Vor Beginn einer AfD-Veranstaltung liegen kleine Fahnen mit dem Parteilogo auf den Stühlen. (Quelle: dpa/Peter Steffen)
Bild: dpa/Peter Steffen

Mühsame Raumsuche - Berliner AfD verschiebt Parteitag auf Januar

Die Berliner AfD hat ihren für die kommende Woche geplanten Parteitag abgesagt. Wie der stellvertretende AfD-Fraktionschef Ronald Gläser am Samstag mitteilte, wurde die Veranstaltung auf den 25. und 26. Januar 2020 verlegt. Zunächst hatte der "Tagesspiegel" [tagesspiegel.de] darüber berichtet.

Monatelang hatte die AfD nach einer passenden Räumlichkeit gesucht. Mehr als 100 Anfragen wurden Gläser zufolge abgelehnt. "Von Mitgliedern und Freunden zuletzt vorgeschlagene Räume waren entweder kurzfristig nicht verfügbar oder erwiesen sich nach sorgfältiger Prüfung leider als ungeeignet", hieß es weiter. Nun sei als "Ergebnis massiver Suchanstrengungen" eine Lösung gefunden worden. Wo sich die jetzt gefundene Räumlichkeit befindet, teilte Gläser nicht mit.

AfD-Vorstand bleibt bis Januar kommissarisch im Amt

Auf dem Parteitag am kommenden Wochenende sollte eigentlich der Vorstand um AfD-Landeschef Georg Pazderski neu gewählt werden. Der amtierende Vorstand wird nun Gläser zufolge bis zum Parteitag im Januar kommissarisch im Amt bleiben.

Der Termin im November war bereits ein Ersatztermin für den ursprünglich für den 1. September angesetzten Parteitag. Den hatte die Partei absagen müssen, weil ein Mietvertrag mit dem Bezirksamt Tempelhof geplatzt war.

Kommentarfunktion am 05.11.2019, 17:37 Uhr geschlossen

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23 Kommentare

  1. 23.

    Der versuchte Rauswurf von "dicker Pulli" Sarrazin ist ihnen entgangen?

    Wieso versuchter Rauswurf? Er wurde mitte des Jahres raus geworfen nachdem die SPD mehrere Jahre in Folge an den Versuchen gescheitert war. Seit 45 Jahren war Sarrazin Mitglied dieser Partei und ich denke, er ist nicht der einzige in unseren tollen "Volksparteien", die so denken wir Sarrazin. Das einzige, was alle anderen nicht machen, ist darüber Bücher zu veröffentlichen und über den Umstand in Deutschland offen und ehrlich zu berichten.

  2. 22.

    Wer sowas behauptet negiert den gewaltigen Rechtsruck durch Pegida und die rechtsextreme AfD.

    noch mal :
    Die AfD greift ins Rechtsextreme aus, es gibt furchtbare Wortmeldungen, aber insgesamt ist die Partei eher eine Wiedergeburt der CSU unter Franz-Josef Strauß, auf die beides auch zutraf. „Rechts“ heißt nicht „Nazi“, „links“ heißt nicht „Stalin“.

    Also wollen Sie mit Ihrer Aussage andeuten, das die CSU unter Herr Strauß rechtsextrem war? Also das die "Volkspartei CSU" eigentlich nichts besseres war, als die AfD heute?
    Warum wählten dann so viele Menschen die CSU? Es kann doch icht sein, das alle CSU Wähler rechtsextremistisch veranlagt waren oder sind.

  3. 21.

    Gauland meinte über den Faschisten Höcke er wäre die "Mitte der Partei", hat das jemand von Sarrazin behauptet?

    Mir ist es egal in welcher Partei ein Rassist ist. Der Unterschied ist aber wieviele Rassisten sind in der sPD beheimatet und wieviele in der rechtsextremen und durch und durch rassistischen AfD?

    Der versuchte Rauswurf von "dicker Pulli" Sarrazin ist ihnen entgangen? Würde man gegen alle AfD Mitglieder die sich ähnlich, meist aber weitaus schlimmer äußern (und das auch so meinen) Parteiausschlußverfahren eröffnen, wäre die AfD lahm gelegt. Es gäbe bald keine Mitglieder mehr.

  4. 20.

    "Dieses Land hat sich seit Jahrzehnten nach links bewegt – bezweifelt das jemand? Schaut euch an, wie das Land 1960 oder 1990 war. Viele Reformen waren richtig. Nun wollen immer mehr Wähler die Richtung ändern, sie haben Sehnsucht nach einer CDU, wie sie vor Merkel war, oder nach der SPD der Ära Brandt und Schmidt. Das ist ein legitimer Wunsch. Wer ihn ignoriert, muss sich damit abfinden, dass die AfD weiter gewinnt."

    Wer sowas behauptet negiert den gewaltigen Rechtsruck durch Pegida und die rechtsextreme AfD.

