Eine Delegierte des Landesparteitages der Alternative für Deutschland (AfD) hält am 09.07.2016 in Kremmen (Brandenburg) während einer Abstimmung eine Stimmkarte mit der Aufschrift "Nein, das ist keine Alternative" hoch (Quelle: dpa/Gabbert).
Audio: Inforadio | 08.01.2020 | Holger Hansen | Bild: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Ballhaus Pankow zieht zurück - Berliner AfD sucht weiter nach Räumen für Parteitag

Die monatelange Suche der Berliner AfD nach einem Veranstaltungsort für ihren Landesparteitag Ende Januar geht weiter. Das Ballhaus Pankow ist der Partei zufolge von einem bereits geschlossenen Mietvertrag zurückgetreten. Die AfD will nun klagen.

Die Berliner AfD sucht weiter nach einem Veranstaltungsort für ihren Landesparteitag am 25. und 26. Januar. Der Partei zufolge hatte sie Räumlichkeiten in Pankow bereits angemietet, jetzt will der Vermieter sie aber offenbar doch nicht zur Verfügung stellen. Demnach sei ein Mietvertrag bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen, jetzt aber wieder gekündigt worden. Bei dem Veranstaltungsort soll es sich um das Ballhaus Pankow in Niederschönhausen handeln.

Außenansicht des Ballhauses Pankow (Quelle: dpa/Wulf)
Ballhaus Pankow | Bild: dpa/Berliner_Verlag/Olm Wulf

Linkes Bündnis drohte Proteste an

Grund für den Rückzug ist offenbar die Angst vor Protesten. Das linke Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus" habe dem Vermieter Protest-Aktionen zum AfD-Parteitag angekündigt, sagte Bündnis-Sprecherin Irmgard Wurdack am Mittwoch dem rbb. Grund sei unter anderem die zeitliche Nähe zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar.

AfD will gegen Rückzug klagen

Das Ballhaus Pankow bestätigte eine Anfrage der AfD, wollte aber von einem Mietvertrag nichts wissen. Den gebe es wohl, betonte dagegen AfD-Pressesprecher Ronald Gläser. Die Partei vermutet, dass der Vermieter sich aus Angst vor Übergriffen und der Vernichtung seiner Existenzgrundlage zurückzieht. Sie will nun rechtlich gegen die Vertrags-Kündigung vorgehen.

Gleichzeitig wird weiter nach Alternativen gesucht. Die Suche nach einem Veranstaltungsort für den Landesparteitag der Berliner AfD dauert bereits seit Monaten an. Ursprünglich sollte dieser am 1. September 2019 stattfinden. Weil keine passenden Räumlichkeiten gefunden wurden, wurde er zunächst auf November, dann auf Januar verlegt. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) lehnte eine Bitte der AfD auf Unterstützung bei der Saalsuche ab. Auf dem Parteitag soll ein neuer Vorstand gewählt werden.

Sendung: Abendschau, 08.01.2020, 19:30 Uhr

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60 Kommentare

  1. 60.

    Sie z.B. plappern hier ständig die Phrasen der rechtsextremen AD nach.

    Würde man sämtliche Lügen und Verdrehungen aufzählen, die die AfD alleine nur den "Altparteien" andichten will, würde das den Rahmen hier sprengen. Das nennen sie also "fair"? Alleine für die Lügen und Diffamierungen die man Fr. Roth andichten will, würde man mehr als 1000 Z. brauchen.

    Was sie eine "kritische Einstellung" nennen ist Rassismus, Islamophobie, Geschichtsrevisionismus und oft reiner Faschismus, z.B. die Reden Höckes.

    Ich soll einen nicht exitierenden Mietvertrag beweisen? Geht's noch? Beweisen sie doch mal die Existenz eines Mietvertrages, das müßte ja ein Leichtes sein.

  2. 59.

    Heutzutage gilt es zwar als schick, sich allerorten unantastbare Kuschelecken einrichten zu lassen, damit man vor allem Bösen in der Welt (z. B. anderen Meinungen) verschont bleibt,

    Sie meinen also den AfD Parteitag? :-P

  3. 58.

