Das Windows-10-Logo erscheint auf einem Computer-Bildschirm. (Quelle: dpa/Robert Günther)
Video: Abendschau | 13.01.2020 | Martin Küper | Bild: dpa/Robert Günther

Veraltetes Betriebssystem - Tausende Verwaltungscomputer noch nicht umgestellt

Dass Microsoft sein Betriebssystem Windows 7 ab Dienstag nicht mehr unterstützt, ist bereits lange bekannt. In der Berliner Verwaltung werden die Computer deswegen seit Monaten umgestellt - aber nicht schnell genug. Der Support wird nun teuer.

In der Berliner Verwaltung arbeiten immer noch fast 18.000 Computer mit Windows 7. Für dieses Betriebssystem beendet Microsoft am Dienstag den Update-Service - danach besteht ein Sicherheitsrisiko.

Support verlängert - Kosten im "oberen sechsstelligen Bereich"

Wie die Senatsverwaltung für Inneres am Dienstag mitteilte, seien bis zu diesem Tag genau 79,3 Prozent der rund 85.000 Verwaltungsrechner auf das neue Betriebssystem Windows 10 umgestellt worden. Ein Sicherheitsproblem gibt es aber laut der IT-Staatssekretärin Sabine Smentek nicht. Für die noch nicht umgestellten Computer sei eine Verlängerung des Supports vereinbart worden. Die Kosten dafür lägen im "oberen sechsstelligen Bereich", hieß es weiter

Eigentlich sollte die Rechnerumstellung in Senats- und Bezirksverwaltungen, bei Polizei, Feuerwehr, Justiz und Bürgerämtern bereits bis zum Jahresende 2019 abgeschlossen sein.  Warum das bei rund 20 Prozent der Computer noch nicht geschehen ist, ist unklar. Ein Grund könnte die dezentrale Organisation sein. Für die Digitalisierung der Verwaltung werde eine zentrale Führung benötigt, fordern Landespolitiker von Opposition und Koalition.

Die restlichen Computer sollen nun "schnellstmöglich" auf Windows 10 umgestellt werden, so Smentek: "Wichtig für die Bürgerinnen und Bürger ist vor allem, dass kein PC aufgrund des Systemwechsels vom Landesnetz  genommen werden muss, so dass die Behörden ihre Dienstleitungen ohne Unterbrechung fortführen können – ohne den Verlust der Datensicherheit."

Verwaltungs-Digitalisierung bis 2023 in Gefahr?

Die Berliner Landesverwaltung ist bereits mehrfach Ziel von Hacker-Angriffen geworden. Zuletzt waren das Kammergericht und Rechner der Humboldt-Universität von Trojanern infiziert.

Landespolitiker von Opposition und Koalition äußerten sich am Montag besorgt darüber, dass die Windows-10-Umstellung nicht rechtzeitig fertig wurde. Es sei zu befürchten, dass auch die Frist für die vollständige Digitalisierung der Verwaltung 2023 nicht eingehalten werden könne. Dem widersprach Smentek: Auf die Digitalisierung der Verwaltung habe die Windows-10-Umstellung keinen Einfluss.

ITDZ aktuell ohne Führung

Schon vor einigen Jahren hatte es große Probleme bei der Umstellung des Betriebssystems in der Berliner Verwaltung gegeben. Im Jahr 2015 scheiterte die fristgerechte Umstellung von Windows XP auf Windows 7. Das landeseigene IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) musste mit Microsoft einen speziellen Support-Vertrag abschließen - was nun wieder ansteht.

Erschwerend erscheint auch, dass für das ITDZ, das sich unter anderem um die Umstellung der Verwaltungsrechner kümmert, gerade eine neue Führung gesucht wird. Derzeit gibt es nur einen kommissarischen Vorstand.

Video: rbb|24 | 29.11.2019 | Stefan Oberwalleney

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54 Kommentare

  1. 52.

