Holger und Silke Friedrich, Verleger, in einem Interview. Quelle: dpa/Britta Pedersen
Audio: Inforadio | 16.11.2019 | Oliver Soos | Bild: dpa/Britta Pedersen

Holger Friedrich - Neuer Verleger der "Berliner Zeitung" gibt Stasi-Tätigkeit zu

Wie "Die Welt" berichtet, sollen Stasi-Berichte belegen, dass der Berliner Verleger Holger Friedrich Ende der 80er-Jahre in der DDR als Spitzel tätig war. Friedrich selbst räumt seine Stasi-Tätigkeit ein - und beschreibt sie als Ausweg aus einer "Zwangssituation".

Holger Friedrich, der neue Eigentümer der "Berliner Zeitung", war einem Medienbericht zufolge zu DDR-Zeiten als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi tätig. Nach Recherchen der Zeitung "Die Welt am Sonntag" soll der IT-Unternehmer und Multimillionär, der die "Berliner Zeitung" erst im September mit seiner Frau Silke Friedrich übernommen hatte, unter dem Decknamen "Peter Bernstein" gearbeitet haben.

Handschriftliche Berichte zu mehr als 20 Personen

Nach Angaben der Zeitung soll Friedrich während seines dreijährigen Wehrdienstes in der Nationalen Volksarmee (NVA) als Unteroffizier Kameraden ausspioniert und teils schwer belastet haben. "Die Welt" beruft sich dabei auf Dokumente, die einem Rechercheteam der Zeitung aus der Stasi-Unterlagenbehörde vorliegen. Die Behörde habe aus der 125 Seiten langen IM-Akte Friedrichs 80 Seiten an die Zeitung weitergegeben.

Daraus ergebe sich, dass sich der heute 53-Jährige von Dezember 1987 bis Februar 1989 mit Stasi-Offizieren zu konspirativen Treffen zusammenkam. Überliefert seien zwölf größtenteils handschriftliche Spitzelberichte, in denen mehr als 20 Personen in identifizierbarer Weise genannt würden. Diese Erwähnung führte demnach dazu, dass die Stasi gegen einige der Betroffenen "Maßnahmen" verfügte. In einem Fall sollte ein Soldat gemaßregelt und strafrechtlich belehrt werden.

Friedrich spricht von "akuter Zwangssituation"

Inzwischen hat Friedrich in der "Berliner Zeitung" zu den Vorwürfen persönlich Stellung genommen und eine Tätigkeit für die Stasi zugegeben. Auf die Frage, ob die handschriftlich abgefassten Stasi-Berichte seine Unterschrift tragen, räumt Friedrich ein: "Davon ist auszugehen". Es habe sich aber um eine "Zwangssituation" gehandelt.

Friedrich beschreibt, dass er "unter dem Verdacht der Republikflucht" von der Militärabteilung der Staatssicherheit verhaftet worden sei. "Da ich zu diesem Zeitpunkt Militärangehöriger war, stand zudem der Vorwurf im Raum, Fahnenflucht zu begehen."

In einem Verhör habe ihm die Stasi nur zwei Möglichkeiten gelassen. Dabei beschreibt er die erste wie folgt: "Ich werde dem Militärstaatsanwaltschaft in Neubrandenburg überstellt mit der Aussicht auf eine mehrjährige Haftstrafe im Militärgefängnis Schwedt". Die Alternative sei gewesen: "Ich nehme das Angebot der beiden Vernehmungsoffiziere an und erkläre meine Bereitschaft, eine 'Wiedergutmachung' zu leisten." Friedrich erklärt, er habe die zweite Option gewählt, um sich "der akuten Zwangssituation zu entziehen". Darauf habe er eine Verpflichtungserklärung unterzeichnen müssen.

Im Bericht der "Welt" ist von insgesamt zwölf Spitzelberichten Friedrichs die Rede. In einer schriftlichen Beurteilung Friedrichs durch einen Führungsoffizier soll es heißen: "Er belastet in den Gesprächen Personen aus seinem Umgangskreis."

