Museumsinsel - Senat beschließt Freitreppe für Flussbad Berlin

Blick über den Spreekanal auf das Humboldt-Forum und den Sockel des ehemaligen Nationaldenkmals Kaiser Wilhelm I. (Quelle: imago-images/Peter Meißner)
Bild: imago-images/Peter Meißner

Berlin ist einem Flussbad an der Museumsinsel wieder ein Stück näher gekommen. Der Senat hat das Stadtumbaugebiet "Umfeld Spreekanal" beschlossen, zu dem auch das Flussbad gehört. Als erste Maßnahme soll eine Freitreppe am Wasser entstehen.

Am Berliner Humboldt-Forum soll eine Freitreppe hinunter zum künftigen Flussbad Berlin führen. Der Berliner Senat hat am Dienstag das Stadtumbaugebiet "Umfeld Spreekanal" beschlossen, die Freitreppe soll als erste Maßnahme umgesetzt werden. Sie soll knapp 40 Meter breit aus Granit und Sandstein gebaut werden. Bereits im Frühjahr hatten Bund und Land mehr als sechs Millionen Euro für Bau und Planung bewilligt.

Zwischen Fischerinsel und Monbijoubrücke sind zudem ein naturnaher Flusslauf, ein Filterbereich zur Wasserreinigung und ein Schwimmbereich mit Wasserzugängen geplant, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Dienstag mitteilte. 

Mit dem Beschluss werde "ein neuer, attraktiver Ort jenseits von Hochkultur und Konsum" für Berliner und Besucher geschaffen, sagte Senatorin Katrin Lompscher (Linke). Ähnlich äußerte sich Jan Edler, Vorstand von Flussbad Berlin e.V.: Der Senatsbeschluss sei "ein Meilenstein auf dem Weg zur Rückgewinnung der innerstädtischen Spree als natürliche Ressource für Mensch und Natur". Das sei insbesondere den Mitgliedern und Unterstützern des Vereins zu verdanken, die sich seit Jahren für einen sauberen Fluss für alle engagierten, so Edler laut einer Mitteilung. Von Senatsseite hieß es, eine Untersuchung von Flussbad Berlin e.V. zur Aktivierung des Spreekanals und zum städtebaulichen Konzept sei die Grundlage für die Gebietsfestlegung für "Umfeld Spreekanal" gewesen.

Baubeginn noch unklar

Das – mittlerweile überarbeitete – Konzept für das Flussbad sieht vor, dass in dem Spreearm zwischen Bode-Museum und Auswärtigem Amt auf 830 Metern geschwommen werden soll. Neben der Freitreppe am Humboldt-Forum soll es eine weitere an der European School of Management and Technology geben, also gegenüber des Auswärtigen Amts. Eine ursprünglich vorgesehene Freitreppe am Lustgarten wurde aus Denkmalschutzgründen verworfen.

Damit das Wasser sauber genug zum Schwimmen ist, soll südlich des Auswärtigen Amtes eine 400 Meter lange, leistungsstarke Filteranlage installiert werden. Die soll so viel sauberes Wasser produzieren, dass das Wasser im gesamten Schwimmbereich pro Tag einmal komplett ausgetauscht wird, heißt es von Flussbad e.V. Das wiederum soll verhindern, dass sich an der geplanten Badestelle Blaualgen bilden.

Ab wann gebaut wird, ist noch unklar. Von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hieß es zuletzt, dass es bis zu 20 Jahre dauern könnte, bis das Flussbad fertig ist.

3 Kommentare

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  1. 3.

    Keine Sorge, das "Kasse"-Häuschen kommt noch. - Wie beim Angeln...

  2. 2.

    Spontan: Der nächste Kropf.

  3. 1.

    Sehr schön, wenn dann wenigstens unsere Kinder wieder im Fluss schwimmen können. Gut wäre auch die schädlichen Einträge weiter zu reduzieren.

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