Archivbild: Eine Polizeistreife läuft am 08.12.2014 durch den Görlitzer Park (Bild: dpa/Paul Zinken)
Video: Abendschau | 27.01.2020 | Norbert Siegmund | Bild: dpa/Paul Zinken

Polizeipräsenz im Görlitzer Park - "Dealer empfinden erhöhten Kontrolldruck als störend"

Schon jetzt sind 60 zusätzliche Polizisten unterwegs, um Berliner Drogenbrennpunkte im Auge zu behalten. Bis April sollen es 125 werden. Denn ihre Präsenz ist nach Angaben von Innensenator Geisel äußerst wirksam. Jetzt gelte es aber, das durchzuhalten.

Die neue Brennpunkt- und Präsenzeinheit (BPE) der Berliner Polizei im Kampf gegen Drogenhändler im Görlitzer Park ist aus Sicht von Innensenator Geisel (SPD) ein "hochwirksames Instrument" gegen die Kriminalität. Das sagte Geisel am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.

Bis April sollen 125 Polizisten mehr unterwegs sein

Die Einheit sei nicht nur im Görlitzer Park ein Erfolg, sondern auch an weiteren Orten in Kreuzberg, Neukölln, Mitte und Friedrichshain aktiv. Die Dealer würden den erhöhten Kontrolldruck als störend empfinden. Das gelte allerdings nur, "wenn wir das lange genug durchhalten", betonte er.

Seit Anfang des Jahres sind 60 zusätzliche Polizisten an den genannten Orten unterwegs, bis April sollen es 125 werden. Knapp 3.000 Arbeitsstunden hätten Beamten allein vom 2. bis 20. Januar nur im Zusammenhang mit dem Görlitzer Park geleistet, so Geisel weiter. Dort hätte die Brennpunkteinheit der Polizei im genannten Zeitraum 70 strafrelevante Vorfälle aufgezeichnet, von denen mehr als die Hälfte Betäubungsmittel-Delikte gewesen seien.

"Die Brennpunkt- und Präsenzeinheit (BPE) ist am Wochenende und an Feiertagen genauso unterwegs wie an normalen Tagen", sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik. Die Polizisten trügen an den Kriminalitäts-Orten gelbe Westen, um erkennbar zu sein und das Sicherheitsgefühl für die Bevölkerung zu verstärken. Aber es gebe auch zivile Fahnder dort im Einsatz.

Opposition wirft dem Senat Verharmlosung vor

Die Oppositionsparteien CDU, AfD und FDP werfen dem Senat und der rot-rot-grünen Koalition vor, das Drogenproblem zu verharmlosen. Sie fordern eine Herabsetzung der Eigenbedarfsgrenze bei Cannabis von bisher 15 auf sechs Gramm. Berlin sei ein Magnet für Drogendealer, sagte CDU-Fraktionschef Burkard Dregger.

Der Linke-Innenexperte Niklas Schrader lehnt nach eigener Aussage eine Rückkehr zur Null-Toleranz-Strategie dagegen ab. Erfahrungen würden zeigen, dass verstärkte Repressionen Vorbeugung und Therapie erschweren, sagte er.

Geisel kündigte an, eine Arbeitsgruppe zum Görlitzer Park und dessen Umgebung aus Vertretern der betroffenen Bezirke, der Senatsverwaltungen und der Polizei solle im März eine erste Auswertung der Arbeit vorlegen.

Sendung:  Fritz, 27.01.2020, 12:30 Uhr

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40 Kommentare

  1. 40.