    Alleine schon die Verbindungen des Kalbitz zu Rechtsextremen und Neonazis sprechen doch Bände. Die Liste der Mitglieder dieser rechtsextremen "Partei" ließe sich aber beliebig weiterführen. In der AfD sind Faschisten "in der Mitte der Partei" und wird vom völkisch-nationel "Flügel" dominiert, worin sich weitere Neonazis und Rechtsextremisten befinden.

    Außerdem befinden sich Geschichtsrevisionisten (Gauland), Antisemiten (Gedeon) in allerhöchsten Parteiämtern oder man trifft sich in Südafrika mit Rassisten zum Schießtraining (Bystron)oder man trifft sich in Griechenland mit Neonazis im gleichen Hotel um gemeinsam an einer Demonstration teilzunehmen (Kalbitz).

    Reicht das als erste woran man erkennen kann dass es sich bei der AfD um eine rechtsextreme "Partei" handelt?

  4. 57.

    wieso ignorieren? Passt doch ins AfD Bild! Ignoranz/ Inkompetenz und Opferhaltung! Keine weiteren Kommentare nötig1 So was soll man wählen? damit die dann noch mehr auf uns Taschen der Steuerzahler liegen?

  5. 56.

    Heutzutage gilt es zwar als schick, sich allerorten unantastbare Kuschelecken einrichten zu lassen, damit man vor allem Bösen in der Welt (z. B. anderen Meinungen) verschont bleibt, doch wäre es wirklich so schwierig, einen Bericht, der einen nicht interessiert, einfach mal zu IGNORIEREN?

  6. 55.

    1. Meines Wissens keiner.
    2. Ja.
    3. Woran machen Sie fest, ob eine Partei rechtsextrem ist?
    Sollte sie dazu nicht auch extreme Positionen vertreten oder langt eine kritische Einstellung (beispielsweise zur Migrationspolitik und/oder zur Energiewende, um von Ihnen diesen Stempel zu bekommen?
    Was Lügen und Verdrehungen betrifft, bitte ich um mehr Beispiele als den unbewiesenen Vorwurf eines angeblich nichtexistenten Mietvertrages.
    Will heißen:
    Kommt von Ihnen mehr als heiße Luft?

  7. 53.

    mir kommen schon die Tränen. Wer nimmt die AfD denn noch Ernst. Ein "ahnungsloser" Bundesvorsitzender, der mit geschmiertem Geld agiert und damit große Kampagnen finanziert, die breit manipuliert. Folge der Spur des Geldes... Das wird noch richtig spannend werden und kriminelle Aktivitäten offensichtlich!!! Aber ist ja auch nichts Neues bei diesen Gruppierungen. Eine schöne Ansammlung von verurteilten Straftätern! Aber klar: alle ganz harmlos du unschuldig. Und wo wird die AfD stärker? Sie haben Wählerstimmen eingebüßt. Nur Dunkeldeutschland hält an. Alle anderen wenden sich angewidert ab.

  8. 52.

    Dieses ständige Opfer Getue der AFD nervt nur noch, @RBB müsst ihr wirklich ständig darüber berichten?
    Für mich sind das einfach nur rechte heulsusen.

  9. 51.

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  10. 50.

    Wer plappert denn hier die Phrasen seiner rechtsextremen AfD nach? Behandelt ihre AfD andere fair? Doch, die rechtsextreme AfD suhlt sich regelrecht in der selbstgewählten Opferrolle. Das fängt mit erfundenen Überfällen an und endet nicht bei frei erfundenen Mietverträgen.

    Wenn die Inhaber des Ballhaus behaupten es gäbe keinen Mietvertrag, dann ist daran nicht zu zweifeln. Die Lügen und absichtlichen Verdrehungen der Politiker der rechtsextremen AfD sind hingegen legendär und schon gar nicht mehr aufzählbar. Zumindest nicht mit 1000 Z.

  11. 49.

    Wo wird der Inhaber des Ballhaus bedroht? Und kommen sie uns nicht mit ihren Räuberpistolen der rechtsextremen AfD! Deren Lügen sind bekannt. Es existiert ja nicht einmal ein Mietvertrag.