    Hr. Martenstein vertritt rechtspopulistische bis -extreme Positionen der AfD, angefangen bei der Behauptung es hätte einen "Linksruck" gegeben.

    So wird dieser Kommentar verständlich.

  5. 19.

    "Heiko Werning warf ihm auf einem taz-Blog vor, bewusst Diskriminierung gegen Juden, Frauen und Schwarze zu verharmlosen, so etwa in der Antisemitismus-Debatte um Jakob Augstein, die Sexismus-Debatte um Rainer Brüderle oder die Rassismus-Debatte um Astrid Lindgren. In allen Diskussionen zeige er stets die gleichen Reaktionen des „prototypischen deutschen, weißen Mannes“. Robin Detje kritisierte Martenstein neben Ulf Poschardt, Jan Fleischhauer und Matthias Matussek in einem Essay in der Zeit. Alle machten Minderheitenpositionen verächtlich und seien so mitverantwortlich für Drohungen und gewaltlastige Kommentare gegen diese im Internet.Stefan Niggemeier urteilte, Martenstein stehe „stellvertretend für die sich für schweigend haltende Mehrheit weißer, heterosexueller, alter Männer, die die Welt nicht mehr verstehen“; er schreibe daher ignorant gegen den Machtverlust an."

    https://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Martenstein#Rezeption

  6. 18.

    Vor zehn Jahren gab Thilo Sarrazin, ehemaliger SPD-Finanzsenator in Berlin, der Kulturzeitschrift "Lettre International" ein Interview mit dem Titel "Klasse statt Masse" und plädierte, so kann man das lesen, unterm Strich für eine Einwanderungspolitik auf erbbiologischer Grundlage. Er machte so krude Aussagen wie: "70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin" lebten vom Staat und produzierten "ständig neue kleine Kopftuchmädchen". Und Türken würden Deutschland per Geburtenrate "erobern". Da seien ihm "osteuropäische Juden mit einem um 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung" lieber.

    Sarrazin: Deutschland wird durch Einwanderung dümmer
    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-06/sarrazin-zuwanderung-duemmer

    Wenn Politiker von AfD sowas los lassen, ist es ein "Verbrechen",
    wenn Politiker von SPD sowas los lassen, ist es top oder wie soll ich das mir denken?

  7. 17.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/rechts-heisst-nicht-nazi-der-erfolg-der-afd-waere-leicht-zu-stoppen-wenn-die-anderen-parteien-nur-wollten/25182908.html

    In Deutschland setzt die AfD-Konkurrenz alles auf eine Karte, die nicht sticht. Sie versucht, die AfD als Wiedergeburt der NSDAP darzustellen. Diese politische Erzählung ist leicht als Fake zu erkennen, man muss sich nur beide Parteiprogramme anschauen.

    Eine neue NSDAP müsste verboten werden, dazu reicht es bei der AfD bei weitem nicht. Und im Osten kann man sich noch daran erinnern, wer in der DDR alles als „Faschist“ angeprangert wurde. Die AfD greift ins Rechtsextreme aus, es gibt furchtbare Wortmeldungen, aber insgesamt ist die Partei eher eine Wiedergeburt der CSU unter Franz-Josef Strauß, auf die beides auch zutraf. „Rechts“ heißt nicht „Nazi“, „links“ heißt nicht „Stalin“.

  8. 16.

    Wer eine AfD wählt, in der sich Antisemiten, Faschisten, Rechtsextreme und Nazifreunde bis in hohe Parteiämter befinden, der will in der Tat "einen anderen Weg einschlagen".

    Diesen Weg gilt es mit allen demokratischen (!) Mitteln zu verhindern, die absolute Mehrheit (80 % ) will kein Viertes Reich, wie es der AfD vorschwebt.

    Welchen Weg diese Rechtsextremisten gehen kann man an den jüngsten Vorkomnissen sehr deutlich erkennen, wer das wählt gehört dazu oder hat noch immer nicht begriffen was er da wählt. Das dürfte aber der geringere Teil der Wähler sein, der überwiegende Teil will ein Viertes Reich mit einem Faschisten an der Spitze!

    https://www.tagesschau.de/inland/brandner-tweet-101.html

    https://www.br.de/nachrichten/bayern/afd-attacke-auf-nuernberger-christkind-benigna-munsi-aeussert-sich,RghD6Ve

    Sowas darf in Deutschland nie wieder an die Macht kommen!

  9. 15.