Redaktionsspitze der Berliner Zeitung nimmt Stellung

Die Redaktionsspitze der "Berliner Zeitung" erklärte [berliner-zeitung.de], sie werde sich "sachlich und angemessen" mit der Situation auseinandersetzen. "Wir stehen für unabhängigen Journalismus und werden wie bereits in der Vergangenheit unseren Beitrag zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte leisten." In den 1990er Jahren wurde bei der "Berliner Zeitung", die es schon zu DDR-Zeiten gegeben hatte, die Stasi-Vergangenheit von Mitgliedern in der Redaktion durchleuchtet.

Auch der Herausgeber des Blattes und Vorsitzende der Geschäftsführung des Berliner Verlags, Michael Maier [berliner-zeitung.de], meldete sich zum Stasi-Bericht zu Wort und erklärte in eigener Sache: "Wir haben die Auffassung vertreten, dass Redaktionsmitglieder mit einer Stasi-Akte nicht in einer freiheitlich-liberalen Zeitung als schreibende Redakteure tätig sein können".

Berliner Zeitung setzt auf Transparenz

Mit Blick auf den WamS-Artikel ergänzte er, dass der Neuanfang immer noch nicht abgeschlossen sei. Für die "Berliner Zeitung" sei in diesem Zusammenhang von Bedeutung, dass die Integrität der Berichterstattung das höchste Gut ist. Dazu gehöre ein Höchstmaß an Distanz zu nicht journalistischen Interessen in der Berichterstattung und ein hohes Maß an Transparenz. "Die Veröffentlichung der verstörenden Geschichte des Holger Friedrich ist aus unserer Sicht ein Beitrag zu dieser Transparenz."

Die familieneigene Holding des Ehepaars Friedrich hatte den Berliner Verlag im September von der Unternehmensgruppe DuMont erworben. Über den Kaufpreis wurde Schweigen vereinbart. Branchenkenner gehen jedoch nach rbb-Informationen davon aus, dass er unter dem Preis liegt, den der verstorbene Alfred Neven DuMont vor zehn Jahren für den Verlag bezahlt hat. Dieser soll sich damals im dreistelligen Millionenbereich befunden haben.

Sendung: Inforadio, 15.11.2019, 17.20 Uhr

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98 Kommentare

  1. 98.

    Was soll dieser EIERTANZ von diesem Stasi IM ?
    SEHR GUT, DASS SO ETWAS AUCH HEUTE NOCH UND IN ZUKUNFT AUFGEDECKT WIRD.

  2. 97.

    Liebe Martina, auf 125 Seiten passen eine Menge Text. Es ist eine Akte. Über viele wurde eine Akte angelegt. Mal mehr Seiten mal weniger Seiten.
    Was dort drin steht? Das will ich gar nicht wissen. Ich behaupte auch nicht die Wahrheit zu kennen. Ich finde es nur erstaunlich das Sie sooooo wissend sind und mich mit der Stasi vergleichen. Herr Friedrich war für die Stasi tätigt.Und das ist eine Tatsache. Er hat seine Kameraden verraten und Sie versuchen mit schlauen oder weniger schlauen Dialogen Herrn Friedrich in ein gutes Licht zu stellen. Er war ein Spitzel für die Stasi und hat andere ins Elend getrieben. Tatsache.
    Und was Herr Friedrich jetzt schreibt, hätte er nie geschrieben, wenn nicht irgendjemand wach geworden wäre.

  3. 96.

