"Polizei" und "Landeskriminalamt" steht auf einem Schild vor dem Dienstgebäude des Berliner LKA (Quelle: dpa/Zinken).
Audio: Inforadio | 07.01.2020 | Peter Klinke | Bild: dpa/Paul Zinken

Neue Abteilung in Berlin - LKA verstärkt Kampf gegen islamistischen Extremismus

Im Berliner Landeskriminalamt (LKA) nimmt am Dienstag die neue Abteilung "Islamistischer Extremismus und Terrorismus" ihre Arbeit auf. Die zweite Staatsschutzabteilung wird aus dem bisherigen Dezernat zu politisch motivierter Ausländerkriminalität (Islamismus) gebildet und umfasst drei Dezernate, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Delikte politisch motivierter Kriminalität von links und rechts sowie von religiöser Ideologie sollen weiter im Bereich "Allgemeiner Polizeilicher Staatsschutz" aufgeklärt werden. Um beide Bereiche übergreifend zu steuern, wird eine Staatsschutzkoordination eingerichtet.

Lehre aus Breitscheidplatz-Anschlag

Innensenator Andreas Geisel (SPD) erklärte laut Mitteilung, Berlin solle eine sichere und lebenswerte Stadt bleiben. "Deswegen müssen wir unsere Polizei so organisieren, dass sie optimal auf die herrschenden Bedrohungen vorbereitet ist." Mit der Gründung der neuen Abteilung sei eine Lehre aus dem schrecklichen Anschlag auf dem Breitscheidplatz vom Dezember 2016 gezogen worden. Zwölf Menschen waren getötet worden.

Polizeipräsidentin Barbara Slowik betonte, die Terrorismusbekämpfung sei gerade in der Bundeshauptstadt eines der vorrangigen Ziele der Polizei. Stets müsse geprüft werden: Wie können wir besser werden? Wo können wir noch effektiver werden? Die Gründung der neuen Abteilung, das Anti-Terrorzentrum und die Staatsschutzkoordination seien Antworten auf diese Fragen.

Sendung: Inforadio, 07.01.2020

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1 Kommentar

  1. 1.

    Das kommt aber reichlich verspätet.
    Wäre schon längst nötig gewesen.

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