Das gläserne Kernstück der Säule, die vom Künstlerkollektiv «Zentrum für politische Schönheit» (ZPS) im Regierungsviertel aufgestellt wurde, ist am 04.12.2019 mit schwarzem Klebeband blickdicht abgeklebt. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

"Zentrum für Politische Schönheit" entschuldigt sich - Rabbiner wollen beim Abbau der Kunstaktion helfen

Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland hat angeboten, beim Abbau der vermeintlichen Holocaust-Gedenkstätte gegenüber dem Reichstagsgebäude zu helfen. Die Künstlergruppe "Zentrum für Politische Schönheit" hatte dort eine Säule aufgestellt, in der sich nach eigenen Angaben auch Asche von Opfern der Nazi-Herrschaft befindet.

Beisetzung noch vor Beginn des Schabbat

Nach massiver Kritik hat sich die Gruppe inzwischen bei  jüdischen Institutionen und Verbänden sowie bei Überlebenden und Angehörigen entschuldigt.

Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz befürchtet nun, dass beim Abbau der Gedenkstätte nicht nach dem jüdischen Religionsgesetz Halacha vorgegangen wird. Danach müsste die Asche der Toten möglichst noch vor Beginn des Wochenfeiertags Schabbat beigesetzt werden, der am Freitagnachmittag beginnt.

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung Felix Klein hatte am Mittwoch gefordert, beim Abbau der Installation die jüdischen Religionsgesetze zu beachten und einen Rabbiner zurate zu ziehen.  

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3 Kommentare

  1. 3.

    Ich finde die Gruppierung, mit dem Namen "Zentrum für Politische Schönheit", sehr dubios! Trotz des verwirrend verallgemeinernden Namens, dürfte diese Gruppierung ultra Links anzusiedeln sein. Daher für mich eine völlig verlogene Aktion, mit billiger Symbol Polemik auf Kosten anderer! Abgesehen davon, das den verfolgten Juden und auch nach dem Krieg den Holocaust Opfern, von seiten der "Roten" nicht geholfen wurde, teils im Gegenteil. Würde doch solch eine Aktion, für die Opfer von Stalin, auf dem roten Platz, oder in Peking auf dem Tiananmen Platz, von wahrer Größe zeugen!

  2. 2.

    Verkehrte Welt.

  3. 1.

    "Kunstaktion"? Merkwürdige Vorstellungen.

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