Wahlkreisbüro mit Hakenkreuzen beschmiert (Quelle: Bayram)
Bild: Bayram

Berlin-Kreuzberg - Hakenkreuze auf Canan Bayrams Wahlkreisbüro geschmiert

Unbekannte haben das Wahlkreisbüro der Berliner Bundestagsabgeordneten Canan Bayram (Grüne) in Kreuzberg mit Hakenkreuzen beschmiert. Das bestätigte Bayram am Mittwochabend rbb|24.

Wie die Berliner Polizei zuvor mitteilte, habe eine 42-jährige Zeugin am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr die Farbschmiererei in der Dresdener Straße bemerkt und die Polizei alarmiert. Einsatzkräfte stellten einen Schriftzug und Hakenkreuze an der Hauswand fest.

Staatsschutz ermittelt

Bayram sagte der "Berliner Morgenpost", solche Vorfälle habe es bereits früher gegeben. "Es ist schon immer widerlich und Hakenkreuzschmierereien sind auch eindeutig immer rassistisch motiviert." Sie hoffe auf Aufklärung - bislang habe es aber nie eine gegeben. Die Grünenpolitikerin sagte der Zeitung weiter, sie sei zuletzt auf Facebook und Twitter verstärkt angefeindet worden.

Der Staatsschutz wurde demnach über die vermutlich politisch motivierte Sachbeschädigung unter Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen informiert und hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Sendung: Inforadio, 22.01.2020, 22.00 Uhr

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3 Kommentare

  1. 3.

    Für eine sachliche Berichterstattung bin ich klar dafür, dass auch im Bild gezeigt wird, welche Schmiererei da angebracht wurde. Ich bin also klar dafür, dass in solchen Fällen auch jeder Leser sich einen Eindruck verschaffen kann. Es wird ja deshalb keiner zum Neonazi, der es nicht schon vorher war, der Rest ist angewidert davon. Leider ist die Aufklärungsrate für diese Straftaten viel zu gering, das ist das eigentliche Problem.

  2. 2.

    Ich frage mich bei Betrachtung des Fotos gerade, ob hier wirklich Neonazis am Werk waren. Die Aussage ist doch wohl "GroKo ist Nazi" oder "GroKo liebt Nazis", wenn man das mal übersetzt oder interpretiert. Was "Sinnvolles" ergibt sich für mich in der Aussage hier nicht. Nach nationalsozialistischer Propaganda klingt das für mich jetzt nicht. Einen Zusammenhang zwischen GroKo und Nazis herzustellen, ist unerträglich, bei aller zulässigen Kritik an der Regierung. Davon ab, ist es selbstverständlich unzumutbar, dass dieses Zeichen von Menschenverachtung an ein Politikerbüro geschmiert wird und ich würde eine Aufklärung des Falls sehr begrüßen. Es wird wohl leider wieder beim Wunsch bleiben.
    Ganz davon ab, frage ich mich aber auch, ob Hammer und Sichel ein geeignetes Symbol im politischen Diskurs sein sollte.

  3. 1.

    Liebe Redaktion,
    halten Sie es wirklich für eine so gute Idee, die Schmierereien, die andernfalls vielleicht nur ein paar hundert Menschen gesehen hätten, auf Ihrer Website im Bild zu verbreiten, auf dass Zehntausende und mehr sie sehen? Denken Sie nicht, das ist ganz im Sinne der Täter?
    Man könnte die Meldung doch auch mit einem netten Bild von Frau Bayram illustrieren. Wie Hakenkreuze aussehen, wissen wir ja.

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