Klara Geywitz, Co-Kandidatin für den SPD-Bundesvorsitz, spricht beim außerordentlichen Landesparteitag der SPD Brandenburg. (Quelle: dpa/Monika Skolimowska)
Bild: dpa/Monika Skolimowska

Niederlage bei Mitgliederentscheid - Klara Geywitz kandidiert für Vizevorsitz in Bundes-SPD

Klara Geywitz hat ihre Kandidatur als stellvertretende Parteivorsitzende der Bundes-SPD angekündigt. "Ich werde beim Parteitag als Vizevorsitzende der SPD kandidieren", sagte die Potsdamerin der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). Damit wolle sie einen Beitrag leisten, die Partei wieder zu einen. Der SPD-Vorstand wird beim Bundesparteitag gewählt, der am Freitag beginnt.

Geywitz hatte am vergangenen Samstag bei der Mitgliederabstimmung über den SPD-Vorsitz mit ihrem Partner Olaf Scholz überraschend gegen Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans verloren. Als Vizevorsitzende wolle sie sich "insbesondere für die Gleichstellung von Frauen und Männern und die Belange der Ostdeutschen einsetzen", so Geywitz.

Ostdeutsche Landesverbände unterstützen Kandidatur

Der Generalsekretär der Brandenburger SPD, Erik Stohn, hatte bereits am Wochenende gefordert, "dass unsere Ostdeutsche Herkunft stärker in der Parteispitze verankert wird". Ähnlich äußerte sich auch Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Landeschefin Manuela Schwesig. "Deshalb werden die ostdeutschen Landesverbände in Absprache mit den designierten Parteivorsitzenden Klara Geywitz als stellvertretende Vorsitzende vorschlagen", sagte Schwesig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Schwesig hatte bis Anfang September als SPD-Bundesvize die Interessen der ostdeutschen Sozialdemokratie in der Parteiführung vertreten, das Amt nach zehn Jahren aber wegen einer Krebserkrankung abgegeben.

Sendung: Inforadio, 03.12.2019, 12 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    Woher nimmt Clärchen denn den Mut, sich nach 2 Rauswürfen ein weiters Desaster sich anzutun? Ist es Geltungsbedürfnis oder Existensangst? Denn nach den letzten Niederlagen müsste sie doch sehen und merken, dass sie wirklich keiner will.

  2. 4.

    In Brandenburg abgewählt,mit Herrn Scholz gescheitert,die will keiner.

  3. 3.

    Mir dünkt, die Dame braucht dringend noch ein gut versorgtes Amt... Man will ja im Alter nicht nur von der Mickerrente leben, die die eigene Partei eingeführt hat.

  4. 2.

    Viel Möglichkeit sich ins Gespräch zu bringen gibt es ja nicht mehr für Clärchen, nachdem sie auch nicht mehr im Landtag vertreten ist.

  5. 1.

    Was soll die Diplom-Politologin sonst tun? Ein Amt oder ein Mandat mit Vergütung hat sie nicht mehr.

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