03.12.2019, Berlin: Mitarbeiter der CDU-Bundesparteizentrale bauen das "C" vor der Bundesparteizentrale ab, das Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace am 21. November 2019 aus der Bundesparteizentrale entwendet und nun zurück gebracht haben (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Video: rbb|24 | 03.12.2019 | Material: TNN | Bild: dpa

Von Berliner Parteizentrale geklaut - Greenpeace gibt der CDU ihr "C" zurück

Das "C" ist wieder da: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Dienstag den aus dem CDU-Logo der Parteizentrale in Berlin entwendeten Buchstaben zurückgegeben.

Aus Protest gegen die Klimapolitik der Partei hatten Aktivisten vor knapp zwei Wochen das "C" entwendet. Mitarbeiter des Konrad-Adenauer-Hauses nahmen den großen, roten Buchstaben entgegen und trugen ihn ins Haus.

Open-Air-Gottesdienst vor dem Adenauer-Haus

Die Umweltschützer wollten mit ihrer Aktion die CDU nach eigenen Angaben mahnen, in der Klimapolitik mehr auf Nachhaltigkeit und damit auf Grundwerte der CDU zu achten. Greenpeace-Klimaexpertin Marion Tiemann forderte, das C mit Leben zu erfüllen und ein neues, starkes Klimapaket vorzulegen. "Das, was da auf dem Tisch liegt, reicht laut Wissenschaft nicht aus. Und wer die Schöpfung bewahren will, muss das Klima schützen."

Vor der Parteizentrale predigte am Dienstagmittag im Rahmen eines kleinen Open-Air-Gottesdienstes ein Pfarrer über christliche Werte. Der Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte sei von Greenpeace angefragt worden, sagte eine Sprecherin. Auf das Angebot, eine gemeinsame Andacht im Adenauerhaus zu feiern, wollten die Aktivisten nur eingehen, wenn auch Fotografen hätten teilnehmen können - und man sich vor dem "C" versammelt hätte. Das aber lehnte CDU-Bundesgeschäftsführer Stefan Hennewig ab: "PR-Klamauk statt christliches Menschenbild - das hat nichts mit dem C zu tun", twitterte er.

Greenpeace-Aktivisten hatten nach eigenen Angaben den Buchstaben C vor knapp zwei Wochen  aus der Parteizentrale mitgenommen. Damals hatte sich die CDU-Spitze in Leipzig versammelt, um den Bundesparteitag vorzubereiten. Die Aktivisten in Messebau-Kleidung hatten Mitarbeitern des Adenauerhauses vorgetäuscht, sie gehörten zu einer Firma, die mit der Überarbeitung des Schriftzugs beauftragt sei. Das verbleibende "DU" hatten sie mit einem Banner ergänzt, so dass an der Glasfassade zu lesen war: "DU sollst das Klima schützen."

Sendung: Abendschau, 03.12.2019, 19:30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Wurde den von allen Aktivisten die Personalien festgestellt? Es war doch ein Diebstahl oder habe ich was verpasst.

  2. 1.

    Na ob ich das so toll finde mit einem Gottesdienst an "christliche Werte" zu erinnern weiß ich nicht ( Abtreibung , Kondome , Frauenunterdrückung in der Kirche ... )

    Aber ans erste Gebot ("Du sollst nicht töten") sollte mann/frau die christliche Parteiführerin und Verteidigungsministerin schon EINDRINGLICH erinnern!

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