    Cannabis pur geraucht hinterläßt keine Teerablagerungen, ist aber schon infrage zu stellen. Z.B. bei Nichtrauchern. Es ist leider bei uns eine Unsitte Cannabis oder Haschisch mit Tabak zu vermischen. Sie beschreiben hier eine sehr gute Variante. Das Vaporisieren. Wurde z.B. sehr schön dargestellt in der Serie Lindenstraße. Zudem läßt sich auch gut ein Tee oder gar Kekse damit zuzubereiten. Wichtig ist auch darauf zu verweisen welch vielfältige Sorten es zum Anbau gibt. Schon deshalb plädiere ich für eine staatliche Überwachung beim Anbau. So wie es geschied in Colorado USA. Ich wünsche mir eine Legalisierung, denn dann müßte der Schrott, der auf Berlins Straßen angeboten wird nicht illegal gekauft werden. Ich rauche Cannabis vorwiegend, um meine chronische Schlafstörung damit komplett aufzuheben. Und es funktioniert. Ich habe schon alles an Naturheikräuter ausprobiert. Nichts hilft mir besser als Cannabis.

  2. 39.

    Sie sind eine verbohrte, uneinsichtige Person. Anders läßt sich Ihr Nichtverstehen über die Akupunktur beschreiben. Triggerpunkte sind nachweisbar. Auch bei Ihnen. Aber lassen wir das Ganze. Sie sind einfach sturrköpfig. Mein Hausarzt ( praktischer Arzt) ist nur seiner Pharmaindustrie hörig und obendrein eine vollkommene Lusche. Er war nicht mal in der Lage eine richtige Blutbild Diagnostik durchzuführen. Aber wozu hat man immernoch die freie Wahl einfach den Arzt zu wechseln.

  3. 38.

    Ihr Heilkraut“ Marihuana,hat keine Nebenwirkungen,wenn auch keine gravierende?Schulmediziner verschreiben auch Medikamente auf Pflanzlicher Basis.
    Außerdem:Rauchen ist sehr belastend für die Lunge und Cannabis hinterlässt,ebenso wie Tabak,viele Teerablagerungen.Auf Dauer ist dies natürlich nicht gesund.
    Da ist Vaporisieren schon gesünder.Aber das Zeug wird ja lieber geraucht.

  4. 37.

    Da Akupunktur dem Körper nicht schadet (aufgepasst: etwas hineinzustechen verursacht keinen Schaden), ist sie gut und richtig?
    Obwohl es dafür keinen einzigen unumstößlichen Beweis gibt?
    Sie glauben also an ominöse Triggerpunkte (deren Existenz nicht nachweisbar ist) nicht aber an die positiven Effekte "nicht wichtiger, lebenserhaltender Präparate"?
    Also einerseits glauben Sie blind, verweigern sich aber der Esotherik. Und während Sie einerseits ein bestimmtes Mittel nehmen müssen (und davon profitieren), sprechen Sie dafür anderen Mitteln kurzerhand ab, dass sie mehr Nutzen als Schaden bringen.
    Wenn Ihnen Ihr Hausarzt irgendein Mittel "aufzuschwatzen" versucht, tut er das freilich nur, weil er von der Pharmaindustrie gekauft wurde. Nicht etwa deshalb, weil er glaubt, dass Ihnen diese Mittel helfen könnten.
    Na wie schön, dass Akupunkteure pro bono tätig sind.
    Sie sind meiner Meinung nach weniger eine kritische als eine voreingenommene Patientin.

  5. 36.

    LOL:-) welch ein Blödsinn wiedereinmal. Reden Sie mal mit Physiotherapeuten über den Schwachsinn den Sie jetzt verzapft haben. Akupunktur ist nachweislich richtig und schadet den Körper in keinster weise und jeder menschliche Körper besitzt sogenannte Triggerpunkte. Und im übrigen gehe ich nicht zu Heilpraktikern, da ich nicht annähernd an deren Esoterische Grundlagen glaube. Dumm gelaufen für Sie. Ich verweigere mich grundsätzlich all diese chemischen Präperate zu mir zu nehmen, die mir mein Hausarzt versucht aufzuschwatzen. Deshalb mag er mich auch nicht besonders. Bin eben ein „Kritischer Patient.“ Hinterfrage bevor ich etwas schlucke. Selbstredend gibt es auch wichtige Lebenserhaltende Medizinische Präparate. Das leugne ich gar nicht. Muß selber täglich so ein Medikament zu mir nehmen. Wegen fehlender Trombozyten. Aber lesen Sie bitte mal das Buch“ Heillose Medizin“. Da gehen Ihnen die Augen auf.

