den Mietendeckel würden 1,5 Millionen Haushalte in Berlin "geschützt und entlastet".

Zunächst muss der Senat den Gesetzentwurf allerdings noch beschließen. Danach muss noch das Abgeordnetenhaus darüber abstimmen. Auch für andere Großstädte in Deutschland könnte das Modell, mit dem Berlin rechtliches Neuland betritt, interessant sein.

Sendung: Inforadio, 19.10.2019, 16:20 Uhr

86 Kommentare

  1. 86.

    Verwaltungsfreund:
    "Gewinne muesssen ja auch nicht ausgeschuettet sondern koennen auch als freie Ruecklage verwendet werden. Zudem wollen Vorstand, Aufsichtsrat, Prokuristen/innen usw. angemessen verguetet werden. Dieses muss den Mitgliedern halt nur entsprechend vermittelt werden (alles zum Wohle der Genossenschaft). Daher nehmen durchaus nicht wenige Genossenschaften mehr als die Kostenmiete."

    Welche Genossenschaften machen dies?

    Ich bin in 2 Aufsichtsräten. Alles ehrenamtlich! Etwas anderes würden die Mitgliederversammlungen auch gar nicht genehmigen, denn diese entscheiden über die Aufsichtsratsvergütung. Und die Vorstände arbeiten auch ehrenamtlich oder gegen eine sehr kleine Aufwandsentschädigung. Lediglich die Verwaltung wird angemessen bezahlt, weder Luxuslöhne, noch Niedriglöhne! Die Angestellten werden davon also nicht reich, müssen aber auch nicht mit Sozialleistungen aufstocken. Weder die Mieter, noch die Angestellten werden ausgebeutet.

  2. 85.

    Das ist nun der absolute Tiefpunkt des Berliner Politikdesasters. Ich hoffe, dass das Bundesverfassungsgericht diesen sozialistischen Irrsin in der Luft zerreisst und ihn dieser kommunistischen Furie Lompscher ins Gesicht schleudert. Es ist nicht zu fassen. Der Bund sieht tatenlos zu, wie die deutsche Hauptstadt systematisch über Investorenfeindlichkeit und totale Investitionsverweigerung kaputt gemacht wird. Berlin ist seit 2001 erneut zum Spielfeld ideologischer Borniertheit im Sinne einer DDR 2.0 geworden. Es wird ein Krieg gegen Autofahrer geführt und gleichzeitig kein Meter U-Bahn gebaut. Es wird Krieg geführt gegen Vermieter bei gleichzeitiger Blockade des Wohnungsbaus. Das wichtigste für die Lompscher ist die Bewahrung der DDR-Hässlichkeit auf dem Alexanderplatz. Es reicht endgültig! Der Bund sollte die Hauptstadt mit sofortiger Wirkung unter die Leitung eines Hauptstadtkommissars inklusive Expertenregierung stellen und so die Stadt von diesen Dilettanten erlösen.

  3. 84.

    Man kann es nicht oft genug wiederholen: Wer den Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen.

  4. 83.

    Sie glauben wirklich, dass allein der Mietendeckel dafür sorgt, dass Studenten einfacher eine Wohnung bekommen?

    Die Zahl der Studenten in Berlin ist seit der Jahrtausende um fast 50% gestiegen. Bei der Versorgungsquote (aus dem Verhältnis Wohnheimplätze zur Anzahl der Studierenden) ist mit 5,6 Prozent Berlin mittlerweile Schlusslicht, der Schnitt liegt bei zehn Prozent. Das ist auch ein Teil des Problems für Studenten. Auf der Warteliste stehen zu Beginn des Wintersemester oft mehr als 5.000 Erstsemester.

    Obwohl, mangels Argumenten verlegen Sie sich ja auch wieder wie gewohnt auf Beschimpfungen und bezichtigen mit dem Segen der Moderation andere der Lüge.

  5. 82.

    Stop! So ein Blödsinn! Zeigen sie mir wo ich gesagt hätte "das Wohnungsbau neoliberal sei".

    Zeigen sie uns das!

    Dieses Wörter im Munde umdrehen, das freche Lügen weil man keine Argumente hat, das geht mir sowas gegen den Strich. Das Verhalten einiger Kommentatoren hier und offensichtlich auch im RL, DAS ist Ausdruck einer neoliberalen Weltanschauung, vulgo Gesinnung.Wie die ihrige.

    Und auch ihre ständig wiederholte Lüge wurde schon -zig mal widerlegt. Es gibt keine "Baulandreserve" für 500.000 Wohnungen, diese Zahl haben sie frei erfunden. Warum sonst nennen sie keine Quellen. Das Land besitzt Flächen, die kontaminiert oder aus sonstigen Gründen aus Bauland unbrauchbar sind. Nennen sie Quellen!