    Was wollen Sie eigentlich? Das zeitnahe Logout geschieht doch nur bei Inaktivität. Solange Sie im Bänking herumklickern bleiben Sie drin. Übrigens Computer betrifft schon lange nicht mehr die "Wissenden", es ist ein Gebrauchsgegenstand für den Mainstream und somit werden erforderliche Richtlinien erbracht - so einfach ist das. Sie entscheiden das nicht.
    Möchten Sie das boykottieren, können Sie gerne gemäß den AGB Ihr Onlinebänking durch Telefonbänking ersetzen.

  2. 51.

    Sie brauchen mir nicht erklären was DAUs sind.
    Sie waren doch noch ein DAU, wo manch einer schon ein Pionier war. *fg*
    Sie schleudern hier mit zweierlei Begriffen herum.
    Das eine sind EU Richtlinien und das andere sind User die einfach nur sich nicht mit Computerwissen befassen(wollen oder können).
    Lesen die EU Richtlinien oder lassen Sie es, mir auch egal, die Logout-Vorgabe werden Sie ja wohl als Nicht-DAU bewältigen.

  3. 50.

    Und was sollte der völlig überflüssige Kommentar? Fakt ist der dass hier einige meinen zu glauben das wäre eine EU Richtlinie, was definitiv falsch ist.

    Warum einige Banken die Zeit so dermaßen kurz gestalten lässt nur den Schluß zu dass man Kunden, die völlig unbedarft sind vor sich selbst schützen will. Solche Leute nennt man halt DAU.

    Erst gestern wurden im TV die beliebtesten Passwörter aufgezeigt, "qwertzu", gefolgt von "123456". kein Wunder dass einige Banken für ihre Kunden entscheiden was sicher(er) ist.

  4. 49.

    Wie hier schon mehrmals in den Kommentaren erwähnt und wie man es auch im Netz lesen kann handelt sich es um EU Richtlinien und KEINE EU Gesetze . Wie das jede Bank letztendlich auslegt ist bis zum heutigen Tag Sache der Banken . Das es aus mehreren Gründen auch im eigenen Interesse der Banken ist haben diese die Maßnahme auch zu einem Großteil umgesetzt aber das heißt eben nicht das es gesetzlich verankert ist . @ Tom hat bereits geschrieben das er bei seiner Bank selber entscheiden kann und auch ich habe das jetzt schon bereits mehrmals erwähnt das auch bei der Comdirekt einer Hundertprozentigen Tochter der Commerzbank und eine der 3 größten Direktbanken in Deutschland es bis zum heutigen Tage ebenfalls möglich ist selbst zu entscheiden . Da ändert es auch nichts dran was eine IngDiba , Targobank oder sonst wer in seinen Geschäftsbedingungen oder sonstigen Richtlinien zu stehen hat .

  5. 48.

    "diese Maßnahme soll DAU's nur vor sich selbst schützen"

    DAU sein ist relativ, für manche sind sie Sie ein DAU, kommt auf den Nerd-Level an. Also bitte keine Arroganz.

  6. 46.

    Es gibt keinen Grund, bei einer Sache wie dieser grob zu werden.

    Die Richtlinie PSD2 gilt natürlich für alle Banken. Es sind aber Poster wie Sie, welche am vorgeschriebenen automatischen Logout nach 5 Minuten Untätigkeit zweifeln, obwohl diese Regelung nicht nur von der ING und der Targo-Bank für unumgänglich erklärt wird. Sie ist nämlich bindend, wie man auch im Internet nachlesen kann.

    Wenn Sie Banken kennen, die im Online-Geschäft die Dinge (noch immer) anders handhaben, sollten Sie diese nennen. Und zwar mit Zitieren der offiziellen Aussagen.

  7. 45.

    Danke, ich komme auch ohne Hilfe klar und Sie lesen mal die neuen EU Richtlinien fürs Onlinebanking richtig, bevor Sie sich so wichtig machen.
    Und des weitern sollten Sie lernen, Kommentare richtig zu lesen. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

  8. 44.

    Merken Sie den Unsinn den Sie von sich geben selbst oder brauchen Sie dazu Hilfe?