  6. 35.

    Kein Problem: Mein Vertrauen in die Schulmedizin ist zwar nicht unbegrenzt aber vorhanden.
    Ihnen hingegen wünsche ich viel Erfolg beim Verzicht auf das Teufelszeug ausbeuterischer Pharmakonzerne, die sich (anders als Dealer) ja nur an Ihnen bereichern wollen und deren Produkte (anders als "weiche" Drogen) pures Gift sind.
    Und viel Spaß bei Heilpraktikern (die Ihnen sicher gern Globuli, Kamillentee und heiße Wadenwickel mit Senfsauce verschreiben) und bei diversen anderen "Heilern" (z. B. Vertretern der chinesischen Medizin, die Horn für ein Potenzmittel halten und Sie gern mit diversen Nadeln pieksen, weil der Körper ja bekanntlich diverse Energiezentren besitzt, die nur seltsamerweise niemand finden kann).
    (Seufzend:) Warum nur halten Linke alles Westliche im Allgemeinen und jeden wissenschaftlichen Fortschritt im Speziellen für etwas Böses, das bekämpft werden sollte?
    Ist Ihnen die Tatsache, dass Ihnen (u. a. durch Impfstoffe) schon viel Leid erspart blieb wirklich so verhasst?

  7. 34.

    Welch ein dümmlicher Kommentar. Sie schreiben tatsächlich: Drogen, die den medizinischen Zweck dienen, sind ok. Aber alles andere ist Dreck. Bravo! Das muß man erst mal hinkriegen. Mehr muß ich gar nicht anführen. Für Ihre Zukunft wünsche ich, dass Sie gut vorbereitet sind auf all die chemischen Keulen und deren gravierende Nebenwirkungen, die Ihnen dann die Schulmediziner verschreiben. Und bitte nicht die Reihenfolge der Pilleneinnahme durcheinanderbringen. Bei Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Vertrauen Sie ruhig weiter diesen Scharlatanen. Zu guter letzt möchte ich Ihnen noch zwei Sachbücher ans Herz legen. Jörg Blech „Heillose Medizin“ erschienen bei S.Fischer Verlag. Manfred Lütz „IRRE“ erschienen bei Gütersloher Verlagshaus. Über das „Heilkraut“ Marihuana , was Sie ja als „Dreck“ bezeichnen, habe ich ja schon mal hingewiesen.

  8. 33.

    Klar: Wenn man gegen eine Sache nichts machen kann, sollte man auch von der anderen die Finger lassen.
    Also auch keine Diebe mehr fangen bevor wir alle Mörder haben. Oder besser: Verbrechen gar nicht mehr verfolgen, denn endgültig besiegen lässt sich das Verbrechen ansich ja nicht.
    Sie wollen nur Ihre eigene Meinung lesen, lassen keine Kritik an Drogen (die für mich - wenn sie keinem medizinischen Zweck dienen - nur Dreck sind) zu und haben dennoch die Stirn, andere als verbohrt zu bezeichnen.
    Leute, lasst die Finger von Drogen. Lest hier mit und ihr wisst warum.

  9. 32.

    Alkohol ist die Droge Nr.1 Gefolgt von Tablettenmissbrauch. Mehr schreibe ich nicht mehr. Habe Null Bock mich auf diesen Schwachsinn, den einige hier von sich geben weiter einzulassen. Das wars.

  10. 31.

    @WernerDienstag, 28.01.2020 | 10:54 Uhr
    Antwort auf [leo] vom 27.01.2020 um 21:3
    Verstärkte Repressionen verhindern, dass viele Menschen überhaupt erst in die Situation kommen, wo sie Therapien brauchen.

    schön wenn es so wäre , aber ist es so ?