  6. 81.

    Stop! So ein Blödsinn! Zeigen sie mir wo ich gesagt hätte "das Wohnungsbau neoliberal sei". Zeigen sie uns das!

    Dieses Wörter im Munde umdrehen, das freche Lügen weil man keine Argumente hat, das geht mir sowas gegen den Strich. Das Verhalten einer Kommentatoren hier und auch offensichtlich im RL, DAS ist Ausdruck einer neoliberalen Weltanschauung, vulgo Gesinnung.

    Und auch ihre ständig widerholte Lüge wurde schon -zig mal widerlegt. Es gibt keine "Baulandreserve" für 500.000 Wohnungen, diese Zahl haben sie frei erfunden. Warum sonst nennen sie keine Quellen. Das Land besitzt Flächen, die kontaminiert oder aus sonstigen Gründen aus Bauland unbrauchbar sind. Nennen sie Quellen!

  7. 80.

    So langsam werde ich mir Satzbausteine hinlegen, damit ich einfacher auf die immer gleichen Lügen und absichtlichen Verdrehungen antworten kann. ;-)

    Wir reden hier NICHT über eine Konzertkarte und eine Luxushandtasche, wovon es noch 10 Stück gibt und der Preis durch die Decke geht.

    Wir reden hier von Wohnen, also etwas was JEDER Mensch braucht wie Luft, Wasser, Lebensmittel, Strom usw. Eine Wohnung ist ein Lebensmittel im weitesten Sinne.

    Hier wird von Abzockern der Markt künstlich verringert und Ware zu Luxuspreisen angeboten.

    Sie wollen also DDR Diktatur Verhältnisse wo der Zuzug geregelt wird? Wie passt das mit mit ihrer neoliberalen Einstellung zusammen? Und vor allem, Wie passt das mit dem GG zusammen?

    Wer z.B. hier studeirt, der macht das in den wenigsten Fälle weil Berlin so "hip" ist, sondern weil sein Studienplatz hier ist! Und die Studierenden braucht Berlin! Das sage ich ihnen als Urberliner!

  8. 79.

    Sie sind doch derjenige, der erst sagt, das Wohnungsbau neoliberal sei, dann, als Sie erkannten, dass das der RRG-Plan beinhaltet, plötzlich der Meinung waren, dass das eigentlich Off-Topic sei und nun fehlen Ihnen wie so oft in anderen Diskussionen ganz die Argumente.

    Ich stimme den Forderungen der Landesregierung zu, dass mehr neu gebaut werden muss. Der neue Step Wohnen samt Anhang muss entsprechend dem Auftrages des Senates schnell mit Leben erfüllt werden. Aktuell hat Pankows "neoliberaler" Baustadtrat deshalb erfreut Ackerland gesichert, dass später bebaut werden soll. Die Umzugs-LKW werden aber erst lange nach Auslauf des Mietendeckels rollen können.

    Lesen Sie die Aussage zu den 500.000 Wohnungen bitte nochmals genau. Ich schrieb, dass das Land dafür Baulandreserve habe wie es auch andere Grundstücke gibt. Das war eine Antwort darauf, das es angeblich keine Platz zum bauen geben solle.

  9. 78.

    So langsam werde ich mir Satzbausteine hinlegen, damit ich einfacher auf die immer gleichen Lügen und absichtlichen Verdrehungen antworten kann. ;-)

    Wir reden hier NICHT über eine Konzertkarte und eine Luxushandtasche, wovon es noch 10 Stück gibt und der Preis durch die Decke geht.

    Wir reden hier von Wohnen, also etwas was JEDER Mensch braucht wie Luft, Wasser, Lebensmittel, Strom usw. Eine Wohnung ist ein Lebensmittel im weitesten Sinne.

    Hier wird von Abzockern der Markt künstlich verringert und Ware zu Luxuspreisen angeboten.

    Sie wollen also DDR Diktatur Verhältnisse wo der Zuzug geregelt wird? Wie passt das mit mit ihrer neoliberalen Einstellung zusammen? Und vor allem, Wie passt das mit dem GG zusammen?

    Wer z.B. hier studeirt, der macht das in den wenigsten Fälle weil Berlin so "hip" ist, sondern weil sein Studienplatz hier ist! Und die Studierenden braucht Berlin! Das sage ich ihnen als Urberliner!

  10. 77.

    Ihr menschenverachtender Zynismus ist nicht mehr zu überbieten. Was kommt als Nächstes? "Survival of the fittest"? Oder gleich "Soylent Green is people!" ?

    Ich dachte immer diese dunklen Zeiten hätten wir überwunden aber offensichtliche träumen einige Herrrrschaften wieder davon.