    Sie meinen also es gäbe eine EU Richtlinie für "normale" Banken und eine für Onlinebanken? Was mache ich wenn ich als Beispiel Onlinebanking bei der Berliner Sparkasse mache?

    Es gibt keine diesbezügliche Richtlinien, warum das die Targobank so macht müssen Sie die Targobank fragen. Vorgeschrieben ist es jedenfalls nicht.

  9. 43.

    Da bin ich anderer Meinung. Ein aktuelles OS ist kein unwesentlicher Bestandteil einer Sicherheitsstruktur. Zugegeben, manche Updates sind etwas "buggy" - hier sollte der "BOFH" mal über seinen Schatten springen und innerhalb eines Mini-Testnetzwerkes den Probierbär machen. Manchmal wünscht man sich Fenster ohne Glasscheiben ;-) .

  10. 42.

    Fragen Sie die Banken, ich habe nur die Richtlinien wieder gegeben. Vielleicht ist das bei reinen Onlinebanken anders.

  11. 41.

    Und warum gibt es dann in Deutschland gleich mehrere Banken bei denen diese 5 Minuten auch im Januar 2020 nicht eingehalten werden bzw. dem Kunden erlaubt wird die Zeit selber einzustellen ?? Machen sich diese Banken dann nicht strafbar wenn Sie EU Gesetze brechen und nach mehr als 6 Monaten diese immer noch nicht umgesetzt haben oder sind es dann letztendlich doch nur EU Richtlinien wo empfohlen wird aber nicht per Gesetz verankert ist ??

  12. 40.

    Da mein Kommentar von gestern Abend 21 Uhr wieder einmal nicht freigeschaltet wurde hier noch mal die Kurzfassung : Es gibt eine ganze Reihe von Banken die eine Begrenzung von 5 Minuten festgelegt haben und es gibt einige Banken wo das nicht der Fall ist u.a. bei der Comdirect . Gesetzlich verpflichtet weder das eine noch das andere zu tun ist dazu aber bis heute KEINE Bank .

  13. 39.

    Mit der Umsetzung der EU-Zahlungsdiensterichtlinie (Payment Service Directive 2 – PSD2) ab dem 14. September 2019 kommt es zu verschiedenen Veränderungen im Zahlungsverkehr und beim Online-Banking. Verkürzte Frist bei der automatischen Abmeldung: Wenn Sie im Online-Banking angemeldet sind, meldet Sie unser System bisher nach Ablauf von 12 Minuten ohne Aktivität automatisch ab. Die EU-Zahlungsdiensterichtlinie schreibt vor, dass diese Frist deutlich verkürzt werden muss. Sie beträgt ab Ende Juni nur noch 5 Minuten.
    Es ist keine Willkür der Targo Bank sondern eine EU Richtlinie. Also kein Quatsch.

  14. 38.

    Danke für die Infos, popelchen! Dass Sie darin nirgends direkt das Betriebssystem ansprechen werte ich dann einfach mal als Bestatigung meiner These, dass das Thema "Windows-Upgrade" maßlos überbewertet wird...

  15. 37.

    Also Codewörter kann ich nicht erkennen, Bashing sieht anders aus und einen sprichwörtlichen DAU habe ich auch noch nicht gelesen. Zum Schlangenöl vll. "Schlangenöl ist die Bezeichnung für ein Produkt, das wenig oder keine echte Funktion hat, aber als Wundermittel zur Lösung vieler Probleme vermarktet wird." IPv6 ist der Nachfolger von IPv4 - darüber gibt es im Netz, ebenso wie für DOS, VM usw. ausreichend Erklärungen.
    Wie kann man nun ein Hacking wie beim KG minimieren, ausschließen kann man es nie. Der Nutzer wird sensibilisiert. Die sicherheitsrelevanten Systemeinstellungen, die von der Oberfläche her erreichbar sind, werden via Richtlinie auf alle Nutzer runtergebrochen, Niemand, ausser der Admin, hat Systemrechte - nirgends - auch bei einem einfachen Exchange Server nicht. Das System wird "gehärtet". Eine getrennte Hardwarefirewall wird nebst Filtertechnik eingesetzt. Usw. Die Möglichkeiten sind Legion - und trotzdem gibt es Lücken.