  11. 30.

    Eine drogenfreie Gesellschaft wird es nie geben? Ah ja, gab es allerdings schon vor einiger Zeit in einigen Ländern. Die hatten allerdings nicht den ausufernden, gewinnorientierten Kapitalismus und die damit verbundene Beschaffungskriminalität. Nur mal so zum nachdenken.

  12. 29.

    Ja genau. Auch wenn hier staatlich sauber hergestelltes Marihuana verkauft wird.Dann ist der Staat der Dealer.
    Egal ob sauber hergestelltes Marihuana oder dreckiiges auf dem Kiez.Das hat mit ahnung nichts zu tun.
    Da muss ich mich auch nicht schlau machen.
    Dann muss man sich nicht wundern,wenn Kinder ect. darauf bauen,und früh mit den zeug anfangen.
    Deshalb brauchen wir keine Legalisierung.

  13. 28.

    Wenn man keine Ahnung von staatlich sauber hergestelltes Marihuana hat, sollte man sich mal darüber schlau machen. Was an Cannabis auf den Straßen Berlins angeboten wird ist mehr als fragwürdig. Und darum geht es bei der Legalisierung.

  14. 26.

    Eine Drogenfreie Gesellschaft wird es nie geben. Es lohnt nicht Ihnen den Unterschied zwischen harten und weichen Drogen zu vermitteln, wenn man derart verbohrt ist wie Sie. Habe mich auch bezüglich der gesundheitlichen Vorzüge von Marihuana in der Medizin schon zu genüge hier geäußert. Aber ich kann Sie beruhigen. Meine neuen Hanfsamen habe ich erhalten und freu mich auf einen heißen Sommer in Berlin.

  15. 25.

    Man könnte Cannabis auch einfach legalisieren.Der Staat wird zum Dealer.Tolle Lösung.Hier geht es um ein paar Kilo Joints.Mo-So.gefühlt 24/7,und das pro Jahr gerechnet.

  16. 24.

    Wozu resozialisieren?
    Ist Ihnen der Gedanke an Verbrechern in Gefängnissen SO unangenehm?
    Und was ist mit jenen, die zur Arbeit keine Lust haben (geschätzt 100 %)?
    Mein Vorschlag:
    Drogenhändler mindestens 20 Jahre lang einsperren (ohne Bewährung, Haftverschonung und andere Albernheiten).
    Und keine Hilfen für Süchtige ohne streng kontrollierte Ausstiegsversuche.

  17. 23.

    Eigentlich sollte einen gerade eine Tendenz dazu verleiten, erst recht eine Gegenmeinung zu posten ("Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken").
    Aber ist es wirklich so engstirnig, auf die Risiken und Nachteile von Drogenkonsum hinzuweisen und sich zu wünschen, dass Verbrecher bestraft werden?
    Und sollte man beim Kampf gegen "harte" Drogen die "weichen" ignorieren?

  18. 22.

    Ich verkneife es mir schon bei all der Häme hier im Forum über die vielen, insbesonders Schwarzen Cannabisdealer, endlich von der „Freigabe von Marihuana“ zu schreiben. Lohnt nicht bei der Engstirnigkeit der meisten Kommentare hier. Dabei sind es die harten Drogen, gegen die man unbedingt vorgehen muß. Das Crack immer mehr Einzug in dieser Stadt erhält, finde ich alarmierend.

  19. 21.

    Man könnte die benötigten "oder wie einige sagen, verschwendeten" Steuern ganz einfach wieder reinholen. Straftäter sollten, nicht nur als Resozialisierung, sondern auch als Entschädigung für den Gesamtaufwand der Verbrechensbekämpfung, zu 8h Sozialer Arbeit täglich herangezogen werden. Parks pflegen, Bahnstrecken von Unrat befreien, Grafitti entfernen, bei vom Bund finanzierten Projekten (Neubaustrecken) auf dem Bau helfen....

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