    Es ist mit Genugtuung zu betrachten, dass kein Vermieter Räumlichkeiten für eine eindeutig rechtsradikale Partei zur Verfügung stellt. Das sollten bundesweit bitte alle Vermieter von Räumlichkeiten nachmachen, damit dieser Partei gezeigt wird, dass aufrechte Demokraten diese nicht unterstützen werden und wollen. Das Programm der AFD ist eindeutig rechtsradikal und menschenfeindlich. Solchen Parteien darf kein Grund und Boden zur jeglicher Versammlung gegeben werden.
    Die AFD gehört wie die NPD verboten, weil beide Parteien die demokratische Grundordnung nicht akzeptieren. Ich erwarte aber auch, dass die etablierten Parteien sich deutlich stärken gegen die AFD aussprechen und bitte auch mit den Wählern mehr Kommunikation führen, damit bei weiteren Wahlen Wahlergebnisse von 23 % endgültig ein Ende haben. An die vielen Nichtwähler appelliere ich, zumindest zur Wahl zu gehen und die Stimme ungültig zu machen. Damit bekommt die AFD indirekt auch weniger Stimmen.

  10. 14.

    1931

    NSDAP, eine demokratisch gewählte Partei. Demokratie schreiben sich alle Parteien auf die Fahne, handeln aber nicht danach. Die hohen Wahlquoten der NSDAP, das sind Bürger dieses Landes und deshalb sollten sie auch nicht ignoriert werden.

  11. 13.

    So schaut es aus. Wenn man die Stimmenanteile aus dem Wahljahr 2019 sieht, ist klar das die Bürger mit der aktuellen Politik nicht einverstanden sind und einen anderen Weg einschlagen wollen.

    Thüringen 23,4%
    Brandenburg 23,5%
    Sachsen Grünen 27,5%
    Bremen AfD 6,1%

    Wenn man sich die Wahlergebnisse von 2016 von Mecklenburg-Vorpommern mit 20,8% und Sachsen-Anhalt mit 24,2% anschaut, kann das kein "Zufall" oder gar ein "Versehen" sein und ich vermute, das in kommenden Wahlen die Stimmen für die AfD wohl steigen werden.

    Auch wenn es viele nicht gerne sehen oder hören mögen aber so ist das nun mal in einer Demokratie. Jeder wählt das, wo von er am ehesten überzeugt ist - bzw. welche Partei das geringste Übel ist im Gesamtpaket ist fürjemanden ist.

  12. 12.

    AfD, eine demokratisch gewählte Partei. Demokratie schreiben sich alle Parteien auf die Fahne, handeln aber nicht danach. Die hohen Wahlquoten der AfD, das sind Bürger dieses Landes und deshalb sollten sie auch nicht ignoriert werden.

  13. 10.

    "Aufschlußreich" ist doch eher dass 80 % keine Rassisten, Antisemiten, Faschisten, Rechtsextreme und Nazifreunde wählen.

  14. 9.

    Die Partei, die Menschen für ihre Meinungsäußerung (ins Ausland) entsorgen will, die eine Faschisten als Spitzenkandidat nominiert, die im Umgang mit anderen Parteien von Volksverrätern bzw. Alt-/Block-/Systemparteien spricht...

    ... die beruft sich auf einen demokratischen Umgang und Freiheit Andersdenkender.

    Albern.

  15. 8.

    NPD ist auch nicht verboten. Und was willst du damit dann sagen?
    Die NSAfD sollte allerdings nicht verboten werden. Es ist ja immerhin ein Sammelbecken für Rassisten und Neonazis (Wähler). So kann man die wenigstens im Auge behalten und vom Verfassungsschutz beonachtet lassen (Partei).

  16. 7.

    Es spricht doch für Berlin, dass es so viele Vermieterinnen zu geben scheint die nicht an Rechtsradikale und Faschisten vermieten. Und wer das im Januar vor dem Holocaust Gedenktag tut, macht das bewusst oder sollte das Angebot ganz schnell zurück

  17. 6.

    Interessant und aufschlussreich, wie sie mit ca.20 Prozent der Wähler umgehen wollen.
    Wer so ausgrenzen will, muss sich nicht wundern, das die AfD immer stärker wird.

  18. 5.

    Angesichts dieser vielen Absagen, die nicht alle auf persönliche Gründe der Vermieter, sondern vielfach auch auf Bedrohungen durch linke "Aktivisten" zurückzuführen sein dürften, sollten sich die
    "demokratischen", etablierten Parteien jeglicher Couleur mal fragen, wie es mit Ihrem Demokratieverständnis steht.
    Sie sollten sich eventuell mehr über den links-faschistischen Umgang mit der AfD aufregen und für einen demokratischen Umgang mit einer nicht verbotenen Partei einsetzen und Räume bereitstellen.

    frei nach Rosa Luxemburg: "Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden"
    das galt nicht nur zur Wende-Zeit vor 30 Jahren, sondern auch noch heute"

  19. 4.

    Das hat mit nicht gewünscht nichts zu tun, sondern mit den unverhohlenen - nachweisbaren - Drohungen der Antifa und ihr nahestehender Kreise gegen die Vermieter und deren Umfeld (Familie, Mitarbeiter etc. pp.).

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