  16. 36.

    Kurz und knapp: Das ist Quatsch! Das hat die Targobank frei erfunden, diese Maßnahme soll DAU's nur vor sich selbst schützen. Wäre sie verpflichtend hätten diese Maßnahme alle Banken einführen müssen. Auch für diejenigen die eine Onlinebanking Software benutzen. Ich habe z.B. ***** automatisch sperren deaktiviert. Falls aktiviert kann ich die Zeit selbst auswählen, ***** sperren nach Inaktivität (Minuten).

    Unter der Option „Automatische Sperre“ können Sie nach Aktivierung der Option den Zeitraum vorgeben, ab wann sich die Anwendung bei Inaktivität automatisch sperren soll.

    Ergo handelt es sich bei dieser Maßnahme um eine willkürliche Aktion der Targo-Bank. Und schiebt das auf die EU.

  17. 35.

    Aus einer E-Mail derTargo-Bank:

    "Die Europäische Union möchte den Zahlungsverkehr besser und sicherer gestalten. Dazu wurde die zweite EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 erlassen. Diese Richtlinie verpflichtet auch uns, Änderungen an unserem Online-Zahlungsverkehr vorzunehmen.

    Zu den neuen umfangreichen Schutzmaßnahmen gehört auch eine verkürzte Laufzeit für Sitzungen im Online-Banking. Nach fünf Minuten Inaktivität werden Sie automatisch ausgeloggt.

    Wir sind zu dieser Maßnahme verpflichtet. Sie dient allein der Sicherheit Ihrer Daten. Wir bitten um Ihr Verständnis."

  18. 32.

    Wäre schön, wenn einer der Kommentatoren, die hier mit flotten Codewörtern und ein bisschen Bashing vermeintlicher DAUs ihre herausragende IT-Expertise suggerieren wollen, mal ein halbwegs sachliches Argument brächte, ob und ggf wie das fesche Windows 10 solche Fälle wie das Hacking des Kammergerichts weniger wahrscheinlich macht.

  19. 31.

    Also wer immer noch glaubt mit Halbwissen, Firewall und Virenschutz sicher zu sein, egal mit welchem betriebssystem, dem ist echt nicht mehr zu helfen.

  20. 30.

    So siehts aus. Firewall, browsen absperren, usbports und andre tragbare medien raus, etc.etc, einen fähigen, gut bezahlten mcse, dann kann man auch bei win7 bleiben.
    Was ein Murks da läuft :) 17k Rechner von win7 auf 10, das „Modeupgrade“! Herrlichst! Böööörlliiien! Comedy!

  21. 29.

    Warum werden immer wieder Microsoft-Produkte mit kurzer Laufzeit und hohem Sicherheitsrisiko gekauft ?

  22. 27.

    Der große Nachteil von Betriebssystemen aus Redmond ist gleichzeitig der Vorteil. Die große Verbreitung.

    Linux und artverwandte OS sind was für Leute, die viel Zeit damit verbringen wollen, selbst sog. Um- oder Einsteiger Pinguine oder Teufelchen haben ihre Tücken, sicherer sind sie allemal.

    Zum größten Teil sitzt aber der größte Widerstand gegen Linux 20 cm vor dem Monitor. Auch wenn alle Android auf ihrem Schlauföhn besitzen. Also alle, die nicht auf angebissenes Obst stehen aber das ist ja eigentlich auch wieder ein ... aber lassen wir das ... ;-)

  23. 26.

    Also wenn ihren Gedanken folgen würde, könnte ich nun Win 95 DSL-fähig machen oder in XP IPv6 implementieren. Beides ist problemlos möglich. Mit Win 95 hagelt es dann auf Webseiten Fehlermeldungen, weil die Malware dort zu komplex für den Oldie ist - manche Software läuft auch nicht. XP kann als OS zwar IPv6 verdauen, die Firewall bekommt jedoch Schluckauf.
    Wie wird die Entwicklung bei W7, oder einem anderen OS wohl sein?
    Wer glaubt, das AV-Schutz und eine PFW helfen, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten. Das "wir" in ihrem Beitrag würde mich auch interessieren , komme gern mal auf einen virtuellen Kaffee vorbei ;-) .