  11. 76.

    ImmanuelBerlinSonntag, 20.10.2019 | 16:57 Uhr:

    "Das sind die allerwenigsten. Und das bestimmen die Mitglieder. In der Regel macht es nämlich keinen Sinn, von den Genossenschaftsmitgliedern, die größtenteils gleichzeitig Mieter sind, mehr als die Kostenmiete zu nehmen, um diesen Gewinn dann wieder an diese Genossenschaftsmitglieder auszuschütten."

    Gewinne muesssen ja auch nicht ausgeschuettet sondern koennen auch als freie Ruecklage verwendet werden. Zudem wollen Vorstand, Aufsichtsrat, Prokuristen/innen usw. angemessen verguetet werden. Dieses muss den Mitgliedern halt nur entsprechend vermittelt werden (alles zum Wohle der Genossenschaft). Daher nehmen durchaus nicht wenige Genossenschaften mehr als die Kostenmiete.

  12. 75.

    "Es geht, seid doch ehrlich, gar nicht mehr um die Sache sondern um Hass und Neid auf Menschen die etwas bewegen und dafür zu Recht ihren Lohn erhalten."

    Sie meinen also die ausführenden Firmen und Handwerker? Er selbst wird ja wohl kaum einen Handschlag gemacht haben.

    "Erst kürzlich haben sich Berliner Abgeordnete eine Diätenerhöhung um 60% geleistet. Warum sollen die nicht 1000 EUR kalt Miete zahlen. Die Bundes Abgeordneten in Berlin bekommen sogar über 10.000 Euro im Monat und wollen bestimmt nicht eine 3 Zimmer Wohnung in Marzahn bewohnen. Nein, die wohnen in solchen Luxuswohnungen."

    Da sehen wir doch wer hier tatsächlich Neiddebatten zur Ablenkung vom eigentlichen Problem führt.

  13. 74.

    Petra, Sonntag, 20.10.2019 | 17:09 Uhr:
    "Ohne Markt kein Engagement, das haben wir doch in der DDR schon gesehen."

    Aber es gibt doch weiterhin den Markt, nur nicht ungeregelt, sondern geregelt, weil wir nicht in einer freien, kalten, sondern in einer sozialen Marktwirtschaft leben. MIT DDR HAT DIES ÜBERHAUPT NICHTS ZU TUN !!!

    Petra:
    "Der sozialistische RRG Senat will aber Leistung bestrafen."

    Unsinn!
    1. Der Senat ist nicht "sozialistisch".
    2. Leistung wird nicht bestraft! Was ist das für eine "Leistung", mehr Miete zu verlangen, als die Wohnungen kosten ???

    Petra:
    "Die Leute sind doch „reich“ weil sie kreativ sind und sich trauen Risiken ein zu gehen."

    ... denn es gibt Niemanden, der reich geerbt hat und Niemanden, der trotz harter Arbeit nur Niedriglohn bekommt. Schauen Sie sich mal diese Paketauslieferer zu mindestlöhnen an, wie die sich abhetzen. Wie 20 Mal soviel abgehetzt muss denn dann jemand aussehen, der das 20fache verdient!

    Lassen Sie Ihre Märchen!

  14. 73.

    Claudia, Bernau, Sonntag, 20.10.2019 | 16:56 Uhr:
    "Meine Tochter hat zum 01.11. eine Wohnung bekommen für 359,- kalt 51qm 480,- warm, allerdings befristet auf 3 Jahre als „Zwischennutzung“"

    Was soll das sein: "Zwischennutzung"?
    Befristete Mietverhältnisse sind nur in ganz wenigen Ausnahmefällen zulässig. Anderenfalls sind sie automatisch unbefristet. Ich empfehle daher unbedingt eine anwaltliche Prüfung oder eine Überprüfung durch einen Mieterverein.

    Claudia, Bernau, Sonntag, 20.10.2019 | 16:56 Uhr:
    "Dankeschön lieber Senat."

    Die Gesetzgebung zur Befristung von Mietverhältnissen ist Bundes- und nicht Landeskompetenz.

    P.S.
    Der Senat ist nur begrenzt für die Wohnungsnot verantwortlich. Denn jede neu gebaute Wohnung zieht neue Neu-Berliner in die Stadt, die dann zusätzlich auf den angespannten Wohnungsmarkt ziehen.

  15. 72.

    volkmar, Sonntag, 20.10.2019 | 16:39 Uhr:
    "Wie Sozialismus funktioniert haben wir an zahlreichen Ländern gesehen. ... DDR ..."