    Ja. Sonja. Das schreibt die "Welt am Sonntag" so.
    Herr Friedrich schreibt aber selber: "Eine ernsthafte Situation entstand, als ein Soldat, der offenbar beobachtet wurde, mit mir zusammengeführt werden sollte, damit ich ergänzend Informationen liefere. Diesem Soldaten habe ich mich offenbart und wir haben miteinander vertraulich abgestimmt, welche Nachrichten an den MfS-Offizier weitergeleitet werden."
    Nun erklären Sie mir, weshalb "Welt am Sonntag /Welt" auf diese Aussage von Herrn Friedrich hin nochmal wiederholen muss, was Herr Friedrich bereits selbst beschreibt? Um es dann klingen zu lassen, als wäre es die eigene Recherche?
    Und was steht auf 125 Seiten? Wissen Sie es? Ich nicht. Und was sagt der betroffene Soldat? Will er was sagen? Sie täuschen sich, glauben Sie ich behauptete die Wahrheit zu kennen. Sie sind es die bereits die Wahrheit für ein hinrichtendes Urteil zu wissen glaubt. D a s ist...wie Stasi. Ich bin dafür das Wie-Stasi nie mehr greift.

  4. 95.

    Ist doch ganz einfach: hätte er wegen Republikflucht eingesessene, hätten wir ihn freigekauft und vielleicht sogar entschädigt, wenn er nicht freigekauft worden wäre. Er hat die Kohle schon vorher genommen, hat sich kaufen lassen. Aber vom anderen Verein. Einen Tod muss man sterben, den ehrlichen oder den der Opportunisten. Er hat sich offenbar verwählt.

  5. 94.

    Eigentlich fällt einem dazu nichts mehr ein. Wut?! An diesem Herren sollten sich doch mal die eingesperten und von der Stasi ausspionieren ein Beispiel nehmen was man in einer freiheitlichen Welt alles erreichen kann. Multimillionär konnte man werden. Nun ist er doch wirklich arm dran als Opfer wo doch seine Vergangenheit ans Licht kommt. Es war halt eine Zwangslage. Dann reite ich doch lieber andere rein! Wer hätte das nich gemacht?! Unrechtsstaat?! Ach nö, Menschen an der Mauer erschießen lassen wenn sie frei sein wollen?! Das hat doch mit Unrechtsstaat nichts zu tun. Ich glaube hier ist noch eine Menge Arbeit vor uns. Aber wie sagt man wissen ist Macht, nichts wissen macht nix. Einfach diese Zeitung nicht kaufen das macht auch nix.

  6. 93.

    Liebe Martina, genau das meine ich. Sie bilden sich ein hier Aufklärungsarbeit fürs Volk mit Ihren Dialogen zuleisten. Was Sie schreiben ist sehr schön ausformuliert und mag für einige sehr beeindruckend klingen....
    Jedoch habe ich die Erkenntnis auch ohne Sie gefunden..."als Unteroffizier Kameraden ausspioniert und teils schwer belastet " 125 Seiten. Ach was für ein armer Mensch er doch ist." Es war eine Zwangslage". Das ist meine Erkenntnis.
    Jetzt verstanden?

  7. 92.

    Ach wissen Sie Sonja - Sie beseitigen nicht den Inhalt, indem Sie einfach behaupten ich schriebe nicht inhaltlich. So als läse ausser Ihnen sonst niemand mit. Ist eine dürftige Kommunikationstechnik. Das erinnert mich an die Vorgaben im Handbuch für social media der völkischen Burschenschaftsbürschchen von der "Identitären Bewegung" Wenn gar nichts mehr nützt - einfach ausfallend und beleidigend werden. Diese Art von "Diskussion" im digitalen Raum ist selbst ja schon eine Geheimdienstmethode.
    Sie haben gar keinen Bedarf an Erkenntnis. Deshalb ist Inhalt, Einordnung, Kontext und Information gar nicht ihr Interesse.
    Propaganda ist die Abwesenheit davon informiert sein zu wollen und zu informieren.

  8. 91.

    Und wieder viel Text mit wenig Inhalt...der Kerl war bei der Stasi. Akte 125 Seiten dick.Sie wollen es nicht verstehen. Punkt.

  9. 90.

    Tja, Martina, Sie kommen hier nun mit ernsthafen Überlegungen zu Moral und Urteil. Die aber ist doch nicht nur hier gar nciht gefragt.
    Die Lage wäre wohl nicht gar so verfahren, wenn gleichzeitig mit den Stasiakten auch die von BND/Verfassungs geöffnet worden wären. Vermutlich aber wäre die Situation dann noch sehr viel unangenehmer, denn die Geheimdienstmethoden dürften in der Welt verdaammt ähnlich sein.

