Am 13.01.2020 hat Artenvielfalt Brandenburg 73052 Unterschriften zur Insekten-Rettung im Brandenburger Landtag übergeben. (Quelle: rbb/Dominik Lenz)
Video: Abendschau | 13.01.2020 | Michael Schon | Bild: rbb/Dominik Lenz

Potsdamer Landtag überreicht - Volksinitiative Artenvielfalt übergibt 73.000 Unterschriften

Brandenburger Naturschutzverbände haben am Montagvormittag gut 73.000 Unterschriften der Volksinitiative "Artenvielfalt retten - Zukunft sichern" an Landtagspräsidentin Liedtke übergeben. Friedhelm Schmitz-Jersch vom Naturschutzbund (Nabu) sagte bei der Unterschriftenübergabe im Potsdamer Landtag, die Anzahl der Unterschriften zeige, wie groß die Zustimmung der Menschen zum Erhalt der Artenvielfalt sei. Sie wollten eine andere Art der Landbewirtschaftung.

"Wir haben damit einen klaren Handlungsauftrag bekommen, im Rahmen unserer parlamentarischen Arbeit die Weichen für eine rasche und effektive Förderung der Artenvielfalt zu stellen", sagte die umweltpolitische Sprecherin der grünen Ladtagsfraktion, Isabell Hiekel. "Das wird nur gemeinsam im Dialog mit den Landnutzern und anderen Akteuren gehen." Dafür hätten die Umweltverbände mit der Volksinitative jetzt den Boden bereitet. Auch Jan Langehein von der Linken-Fraktion im Landtag sagte, es msse vieles geändert werden, wenn die Artenvielfalt erhalten werden sollte. Dies erfordere "intensive Diskussion mit allen Akteuren". Denn es werde nicht einfach werden, die Forderungen der Volksinitiative so umsetzen, dass Landwirte nicht in wirtschaftliche Bedrändnis kämen. Das gehe nur über Förderprogramme, so Langehein weiter.

Die Initiative fordert konkrete Schritte, damit in Brandenburg nicht noch mehr Insekten-, Vogel- und Pflanzenarten verschwinden. Denn in Brandenburg gibt es unter anderem immer weniger Feldvögel. Ihre Zahl hat sich laut Vogelschutzwarte in den letzten 20 Jahren fast halbiert. Der Umweltverband Nabu nennt als Hauptgrund das Aussterben von Insekten, die den Vögeln als Futter dienen.

Sind mindestens 20.000 der seit April gesammelten Unterschriften gültig, muss sich der Landtag mit dem Thema auseinandersetzen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.01.2020, 10 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

11 Kommentare

  1. 11.

    Informierte als Trantüten zu diffamieren nur weil Sie nicht die Märchen der Bio-Lobby auf dem Leim gehen, zeigt wie weltfremd sie selber sind.
    Zitat:
    "Diese Trantüten hier im Lande laufen offenbar blind durchs Land. Und dann kommen noch diejenigen (leider wohl auch hier in den Kommentaren), die entweder für die Chemie und Agrarindustrie-Lobby arbeiten und deren Lügen im Profitinteresse verbreiten oder die Naiven, die diese Lügen glauben wollen. "
    Welche Lügen?
    Was Sie dann schreiben ist vollkommen falsch.
    Zitat:
    "Verhungern würde jedenfalls kein einziger Mensch ohne diese Gifte"
    Warum spritzten dann auch Biobauer chemische Gifte?

  2. 10.

    Ich bin über die Zahl der Unterschriften etwas enttäuscht - hab ich doch im Bekanntenkreis viele gesehen, die unterschrieben haben, obwohl sie sowas sonst nicht machen. Die Brandenburger müssten doch bald mal die Augen auf machen, wach werden und erkennen, dass ihre vielbeschworene Naturidylle vielerorst nur noch blasse Fassade ist und längst das große Artensterben auch vor der Haustür im Gange ist! Diese Trantüten hier im Lande laufen offenbar blind durchs Land. Und dann kommen noch diejenigen (leider wohl auch hier in den Kommentaren), die entweder für die Chemie und Agrarindustrie-Lobby arbeiten und deren Lügen im Profitinteresse verbreiten oder die Naiven, die diese Lügen glauben wollen. Verhungern würde jedenfalls kein einziger Mensch ohne diese Gifte und ohne diese Massentierhaltung. Verhungern müssen Menschen wegen der Profitgier einiger weniger Teufel!

  3. 9.

    Erst wenn wir im Urwald angekommen sind, werden wir verstehen, dass wir dort nicht überleben können.

  4. 6.

    Gegen die Agrarlobby kann in Deutschland eh nichts erreicht werden. Wir schaffen es ja nichtmal bestehende Gesetze, z.B. zur Nitratbelastung der Böden, durchzusetzen.

  5. 5.

    Es wäre schön wenn sich Grüne / NABU mit den wissenschaftlichen Fakten beschäftigen würden.

    - Pflanzenschutzmittel gibt es seit hundert Jahren , seit wann die Abnahme bei den Insekten?
    - auch in Regionen ohne Pflanzenschutzmittel gibt es die Abnahme der Insekten
    - Pestizide mit Kupfer der Biobauern sind oft schädlicher für die Umwelt als Moderne ohne Kupfer
    - die Bio-Lobby verhindert seit über 20 Jahren das Verbot der Pestizide mit Kupfer
    - ohne Pestizide und mineralische Dünger würden Millionen Menschen jedes Jahr verhungern

  6. 4.

    "die Anzahl der Unterschriften zeige, wie groß die Zustimmung der Menschen" 73.000 sind eine kleine Minderheit. Richtig sollte ein Volksentscheid folgen. Wie von den grünen in Gutsheerenart Politik gemacht wird ist abscheulich. Bei der naechsten Wahl kommt die Quittung. Kenne viele die sagen die Grunen machen das Land kaputt.

  7. 3.

    Wird jetzt der Anbau von Bio und Ökotreibstoff endlich verboten ? Der Rückgang ist doch erst auffällig seit dem diese Einzug hält in der Landwirtschaft, wenn wir der Logik des NABU und die Landwirtschaft schuld ist folgen wollen.

  8. 2.

    Als erstes sollte die Pestizide der BIO-Bauern verboten werden, da diese laut einer Studie die Bienen töten.

  9. 1.

    Sehr sehr gut ! Weiter am Ball bleiben, das ist immens wichtig für unsere Zukunft !

Das könnte Sie auch interessieren