  24. 25.

    "Übrigens benutze ich PCs schon seit DOS-Zeiten..." Um warum haben sie dann seitdem nichts dazugelent? :-D

    Aussagen wie "Weder CIA noch NSA dürften sich für Ihre Privatangelegenheiten interessieren. Und selbst wenn? Was schadet's?" oder "Linux wird auch deshalb so selten angegriffen, weil es kaum jemand benutzt" lassen einen gruseln.

    Man kann nur hoffen dass sie nur privater Mausschubser sind und keiner irgendwie sicherheitsrelevanten Tätigkeit nachgehen.

    Im ersten Fall sorgen ihre Aussagen für Gelächter, im zweiten bleibt einem aufgrund solcher Offenbarungen von Unkenntnis das Lachen im Halse stecken.

  25. 24.

    Wer sind den "wir"? Das Team von Indymedia ?
    Ihre Aussage ist ja extrem qualifiziert. Dann können Sie doch auch gleich bei Windows XP bleiben, läuft der Rechner noch schneller ! Was glauben Sie denn, wie lange der Hersteller des Virenscanners Ihres Vertrauens noch die Win7-Versionen supported, wo ja nun gar kein Geld mehr mit zu verdienen ist...

  26. 23.

    Also wir schalten Windows 7 nicht ab. Wenn man ordentlichen Virenschutz / Firewall etc. hat, braucht man nicht auf die neuen Systeme umstellen. Außer man hat spezielle Programme, die unter Windows 7 einfach nicht mehr laufen. Für Windwos ist das natürlich toll, wenn Sie ihre neuen alten Kram verkaufen können und die Abhängigkeit schön fördern.
    Ab in die Clouds, dann kann man direkt mitlesen.

  27. 22.

    Also ich bin bis jetzt mit Windows 10 ganz zufrieden und würde sagen das dieses aktuelle Betriebssystem zumindest nicht schlechter ist als Windows 7 was ja immer mal wieder behauptet wird . Ich empfinde es ähnlich positiv wie damals als ich von Windows 95 auf Windows XP umgestiegen bin . Das es auch bei der Firma Microsoft und seiner Marktbeherrschung und hier und dort beim Datenschutz auch negative Aspekte gibt steht sicher auf einen anderen Papier .

  28. 21.

    Dass Support Geld kostet, halte ich für logisch.
    Und sollten Institutionen statt auf professionelle Software lieber auf Eigengewächse zurückgreifen, wird auch das große Probleme mit sich bringen: Wer den Arbeitsplatz (beispielsweise wegen Umzugs in eine andere Stadt) wechselt, muss sich radikal umgewöhnen bzw. neu einarbeiten, es wird reichlich Bugs geben, mit der Verbreitung eines neuen Systems werden auch dort die Angriffe durch Hacker und Malware zunehmen (Linux wird auch deshalb so selten angegriffen, weil es kaum jemand benutzt). Und statt mit dem Finger immer nur auf Firmen zu zeigen, sollte die Sicherheit durch verpflichtende Schulungen der Mitarbeiter erhöht werden. Das Hauptproblem scheint mir aber die im Bericht erwähnte "dezentrale Organisation" zu sein; ein Übel, für das ich gern eine Begründung hätte.
    Übrigens benutze ich PCs schon seit DOS-Zeiten (also noch vor Windows) und empfinde die Arbeit mit W10 als durchaus angenehmer denn die mit W7.

  29. 20.

    Wieder mal ein Beweis für die Unfähigkeit dieses Senats.
    Was können die überhaupt noch?

  30. 19.