    Wenn Sie sich auch nur ein wenig mit dem Thema beschäftigt hätten, dann wüssten Sie, dass es hier ÜBERHAUPT NICHT um Sozialismus oder DDR geht !!!
    Schade nur leere Worthülsen ("Sozialismus", "DDR")statt sachlicher Argumente!

    volkmar:
    "Ich wäre erstmal dafür, dass Menschen mit gutem bis sehr gutem Einkommen aus ihrer Sozialwohnung fliegen, die sie für wirklich Bedürftige blockieren."

    Wo haben Sie denn diesen UNSINN her ??? Das ist doch ÜBERHAUPT KEIN Thema !!!

    volkmar:
    "Wer für Enteignung ist, der sollte auch für diese Art der Enteignung für Leute sein, die sich in der sozialen Hängematte bereichern."

    Warum ???
    Wer "bereichert sich in der sozialen Hängematte" ???
    Und was hat das mit dem thema hier zu tun ???

  16. 71.

    Es wird niemand bevorteilt, abgezockt oder was sie sonst so für Worte benutzt haben. Jeder hat die freie Wahl eine Übereinkunft die auch Vertrag genannt wird, zu unterzeichnen oder nicht. Das es zu wenige Wohnungen gibt und manche zu wenig Gehalt verdienen, ist doch nicht die Schuld und das Problem des Vermieters.
    Es gibt auch nicht zu wenig Wohnungen sondern nur zu wenig an diesem Fleck in der Bundesrepublik. Der rbb hat doch hier einen Beitrag, wer so alles nach Berlin gezogen ist und dass die wenigsten geborene Berliner sind. Quasi die ganze Innenstadt ist fremd. DAS ist das Problem. Der ungezügelte Zuzug inklusive Verdrängung. Da sollten sich hier einige mal an die eigene Nase fassen, denn sie sind Ursache des Problems.

  17. 70.

    Wer hier von "Sozialismus" faselt hat weder Geschichte, noch den heutigen Wohnungsmarkt verstanden.

  18. 69.

    "Ohne Markt kein Engagement, das haben wir doch in der DDR schon gesehen."

    Und wieder der dumme DDR Vergleich! Die DDR ist seit 1989 Geschichte.

    "Jene die sich gestreckt haben, Überstunden und Privatleistung erbracht haben, hatten es besser." Besonders die bei der Stasi und der KoKo, stimmt.

    "Die Leute sind doch „reich“ weil sie kreativ sind und sich trauen Risiken ein zu gehen." Quatsch, sie sind reich weil sie Geld haben, egal wie man dazu gekommen ist. Das KANN auch harte, ehrliche Arbeit sein, die Erfahrung lehrt aber dass man damit nicht wirklich reich wird.

    Außerdem sagen sie es, Risiko, Sie haben sich verzockt und wie Steuerzahler und Miter sollen dopplet für ohre Zockerei aufkommen.

    "Selbst ich kann mir schon zahlreiche nicht amüsante Gegenmaßnahmen vorstellen." Damit beweisen sie ja schon dass sie keiner ehrlichen Arbeit nachgehen.

  19. 68.

    Und damit haben sie sich endgültig einer vernünftigen Diskussion entzogen, sie winden sich wie ein Aal, immer so wie es ihnen gerade gefällt. Sowas kann man nicht ernst nehmen.

    Der "temporäre Mietendeckel" ist, wie wir alle wissen eigentlich ein fauler Kompromiss. Sie wollen keinen Mietendeckel, sie wollen Neubau. Beides muß es geben, sozialen Wohnungsbau UND einen unbefristeten Mietendeckel.

    Ihre Lügen von 500.000 Wohnungen, die man angeblich sofort bauen könnte hätte ist bereits

  20. 67.

    Logik muss nich sein wa, Sonntag, 20.10.2019 | 16:04 Uhr:
    "Und das in Konkurrenz mit den öffentlichen Wohnungen, die all das nicht bezahlen müssen. Seid mal alle ehrlich! WARUM sollte sowas jemand für dich und für Lau auf sich nehmen? Die Quittung bekommt ihr in ein paar Jahren."

    Ach, wie schön wäre das, wenn keiner mehr in Berlin Wohnungen kaufen würde: Die Preise würden sinken. Die Heuschrecken würden weiterziehen. Ein Hauptproblem in Berlin ist ja gerade, dass der Wohnungsmarkt für investoren so begehrt ist.

    Dass Alle Berlin verlassen und die Eigentümer ihr Eigentum aufgeben oder verschenken würde, ist wohl eher ein völlig unrealistisches Zukunftsszenarium. Und selbst, wenn dem so wäre, dann würden zu den dann niedrigeren Preisen wegen Überangebot die Mieter ihre Wohnhäuser als Genossenschaften selbstverwaltet übernehmen bzw. die Kommune die Häuser aufkaufen und alles wäre besser als jetzt!

    Wo wäre da das Problem ???

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