  12. 48.

    Hält eine Demokratie eine solche Partei nicht aus?
    Da fragt man sich doch, wer regiert diese Stadt. Die linken "Aktivisten", der Saalbesitzer bedrohen, wie es hinlänglich auf ihren Seiten nachzulesen ist.
    Wer wirklich daran glaubt, so eine demokratisch gewählte Partei mundtot zu machen, ist auf dem Holzweg und befeuert nur den Opferkult.

  13. 47.

    Das Ballhaus Pankow bestätigte eine Anfrage der AfD, wollte aber von einem Mietvertrag nichts wissen. Den gebe es wohl, betonte dagegen AfD-Pressesprecher Ronald Gläser.

    Und wie glaubwürdig die Aussagen von AfD Politikern weiß man ja.

    https://www.tagesschau.de/inland/afd-spendenaffaere-109.html

  14. 46.

    Stimmt. Die Menschen (zumindest ein paar von ihnen) werden wacher.
    Das erklärt u. a. das Erstarken der AfD und den Niedergang der SPD.
    Wann hat sich die AfD schon mal als Opfer bezeichnet?
    Wie gesagt: Ich finde, dass "Opferrolle" eh ein törichter Begriff ist,
    Wenn Sie schon Phrasen nachplappern müssen, die sich bestimmte Personen ausgedacht haben, tun Sie doch bitte nicht so als wenn sich die AfD solche Etiketten selbst anheften würde.
    Würde man die AfD fair behandeln, hätte sie keinen Grund, sich über das Gegenteil (das m. W. selbst von Linken nicht angezweifelt wird) zu beklagen.
    Mal ein Vergleich:
    In einem sportlichen Wettbewerb wird jemand unfair behandelt, vom Schiedsrichter benachteiligt.
    Halten Sie den Vorwurf, dass derjenige daraus für sich eine "Opferrolle" generieren würde für angemessen und fair?
    Ist das wirklich das erste, das Ihnen dabei in den Sinn kommt?
    Gar kein Unrechtsbewusstsein?
    Unfairness ist okay, denn der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel?

  15. 45.

    Ist die AfD zu dumm? Wie groß muss denn eine Location sein? Da wird sich doch etwas finden lassen? Vom Ballhaus würde ich Schadensersatz einklagen. Je nach Mietvertrag. Da wird ja wohl eine entsprechende Klausel enthalten sein? Das Ganze ist für alle Seiten einfach nur peinlich. Fragt sich, wer da unfähig ist?

  16. 44.

    In einem internen AfD-Strategiepapier schrieb die AfD Anfang 2017:

    „Der Widerstand [der AfD-Gegner*innen] verursacht der AfD zusätzliche Kosten, frustriert aktive Parteimitglieder […] und trägt in der Öffentlichkeit, vor allem in der Mittelschicht und bei Interessengruppen zum Eindruck bei, dass die AfD ein Stigma trägt und man sich nicht mit ihr zeigen sollte.“

    Dank der vielen Aktionen gegen die AfD hat sich dieses „Stigma“ zu einem „riesen Image-Problem“ ausgeweitet. Die Selbsteinschätzung der AfD im Juni 2017:

    „Der Wahlkampf gegen die AfD wird seit Anfang des Jahres als offener antifaschistischer Machtdiskurs geführt. Credo: Gutdeutschland gegen die Nazis. Image: Dunkeldeutschland-Partei, die ‚Angstmacher‘, Sammelbecken für Nazis, Ewiggestrige, Rassisten und „Anti-Christen“, kurzum: NICHT GESELLSCHAFTSFÄHIG. Damit unwählbar für die bürgerliche Mitte.“

  17. 43.

    „Mit Hilfe der Schwachen und Ängstlichen und Furchtsamen und Gehorsamen können sich die Herren wieder aufrichten, und wenn sie sich wieder aufgerichtet haben, können sie dann auch uns, die wir uns so stark glaubten, aufs neue beherrschen und schlimmer als zuvor.“

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