    Jörg hat Recht: ein alternatives Betriebssystem könnte verwaltungsweit gut genutzt werden. - Es ist schade, dass sich die Berliner Behörden von einem Softwaregiganten unter Druck setzen lassen, und alle paar Jahre wieder mit enormem Aufwand eine ebenso sinnfreie wie kostenintensive Umstellung zehntausender Rechner durchziehen; verspätet oder nicht. Ich verdiene meinen Lebensunterhalt am Computer, und ich kann mit Überzeugung sagen, dass an der Handhabung von Windows 10 NICHTS besser ist als bei Windows 7 - im Gegenteil. Natürlich kommt nun wieder das Universal-Argument "Sicherheit" auf den Tisch. Wie wenig die Sicherheit jedoch tatsächlich damit zu tun hat, ob Microsoft ein Betriebssystem noch "supportet" oder nicht, zeigen die Hacker-Angriffe der Vergangenheit: Sie erfolgten auf Rechnersysteme, die Herr Gates noch voll "unterstützte". 

  31. 18.

    Sie übertreiben maßlos, weil ihnen das gesinnungsgemäß in den Kram passt. Klar, Litauen z.B. ist uns weit voraus und ich hadere öfter mit unser schwerfälligen Bürokratie aber lieber langsam aber halbwegs transparent statt Korruption ohne Ende.

  32. 17.

    Sie übertreiben maßlos, weil ihnen das gesinnungsgemäß in den Kram passt. Klar, Litauen z.B. ist uns weit voraus und ich hadere öfter mit unser schwerfälligen Bürokratie aber leiber langsam aber halbwegs transparent statt Korruption ohne Ende.

  33. 16.

    Neben der IngDiba gehören ja auch noch die DKB und die Comdirect zu den 3 großen Direktbanken in Deutschland die seit 10 Jahren mit Abstand die meisten Kunden betreuen und ich glaube bei der DKB gibt es auch keine Begrenzung von 5 Minuten und bei der Comdirect kann man in seiner Verwaltung auf seinem Konto die Zeit selbst einstellen so wie es eigentlich auch überall sein sollte . Bei benutzen einer App über Smartphone oder Tablet kann die Zeit aus Sicherheitsgründen allerdings auch bei diesen Banken begrenzt sein .

  34. 15.

    Danke für den Hinweis.
    Da mein Posting aber soweit ich mich entsinnen kann auch keinen enthielt, wundert mich, dass es nicht veröffentlicht wurde.
    Oder wird es nur bei mir nicht angezeigt (was wie ich weiß aus irgendwelchen technischen Gründen durchaus vorkommen kann)?

  35. 14.

    Links zu externen Websiten sind laut unserer Netiquette nicht gestattet. Zur Info: https://www.rbb24.de/hilfe/hilfe___kommentarfunktion.html

  36. 13.

    Bei der ING jedenfalls wird man neuerdings nach 5 Minuten ausgeloggt und kann auch keiner längere Spanne einstellen. Grund, wie man mir auf Anfrage mitteilte, eine EU-Richtlinie!

    Wenn Ihre Bank das anders handhabt (handhaben darf?), sind Sie zu beneiden.

  37. 12.

    Die Frage ist nur, warum man aus den Problemen beim Rollout von 2015 nicht gelernt hat.
    Ich denke das ist einfach nur verschlafen worden und "Hausgemacht", keiner sieht sich wirklich in der Verantwortung. Das landeseigene IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) hat damals schon Probleme gehabt und jetzt wieder, also vollkommen ungeeignet.

  38. 11.

    Sollten lieber gleich auf Linux ( Ubuntu ) umsteigen. Nutze ich schon seit Jahren problemlos als Bürocomputer. Nur auf der Arbeit nuss ich leider Windows benutzen.

  39. 10.

    Tu ich nicht.
    Vergleichen Sie mal die durchschnittliche Geschwindigkeit der Internetverbindungen in Industrieländern (was ja dank Google nicht schwierig sein dürfte).
    Keine Ahnung, ob ich hier entsprechende Links aufzeigen darf, doch Deutschland ist in dieser Hinsicht eine (halbnarkotisierte, schwer rheumatische und extrem motivationslose) lahme Ente.

  40. 9.