  10. 89.

    Die Geschichte um "centogene" ist tatsächlich viel Spannender. Der Text liest sich in der "Berliner Zeitung" wirklich wie aus der Marketingabteilung der beschriebenen Firma. Vielleicht bekommt die Zeitung nun auf Umwegen eine öffentliche Diskussion um journalistischen Ethos. Ein Herausgeber des "Tagesspiegels" ist an "CIVEY" beteiligt - deren Online-Umfragen zum festen Repertoire des Blatts gehören. Wie ist das mit den entgarantierten Arbeitsverhältnissen von Journalisten. Die mal Marketingtexte für Firmen schreiben, mal als unabhängiger Journalist daher kommen? Weil sie sonst nicht leben könnten von ihren Texten.
    Da erwarte ich mir von der "Berliner Zeitung" allerdings eine Positionierung die deutlich sagt: So gehts nicht. Kann nicht die Antwort sein, das man tut was andere doch auch irgendwie tun.

  11. 88.

    Nein es geht darum, ob diese Leute ( sich ehrlich) geändert haben !
    Eine einfache Küchenhilfe aus Lichtenberg, darf kein Essen ausgeben, weil ,,Stasi belastet "
    aber ein IM der andere belastet hat um seinen ..... zu retten, spricht von einer Notsituation und fertig ?
    Ich glaube ihm nicht und bin überzeugt, ohne diesen Artikel würde er auch heute noch keine Reue zeigen !!
    Es gibt nach 30 Jahren, nur eine Reaktion und nie eine Aktion von Ihm.
    Er hatte auch das Prinzip... Naja vielleicht bekommt es keiner mit ....

  12. 87.

    Tja Herr Baumberg. Nur steht es Ihnen gar nicht zu Herrn Friedrich als "Kerl" zu bezeichnen und sich in einer vigelantischen Rede auf den Dorfplatz zu stellen um Herrn Friedrich symbolisch als Sündenbock fürs Grosse und Ganze auf dem Marktplatz hinzurichten. Sie sind so sehr nur an symbolischer Lynchjustiz interessiert, das Sie tatsächliche Umstände, der Wahrheitsgehalt der Stellungnahme von Herrn Friedrich und mögliche uns alle (noch) unbekannte Aussagen von Beteiligten oder Opfern null interessiert. Denn das Urteil hat bereits fest zu stehen.
    Das ist so ziemlich die Grundhaltung und daraus folgend die Justiz, die Sie vorgeben in der Person, in der Biografie von Herrn Friedrich abzulehnen. Was Sie hier vorgeben selbstverständlich über Herrn Friedrich zu wissen, ist beste Voraussetzung für Prozesse die keiner Beweise, Beweisaufnahme bedürfen.

  13. 86.

    "Sachlichkeit und Fairness? Das würde völlig reichen, um aus dieser Stasihysterie rauszukommen"
    ...
    Es geht hier nicht um Stasi-Hysterie an sich, eine Behörde für Staatssicherheit hat jedes Land.
    Es geht vielmehr um freiwillige Schergen die als IM sich Vorteile welche auch immer schufen und die eigenen Freunde und Nachbarn verraten haben. Ihnen war es egal ob Ausreisewillige oder Regimekritiker in den Bau wanderten!
    Bei dem Kerl geht es sogar darum, eine Rechtschaffenheit vorzutäuschen. Am Ende nach 30 Jahren, ist Gottseidank sein wahres Ich enttarnt worden. Und ich hoffe dass noch weitere Wendehälse die in der Gesellschaft stehen an den Pranger gestellt werden.

  14. 84.

    Es geht doch gar nicht darum, was Sie für richtig erachten. Es gibt Opfer. Verstanden. Und Menschen Ihres Schlages reden sich hier um Kopf und Kragen, zynisch-intellektuelle Wortwahl hin oder her...

  15. 83.

