In der Silbersteinstraße in Berlin-Neukölln steht am 24.11.2019 ein Fahrverbotsschild für Dieselfahrzeuge bis Euronorm 5. Ausgenommen von dem Fahrverbot sind Anlieger. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Bild: dpa/Jörg Carstensen

Mitte und Neukölln - Mehr als 50 Verstöße gegen Diesel-Fahrverbot geahndet

Seit Inkrafttreten der Dieselfahrverbote in Berlin hat die Polizei 51 Verstöße auf den betroffenen Straßen festgestellt und geahndet. Bei mehr als der Hälfte davon handelte es sich um Verstöße von Autofahrern, bei neun um solche von Lastwagenfahrern, wie die Berliner Polizei auf Anfrage mitteilte. Zu den übrigen Fahrzeugtypen machte sie zunächst keine Angaben. Es wurden Verwarngelder zwischen 20 und 75 Euro verhängt.

Nach mehreren Verzögerungen gelten die Dieselfahrverbote auf mehreren Straßen in den Bezirken Mitte und Neukölln seit etwa Ende November. Die bereits im Juli beschlossenen Verbote gelten für ältere Diesel-Autos und -Lastwagen bis einschließlich Abgasnorm Euro 5. Die fraglichen Straßenabschnitte umfassen insgesamt 2,9 Kilometer und damit nur einen kleinen Teil des 5.450 Kilometer langen Netzes.

Kritik wegen mangelndem Personal

Neben stichprobenartigen Kontrollen, die die Beamten während ihres Streifendienstes durchführten, seien auf der Leipziger Straße sowie der Silbersteinstraße in der Zeit bis zum 20. Januar an zwei Tagen Kontrollstellen eingerichtet worden, teilte die Polizei weiter mit. Wie viele Fahrzeuge bislang insgesamt kontrolliert wurden, allerdings nicht.

Immer wieder gab es in der Vergangenheit Kritik, dass die Verbote aufgrund der mangelnden Personalausstattung der Polizei nicht durchgesetzt werden könnten. "Unter diesen Voraussetzungen wird es nicht über medienwirksame Großeinsätze hinausgehen", hatte die Gewerkschaft der Polizei bereits Anfang Dezember kritisiert.

Sendung: Antenne Brandenburg, 27.01.2020, 05 Uhr

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10 Kommentare

  1. 10.

    Kennzeichenerfassung für folgendes Bußgeld ??, um dann vom Halter ein Anliegen präsentiert zu bekommen. . . . .macht kein Sinn und ich entkräfte so jeden Bußgeld bescheid , der darauf folgen würde !! Gruß

  2. 9.

    Was geht mir greta an, was sgeht es ihnen an was ich mache, ich tue außerdem privat viel für Umwelt also kommen sie bitte mir nicht mit sowas hier an.
    Außerdem denke gibt es weit aus schlimmeres was für unsere Umwelt belasten ist als mein kleiner PKW :/

  3. 8.

    wann kommt denn endlich die dunkelblaue umweltzone für nzr 6dtem und e-autos? geht mir alles viel zu langsam!

  4. 7.

    was soll denn heut zutage noch dringender sein als die umwelt? haben sie greta und 3f nicht mitbekommen? was meinen sie für wad die kämpfen? aber schlafen sie ruhig weitee.
    also finde es wird noch viel zu wenig und zu langsam für die umwelt getan

  5. 6.

    Es geht zuvorderst nicht darum, die Welt zu retten, sondern die Luft sauberer zu bekommen und die Qualität in der Stadt zu verbessern.

    "Luftreinhalteplan"

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/07/luftreinhalteplan-diesel-fahrverbote-berlin-senat.html

  6. 5.

    Und sie fahren selbst kein Auto? Essen kein Fleisch? Produzieren keinen Müll der sonst wo verschifft und verbrannt wird? Hier etwas verbieten und 500 km weiter wie in der Steinzeit unser Müll recycelt. Prima wir retten die Welt!

  7. 4.

    … dazu bräuchte man erst mal Nummernschilder für Radfahrer um deren ganze Verstöße auch ahnden zu können, wenn die Politik DARAN Interesse hätte gleiches Recht für alle zu leben.
    51 Verstöße is ja ein Witz, das macht den Kohl auch nicht Fett außer die Kassen Berlins. Wie viele Massen alte Polizeidiesel und BSR sowie Busse fahren noch mit dreckigem Diesel durch die Innenstadt? Solange das geduldet wird, brauch man sich auch nicht über die anderen 51 aufregen.
    So lange man mit schikanösen Ampelschaltungen unnötig Staus, bremsen und Anfahren erzwingt und mit zugepollerten , mit Findlingen versperrte Straßen und Parkplatzzerstörung Umwege und Suchverkehr provoziert, sollte man sich auch nicht beschweren.

  8. 3.

    Also ich wurde bis jetzt nur einmal angehalten, ich meinte selber zu den Polizisten das Die Fahrverbote einfach Schwachsinn sind, Er hat mir zugestimmt aber kann auch nichts dafür macht nur sein Job, wobei man Die Polizei dringender woanders bräuchte als Autos mit Euro norm 4 oder 5 raus zu winken.

  9. 2.

    Wäre hier eine Kennzeichenerfassung mit Abgleich der Fahrzeugdaten nicht effizienter? Und ist die Höhe des Bußgeldes ausreichend? Sicherlich, für manchen Fahrzeughalter ist es hart und nicht leicht, auf ein anderes Fahrzeug zu wechseln. Wenn aber Schaden für Andere durch die Nutzung entsteht, kann man das nicht ignorieren.

  10. 1.

    Dank geht raus an die Politker, die eine Blaue Plakette verhindert haben. Wäre ja sonst auch zu einfach gewesen die Verbote tatsächlich zu kontrollieren.

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