    "unterdurchschnittliches Zweite-Welt-Land" So dramatisch ist es nun nicht. Unterdurchschnittlich okay, Zweite-Welt-Land na ja, aber unter dem Durschnitt der Zweite-Welt-Länder liegen wir nicht. Außerdem dürfen Sie nicht von Berlin auf Deutschland schließen.

  41. 8.

    Also ich kann bei meinem Online Banking nach wie vor selber entscheiden ob ich nach 10 , 20 oder erst 30 Minuten automatisch ausgeloggt werden möchte . Da haben auch die neuen EU Richtlinien nichts dran geändert .

  42. 7.

    Leider.
    Auf Nichtparanoiker (also Leute, denen ein Kompromiss aus Sicherheit und Bequemlichkeit genügt) ältere und behinderte Menschen braucht man ja keine Rücksicht zu nehmen.
    Denn wieder einmal heißt es, dass sich ALLE nach einer Minderheit richten müssen.

  43. 6.

    Lieber rbb, es gab am 7.1.20 eine Pressemitteilung des ITDZ Berlin, in welcher die neue kommissarische Führung des ITDZ bekannt gegeben wurde - Herr Marc Böttcher - siehe Homepage des ITDZ

  44. 5.

    Die Verkomplizierung des Online-Bankings geht wie so viel Schönes auf eine EU-Richtlinie zurück. Die führt auch dazu, daß man schon nach fünf untätigen Minuten ausgeloggt wird und die ganze irre Prozedur erneut durchlaufen muß. Früher waren es zehn Minuten.

  45. 4.

    Eine positive.
    Werden Daten in der Cloud verschlüsselt abgelegt, sind sie dort auch nicht unsicherer als hinter der Firewall eines lokalen PCs.
    Das spart Platz und Energie.
    Zudem erfordert das Entschlüsseln zumeist einen Aufwand, bei dem die entsprechenden Organisationen wohl ziemlich genau nachdenken dürften, ob er sich lohnt.
    Ich bin ein Befürworter von Cloud Computing. Vieles (wie z. B. diverse Behördenbesuche und postalische Bearbeitungen) wird dadurch hinfällig.
    Und keine Bange:
    Weder CIA noch NSA dürften sich für Ihre Privatangelegenheiten interessieren.
    Und selbst wenn:
    Was schadet's?

  46. 3.

    Als langjähriger Computerbenutzer und Bürohengst weiß ich:
    Deutschland ist in EDV-Hinsicht ein unterdurchschnittliches Zweite-Welt-Land.
    Langsame Internetverbindungen sind Standard, die Digitalisierung kommt mit der Geschwindigkeit einer Kontinentalplattenverschiebung voran, Unabhängigkeit wird nicht angestrebt, Sicherheitsschulungen sind eher Ausnahme als Regel und die Privatsphäre wird von der Regierung bei jeder sich bietenden Gelegenheit torpediert (außer beim Onlinebanking, bei dem es jetzt sogar zur Abfrage des eigenen Kontostandes eine doppelte Sicherheitsüberprüfung braucht).
    In den nächsten Jahren wird sich im Computerbereich vieles tun:
    Streaming wird im Entertainmentsektor immer wichtiger, mehr und mehr Geräte werden einen Internetzugang haben bzw. bekommen, Printmedien und andere Datenträger werden sich weiterhin reduzieren und dies wird natürlich auch Auswirkungen auf Dienstleistungsberufe, Hersteller und Händler haben.
    Zumindest außerhalb Deutschlands.

  47. 2.

    Was ist denn mit der Entwicklung, dass Windows, Office & Co. zunehmend Daten "in die Cloud" abführen? Ist das mit dem deutschen Datenschutz überhaupt noch vereinbar? Insbesondere für Behörden?

  48. 1.

    Der Artikel ist widersprüchlich. In der Einleitung heißt es, dass der Support endet, weiter unten im Text steht, dass man den Support gegen Entgelt weiterhin bekommen kann. Letzteres ist dabei richtig - zumindest für Firmenkunden.

    Zudem gibt es hier auch wieder ein Berlin-typisches Problem, da die Bezirksfürsten gerne ihr eigenes Süppchen kochen.

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