    Liebe Martina, ich finde Ihre Kommentare zur Stasi und Herrn Friedrich sehr erstaunlich.
    In jedem Bericht wird die DDR als Unrechtsstaat betitelt und das war sie auch. Und unrechtsstaatlich deshalb, da die DDR die Menschen gegen ihren Willen festgehalten usw. hat.
    Jeder der eine Stasi- Vergangenheit hat, ist irgendwie ein Verbrecher. Und auch ein Herr Friedrich gehört dazu. "Er schweigt und verschweigt nichts" Er hat für die Stasi gearbeitet um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Hätte er Rückgrat gehabt, wäre er eben für ein paar Jahre in den Bau gegangen. Und verschweigen tut er jetzt nichts mehr weil sich Leute die Mühe gemacht haben seinen Background zu checken. Pech gehabt. Ob die Welt nun der verlängerte Arm der Bild ist oder nicht, ist doch vollkommen egal. Ich nenne es die Freiheit des Journalismus und ich hoffe der eine oder andere wird hier ebenfalls noch enttarnt.

  16. 82.

    Wie wäre es einfach mal mit Sachlichkeit und Fairness? Das würde völlig reichen, um aus dieser Stasihysterie rauszukommen.

  17. 81.

    Wollen Sie über den Gegenstand sachlich diskutieren, oder interessiert Sie nur Kommunikationstechnik?
    Keine redliche Diskutantin liest in meinen Kommentaren Sympathie für das Stasi-System der DDR heraus.
    Mich interessiert allerdings nicht, was die meisten Ihres Schlages offenbar vor allem interessiert: Die ungefragte Selbstdarstellung als jemand, der mit sicherem Urteil aus sicherer Entfernung und ohne auch nur irgendwas von sich selbst preiszugeben verkündet im Richtigen zu sein. Mich interessiert wie sich heute jemand verhielte. Als kleiner Sachbearbeiter des bürokratisch-gesetzlichen Mainstreams. Wieviele Abschiebungen haben die Abgeschobenen vielleicht nicht überlebt?
    "Ich war nur der Sachbearbeiter" Was bedeutet es wenn man Seenotrettung winkeladvokatisch für "illegal" erklärt? Wer ist daran beteiligt? Was wird die Geschichte darüber urteilen? Vielleicht sollten Sie weniger siegen wollen. Und mehr über Verantwortung sprechen, wo sie einem von anderen übernommen erscheint.

  18. 80.

    Und nicht vergessen, in Brandenburg war im Landtag vor Kurzen eine Abstimmung! Es ging um eine erneute Stasiüberprüfung aller Abgeordneten, die vor einen bestimmten Stichtag geboren wurden! Alle Parteien waren dafür! Außer Einer! Wer nicht? Dreimal können Sie raten! Die Linke haben sich enthalten! Warum eigentlich? Das sagt schon alles!

  19. 79.

    Das ist falsch. Kann man schon daran erkennen das es völlig unabhängig von persönlicher Schuld, im Einzelfall nachgewiesener Verantwortung, eine ziemlich pauschale Strafrente gegen Menschen gibt, die beruflich als staatsnah eingruppiert wurden. Tiefer - weil bürokratisch und als geltendes Recht festgelegt - kann man die Ausgangslage wohl kaum dominieren.
    Gerne wüsste ich auch wo in Ihrer Vorstellung eine quasi geschlossene, organisierten Gruppe von irgendwie wie auch immer "Stasi" hofft "die Oberhand zu gewinnen" Soweit wir aus den objektiv nachgeprüften und nachprüfbaren Zahlen wissen, werden Leitungsfunktionen in den Bundesländern die einmal DDR waren -gelinde gesagt- überproportional durch Menschen mit West-Biografie besetzt. Irgendwas kann also in der Wirklichkeit an Ihrem Gefühl nicht stimmen. Fragt sich wer ein Interesse daran hat, das Sie Ihr Gefühl nicht reflektieren. Gefühle können einen täuschen. Und sind trotzdem so stark, das man sie für Grundlage und Realität hält.

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